Mai 30, 2022

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Mai 30, 2022

Zugewiesen wie bei Ryanair: Lufthansa Group verlangt 25 Euro für Sitzplatz-Änderungen

Billigflieger wie Ryanair und Wizz Air haben kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen schon lange als Einnahmequelle erschlossen. Bei der Lufthansa Group hat dies nie so richtig funktioniert, weil man in den meisten Fällen beim Check-in – nach Verfügbarkeit – die Wunschsitze kostenfrei aussuchen konnte. Das ändert sich nun auf der Kurz- und Mittelstrecke im Tarif Economy-Light. Die Kranich-Airline und in Kürze auch die Töchter Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines weisen künftig nach dem Vorbild von Ryanair und Wizz Air die Sitzplätze nach dem Zufallsprinzip zu. Wer damit nicht einverstanden ist, muss stolze 25 Euro pro Person und Strecke für die Änderung des Sessels auf den Tisch legen. Noch ist unklar, ob die Lufthansa Group Passagiere, die in einer Buchung gemeinsam reisen nach dem Vorbild der genannten Billigflieger “rein zufällig” auseinander setzen wird, so dass diese dafür bezahlen müssen, wenn man nebeneinander sitzen möchte. Unabhängig davon setzt man im Economy-Light-Tarif ganz offensichtlich das Kopieren von Praktiken der Lowcost-Konkurrenz fort. Über das Thema berichtete zunächst das Portal You Have Been Upgraded. Dieses stellt die Erklärungen von Lufthansa bezüglich Sitzplatzauswahl im Tarif Economy Light gegenüber. Aus diesen geht die nicht wirklich kundenfreundliche Änderung deutlich hervor:  “Selbstverständlich können alle noch verfügbaren Sitzplätze weiterhin kostenfrei ausgewählt werden, sobald der Check-in für den betreffenden Flug beginnt, in der Regel ab 23 Stunden vor Abflug. Bitte beachten Sie, dass die Auswahl dann unter Umständen eingeschränkt ist.” (“alte Bedingungen”) “Der Economy Light Tarif auf Europastrecken beinhaltet keine kostenlose Sitzplatzreservierung. Beim Check-in wird Ihnen automatisch ein Sitzplatz zugewiesen. Wenn Sie diesen

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Wizz Air: „Wir halten an der Basis Wien fest“

Die Präsenz der Billigfluggesellschaft Wizz Air auf dem österreichischen Markt fällt in der laufenden Sommerflugplanperiode 2022 deutlich kleiner aus als ursprünglich angekündigt. In Wien hat man die Basis verkleinert und die Anzahl der Destinationen in mehreren Schritten reduziert. Salzburg wartet dann seit fast zwei Jahren auf das Comeback des ungarischen Lowcosters, denn seit einem kurzen Gastspiel im Sommer 2020 verschiebt man dieses in regelmäßigen Abständen. Mittlerweile hat man nur noch Flüge nach Kiew als eine Art „Platzhalter“ im Reservierungssystem, denn aufgrund des Krieges ist es sehr unwahrscheinlich, dass in dieses Land kurzfristig geflogen werden kann. Ryanair-Chef Michael O‘Leary prognostizierte wiederholt während in Wien abgehaltener Pressekonferenzen, dass Wizz Air die örtliche Basis Wien schließen werde. In den letzten Tagen sind durchaus konkrete Gerüchte aufgekommen, dass sich der ungarische Carrier, der erst kürzlich einen Ableger auf Malta gegründet hat, schrittweise zurückziehen soll. Man wolle im Winterflugplan 2022/23 nur noch von anderen Bases heraus nach Wien fliegen. Das wird von Wizz Air als unwahr zurückgewiesen. Eine Firmensprecherin betonte im Gespräch mit Aviation.Direct: „Wizz Air ist stark am österreichischen Markt und der Basis Wien interessiert und hält auch an jener fest. Wizz Air erwartet nach der corona-bedingten Pause einen starken Reisesommer. Daher wird in Österreich nach neuem Personal für die Basis Wien gesucht.“

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Erneut Chaos bei Easyjet, KLM und British Airways

Das vergangene Wochenende war erneut von vielen Flugstreichungen und Verspätungen geprägt. Besonders hart traf es Passagiere von KLM, Easyjet und British Airways. Der niederländische Carrier stellte wegen anhaltendem Chaos am Flughafen Amsterdam-Schiphol gar temporär den Ticketverkauf ein. Bei Easyjet kamen gar zwei Faktoren zusammen: Einerseits hatte man ein IT-Problem, das bereits am Freitag begonnen hatte. Viele Flüge mussten aus diesem Grund gestrichen werden oder waren zum Teil sehr stark verspätet. Auf der anderen Seite hatte das Unternehmen beispielsweise im Vereinigten Königreich und in Berlin zu wenig fliegendes Personal zur Verfügung. Punktuell versuchte man durch das „Umdrehen“ von Umläufen von anderen Bases, beispielsweise Faro, aushelfen zu lassen, jedoch war dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenig überraschend ist es an Deutschlands größer Easyjet-Basis, Berlin-Brandenburg, aufgrund zahlreicher Flugausfälle und vieler Verspätungen zu chaotischen Zuständen gekommen. Diesmal lag die Ursache aber nicht im Bereich der Ground-Handling-Dienstleister bzw. der Sicherheitskontrolle, sondern Easyjet hatte sowohl EDV-Probleme als auch zu wenige fliegende Mitarbeiter zur Verfügung. Ob ein Zusammenhang mit den erst vergangene Woche bekanntgewordenen Plänen, die den Abbau von rund 275 Stellen in Berlin-Brandenburg vorsehen, besteht, ist unklar. Hunderte Streichungen bei British Airways British Airways hatte neuerlich mit so akutem Personalmangel zu kämpfen, dass man ab dem Vereinigten Königreich über das gesamte Wochenende hinweg hunderte Flüge streichen musste. Es zeichnet sich bei der IAG-Tochter keine Besserung ab. Man versucht über eine neue Basis in Madrid zusätzliche Flugbegleiter zu bekommen, jedoch dürfte dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Während der Corona-Pandemie baute

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China bannt „annektiertes“ Fluggerät russischer Betreiber

Russische Fluggesellschaften haben es nun deutlich schwerer in die Volksrepublik China zu fliegen, denn westliches Fluggerät darf nur noch dann eingesetzt werden, wenn der Betreiber nachweisen kann, dass das jeweilige Flugzeug vor der Registrierung in Russland offiziell im Ausland abgemeldet wurde. Da die erforderlichen Dokumente in fast allen Fällen nicht vorgelegt werden können, gilt für die überwiegende Mehrheit westlichen Fluggeräts russischer Operator Flugverbot im Luftraum der Volksrepublik China. Diese begründet den Schritt sowohl mit Sicherheitsbedenken als auch mit den Sanktionen, die unter anderem die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika ausgesprochen haben. In der Vergangenheit waren viele Flugzeuge westlicher Hersteller wie Boeing und Airbus in Irland und auf den Bermuda Inseln registriert. Im Businessjet-Bereich war auch das Register der Isle of Man beliebt. Unter anderem die Luftfahrtbehörden der drei Länder hatten entschieden, dass sämtliche Maschinen, die auf russische Operators bzw. Personen eingetragen waren, aus dem jeweiligen Register gestrichen werden. Auch mussten Lessoren die Leasingverträge auflösen und ihr Eigentum zurückfordern. Die russische Regierung reagierte darauf und förderte die Ummeldung in das RA-Register. Hunderte Maschinen, die sich weiterhin im Eigentum nicht-russischer Leasinggeber befinden, sind betroffen. Diese Flugzeuge können nur innerhalb der Russischen Föderation sowie in aus russischer Sicht „freundliche Staaten“ fliegen, denn andernorts sind diese entweder gebannt oder es würde die Pfändung drohen. Die russische Regierung betrachtet die geleasten Flugzeuge defacto als Eigentum und ermöglicht es den Betreibern die Rückgabe an die Eigentümer nicht durchzuführen. Die Eintragungen ins RA-Register werden von vielen Regierungen, darunter auch China, als illegal betrachtet, da

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Lufthansa-Crews müssen Maskenpflicht nicht mehr durchsetzen

Weil sich bei Lufthansa an Bord immer weniger Passagiere an die deutsche Maskenpflicht halten wollen und es deswegen vermehrt zu Diskussionen und verbalen Konflikten kommt, wurden die Crews angewiesen, dass diese das Tragen von Mund-Nasen-Schutz nicht mehr durchsetzen müssen. Noch vor wenigen Wochen konnten Fluggäste – besonders bei deutschen Airlines – gar den Rauswurf kassieren, wenn diese sich vor dem Start geweigert haben Maske zu tragen. Nun will Lufthansa aufgrund von Sicherheitsbedenken die deutsche Maskenpflicht nicht mehr durchsetzen lassen. Die Crews haben bereits eine entsprechende Anweisung erhalten, wobei die Letztentscheidung beim Kapitän liegt. Deutschland hält als einer von nur noch wenigen Staaten in Europa an der Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen fest. Österreich schafft diese per 1. Juni 2022 ab. Besonders Passagiere, die aus Ländern kommen, in denen keine Verpflichtung zum Bedecken von Mund und Nase gibt, sollen mit Unverständnis auf den „Maskenzwang“ bei Lufthansa reagieren. Das führt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, der von einem Sprecher der Airline bestätigt wurde, vermehrt zu Konflikten an Bord. Aus Sicherheitsgründen müssen die Crews die Maskenpflicht nicht mehr durchsetzen, obwohl diese von der deutschen Regierung weiterhin angeordnet wird. Ein Lufthansa-Medienreferent: „Da Sicherheit höchste Priorität für Lufthansa hat, passt das Unternehmen seine Prozesse an“.

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U.S.-Fluggesellschaften erkunden Mallorca

Am 3. Juni 2022 wird United Airlines den Erstflug zwischen New York-Newark und Palma de Mallorca durchführen. Die Buchungslage soll derartig gut sein, dass Mitbewerber prüfen, ob ebenfalls Verbindungen von den USA auf die spanische Mittelmeerinsel aufgenommen werden. Nach Angaben von United Airlines soll der erste Umlauf in beide Richtungen ausgebucht sein. Dabei zeigt sich auch das Netzwerk des Carriers als großer Vorteil, denn viele Passagiere nutzen Zubringerflüge ab Los Angeles und Miami. Das macht auch die Konkurrenz aufmerksam, denn beispielsweise American Airlines und andere U.S.-Fluggesellschaften prüfen Nonstopflüge ab den beiden Städten nach Palma de Mallorca. Bei United Airlines ist man offensichtlich vom Markterfolg, den man mit der Strecke Newark-Palma erzielt, schon vor dem Erstflug zufrieden. Man hat scheinbar bei der Routenwahl ein glückliches Händchen gehabt. Ganz ohne Hilfe war das auch nicht möglich, denn der lokale Tourismusverband trommelt in den USA kräftig die Werbetrommel für Urlaube auf Mallorca. Der Reiseveranstalter Tui Spanien bietet in den Vereinigten Staaten zahlreiche Pauschalreisen mit United-Airlines-Flugsegmenten an. Die Nachfrage soll für den Tour Operator überraschend hoch sein, so dass man im Rahmen der Möglichkeiten aufgestockt hat. In kleinem Umfang bietet man auf dem spanischen Markt auch Pauschalreisen in die USA mit Abflugort Palma de Mallorca an. Erfolg wird in der Luftfahrt nicht vergönnt, sondern „kopiert“ „Copy and Paste“ ist in der Luftfahrt ein Phänomen, das schon fast alltäglich ist. Hat ein Anbieter mit einem Konzept, einer Idee oder einer Strecke, die es zuvor nicht gab, Erfolg, so dauert es nicht lange bis nachgezogen wird.

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Französisches Gericht untersagt Lastminute.com den Verkauf von Ryanair-Tickets

Die Billigfluggesellschaft Ryanair verklagt seit vielen Jahren so genannte Online-Travel-Agents, denn diesen wirft man vor, dass diese ohne Autorisierung Flugscheine des Lowcosters verkaufen würden. Gegen die französische Version von Lastminute.com konnte man in zweiter Instanz vor Gericht obsiegen. Dass Ryanair derartige Verfahren gewinnt, kommt eher selten vor, denn meistens vertreten die Gerichte die Auffassung, dass im Rahmen der freien Marktwirtschaft das Verkaufen von Flugscheinen auch durch Drittanbieter zulässig ist. Der Billigflieger vertritt den Standpunkt, dass man nur selbst dazu befugt ist. Ein französisches Berufungsgericht bestätigte den Beschluss der Vorinstanz und untersagte der LMnext FR SASU den Verkauf von Ryanair-Tickets auf dem Gebiet von Frankreich. Das Unternehmen ist Betreiber der französischen Version von Lastminute.com. Das Gericht ordnete weiters an, dass an den irischen Lowcoster eine Summe von 50.000 Euro zu bezahlen ist. Weiters müssen Anwalts- und Gerichtskosten in der Höhe von 20.000 Euro ersetzt werden. Für jeden Tag Missachtung des Gerichtsurteils wird eine gerichtlich festgelegte Geldstrafe in der Höhe von 1.000 Euro fällig. „Wir begrüßen das Urteil des Pariser Gerichts, das Ryanair das Recht zugesteht, ihr eigenes Vertriebsmodell zu bestimmen, das in Frankreich durch die verfassungsmäßige Freiheit von Handel und Industrie garantiert wird. Das Ryanair-Direktvertriebsmodell bietet unseren Kunden die beste Auswahl, die beste Betreuung und die niedrigsten Preise und ermöglicht es uns gleichzeitig, die Einhaltung der Flug- und Sicherheitsprotokolle sowie der Vorschriften zur öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten. Wir fordern die Verbraucher erneut auf, direkt auf der Ryanair-Website zu buchen, dem einzigen Ort, an dem die günstigsten Ryanair-Tarife zu finden sind. Wir

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