Mai 6, 2022

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Mai 6, 2022

Kommentar: BER – droht ein erneutes Chaos wie im vergangenen Jahr?

Lange Wartezeiten, verpasste Flüge, schimpfende Fluggäste – wo bleibt der Lerneffekt am Hauptstadtflughafen? Es ist Donnerstagabend, ein ganz normaler Maiabend, es sind keine Ferien in Berlin, nichts spezielles, als mein Telefon aufleuchtet. „Du glaubst es nicht, ich stehe schonwieder Ewigkeiten an der Sicherheitskontrolle und die machen hier noch Kontrollstellen zu“. Das „Ende vom Lied“ folgte keine 20 Minuten später, „das Boarding ist beendet, ich komme nicht mit“. 14 Stunden später, Freitagvormittag, 9 Uhr, ein ganz normaler Freitag im Mai. Das Terminal ist brechend voll, die Check-In-Schalter ebenfalls, doch viel mehr stellt sich mir die Frage, wofür die ganzen Menschen quer durch das Terminal 1 anstehen. Ein kurzer Blick um die Ecke, Schockstarre. Es sind die anstehende Mitreisenden, Passagiere die vor der Bordkartenkontrolle noch vor der Sicherheitskontrolle 4 anstehen. Es herrscht ein nahtloser Übergang zur „Priority“ Kontrollstelle 3. Ein kurzer Blick auf die Monitore verrät, alle Kontrollstellen sind maximal ausgelastet. Ich schaue auf der Homepage des Flughafens BER – dort macht man es sich einfach. Die Wartezeit wird nur in 3 Kategorien angegeben: ca. <10 Minuten ca. 10-20 Minuten ca. > 20 Minuten Alle Kontrollstellen liegen natürlich bei >20 Minuten. Ich habe einen Koffer dabei und muss mich eigentlich noch an den Check-In anstellen. Für einen kurzen Moment denke ich darüber nach zurück ins Parkhaus zu laufen und ohne Koffer zu fliegen. Doch die Schockstarre hält an, WAS IST HIER LOS??? – NOCHMAL zur Erinnerung: Es ist ein ganz normaler Freitagvormittag IM MAI, kein Feiertag, kein Brückentag, keine Ferien – nichts.

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Reisebranche für sofortige Aufhebung der 3G-Einreiseregeln

Das Festhalten an der 3-G-Regel schaffe Wettbewerbsnachteile für Reisebüros und Hotellerie. Zudem würde es auch keine sachliche Begründung für eine derartige harte Maßnahme geben. „Nach 2 Jahren massiver Einschränkungen muss der Tourismus endlich wieder Luft zum Atmen bekommen. Die 3-G Regel ist sowohl für ausländische Gäste, die in Österreich Urlaub machen wollen, als auch für österreichische Reiserückkehrer in der derzeitigen Situation nicht mehr akzeptabel“,  kritisiert Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Pandemie-Situation habe sich nicht nur in Österreich entspannt. Die meisten Herkunftsländer und Reiseländer weisen aktuell sogar noch niedrigere Inzidenzzahlen auf als Österreich, der Trend zeige jedenfalls überall klar nach unten. „Wo liegt also die sachliche Begründung für diese Einschränkung? Wir hoffen hier auf ein Einlenken des Gesundheitsministers, sonst bleibt uns als letzter Ausweg nur, eine Überprüfung der Verhältnismäßigkeit der Verordnung auf dem Rechtsweg in Erwägung zu ziehen“, so Kadanka weiter. In dieselbe Kerbe schlägt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie. „Die Einreisebeschränkung durch die 3-G-Regel schafft aktiv einen Wettbewerbsnachteil für den Incoming-Tourismus und somit auch für alle österreichischen Hotels. Für eine so harte, weitreichende Beschränkung braucht es eine sachliche Rechtfertigung – die gibt es in diesem Falle nicht“, appelliert Kraus-Winkler eindringlich an den Gesundheitsminister, die 3G-Regel nun rechtzeitig vor dem Sommer abzuschaffen, um zu verhindern, dass der Incoming-Tourismus und die österreichische Hotellerie den nächsten, vermeidbaren Schaden davon tragen. 

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Airbus A350 D-AIVB wird in Luqa auf Lufthansa-Einsatz vorbereitet

Lufthansa hat am Vergangenen Freitag den Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIVB von München nach Luqa überstellt. Dort werden bei Lufthansa Technik Wartungsarbeiten vorgenommen. Auch erhält das Langstreckenflugzeug die Livery des Carriers. Derzeit trägt die Maschine auf dem Leitwerk noch das Design des vormaligen Betreibers Philippine Airlines. Dieser hat das Leasingflugzeug im September 2018 fabrikneu übernommen und bislang als RP-C3504 eingesetzt. An Bord wird die Bestuhlung, die seitens Lufthansa als „neu“ dargestellt wird, verbleiben. Es handelt sich um das Kabineninnenleben, das bislang von Philippine Airlines eingesetzt wurde. Eigentümer der D-AIVB ist das Leasingunternehmen Avolon.

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Australien: Qantas übernimmt Alliance Airlines komplett

Das Oneworld-Mitglied Qantas will die die Regionalfluggesellschaft Alliance Airlines vollständig übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits zwischen den beiden Unternehmen abgeschlossen. Die Zustimmungen der Aktionäre und der Wettbewerbsbehörde stehen noch aus. Alliance Airlines ist sowohl auf eigene Rechnung als auch als Wetlease-Partner für Qantas tätig. Die Flotte besteht derzeit aus 62 Flugzeugen und setzt sich wie folgt zusammen: 16 Embraer 190-100AR, zwei E190-100LR, 25 Fokker 100, 14 Fokker 70 und fünf Fokker 50. Der Carrier ist weltweit größter Operator von Verkehrsflugzeugen des ehemaligen niederländischen Herstellers. Viele Fokker 70/100, die vormals bei Austrian Airlines bzw. Helvetic Airways im Einsatz waren, haben bei Alliance Airlines in Downunder eine neue Heimat gefunden. Allerdings werden diese in den nächsten Jahren ausgeflottet. Vorgesehen ist, dass Ersatz Regionaljets des brasilianischen Herstellers Embraer angeschafft werden sollen. Möglicherweise könnte der Airbus A220, der erst kürzlich von Qantas bestellt wurde, ebenfalls zum Zug kommen. Die Regionalfluggesellschaft soll nach dem Closing der Transaktion in den Konzern des Käufers eingegliedert werden. Offen ist noch, ob die Marke erhalten bleibt. Derzeit ist überwiegend die Embraer-Flotte im Rahmen eines Wetlease-Vertrags für Qantas im Einsatz. Erst im Feber 2019 beteiligte sich die Firmengruppe mit 20 Prozent an Alliance Airlines. Mit der vollständigen Übernahme will die größte Airline Australiens ihre Marktstellung im Inlandsverkehr verbessern.

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Airbus: A321XLR-Erstausflieferung verzögert sich

Der europäische Flugzeugbauer Airbus verschiebt die voraussichtliche Erstausflieferung des A321XLR in das Jahr 2024. Hintergrund ist, dass man Sicherheitsbedenken der EASA bezüglich der Treibstofftanks ausräumen muss. Hauptkonkurrent Boeing hatte vor einiger Zeit eine schriftliche Stellungnahme an die EASA eingereicht. In hob man hervor, dass man eine potentielle Gefahr hinsichtlich der Positionierung der Zusatztanks sieht. Man machte auch Vorschläge wie diese behoben werden können. Die Vorgehensweise ist üblich, denn Luftfahrtbehörden bitten im Rahmen von Zulassungsverfahren externe Teilnehmer um ihre Expertisen. Airbus macht von dieser Möglichkeit beispielsweise bei Boeing-Zulassungsverfahren ebenfalls Gebrauch. Der europäische Flugzeugbauer geht davon aus, dass sein lang erwartetes Schmalrumpfflugzeug A321XLR nicht vor 2024 in Dienst gestellt werden kann. Airbus bestätigte die Verzögerung bei der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2022 am Mittwoch. Ursprünglich kündigte man an, dass der erste A321XLR Ende 2023 in den Liniendienst gestellt werden kann. Nun sind zusätzliche Strukturarbeiten im Zusammenhang mit den Zusatztanks notwendig. Airbus rechnet damit, dass diese zwischen sechs Monaten und einem Jahr in Anspruch nehmen werden. Die EASA wollte sich nicht tiefergehend dazu äußern, jedenfalls müsse der Hersteller nachweisen, dass der Isolierungsplan sicher sei. Es soll verhindert werden, dass die Isolierung zwischen Kabinenboden und den Treibstofftanks sicher ist und das Durchbrennen verhindert.

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Cunard startet Ticketverkauf für Neuzugang „Queen Anne“

Im Jahr 2024 will Cunard das Neubauschiff „Queen Anne“ in See stechen lassen. Die Jungfernfahrt soll am 4. Jänner 2024 ab Southampton ablegen und nach Lissabon führen. Die Reisedauer wird sieben Tage betragen. Zunächst können Teilnehmer des Kundenbindungsprogramms Fahrscheine für die ersten Ausfahrten des künftigen Flottenmitglieds kaufen. Für den 11. Jänner 2024 kündigt die Reederei ein Event in Southampton an. An diesem sollen auch die Queen Victoria und die Queen Mary 2 teilnehmen. Vorerst wird die Queen Anne ab dem britischen Hafen diverse Kreuzfahrten in Richtung Karibik, Mittelmeer und Nordeuropa durchführen. Für Buchungen, die bis 28. Feber 2023 getätigt werden, will Cunard eine Vergünstigung von bis zu 15 Prozent gewähren. Inhaber von Kundenbindungskarten werden je nach Status mit zusätzlichem Bordguthaben belohnt.

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Bern: FlyBair positioniert sich als Vermittler neu

Die Hausmarke des Flughafens Bern-Belp, FlyBair, wird heuer keine eigenen Charterflüge anbieten. Die Entscheidung begründet man unter anderem damit, dass aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin eine mangelnde Vorhersehbarkeit herrschen würde. Auch will FlyBair die Finanzmittel, die man mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion eingesammelt hatte, schonen. Die Buchungsplattform soll jedoch weiterhin bestehen. Man will auch die Kooperation mit Lübeck Air fortsetzen und deren Angebote weiterhin vermitteln. Neu ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Tour Operator Belpmoos Reisen. Dieser wurde mit dem Betrieb der Buchungsplattform beauftragt. Dies hat zur Folge, dass auch einige Charterflüge des Reiseveranstalters über die Homepage von FlyBair angeboten werden. Air Alsie bzw. German Airways führen heuer Flüge unter der Marke Lübeck Air durch, wobei in einigen Fällen Belpmoos Reisen der Auftraggeber ist. Somit stehen folgende Charterverbindungen zur Auswahl: Heringsdorf (Deutschland) – einmal wöchentlich samstags, vom 28. Mai bis 22. Oktober 2022; Lübeck (Deutschland) – 2x wöchentlich – donnerstags und sonntags vom 12. Mai bis 20. Oktober 2002, wobei sonntags eine ATR72-500 durch eine E190 ersetzt wird; Olbia (Sardinien, Italien) – einmal wöchentlich freitags, vom 13. Mai bis 14. Oktober 2022; und Jerez de la Frontera (Spanien) – einmal wöchentlich sonntags, vom 18. September bis 23. Oktober 2022. Helvetic Airways und Swiss Flight Services führen im Sommerflugplan 2022 ebenfalls Flüge ab Bern-Belp durch. FlyBair sollte als so genannte virtuelle Fluggesellschaft an den Start gehen. Im Sommer 2020 ging man mit einem von Helvetic Airways gecharterten Embraer 190 an den Start. Nach wenigen Flügen stellte man die Palma-Flüge mangels Nachfrage wieder ein.

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Sonder-Landtag befasst sich mit Flughafen Klagenfurt

Kommende Woche wird sich der Kärntner Landtag mit der Causa Flughafen Klagenfurt befassen. Die FPÖ hat dazu eine Sondersitzung, jedoch bislang keinen Untersuchungsausschuss beantragt. Innerhalb der Landesregierung gehen die Ansichten bezüglich der Call-Option auf die Lilihill-Anteile am Airport weit auseinander. Der Aufsichtsrat der Kärntner Beteiligungsverwaltung hat beschlossen, dass man zurückkaufen will. Allerdings sind hierzu noch ein Beschluss der Landesregierung sowie des Landtages notwendig. Die Sitzung war auch davon geprägt, dass die von SPÖ und FPÖ nominierten Aufsichtsräte vor der Abstimmung demonstrativ den Raum verlassen haben. Lilihill will sich den Flughafen Klagenfurt nicht einfach wegnehmen lassen, sondern kündigte bereits an, dass man jedes nur erdenkliche Rechtsmittel ausschöpfen wird und auch Schadenersatzansprüche in der Höhe von 100 Millionen Euro geltend machen wird. Das politische Chaos rund um den Klagenfurter Airport hat schon vor vielen Jahren begonnen und sollte eigentlich mit der Privatisierung sein Ende finden. Dennoch mischt sich die Politik weiterhin ein. Während sich die ÖVP, allen voran Landesrat Martin Gruber, für das Ziehen der Call-Option einsetzt, ist die SPÖ, die den Landeshauptmann stellt, strikt dagegen. Kommende Woche will Gruber das Thema Rückkauf in den Koalitionsausschuss einbringen. Die FPÖ will im Zuge der Sondersitzung des Landtages von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Martin Gruber unter anderem wissen welche Rechts- und Finanzfolgen dem Land beim Ziehen der Call-Option drohen und welche Zukunftspläne man hat. Austrian Airlines legt Aktionstickets auf Davon völlig unabhängig hat Austrian Airlines auf die Ankündigung des Mitbewerbers Ryanair, dass man ab Winterflugplan 2022/23 ab Klagenfurt fliegen möchte, reagiert. Die Lufthansa-Tochter

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Ita Airways hat Datenraum für Interessenten geöffnet

Potentielle Käufer der italienischen Fluggesellschaft Ita Airways können nun die Bücher einsehen. Der Datenraum wurde Anfang der Woche geöffnet. Zuvor mussten formelle Interessensbekundungen abgegeben werden. Offiziellen Angaben nach interessieren sich neben dem Konsortium MSC/Lufthansa auch Certares mit Delta Air Lines, Air France-KLM und Indigo Partners für den Kauf des Alitalia-Nachfolgers. Nach der Einsichtnahme in die Bücher können formelle Kaufangebote abgegeben werden. Ab ungefähr Juni 2022 will das italienische Finanzministerium Verkaufsverhandlungen aufnehmen. Geplant ist, dass Ita Airways bis Ende dieses Jahres privatisiert werden soll. Allerdings ist auch vorgesehen, dass der Staat mit einer Minderheitsbeteiligung an Bord bleiben soll. Die Geschäftsleitung von Ita Airways macht keinen Hehl daraus, dass man das Konsortium MSC/Lufthansa bevorzugt, jedoch will das Finanzministerium einen offenen Verkaufsprozess und hat sich bislang in keiner Art und Weise „festgelegt“.

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Frankfurt: Warnstreik bei Lufthansa-Cargo-Tochter

Die Frankfurter Mitarbeiter der Lufthansa-Cargo Tochter Handling Counts befinden sind seit Mittwochvormittag seitens der Gewerkschaft Verdi zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitnehmervertreter willen damit den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen. Das bestreikte Unternehmen ist ein Cargo-Dienstleister, so dass es zu keinen Auswirkungen auf die Passagierflüge kommt. Bei der Fracht kommt es aber zu Verzögerungen. Am letzten Warnstreik sollen sich etwa 80 Prozent der Belegschaft beteiligt haben. Hintergrund der Arbeitskampfmaßnahme ist, dass die Verhandlungen über einen Vergütungstarifvertrag festgefahren sind. Verdi fordert für die rund 200 Mitarbeiter unter anderem mehr Lohn.

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