
Nach demonstrativem Auszug vieler Aufsichtsräte: Kärntner KBV stimmt für Rückkauf von Flughafen Klagenfurt
Der Aufsichtsrat der landeseigenen Kärntner Beteiligungsverwaltung hat am Montagabend entschieden, dass die Call-Option auf die derzeit von Lilihill gehaltene Mehrheit am Flughafen Klagenfurt gezogen wird. Damit sind nicht nur politische, sondern auch juristische Streitigkeiten vorprogrammiert. Die Sitzung selbst muss einer absurden Posse geglichen haben, denn vor der Abstimmung haben die von SPÖ und FPÖ nominierten Aufsichtsräte demonstrativ den Raum verlassen. Die übrigen Personen, überwiegend von der ÖVP nominiert, haben geschlossen für den Rückkauf des Klagenfurter Flughafens gestimmt. Allein der Beschluss des KBV-Aufsichtsrats ist aber noch nicht ausreichend, um die Call-Option tatsächlich ziehen zu können. Die Zustimmung des Landtages ist ebenfalls erforderlich und aufgrund völlig unterschiedlicher Positionen der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP ist es alles andere als gesetzt, dass es hier für einen erforderlichen Mehrheitsbeschluss gibt. Vielleicht haben auch deshalb die von SPÖ und FPÖ nominierten KBV-Aufsichtsräte demonstrativ den Sitzungsraum verlassen und sich damit nicht an der Abstimmung des Aufsichtsrats beteiligt. Die nächsten Schritte sind damit nicht so ganz klar. Dem Vernehmen nach haben auch Vertreter von Mehrheitseigentümer Lilihill ihre Sichtweise der Dinge während der Sitzung dargestellt. Während die Unternehmensgruppe von Franz Orasch Rückhalt von der Landeshauptmann-Partei SPÖ genießt, will die ÖVP – allen voran Landesrat Martin Gruber – den Airport wieder zurück ins Mehrheitseigentum des Landes Kärnten (über die Holding KBV) bringen. Hinsichtlich der Call-Option beruft man sich auf ein Gutachten, das unter anderem besagt, dass sich Lilihill wegen der in den Jahren 2020 und 2021 stark zurückgegangenen Passagierzahlen nicht auf Corona ausreden könne. Vereinfacht gesagt würde dies keine Rolle







