Februar 7, 2022

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Februar 7, 2022

USA: Lockheed Martin und Airbus wollen Tanker-Auftrag an Land ziehen

Die Flugzeugbauer Lockheed Martin und Airbus buhlen gemeinsam um einen Großauftrag seitens der U.S.-amerikanischen Streitkräfte. Man will mit dem A330MRTT-Tankflugzeug den Konkurrenten Boeing übertrumpfen. Die U.S. Air Force wird bis 2029 einige in die Jahre gekommene Tanker außer Dienst stellen. Für diese benötigt man Ersatz. Boeing ist mit der KC-46A in Stellung. Lockheed Martin und Airbus haben das Konsortium LMXT ins Leben gerufen und wollen mit einem Konkurrenzmodell, das eine besondere Ausführung des A330MRTT ist, punkten. Dieses soll in den Vereinigten Staaten von Amerika gebaut werden. Dadurch erwartet man sich bessere Chancen, um den Auftrag an Land ziehen zu können. Bei der letzten Ausschreibung, die rund zehn Jahre zurückliegt, ging Boeing mit der KC-46A als Sieger hervor. Airbus hatte damals mit Northrop Grumman einen anderen Partner. Die Kooperation mit Lockheed Martin, einem der größten Lieferanten der U.S.-amerikanischen Streitkräfte, mischt aber die Karten gänzlich neu. Laut U.S.-amerikanischen Medienberichten geht es um bis zu 160 Tanker, die geliefert werden könnten. Sowohl für Airbus/Lockheed Martin als auch für Boeing würde der Zuschlag Einnahmen von mehreren Milliarden U.S.-Dollar bedeuten. Laut Lockheed Martin ist vorgesehen, dass die „Grundlage“ in Form des A330 im Airbus-Werk Mobile gefertigt werden sollen. Anschließend geht es zu Lockheed Martin in Marietta, wo dann der Umbau in das Militärflugzeug LMXT (A330 MRTT) erfolgen soll. Diese Vorgehensweise soll, so Lockheed Martin-Geschäftsführer James Taiclet, sicherstellen, dass es sich um ein U.S.-amerikanisches Produkt handelt. In der Vergangenheit spielte der Produktionsort bei der Vergabe des Zuschlags eine durchaus große Rolle. Dem Vernehmen nach zog Airbus

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Süd-Zypern fordert Sanktionen gegen Airlines in Nord-Zypern

Die zypriotische Regierung hat sich in einem offiziellen Schreiben an die EU-Kommission gewandt und fordert, dass Fluggesellschaften, die Migranten in den von der Türkei kontrollierten Nordteil der Insel einfliegen, sanktioniert werden sollen. Süd-Zypern behauptet, dass regelrecht organisiert Flüchtlinge nach Ercan (Nord-Zypern) geflogen werden und diese anschließend versuchen in das EU-Mitglied Zypern (Süden) zu gelangen. Die Europäische Union betrachtet die gesamte Insel als der Staatengemeinschaft zugehörig, jedoch ist defacto nur der südliche Teil zugehörig. Innenminister Nicos Nouris hatte zuvor auch die französische Ratspräsidentschaft sowie andere EU-Minister darum gebeten, dass vergleichbare Maßnahmen wie jene, die im Vorjahr gegen weißrussische Airlines eingeführt wurden, verhängt werden. Nouris seinerseits sagte, dass mehr als 85 Prozent der Antragsteller auf internationalen Schutz in Zypern Zugang zur Republik aus der Türkei oder über den Norden erhalten haben.

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Hamburg: MSC Magnifica wieder auf Kreuzfahrt

Die Reederei MSC hat am 6. Februar 2022 den Fahrbetrieb mit dem Kreuzfahrtschiff Magnifica wiederaufgenommen. Das Schiff, das primär ab Hamburg eingesetzt wurde, lag seit Mitte Dezember 2021 im Hafen. Hintergrund der temporären Pause war, dass sich die Einreise- und Quarantänebestimmungen seitens verschiedenster Staaten verschärft wurden. Aufgrund der Omikron-Variante durften Kreuzfahrtschiffe mancherorts nicht in die Häfen einlaufen. MSC Cruises hat am 6. Februar 2022 die Magnifica ab Hamburg wieder mit Passagieren in See stechen lassen. Zunächst wird eine siebentägige Kreuzfahrt, die unter anderem IJmuiden, Zeebrügge, Le Havre und Southampton anlaufen wird. Bis April 2022 sollen die geplanten Ausfahrten fortgeführt werden.

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Für Geimpfte und Genesene: Portugal schafft Testpflicht ab

Seit Montag gelten für die Einreise nach Portugal vereinfachte Regeln. Diese bringen in erster Linie Geimpften und Genesenen Erleichterungen, denn die Testpflicht, die im Dezember 2021 eingeführt wurde, ist aufgehoben. Konkret bedeutet das, dass Personen, die die vollständige Impfung gegen Covid-19 nachweisen können, nun keinen negativen Coronatest vorlegen müssen. Das gilt auch für Genesene, deren Erkrankung maximal sechs Monate zurückliegt und dies durch die Vorlage des entsprechenden EU-Zertifikats belegbar ist. Für Ungeimpfte Reisende gibt es derzeit keine nennenswerten Erleichterungen. Diese unterliegen weiterhin der Testpflicht. Die Lockerungen für Geimpfte und Genesene gelten vorläufig nur dann, wenn man aus einem anderen EU-Staat oder einem Drittstaat, der von Portugal entsprechend eingestuft ist, kommt.

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Arbeitnehmerrechte: Dänischer Pensionsfonds steigt bei Wizz Air aus

Der dänische Rentenfonds „Akademiker Pension“ trennt sich vollständig von seiner Beteiligung an der Billigfluggesellschaft Wizz Air. Die Entscheidung begründet man unter anderem mit der Einstellung der Geschäftsleitung bezüglich Arbeitnehmerrechten. Bereits vor einigen Wochen stellte der Aktionär einige unangenehme Fragen und drohte mit dem Ausstieg. Nun macht man Nägel mit Köpfen und wird die gehaltenen Aktien verkaufen. Begründet wird die Entscheidung wie folgt: „Das Verhalten der Geschäftsleitung ist mit Menschen- und Arbeitnehmerrechten, wie sie unter anderem die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte festlegen, nicht vereinbar“. Gegen Ende des Vorjahres forderte AkademikerPension die Geschäftsführung von Wizz Air zur Anerkennung von Betriebsräten und Gewerkschaften auf. Diesem Ansinnen haben sich auch 13 weitere Großaktionäre angeschlossen. Zunächst wurde – wie aus Aviation.Direct vorliegenden Dokumenten hervorgeht – das Ansinnen komplett ignoriert. Nach umfangreicher Medienberichterstattung wurde seitens der Wizz-Air-Geschäftsleitung zu einem Treffen eingeladen. Allerdings hat sich, so AkademikerFonds, an der grundsätzlichen Einstellung nichts geändert. Dies führte letztlich dazu, dass man sich zum Verkauf der Aktien entschieden hat. Die Beteiligung an Wizz Air könne man nicht mehr in Einklang mit den eigenen Werten bringen. Der Rentenfonds gilt generell als Aktionär, der Firmen auch unangenehme Fragen stellt und den Exit nicht scheut.

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Für Geimpfte: Australien öffnet sich ab 21.02.2022 vollständig

Zum 21. Feber 2022 will sich Australien wieder vollständig für den internationalen Tourismus öffnen. Bereits zuvor haben einzelne Bundesstaaten die Einreisebestimmungen deutlich gelockert. Laut Erklärung von Premierminister Scott Morrison will man sich nun komplett öffnen. Allerdings dürfen nur Personen, die mindestens zwei Impfungen gegen Covid-19 nachweisen können, nach Australien einreisen. Wenn man aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, muss man vorab eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Hierzu müssen Nachweise wie ein ärztliches Attest in englischer Sprache vorgelegt werden. Morrison betonte im Zuge der Pressekonferenz auch, dass die Obergrenzen für internationale Ankünfte, die von einzelnen Bundesstaaten eigenständig festgelegt wurden, vorerst in Kraft bleiben. Es obliegt den Regionalregierungen diese aufzuheben oder die Quote zu erhöhen. Daher sollten sich Australien-Reisende zusätzlich über die aktuellen Bestimmungen jenes Bundesstaats, in dem sie landen werden, informieren.

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USA: Billigflieger Frontier und Spirit wollen fusionieren

In den Vereinigten Staaten von Amerika steht unter den Billigfluggesellschaften eine große Fusion bevor, denn Frontier und Spirit wollen sich zum fünfgrößten Carrier der USA zusammenschließen. Über das Wochenende haben die Gremien der beiden Airlines bereits grünes Licht gegeben. Der Wert der Fusion wird mit über 6,6 Milliarden U.S.-Dollar bewertet. Am künftigen Gemeinschaftsunternehmen soll Frontier Airlines mit 51,5 Prozent die Mehrheit halten. Spirit wird die verbleibenden 48,5 Prozent besitzen. Die beiden Billigfluggesellschaften galten bislang als scharfe Konkurrenten, jedoch will man vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbshörde künftig gemeinsame Wege gehen. „Diese Transaktion konzentriert sich darauf, einen aggressiven Ultra-Low-Fare-Konkurrenten zu schaffen, um unsere Gäste noch besser zu bedienen, die Karrieremöglichkeiten für unsere Teammitglieder zu erweitern und den Wettbewerbsdruck zu erhöhen, was zu verbraucherfreundlicheren Tarifen für die Passagiere führt“, so Spirit-Chef Ted Christie. Künftiger Markenauftritt steht noch nicht fest Die Aktionäre von Spirit sollen mit 1.9126 Frontier-Aktien ausbezahlt bekommen. Weiters soll für jeden Anteilsschein eine Barabfindung in der Höhe von 2,13 U.S.-Dollar bezahlt werden. Somit wird Spirit mit 25,83 U.S.-Dollar je Aktie bewertet. Laut der gemeinsamen Erklärung soll dieser Wert um 19 Prozent über dem Börsenwert der vergangenen Woche liegen. Da Frontier die Kontrolle über das neue Gemeinschaftsunternehmen haben wird, ist es wenig überraschend, dass Frontier-Chef Bill Franke die Leitung übernehmen wird. Er spricht davon, dass die beiden Carrier die „wettbewerbsfähigste Ultra-Low-Fare-Airline der Vereinigten Staaten wird“. Unter welcher Marke man künftig fliegen wird, ist noch offen. Darüber will man erst nach dem formellen Closing entscheiden. Zunächst müssen die Spirit-Aktionäre das Angebot annehmen. Die

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Griechenland schafft Testpflicht für Genesene und Geimpfte ab

Seit Montag gelten für die Einreise nach Griechenland wieder einfachere Einreisebestimmungen. Die zusätzliche Testpflicht, die für Geimpfte und Genesene bestanden hat, wurde abgeschafft. Dies hat zur Folge, dass der 2G-Nachweis wieder ausreichend ist. Ungeimpfte Personen profitieren von der Lockerung nicht wirklich, denn diese müssen auch weiterhin einen negativen Testbefund vorlegen. Dabei werden sowohl PCR- als auch Antigen-Schnelltest-Ergebnisse akzeptiert. Griechenland hatte im Dezember 2021 aufgrund der Omikron-Variante eine zusätzliche Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene eingeführt. Man hoffte, dass man damit die Ausbreitung dieser Corona-Mutation eindämmen kann. Nun hat man sich von dieser Sonderregel wieder verabschiedet. Die aktuellen Einreisebestimmungen Griechenlands entsprechen weitgehend der Einigung, auf die sich der EU-Mitglieder festgelegt hatten. Angewandt werden diese aber nicht von allen Staaten, denn viele, darunter auch Österreich, scheren aus.

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Discover – die „bessere“ Eurowings?

Ein überraschend guter Flug, gratis Entertainment und ein teures Flugzeugmodell – im Eurowings Discover A320 von Frankfurt auf die Kanarischen Inseln. Es war ein kalter, dunkler Januarmorgen in Frankfurt, es hatte Nachtfrost gegeben und der Tag hatte mit dem Freikratzen meiner Windschutzscheibe begonnen. Dieser Tripreport hatte schon bei der Buchung vor einigen Wochen meine Vorfreude und Neugier geweckt. Was hatte ich nicht in den Wochen davor alles zu Eurowings Discover gelesen und gehört. Das aktuellste “Lieblingstool” des Kranich-Konzernvorstandes, das unter dem Projektname “Ocean” gegründet wurde, hatte den Flugbetrieb zunächst am 24.Juli 2021 unter der Flugnummer 4Y/OCN134 mit einem zuvor durch Sun Express Germany betriebenen A330 aufgenommen. Pünktlich zur Umstellung auf den aktuell laufenden Winterflugplan startete Discover dann den Einsatz auf der Kurz- und Mittelstrecke. In den vergangenen Jahren hatte es rund um das ausgerufene „Wings – Konzept“ eine Vielzahl zumindest fragwürdiger Entscheidungen gegeben. Die Marke Eurowings, welche übrigens im kommenden Jahr ihren 30.Geburtstag feiern kann, mutierte zu einer Art Versuchskaninchen, begleitet von damit verbundener negativer Presse, welche es zu verkraften galt. Da war der erste Versuch der „eigenen“ Eurowings-Langstrecke ab Köln/Bonn, operated by Sun Express Deutschland, welcher mit Rekordverspätungen mehr als holprig begann. Dann war da zum Beispiel die planlos wirkende und zwischenzeitlich auch abgesagte Integration der Brussels Airlines in Eurowings, während mit dem A320 OO-SNN weiterhin ein einziges Flugzeug als eine Art „Zeitzeuge“ (bis heute) im Eurowings-Lack munter unter Brussels Airlines Flugnummern durch die Gegend fliegt, ohne je für Eurowings geflogen zu sein. Die ebenfalls in Eurowings-Optik fliegenden A330

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Vor 25 Jahren: Eurowings taufte D-AKNE auf „Albrecht Dürer“

Am Samstag blickte der Flughafen Nürnberg auf den 5. Feber 1997 zurück. An diesem Tag wurde der Airbus A319 mit der Registrierung D-AKNE auf den Namen „Albrecht Dürer“ getauft. Ursprünglich wurde die Maschine von der damaligen Regionalfluggesellschaft Eurowings für Charterdienste eingesetzt. Mit der Gründung von Germanwings, die aus der EW-Tochter Eurowings Flug GmbH hervorgegangen ist, wechselte der Mittelstreckenjet zu dieser. Stationiert war dieser A319 unter anderem in Salzburg, Stuttgart, Nürnberg und später Köln/Bonn. Im elften Jahr kam die Maschine zur Lufthansa und wurde für drei Jahre an die neue Italienische Tochter Lufthansa Italia vermietet, bevor sie mit 15 Jahren wieder bei der Germanwings unterkam. Mit 22 wurde die frühere „Albrecht Dürer“ im spanischen Teruel abgestellt und anschließend mit 24 Jahren abgewrackt.

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