Juni 9, 2021

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Juni 9, 2021

Boeing kann im Mai mehr Aufträge an Land ziehen

Die Krisenjets des Flugzeugbauers entpuppen sich als Produktionsankurbler – zumindest im letzten Monat. Dort konnte Boeing dank hoher Nachfrage nach 737-Max-Jets seine Auftragsbilanz deutlich. Nach eigenen Angaben vom Dienstag erhielt das Unternehmen im Mai insgesamt Bestellungen für 73 Flugzeuge, davon entfiel mit 61 der Großteil auf Max-Modelle. Damit bleibt die Baureihe der Verkaufsschlager des Unternehmens. Daran ändern auch die zwei Abstürze und das darauffolgende Flugverbot augenscheinlich nichts.  Unter Berücksichtigung von Stornierungen und Umbuchungen holte Boeing im vergangenen Monat 20 neue Aufträge rein. Das berichtet das Luftfahrtportal Aero. Damit schaffte der US-Konzern im vierten Monat in Folge ein positives Nettoergebnis und schnitt besser ab als Airbus – im Mai verbuchte der europäische Hersteller unter dem Strich nur vier Neubestellungen. Nur in puncto Auslieferungen lag die Konkurrenz deutlich vorne: Während Boeing nur 17 Maschinen an den Mann brachte, übergaben die Europäer 50 neue Flugzeuge an ihre Kunden.

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Wien: AAS verzichtet auf Stellenabbau

Der am Flughafen Wien tätige Bodenabfertiger Airline Assistance Switzerland verzichtet auf den Abbau von 106 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen meldete am 12. Mai 2021 diese Anzahl von Beschäftigten beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservices an. Die neue Kurzarbeit führt nun dazu, dass AAS den Stellenabbau nicht vollziehen wird. „Die Verlängerung der Kurzarbeit gibt uns gemeinsam mit der Safety-Car-Phase die Chance, die Entwicklung des Flugmarktes im Zuge der Lockerungen der Reiserestriktionen durch die Covid-Krise zu beobachten und im Falle einer dauerhaften Erholung durchzustarten“, erklärte Nevena Dragosavljevic, Sprecherin der Airline Assistance Switzerland Mittwoch gegenüber der Presse. „Wir sind über diese Möglichkeit hoch erfreut, haben wir doch im vergangenen Jahr aus sozialen Gründen auf einen schon damals gerechtfertigten weitreichenden Stellenabbau verzichtet.“ Schwierigkeiten mit Betriebsvorgängerfirma am Flughafen Wien belasten seit Beginn „Wir waren ab Beginn unserer Tätigkeit am Flughafen Wien bestrebt, möglichst viele Arbeitsplätze am Flughafen zu erhalten und den Betrieb der Vorgängerfirma fortzuführen“, erklärte Dragosavljevic. Trotz intensiver Bemühungen von Airline Assistance Switzerland kam es bei Gesprächen mit der Vorgängerfirma zu keinem Ergebnis. „Wir haben dennoch sämtliche 361 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Vorgängerfirma übernommen“, informierte Dragosavljevic. Allerdings lehnt es die Betriebsvorgängerfirma trotz eines ersten Teilurteils des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien ab, die bei ihr erworbenen Abfertigungsansprüche dieser MitarbeiterInnen zu übernehmen. Das bedeutet, dass die Airline Assistance Switzerland bis jetzt auch jene Abfertigungsansprüche von MitarbeiterInnen trägt, die nicht im Rahmen des Angestelltenverhältnisses mit der Airline Assistance Switzerland erworben wurden. Die Gespräche mit der Vorgängerfirma verliefen ergebnislos, so dass es in der Folge nicht möglich war, sich in der

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Flughafen München nimmt Terminal 1 wieder in Betrieb

Aufgrund der steigenden Nachfrage nimmt der Münchner Airport das Terminal 1 am 23. Juni 2021 wieder in Betrieb. Alle Airlines, die vorübergehend ins Terminal 2 ausgelagert waren, werden wieder ins Terminal 1 zurückkehren – nur Eurowings bleibt vorübergehend noch im Terminal 2. Die sinkenden Inzidenzwerte und die fortschreitende Impfkampagne sowie die damit verbundenen Erleichterungen im Reiseverkehr haben zu einer Belebung des Luftverkehrs am MUC geführt. So verzeichnete der Flughafen zum Abschluss der Pfingstferien am vergangenen Sonntag mit rund 400 Flügen und 36.000 Passagieren das größte Verkehrsaufkommen seit einem Dreivierteljahr.  Die Lufthansa wird ihr Langstreckenangebot ab München schrittweise wieder erweitern. So nimmt die Airline im Juli ihre Nordamerika-Routen nach Boston, New York (JFK), Charlotte und Vancouver wieder auf. Derzeit steuert Lufthansa mit Newark, Chicago, Los Angeles, Denver und Seoul fünf Langstreckenziele vom Münchner Flughafen aus an. Im August kehren mit Tokio, Washington, Shanghai und Osaka vier weitere Fernreiseziele in den Münchner Lufthansa-Flugplan zurück. Insgesamt wird Lufthansa dann 13 Langstreckenziele ab München mit Flugzeugen vom Typ Airbus A350 anbieten. United Airlines hat ihren Liniendienst nach San Francisco wieder aufgenommen und wird noch im Juni die Strecken nach Washington und Chicago auf jeweils eine tägliche Verbindung aufstocken. Ab Anfang Juli wird United auch ihre Flüge von München nach Newark wieder aufnehmen.

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Aeroflot-Chef: „Pobeda fliegt mit 90 Prozent Auslastung“

Der russische Aeroflot-Konzern musste sich aufgrund der Corona-Pandemie auf Strecken innerhalb der russischen Föderation fokussieren. Weiters gibt es mit einigen ehemaligen Sowjetrepubliken so genannte Safe-Travel-Abkommen. Die staatliche Airline und ihre Billigtochter Pobeda wollen nun wieder Auslastungen von bis zu 99 Prozent erreichen. Die größte Fluggesellschaft der Russischen Föderation wird von Mikhail Poluboyarinov geleitet. Dieser erklärte gegenüber Reuters, dass die Auslastung bei Aeroflot bei rund 80 Prozent liegt. Pobeda erreiche gar 98 bis 99 Prozent. Von solchen Werten können Airlines in Europa derzeit nur träumen. Hintergrund ist, so Poluboyarinov, dass man innerhalb Russlands keine Reisebeschränkungen hat. Daher hat man sich mit den Marken Aeroflot und Pobeda auf Ziele im Inland fokussiert. Der Manager sprach auch davon, dass man das Netzwerk so adaptiert habe, dass es weitgehend jenem, das man zu Sowjetzeiten hatte, entspricht. Neben Zielen innerhalb der Russischen Föderation werden auch GUS-Staaten im Rahmen von Safe-Travel-Abkommen angeflogen. Ob Aeroflot und Pobeda tatsächlich so hohe Ladefaktoren erzielen können, lässt sich schwer überprüfen.

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UK-Regierung bestätigt Flybe-OL-Entzug

Der angestrebte Neustart der britischen Regionalfluggesellschaft Flybe dürfte sich nun noch schwieriger gestalten, denn die Regierung hält an der Entscheidung des Entzugs der Betriebsgenehmigung fest. An dieser hängen die Start- und Landerechte. Eine Übertragung auf die Neugründung ist damit fast unmöglich geworden. Die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs entzog Flybe im März 2021 die Operating License. Zuvor war der Carrier aufgrund der Insolvenz schon weit über ein Jahr nicht mehr in der Luft. Sowohl Käufer Cyrus Capital als auch der Masseverwalter legten gegen diese Entscheidung ein Rechtsmittel ein. Der Grund dafür ist simpel: An der “OL” hängen die so genannten Slots. Flybe besitzt an zahlreichen Airports, unter anderem in London-City und London-Heathrow, wertvolle Start- und Landerechte. Diese hätte man zu Geld machen können oder aber für die “neue Flybe” nutzen können. Die Neugründung, die nun den Namen Flybe Ltd. trägt, verfügt seit April 2021 über AOC und Betriebsgenehmigung. Man konnte sich in Heathrow einige Slots sichern, jedoch stammen diese nicht aus “Altbeständen”, sondern wurden neu erlangt. Auf dem Luftfahrtbetreiberzeugnis ist mittlerweile mit der G-CLXC eine DHC Dash 8-400 registriert. Diese stand bis Ende 2020 in Diensten der Austrian Airlines und trug die österreichische Kennung OE-LGA. Das Flugzeug trägt noch immer den überwiegenden Teil des Farbenkleids von Austrian Airlines und ist auf dem Airport Exeter abgestellt.

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Ukraine erleichtert Geimpften die Einreise

Die Ukraine gestattet nun Personen, die über vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 verfügen, die Einreise ohne Quarantäne bzw. PCR-Test. Neu ist auch, dass negative Antigen-Schnelltest-Befunde anerkannt werden. Seitens der Ukraine werden alle Impfstoffe, ausgenommen der russische Sputnik V, akzeptiert. Es muss die vom Hersteller vorgesehene Anzahl von Teilimpfungen verabreicht worden sein. Die Dokumentation wird auf Papier und in elektronischer Form akzeptiert. Die Impfbestätigung muss in englischer Sprache ausgestellt sein. Davon ausgenommen sind Impfungen, die in der Ukraine verabreicht wurden. In diesem Fall wird selbstredend auch die Landessprache akzeptiert. Antigen-Schnelltestbefunde dürfen nicht älter als 72 Stunden sein. Das Dokument wird in den Sprachen Englisch, Russisch und Ukrainisch angenommen. Alternativ kann ein negativer PCR-Befund vorgelegt werden, der ebenfalls in den zuvor genannten Sprachen abgefasst sein muss. Sollte dies nicht möglich sein, muss eine anerkannte Übersetzung vorgelegt werden. Keine Einreiseerleichterungen gibt es derzeit für Genesene. Diese benötigen weiterhin einen negativen Coronatest. Die nachstehenden Impfstoffe werden seitens der Ukraine anerkannt: Pfizer/BioNTech, Johnson & Johnson’s Janssen, AstraZeneca/Covishield (India), AstraZeneca/SKBio (South Korea), Moderna, Sinopharm, CoronaVac (Sinovac)

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Smartlynx Airlines eröffnet neue Basis in der Schweiz

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg bekommt Nachwuchs: Smartlynx hat vor wenigen Tagen eine neue Basis am Flughafen eröffnet und wird in in Zukunft Ferienflüge für Tui Deutschland durchführen. Mit dem Flug 6Y616 nach Rhodos ist die Fluggesellschaft am 5. Juni um 6:10 Uhr in ihre Saison als neue Airline am EuroAirport abgehoben. Der Carrier bietet für Tui Deutschland Ferienflüge und touristische Destinationen rund um das Mittelmeer und die Kanaren an. Die neue Basis in der Schweiz wird mit einer Airbus A320-Maschine besetzt. Eigenen Angaben zufolge werden durch die Neuansiedlung bis zu 20 Arbeitsplätze geschaffen.

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A321F: Smartlynx Malta hebt in Kürze für DHL ab

Der maltesische Smartlynx-Ableger Smartlynx Malta wird in Kürze den ersten Airbus A321F in Dienst stellen. Da dieser Maschinentyp ab Werk nicht als Cargoflugzeug angeboten wird, handelt es sich um eine Konvertierung einer Passagiermaschine. Die 9H-CGA befindet sich derzeit auf dem Flughafen Luqa und wird von SR Technics Malta für den kommerziellen Ersteinsatz als Frachter vorbereitet. Künftig soll der Mittelstreckenjet ab Leipzig/Halle im Auftrag von Deutsche Post-DHL fliegen. Dem Vernehmen nach wird dieser Maschinentyp auch Stammgast auf dem Flughafen Linz-Hörsching werden. Ursprünglich wurde dieser Airbus A321 im Jahr 1998 an Swissair ausgeliefert. Nach dem Kollaps der SAirGroup fand das Passagierflugzeug den Weg zu Swiss. Ab dem Jahr 2004 flog der Mittelstreckenjet für Air Mediterranee. Heuer wurde die Konvertierung in ein Frachtflugzeug angepackt und ist bereits fast vollständig abgeschlossen. Da die Maschine für DHL betrieben wird, sind sowohl das Logo der Deutsche-Post-Tochter als auch neu der Schriftzug “Smartlynx Cargo” am Rumpf zu finden. Es handelt sich um die erste Maschine, die diesen Titel trägt. Weiters ist vom vorderen Bereich auch ein großer Sticker bezüglich Umweltschutz angebracht. Nachstehende Fotogalerie zeigt die 9H-CGA auf dem Flughafen Luqa:

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Lufthansa: OGH erklärte insgesamt 30 Klauseln für unzulässig

Wegen fragwürdiger Klauseln in den Beförderungsbedingungen zog der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gegen die Lufthansa AG vor den Obersten Gerichtshof – und bekam auch mehrheitlich Recht. Das Urteil ist rechtskräftig. Eine der vom VKI beanstandeten Klauseln legte eine Nachzahlungspflicht fest, wenn Kunden ihre Flüge nicht auf allen Teilstrecken oder nicht in der gebuchten Reihenfolge in Anspruch nahmen. Zwar sah diese Klausel Ausnahmen von sogenannten „No-Show-Gebühren“ vor, diese gingen dem OGH aber letztlich nicht weit genug.  Das Unternehmen definierte zwar Ausnahmen (z.B. Verhinderung aufgrund höherer Gewalt, Krankheit), verbunden mit der Auflage, Gründe für die Verhinderung sofort nach Kenntniserlangung mitzuteilen und nachzuweisen. Doch die genannten Ausnahmen seien zu eng bemessen, so die Höchstrichter. Zudem stieß sich das Gericht an der Regelung, dass Fluggäste Hinderungsgründe sogar in jenen Situationen sofort mitteilen müssten, in denen ihnen eine unmittelbare Kontaktaufnahme mit der Luftlinie nicht möglich sei. Der OGH stufte diese Klausel daher als gröblich benachteiligend ein. „Für den VKI sind No-Show-Gebühren grundsätzlich nicht nachvollziehbar“, kritisiert Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI. „Die Kundinnen und Kunden der Airline haben schließlich den vereinbarten Preis für die gesamte Flugreise gezahlt. Warum sie dann noch zusätzliche Zahlungen leisten müssen, wenn sie einen Teil der vereinbarten – und bereits bezahlten – Leistung bzw. Reise nicht in Anspruch nehmen, bleibt unverständlich.“ Lufthansa verweigert die Beförderung bei beschädigtem Flugticket Eine weitere Klausel sah vor, dass unter anderem dann kein Anspruch auf Beförderung besteht, wenn der vorgelegte Flugschein erheblich beschädigt worden ist. Auch diese Regelung stufte das Höchstgericht als rechtswidrig ein.

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