Mai 4, 2022

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Mai 4, 2022

Neupositionierung: Eurowings überrascht mit eigenwilligem Werbespot

Die Lufthansa-Tochter Eurowings versucht derzeit mit einem ungewöhnlichen Werbespot, der von diversen deutschen TV-Stationen ausgestrahlt werden soll, als Value-Carrier zu positionieren. Man will weg vom Billig-Image, aber ob das mit diesem Spot, der Assoziationen zu ganz anderen Dingen offen lässt, gelingen wird, ist mehr als fraglich. “Entspannung selbst zu sein” kann man, sofern man das will, auch komplett anders interpretieren. Ebenso den Zusammenhang zwischen Kohlenstoffdioxid-Kompensierung, die ohnehin nur von sehr wenigen Passagieren genutzt wird und freien Mittelsitzen herzuleiten, ist auch wenig schlüssig. Man präsentiert sich eher als eine Art Wellness-Produkt als als seriöse Fluggesellschaft, die ein so genannter Value-Carrier sein will. Vor einigen Jahren ist Air Berlin mit dem Slogan “Genau deine Airline” und damit verbundenen Werbespots massiv eingefahren. Ob Eurowings den Misserfolg wiederholen kann? Bleibt abzuwarten. Lorenza Maggio, Vice President Customer Experience und Marketing bei Eurowings: „Ziel ist es, dass unsere Gäste Eurowings auf Anhieb mit dem entspanntesten und flexibelsten Reiseerlebnis verbinden.“ Dabei verweist der Manager auch auf die Möglichkeit, dass Flüge weiterhin bis zu 40 Minuten vor dem Abflug umgebucht werden können. Man will sich im Lowcost-Wettbewerb abheben und als Value-Carrier wahrgenommen werden. Ob das gelingt?

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Aeroflot macht Niederlassungen in Europa und den USA dicht

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot und all ihre Töchter stellen sich offenbar darauf ein, dass man länger nicht in die Europäische Union und andere Staaten, die aufgrund des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine Sanktionen verhängt haben, fliegen kann. Alle Niederlassungen, Verkaufs- und Stadtbüros in diesen Ländern werden dicht gemacht. Gänzlich freiwillig setzt man diesen Schritt aber nicht, denn aufgrund der Sanktionen wollen unter anderem europäische Regierungen und die USA keine Büros russischer Fluggesellschaften mehr auf ihren Hoheitsgebieten haben. Laut Valérie Broquet, die bislang Country Managerin für Aeroflot in Frankreich war, werden alle Niederlassungen in Europa und den USA dicht gemacht. Zuvor suspendierte auch die Luftfahrtallianz Skyteam die Mitgliedschaft des Carriers. Der Mitbewerber Oneworld trennte sich von seinem russischen Mitglied S7 Airlines. Momentan steuern russische Fluggesellschaften nur wenige Staaten an. Hauptsächlich kommen Maschinen aus russischer Fertigung zum Einsatz, denn in vielen Ländern droht die Pfändung von Leasingflugzeugen, die nicht zurückgegeben werden. Interessanterweise plant Aeroflot in Kürze wieder mit Airbus A330 auf die Malediven zu fliegen. Es bleibt abzuwarten, ob der Plan tatsächlich umgesetzt wird und ob es gegebenenfalls dazu kommen könnte, dass Lessoren mit Hilfe der lokalen Justiz Flugzeuge quasi als Faustpfand sicherstellen lassen.

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Cebu Pacific setzt A330neo mit 465 Sitzen nach Australien ein

Der Billigflieger Cebu Pacific verzeichnet derzeit eigenen Angaben nach gute Vorausbuchungen für die für Juni 2022 geplante Wiederaufnahme der Nonstop-Verbindung zwischen Manila und Sydney. Deshalb wird man mit 465 Sitzplätzen bestuhlte Airbus A330-900 auf dieser Route einsetzen. In Europa wird Lowcostern immer wieder vorgeworfen, dass diese ihren Passagieren besonders wenig Beinfreiheit bieten sollen. Das kann man sehen wie man will, aber bei Cebu Pacific geht es im A330neo definitiv deutlich enger zu. Lediglich 28 Zoll befinden sich zwischen den dünnen Recaro-Sitzen. Keine andere Airline hat den Maschinentyp A330-900 mit so vielen Sitzen bestuhlt. Derzeit hat der Carrier mit Sitz auf den Philippinen zwei Flugzeuge, mit denen bis zu 465 Reisende befördert werden können. Diese tragen die Registrierungen RP-C3900 und RP-C3901. Gleichzeitig sind es besonders junge Flottenteilnehmer, da diese von Airbus erst kürzlich ausgeliefert wurden. Eigentümer der beiden Flugzeuge ist das Leasingunternehmen Avolon. Die Entfernung zwischen Manila und Sydney beträgt rund 6.242 Kilometer. Der Carrier wird an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Airbus A330-900 fliegen. Die Rückflüge werden jeweils am Folgetag durchgeführt. Derzeit ist vorgesehen, dass im November 2022 im Zuge einer Frequenzaufstockung auf Airbus A330-300 umgestellt wird. Bis dahin kann sich aber noch einiges ändern.

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Mietwägen: Elektroautos bei Urlaubern kaum gefragt

Elektroautos scheinen besonders an europäischen Urlaubsorten regelrechte Ladenhüter zu sein. Laut einer Auswertung, die von der Plattform Billiger-Mietwagen.de durchgeführt wurde, bestellen nur 0,22 Prozent der Kunden Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. In Zahlen ausgedrückt: In den letzten zwölf Monaten haben nur 2.500 Urlauber Elektro-Mietautos bestellt. Davon sind 77 Prozent auf Spanien, zehn Prozent auf Frankreich und zwei Prozent auf Deutschland entfallen. Der Rest verteilt sich auf andere Staaten. Zu den Gründen warum sich Urlauber für klassische Verbrennungsmotoren entscheiden zählt nicht nur der Preis, sondern auch der Umstand, dass diese sich Sorgen machen, dass man beispielsweise beim Hotel oder der Ferienwohnung keine Möglichkeit zum Aufladen haben könnte. Lediglich auf der Balearen-Insel Mallorca soll es eine signifikante Nachfrage im Bereich Elektro-Mietwägen geben. Das hängt laut der Analyse auch damit zusammen, dass die öffentliche Hand viel Geld in Ladesäulen, die zum Teil kostenlos genutzt werden können, in die Hand genommen hat. Auch hält man für E-Autos an vielen touristischen Orten reservierte Parkplätze bereit.

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Wien: SupremeFly legt Charteflüge nach Monastir und Tunis auf

Das österreichische Startup SupremeFly legt für den Sommer 2020 zahlreiche Charterflüge von Wien nach Tunis und Monastir auf. Tickets sind zum Preis von 499 Euro (return) unter anderem im Verkaufsbüro des Anbieters erhältlich. Im Beförderungspreis enthalten sind 20 Kilogramm Aufgabegepäck sowie fünf Kilogramm Handgepäck. Kinder bekommen einen Rabatt von 50 Euro. Die Flugscheine für die Charterflüge nach Tunis und Monastir können direkt bei Supremefly telefonisch oder im Verkaufsbüro in der Rochusgasse 19, 1030 Wien gekauft werden. Geplante Charterflüge im Sommer 2022: 04.07 Wien – Monastir 16:30 – 18:55 04.07 Monastir – Wien 19:35 – 22:00 05.07 Wien – Tunis 08:00 – 10:15 05.07 Tunis – Wien 10:55 – 13:10 14.07 Wien – Monastir 07:00 – 09:25 14.07 Monastir – Wien 10:05 – 12:30 14.07 Wien – Tunis 13:10 – 15:25 14.07 Tunis – Wien 16:05 – 18:20 05.08 Wien – Monastir 07:00 – 09:25 05.08 Monastir – Wien 10:05 – 12:30 05.08 Wien – Tunis 13:10 – 15:25 05.08 Tunis – Wien 16:05 – 18:20 26.08 Monastir – Wien 10:05 – 12:30 26.08 Tunis – Wien 16:05 – 18:20

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Höhere Ticketpreise: Flugzeugversicherer wegen Russland vor größten Jahresverlust aller Zeiten

Die seitens der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten von Amerika und vielen anderen Ländern gegen die Russische Förderation verhängten Sanktionen stellen Leasinggeber von Flugzeugen vor Herausforderungen, die man in diesem Ausmaß noch nie hatte. Auch für Versicherer ist die aktuelle Situation kompliziert. Dass es zwischen Leasinggeber und -nehmer aus den verschiedensten Gründen, meistens wegen Nichtbezahlung, zu Unstimmigkeiten kommen kann, kommt öfters vor. Eigentümer von Flugzeugen haben es unter normalen Umständen doch eher einfach an ihre Maschinen zu kommen. Sei es, dass man sie mit juristischen Mitteln an die Kette legen lässt oder aber in Eigenregie ausfliegen lässt. In Russland ist die Situation nun gänzlich anders, denn Wladimir Putin hat eigens dafür gesorgt, dass sich Leasinggeber so ganz und gar nicht auf Rechtshilfe verlassen können. Rechtsanwältin Adreana Zammit erklärte während der Mavio-Konferenz, die im maltesischen Qawra abgehalten wurde, dass von den 515 Flugzeugen, die russische Carrier von ausländischen Lessoren geleast haben, mittlerweile etwa 50 Prozent ins RA-Register überführt wurden. Dies selbstverständlich ohne Zustimmung der rechtmäßigen Eigentümer der Flugzeuge. Doch was können Leasinggeber eigentlich machen, um an ihre Maschinen zu kommen? Unter normalen Umständen würde eine ganze Reihe von juristischen Mitteln zur Verfügung stehen, aber Russland habe dies durch spezielle Verordnungen regelrecht vereitelt. Solange die Flugzeuge also innerhalb der Russischen Föderation bleiben bzw. nur in Staaten fliegen, die in dieser Sache keine Amtshilfe leisten, wird es äußerst schwierig, so die Juristin. Mangelnde Wartung und fehlende Dokumentation entwerten Flugzeuge Grundsätzlich wäre es wichtig, dass in Leasingverträgen an alle nur erdenklichen Eventualitäten gedacht wird,

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Kommentar: Klagenfurt am Weg zurück zur politischen Abwirtschaftung

Der Niedergang des Flughafens Klagenfurt hat bereits vor vielen Jahren seinen Anfang genommen, denn unter der Eigentümerschaft von Stadt Klagenfurt und Land Kärnten wurde nicht nur regelrecht abgewirtschaftet, sondern mit zum Teil dubiosen Subventionen sowie Charter-Deals hat man dem Airport einen bis heute zweifelhaften Ruf eingebracht. Zur Mitte der 2000er Jahre war in Klagenfurt durchaus viel Betrieb, denn Hapag-Llyod Express (später Tuifly und Air Berlin) waren mit mehreren Strecken präsent. Auch Ryanair hatte einige Routen ab dem Kärntner Flughafen. Die Präsenz war jedoch teuer erkauft, denn den Luftfahrtunternehmen wurde viel Geld gegeben damit diese überhaupt ab Klagenfurt fliegen. Jahre später wurden die Subventionen vom Europäischen Gerichtshof für illegal erklärt. Kaum floss kein Geld mehr an Air Berlin bzw. Ryanair, verabschiedeten sich die beiden Carrier. Das deutsche Unternehmen forderte damals sogar öffentlich, dass die Subventionen fortgeführt werden müssen oder man alle Strecken einstellen wird. Der irische Konkurrent bezeichnete das Vorgehen in Kärnten als “unverschähmte Gebührenerhöhung” und machte die Fliege. Das politisch eingesetzte Management meinte mit dem Chartern einer Boeing 757 von Condor eine Lösung für die Deutschland-Flüge gefunden zu haben. Eigens wurde eine neue GmbH gegründet, über die die Tickets verkauft wurden. Der einzige Gewinner dieser Aktion war Condor, denn die deutsche Airline hatte keinerlei Risiko. Egal wie viele Passagiere an Bord waren, Condor bekam die vereinbarten Charterraten. Dass der Maschinentyp Boeing 757 für die Routen nach Hamburg und Berlin viel zu groß war, war eher dem Größenwahnsinn des damaligen Managements geschuldet. Unter der Haider-Landesregierung versenkte man gar einige Millionen Euro

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Drei Maltesen mit begehrten Mavio-Awards ausgezeichnet

Zum zehnten Mal vergab die maltesische Luftfahrtorganisation Mavio am Montag die alljährlichen Awards. Wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 pausieren. In drei Kategorien wurden maltesische Luftfahrtmitarbeiter mit Preisen ausgezeichnet. In der Kategorie Lebenswerk gewann Lt. Col. Joseph Smith den Award von Verkehrsminister Aaron Farrugia überreicht. Der Pilot war während seiner aktiven Dienstzeit, die von 1971 bis 1998 dauerte, auf fünf verschiedenen Helikoptertypen im Einsatz. Seine Laufbahn begann er mit der Bell 47G und flog zuletzt die Agusta Bell AB212. Rachel Grech, Leiterin der Abteilung für Personallizenzen bei der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde CAD, gewann in der Kategorie Führungskraft des Jahres. Sie wurde unter anderem von unzähligen Personen gelobt, die sich mit dem mühsamen Prozess der Umwandlung oder Aktualisierung ihrer Lizenz befassen mussten Der Preis in der Kategorie Aviator of the Year ging an Malta MedAir First Officer Trevor Zammit. Der Pilot ist auch als Fluglehrer und Examiner aktiv. Ausgezeichnet wurde Zammit für eine erfolgreiche Notlandung, die er am 1. November 2021 mit einer Piper Seneca auf dem Flughafen Luqa (Malta) durchführte. Das von ihm geflogene Flugzeug hatte technische Probleme mit dem Steuerbord-Hauptfahrwerk. Zammit ist es gelungen die kleine Maschine dennoch sicher zu landen. Da der Pilot derzeit aufgrund eines Wetlease-Auftrags, den Malta MedAir für Corendon Airlines durchführt, in Antalya stationiert ist, wurde der Award stellvertretend von seiner Ehefrau Claire Zammit-Xuereb entgegengenommen. Malta ist das kleinste Mitglied der Europäischen Union. Die Bevölkerung beträgt knapp über eine halbe Million Menschen. Die Luftfahrt-Community ist dementsprechend recht klein, jedoch aufgrund

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