Juni 18, 2022

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Juni 18, 2022

Personalmangel: Gatwick muss Anzahl der Flüge beschränken

Der Flughafen London-Gatwick sorgte in den letzten Wochen wiederholt als „Chaos-Hotspot“ des Vereinigten Königreichs für Aufsehen. Nun gaben die Betreiber bekannt, dass die Anzahl der Flüge im Juli und August 2022 beschränkt werden. Täglich soll es im Juli 2022 maximal 825 Flüge geben. Im August 2022 will man 850 Verbindungen pro Tag zulassen. Vor der Corona-Pandemie waren es rund 900 Stück pro Tag. Der Flughafen Gatwick setzt diese Maßnahme eigenen Angaben nach, um einen „zuverlässigen Servicestandard“ bieten zu können. Der zweitgrößte Airport der britischen Hauptstadt leidet unter massivem Personalmangel. Enorm lange Wartezeiten an den Schaltern und der Sicherheitskontrolle gehören mittlerweile zum alltäglichen Bild. Kürzlich musste Vueling komplett ohne Passagiere abheben, weil diese trotz Abwartens des Kapitäns in der Siko-Warteschlange „steckengeblieben“ sind und noch dazu für das Boarding kein Bodenpersonal verfügbar war. Die Beschränkungen in Gatwick sind kein Einzelfall. Erst kürzlich gab der Flughafen Amsterdam-Schiphol, der in den letzten Wochen wiederholt mit chaotischen Zuständen, die auf Personalmangel zurückzuführen sind, aufgefallen ist, bekannt, dass die Anzahl der Passagiere, die den Airport pro Tag nutzen können, beschränkt wird.

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Gatwick: 82-jähriger Rollstuhlfahrer nach Sturz von Rolltreppe verstorben

Am Flughafen London-Gatwick ist es Anfang dieser Woche zu einem tragischen Todesfall gekommen: Ein 82-jähriger Rollstuhlfahrer wollte nach einem Easyjet-Flug nicht länger auf seinen PRM-Service warten. Daraufhin machte sich der Senior selbst auf den Weg in Richtung Terminal und stürzte eine Rolltreppe hinunter. Den Unfall überlebte der Mann nicht. Am Mittwoch kam der 82-Jährige mit Easyjet auf dem Flughafen Gatwick an. Eigentlich sollte er vom Dienstleister Wilson James, der in Gatwick so genannte PRM-Services für Personen mit eingeschränkter Mobilität durchführt, begleitet werden. Offiziellen Angaben nach half der Mitarbeiter gerade drei anderen Personen. Der Mann wollte nicht länger warten und machte sich auf eigene Faust auf den Weg aus dem Flugzeug in Richtung Gepäckausgabe. Als er auf der so genannten Skybridge zum Nordterminal eine Rolltreppe hinauffahren wollte, kam es zum fatalen Unfall. Der Rollstuhlfahrer stürzte und erlag den Verletzungen. Das Kabinenpersonal von Easyjet hat den Unfall bemerkt und eilte sofort zum Passagier und leistete Erste Hilfe. Auch verständigte die Crew unverzüglich den flughafeneigenen Rettungsdienst, der rasch an Ort und Stelle war. Allerdings waren alle Bemühungen vergebens, denn der Mann verstarb laut Polizei Sussex gegen 12 Uhr 50 Lokalzeit. Der Flughafen London-Gatwick bestätigt den tragischen Vorfall und spricht den Hinterbliebenen aufrichtiges Beileid aus. Man betont aber ausdrücklich, dass kein Zusammenhang mit dem aktuellen Personalmangel besteht. Der Mitarbeiter des PRM-Services war gerade damit beschäftigt drei anderen Passagieren mit eingeschränkter Mobilität zu helfen. „Es ist normal, dass ein Mitarbeiter drei hilfsbedürftige Passagiere aussteigen lässt, indem er sie nacheinander den kurzen Weg zum wartenden Buggy

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Probleme nicht im Griff: Amsterdam führt Tageshöchstgrenzen für Passagiere ein

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol bekommt die Personalprobleme, aus denen das Chaos resultiert, das in den vergangenen Wochen wiederholt Schlagzeilen gemacht hat, nicht in den Griff. Nun will man die Anzahl der Passagiere, die pro Tag ab diesem Airport abfliegen dürfen, deckeln. Eine solche Maßnahme ist – abgesehen im Rahmen von Coronamaßnahmen in einigen wenigen Ländern – nicht üblich und kommt nur sehr selten vor. Der Flughafen Schiphol sieht sich aber nicht in der Lage die Personalprobleme rasch lösen zu können und will nun, dass im Juli 2022 Tageshöchstgrenzen die Situation entspannen sollen. Der Deckel ist nicht einheitlich, sondern je nach Verkehrstag und erwartetem Aufkommen unterschiedlich. So schwankt dieser zwischen 67.500 Passagieren im Juli 2022 und rund 72.500 Reisenden im August 2022. Welche Auswirkungen die Tageshöchstgrenzen auf das Flugangebot haben werden, ist derzeit noch unklar. Es ist aber davon auszugehen, dass einige Flüge gestrichen werden müssen, um die von Schiphol beschlossene Kapazitätsgrenze nicht zu überschreiten. Besonders fehlt es in Amsterdam an Sicherheitsmitarbeitern. Daraus resultieren derzeit enorm lange Warteschlangen an den Siko-Linien. Der Airport begründet die nunmehrigen Maßnahmen damit, dass man auf dem Arbeitsmarkt so schnell keine zusätzlichen Mitarbeiter bekommt. Man will mit der Deckelung der abfliegenden Passagiere erreichen, dass es weniger lange Warteschlangen gibt sowie weniger Reisende ihre Flüge deswegen verpassen.

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Brüssel empfiehlt: Jause und Getränke einpacken – Acht Stunden Wartezeit bei der Sicherheitskontrolle

Der Flughafen Brüssel rechnet damit, dass am Montag, den 20. Juni 2022, enorm lange Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle entstehen werden. Man warnt ausdrücklich davor, dass von Wartezeiten von bis zu acht Stunden auszugehen ist. Hintergrund ist ein Streik beim Dienstleister G4S. Doch nicht nur bei der „Siko“ ist mit massiven Einschränkungen zu rechnen, sondern auch im Bereich der Gepäckabfertigung und anderer Dienstleistungen. Die Gewerkschaften haben auch hier zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Viele Fluggesellschaften haben ihre für Montag geplanten Brüssel-Flüge bereits vorsorglich gestrichen. Der Flughafen Brüssel appelliert an Reisende, die Tickets für Montag haben, dass diese bei Möglichkeit umbuchen sollen und an einem anderen Tag fliegen sollen. Wer dennoch reisen möchte, muss sich bei der Sicherheitskontrolle auf Wartezeiten von bis zu acht Stunden einstellen. Derzeit laufen Gespräche mit den Fluggesellschaften, um so viele Flüge wie möglich zu streichen. Bei Wartezeiten von bis zu 8 Stunden an den Sicherheitskontrollen bedeutet die derzeitige Situation bedeutet, dass viele Passagiere ihren Flug verpassen und bis Dienstagmorgen am Flughafen festsitzen werden. Fluggäste, die noch abfliegen möchten, werden gebeten, regelmäßig die Website ihrer Fluggesellschaft zu überprüfen, da noch viele Annullierungen in letzter Minute zu erwarten sind. Außerdem bitten wir die Fluggäste, den Status Der Airport empfiehlt Passagieren, die reisen wollen oder müssen, dass diese unbedingt Verpflegung, Getränke und gegebenenfalls benötigte Medikamente mitbringen sollen. Man geht derzeit davon aus, dass auch die Gastronomie nur eingeschränkt zur Verfügung stehen wird. Man kündigt zwar an, dass in der Siko-Warteschlange Wasser verteilt werden soll, jedoch sollte man sich darauf nicht unbedingt verlassen.

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Fliegendes Brussels-Personal zu mehrtägigem Streik aufgerufen

Die Gewerkschaften haben das fliegende Personal der belgischen Lufthansa-Tochter Brussels Airlines zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Streik soll im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni 2022 über die Bühne gehen. Es handelt sich nicht um die einzige Einschränkung, die in der kommenden Woche in der belgischen Luftfahrt bevorsteht, denn am 20. Juni 2022 streikt das Sicherheitspersonal am Flughafen Brüssel. Der Airport ersucht Passagiere, die Tickets für diesen Tag haben, dringend darum, dass diese auf andere Termine umbuchen. Viele Fluggesellschaft haben ihre für Montag geplanten Brüssel-Flüge bereits abgesagt. Bei Brussels Airlines sind Piloten und Flugbegleiter zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Hintergründe sind laut Gewerkschaft unter anderem der akute Personalmangel sowie angeblich hoher Druck auf die Beschäftigten. Der Streiktermin ist wohl nicht zufällig gewählt, denn zeitgleich findet in Brüssel ein wichtiger EU-Gipfel statt. Es ist damit zu rechnen, dass der eine oder andere Regierungschef auf Privat- oder Regierungsjets umsteigen wird.

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Ryanair-Streik soll auf Frankreich, Italien und Belgien ausgeweitet werden

Der ursprünglich nur in Spanien von Gewerkschaften angekündigte Streik bei der Billigfluggesellschaft Ryanair weitet sich auf immer mehr Länder aus. Nach portugiesischen Arbeitnehmervertretern rufen nun auch zwei italienische Gewerkschaften für den 25. Juni 2022 zur Arbeitsniederlegung auf. In Spanien, Portugal, Frankreich und Belgien sind vergleichbare Maßnahmen angekündigt. Damit könnte es ab dem 24. Juni 2022 zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr der Ryanair Group kommen. Derzeit ist nicht absehbar wie viele Mitarbeiter sich tatsächlich beteiligen werden. Konzernchef Michael O’Leary gab sich in einem Interview wenig besorgt und sprach gar von „Mickey-Mouse-Gewerkschaften“. Die Arbeitnehmervertreter fordern unter anderem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Da unklar ist wie viele Flugbegleiter bzw. Piloten in den einzelnen Ländern gewerkschaftlich organisiert sind, ist nicht abschätzbar wie viele Flüge ausfallen werden. Es ist aber damit zu rechnen, dass es zu massiven Unregelmäßigkeiten kommen könnte.

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Fahrkartenverkauf: Deutsche Bahn will Reisebüros keine Provisionen bezahlen

In der Luftfahrt erhalten Reisebüros nur noch von sehr wenigen Airlines Provisionen für den Verkauf von Flugtickets. Nun will auch die Deutsche Bahn AG nachziehen und die Vermittlung von Fahrscheinen nicht mehr vergüten. Das stößt naturgemäß auf Kritik. Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass Reisebüros für die Buchung von Flugtickets Servicegebühren verlangen. Der Grund dafür ist, dass beispielsweise Lufthansa schon lange keine Provisionen mehr bezahlt und die Agenturen andernfalls überhaupt keinen Verdienst hätten. Die Höhe der Reservierungsgebühr variiert je nach Reisebüro. Von etwa fünf Euro bis zu 100 Euro ist so ziemlich alles dabei. Die Deutsche Bahn AG zahlt jenen Agenturen, mit denen man Vermittlungsverträge hat, bis zu sechs Prozent des Fahrkartenpreises als Vergütung. Das soll sich nun ändern, denn künftig soll es überhaupt keine Provision mehr geben. Zunächst sollen ICE-Fahrkarten betroffen sein. Reisebüros mit DB-Lizenz sollen ab Jänner 2023 nichts mehr bekommen. Der Deutsche Reiseverband hält das auch mit Blick auf den Klimaschutz für „eine strategisch komplett falsche Entscheidung“. Man fordert, dass die Politik einschreitet und das Vorhaben unterbindet. Mit der Maßnahme will die DB den Direktvertrieb, insbesondere über das Internet und die App, stärken. An vielen kleineren Bahnhöfen befinden sich aber Reisebüros, die aufgrund schon lange abgeschaffter Personenkassen dort den Verkauf von Fahrkarten übernommen haben. Bei Null-Provision und möglicher Servicegebühren der Agenturen ist damit zu rechnen, dass viele Reisebüros aus dem Vertrieb von Bahn-Fahrkarten aussteigen werden. Dieser gilt als personalintensiv, weil nicht nur lukrative Fernverkehrstickets verkauft werden, sondern der meiste Ansturm Kurzstreckenfahrscheine haben will, an denen die Agenturen

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Kostenfalle: Mitnahme von Kleinkindern bei den ÖBB

Kleinkinder sind laut Beförderungsbedingungen der ÖBB-Personenverkehr Reisende bis einen Tag vor dem sechsten Geburtstag. Diese fahren in Zügen und Bussen der ÖBB-Personenverkehr kostenlos und ohne Ticket in Begleitung einer oder eines Erwachsenen mit. Bei der Buchung eines Tickets für ein Kleinkind über die ÖBB-Website und die ÖBB-App (online/Mobile) bei der ÖBB-Personenverkehr AG geht das Bahnunternehmen davon aus, dass das Kind sich den Platz mit einer oder einem Erwachsenen teilt.   Sofern kein freier Platz verfügbar ist und sofern es sich nur um kurze Fahrzeiten handelt, kann das Kleinkind im Tageszug eventuell auf dem Schoß der oder des Erwachsenen mitfahren. Schwieriger ist dies auf längeren Strecken und im Nachtreiseverkehr. Auch dort wird davon ausgegangen, dass das Kind sich mit einer oder einem Erwachsenen den Sitz-, Schlaf- oder Liegewagenplatz teilt. Somit wird etwa bei der Buchung eines Tickets für eine Erwachsene oder einen Erwachsenen und ein Kind im Alter von fünf Jahren nur ein Ticket für die erwachsene Person angeboten. Dies ist jedoch den Kundinnen und Kunden nicht immer klar bzw. nicht von allen auch so gewünscht. Darüber wird im online/Mobile Buchungssystem weder informiert, noch eine optionale Möglichkeit der Buchung für das Kleinkind angeboten. Bereits seit 2017 bemüht sich die APF um die Lösung dieser Problematik, welche bei den betroffenen Kundinnen und Kunden berechtigten Ärger verursacht. Die APF schlug vor, dass über den fehlenden eigenen Platz für das Kleinkind dezidiert auch bei der Buchung informiert wird. Zudem soll die Buchung dahingehend geändert werden, dass bei Angabe eines Kleinkindes die Möglichkeit, für das

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Lissabon: Easyjet bekommt 18 Tap-Slotpaare – Ryanair geht leer aus

Dem Billigflieger Ryanair dürfte der Umstand, dass man in Lissabon im Ringen um zusätzliche Start- und Landerechte ausgerechnet gegen den Erzrivalen Easyjet den Kürzeren gezogen hat, wohl nicht in den Kram passen. Aufgrund von Staatshilfen musste Platzhirsch Tap Air Portugal 18 Slotpaare abgeben. Der irische Lowcoster war sich bereits ziemlich sicher, dass man den Zuschlag bekommen wird. Man verkaufte zahlreiche Tickets und vor einigen Wochen gab es den ersten Rückschlag: Die für die Expansion notwendigen Start- und Landerechte hat man mal vorerst nicht bekommen. Ryanair spekulierte darauf, dass Tap Air Portugal aufgrund der Corona-Pandemie nicht genutzte Slots abgeben muss, jedoch war das nicht der Fall. Die Folge daraus: Der Billigflieger musste das für Lissabon geplante Sommerprogramm kürzen und wird die Basis nicht wie ursprünglich angekündigt ausbauen. Nun gab es den zweiten Rückschlag: Jene Start- und Landerechte, die Tap Air Portugal als Auflage aufgrund des 2,55 Milliarden Euro schweren Rettungspakets abgeben muss, bekommt man auch nicht. Der Regulator hat diese nicht an Ryanair, sondern an Easyjet vergeben. Beide Carrier wollten die begehrten Slots vollständig haben. Den Zuschlag hat aber nur der orangefarbene Lowcoster erhalten. Das dürfte Ryanair so ganz und gar nicht passen, so dass damit zu rechnen ist, dass dieser ein Rechtsmittel einlegen wird. In den nächsten Tagen ist das portugiesische Ryanair-Personal seitens der zuständigen Gewerkschaften zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Fast zeitgleich soll auch in Italien, Belgien, Frankreich und Spanien gestreikt werden. Gefordert werden unter anderem höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Mit Einschränkungen im Flugverkehr ist zu rechnen, jedoch ist derzeit

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Sommerurlaub: Malta setzt weiterhin auf 3G-Regel bei der Einreise

Seitens der maltesischen Tourismusbehörde geht man davon aus, dass man heuer wesentlich mehr Urlauber als in den vergangenen beiden Jahren haben wird. Im Inland wurden nahezu alle Coronaregeln – inklusive der Maskenpflicht – aufgehoben. Bei der Einreise setzt man aber weiterhin auf die 3G-Regel. Wenn Reisende vollständig geimpft sind, sich in den letzten sechs Monaten von COVID-19 erholt haben oder einen negativen COVID-19-Test vorweisen können, der innerhalb von 72 Stunden für den PCR-Test und 24 Stunden für den Schnelltest vor der Einreise durchgeführt wurde, ist keine Quarantäne erforderlich. Sowohl der PCR- als auch der Schnelltest gelten als gleichwertig, wenn es um die Einreisebestimmungen geht. Wenn eines dieser Dokumente bei der Ankunft nicht vorgelegt wird, gilt eine 10-tägige obligatorische Quarantäne, die nach einem negativen Test auf 7 Tage verkürzt wird. Neben der Lockerung dieser Vorschriften ist es auch nicht mehr notwendig, auf Flügen nach Malta eine Maske zu tragen, ebenso wie in allen Innen- und Außenbereichen nach der Ankunft, einzige Ausnahme sind Krankenhäuser. Die gleiche Regel gilt auch für Veranstaltungen in Malta. Die Beschränkungen für die Bestuhlung wurden aufgehoben und die maximale Kapazität für öffentliche Versammlungsräume wurde auf den Stand von vor COVID-19 zurückgesetzt.

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