Juni 26, 2022

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Juni 26, 2022

A220-Ersatzteile knapp: Air Baltic kürzt Flugangebot ab September 2022

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat für September 2022 zahlreiche Flugverbindungen aus dem Verkauf genommen und Passagiere, die bereits Tickets erworben hatten, über die Streichungen informiert. Hintergrund ist, dass die Versorgung mit Ersatzteilen angespannt ist. Ab September wird der Carrier temporär keine Flüge mehr ab der litauischen Hauptstadt nach Oslo, London Gatwick, Dublin und Hamburg anbieten. Auch ab der Homebase Riga wird das Angebot reduziert, jedoch fallen die Kürzungen kleiner aus als in Vilnius. Auf zahlreichen Strecken fährt man übergangsweise die Frequenzen zurück. „Leider haben globale Lieferkettenprobleme auch die Verfügbarkeit einiger Flugzeugteile beeinträchtigt. Diese Teile werden für die Flugzeuge von Air Baltic benötigt. Aus diesem Grund werden viele Fluggesellschaften in den kommenden Monaten das gesamte Flugnetz umstrukturieren. Dies ist ein globales Problem in der Luftfahrtindustrie, das nicht durch das Leasing eines Flugzeugs gelöst werden kann“, so das Unternehmen auf Anfrage. Es bleibt abzuwarten, ob auch andere Airbus-A220-Betreiber von der laut Air Baltic problematischen Verfügbarkeit von Ersatzteilen betroffen sein werden. Beispielsweise setzt die Lufthansa-Tochter Swiss zahlreiche Maschinen dieses Typs ein. Der lettische Carrier ist die erste Airline, die öffentlich über die Problematik spricht.

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Frankfurt: Bis zu 14 Prozent mehr Lohn für Fraground-Mitarbeiter

Für die rund 3.500 Mitarbeiter der Fraport-Tochter Fraground gibt es mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2022 eine Gehaltserhöhung. Darauf haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi nach zwei Verhandlungsrunden geeinigt. Das Unternehmen ist insbesondere am Standort Frankfurt am Main im Bereich der Bodenverkehrsdienstleistungen tätig. Die Bezüge sollen um bis zu 14 Prozent angehoben werden. Die rund 3.500 Beschäftigten werden weiters eine Einmalzahlung in der Höhe von 700 Euro ausbezahlt bekommen. Letztere ist insbesondere als so genannter Teuerungsausgleich gedacht. Laut Gewerkschaft sollen die Stundenlöhne im Ausmaß zwischen 1,64 und 2,74 Euro pro Arbeitsstunde angehoben werden. So soll es sich ergeben, dass die Mitarbeiter bis zu 425 Euro mehr pro Monat verdienen werden.

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Russische Regierung lässt elf ältere Flugzeuge reaktivieren

Überraschend kommt es nicht, doch das russische Handelsministerium will elf schon länger abgestellte Maschinen wieder flugtauglich machen. Es handelt sich um acht Tupolew Tu-204/214, zwei Ilyushin Il-96 und eine Antonow An-124. Gemäß der Agentur Interfax sollen 15,4 Milliarden Rubel (rund 269.145.497,54 Euro) in die Hand genommen werden, um vorerst diese elf Flugzeuge wieder in die Luft zu bringen. Auch ist vorgesehen, dass die Musterzulassungen geändert werden sollen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass weitere ältere Maschinen, die teilweise noch aus Sowjetzeiten stammen, wieder fit gemacht werden sollen. Hintergrund ist, dass die Ersatzteilversorgung für westliche Muster immer schwieriger wird. Zwar hat man aus China ein Signal erhalten, dass man Nachbauteile bekommen könnte, doch dies dürfte nicht ausreichend sein. Das Hochfahren der Herstellung russischer Maschinen dauert noch einige Zeit. Derzeit geht man davon aus, dass das Vorhaben rund drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen wird. Das notwendige „Kleingeld“, das erforderlich ist, will der Staat in die Rostec-Tochter United Aircraft Corporation einbringen. Durch die „Umverteilung“ von Mitteln aus dem Bundeshaushalt will man das Geld kurzfristig bereitstellen können. Aufgrund der Sanktionen sollen rund zehn Tu-214 jährlich gefertigt werden. Auch die Wiederaufnahme der Produktion der Il-96 wird zumindest nicht ausgeschlossen.

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Viele Krankenstände: AUA musste 52 Flüge streichen

Stolze 52 von rund 360 geplanten Flügen musste Austrian Airlines allein am Samstag streichen. Ursachen hierfür waren Personalmangel und der Streik bei der französischen Flugsicherung. Dabei erklärte Firmenchefin Annette Mann erst unmittelbar zuvor, dass man ausreichend fliegende Mitarbeiter habe. Das Unternehmen wäre von vielen Krankenständen, besonders im Bereich der Flugbegleiter, regelrecht überrollt worden. Diese sind in erster Linie auf angebliche Corona-Infektionen zurückzuführen. Somit entstand bei Austrian Airlines ein personeller Engpass, den es laut Generaldirektorin Mann eigentlich nicht geben sollte. Die Personaldecke scheint angespannt zu sein und bereits kleine Unregelmäßigkeiten können sich offensichtlich erheblich auf den Flugbetrieb auswirken. Die Folge aus den vielen Streichungen, von denen zunächst der Kurier berichtete: Tausende Passagiere sind in Wien und an anderen Flughäfen gestrandet. Betroffene berichten gegenüber Aviation.Direct, dass die Themen Ersatzbeförderung und Umbuchungen nicht reibungslos laufen. An der Homebase soll es zu langen Warteschlangen an den Schaltern gekommen sein und nicht in jedem Fall gab es eine Lösung für die Passagiere. Außerhalb Wiens soll an manchen Airports den Betroffenen mitgeteilt worden sein, dass diese sich an das Call-Center der Austrian Airlines wenden sollen. Vor Ort könne man leider nichts machen. Das Streichkonzert setzt sich am Sonntag offensichtlich fort, denn zahlreiche AUA-Flüge sind bereits abgesagt worden. Noch ist nicht klar wie viele Verbindungen über den Tag hinweg ausfallen werden. Austrian Airlines erklärte am Vormittag gegenüber Aviation.Direct, dass nach aktuellem Stand der Dinge 42 Verbindungen von/nach Wien ausfallen werden. Passagiere sollten sich daher regelmäßig über den aktuellen Stand ihrer Buchung informieren und im Falle einer Streichung

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Wien: Vias-Mitarbeiter bekommen einmalig 1.400 Euro

Die Beschäftigten der Flughafen-Wien-Tochter Vias, die unter anderem für die Sicherheitskontrollen zuständig ist, werden für das zweite Halbjahr 2022 eine Einmalzahlung in der Höhe von rund 1.400 Euro als Teuerungsausgleich erhalten. Dies gaben Betriebsrat und Gewerkschaft Vida nach Abschluss der Verhandlungen bekannt. Arbeitnehmervertreter Daniel Liebhart ist der Ansicht, dass die in der österreichischen Luftfahrt tätigen Unternehmen erkannt hätten, dass die Personalsituation in der gesamten Branche angespannt ist. Den Umstand, dass es bislang zu keinem Chaos gekommen ist, führt der Vida-Fachgruppenobmann darauf zurück, dass viele Überstunden geleistet werden. „Wir sind besonders stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen, die dafür sorgen, dass der Flughafen Wien aktuell zu den pünktlichsten Airports Europas zählt“, betont der Gewerkschafter. Sowohl mit Austrian Airlines als auch mit Vias habe man „positive Sozialpartnergespräche“ führen können. Bei beiden Unternehmen führen diese dazu, dass zunächst Einmalzahlungen an die Beschäftigten geleistet werden. „Bei der am Flughafen Wien für die Sicherheit und Passagierkontrollen zuständigen VIAS konnten wir gemeinsam mit dem Betriebsrat bereits Prämienzahlungen von in Summe rund 1.400 Euro für das zweite Halbjahr 2022 in Verhandlungen erreichen und damit einen Teuerungsausgleich schaffen. Mit der VIAS-Geschäftsführung befinden wir uns auch in fruchtbaren Gesprächen zur mittelfristigen Etablierung eines spürbar besseren Lohnniveaus, um das Problem der Personalknappheit im Sicherheitsbereich und der Bodenabfertigung der Passagiere nachhaltig lösen zu können“, erklärt Liebhart. Kritisch sieht man seitens der Vida, dass Austrian Airlines weiterhin am Sparpaket, das zu Beginn der Corona-Pandemie vereinbart wurde, festhält. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Löhne gekürzt sind. Gleichzeitig sollen aber die Dienstpläne

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Skytrax: Lufthansa ist den fünften Stern wieder los

In der Luftfahrtbranche war es vielen ein Rätsel warum Skytrax vor einigen Jahren das Fünf-Sterne-Rating an Lufthansa verliehen hatte. Die Ankündigung einer neuen Business-Class, die bis dato nicht eingeführt wurde, hatte damals maßgeblich dazu beigetragen. Nun ist der Kranich den fünften Stern wieder los und darüber so ganz und gar nicht erfreut. In der Luftfahrt gibt es für so ziemlich alles und jeden irgendeinen Award. Einst genossen die Skytrax-Ratings hohes Prestige, jedoch büßte die Agentur nach der Fünf-Sterne-Einstufung der Lufthansa ganz ordentlich an Vertrauen ein. Seither hat sich beim Kranich auch einiges getan, denn man glich besonders auf der Kurz- und Mittelstrecke das Bordprodukt an jenes von Billigfliegern an und auch auf der Long Haul muss man für viele Serviceleistungen mitunter tief in die Tasche greifen. Natürlich sieht es in der First Class anders aus, jedoch ist diese für die breite Masse nicht wirklich relevant. Lufthansa ist jedenfalls den fünften Skytrax-Stern los und bei genauer Betrachtung des Ratings rangiert man in der Economy-Class auf der Kurz- und Mittelstrecke nur noch minimal über dem Billigflieger Ryanair. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass man viele Elemente des Produkts des Konkurrenten kopiert und abgewandelt umgesetzt hat. Beispiel: Paid-Catering. „Die Lufthansa Group investiert derzeit mehrere Milliarden in ein noch besseres Reiseerlebnis. Das ist mehr als je zuvor in der Geschichte des Konzerns. Diese beispiellosen Investitionen zielen darauf ab, das Bord- und Bodenprodukt rundum zu erneuern. Wir stehen vor der Einführung eines neuen Spitzenproduktes auf der Langstrecke in allen vier Reiseklassen (Economy, Premium Economy, Business,

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Odyssee für Idealtours-Urlauber: Busausflug nach München, wieder zurück nach Innsbruck und noch immer nicht in Kavala

Eine regelrechte Odyssee mussten Kunden des österreichischen Reiseveranstalters Idealtours in Innsbruck durchmachen, denn aufgrund des Ausfalls einer Fokker 100 von Trade Air gab es nicht nur über 18 Stunden Verspätung, sondern auch eine völlig unnötige Busreise nach München und wieder zurück. Der genannte Tour Operator lässt ab Tirol einige Charterziele von der kroatischen Fluggesellschaft Trade Air bedienen. Dazu kommt die letzte verbliebene Fokker 100 dieses Carriers ab Innsbruck zum Einsatz. Am Freitag erlitt die 9A-BTE, die mittlerweile fast 30 Jahre auf dem Buckel hat, auf dem Weg von Thessaloniki nach Tirol einen technischen Defekt und musste eine Sicherheitslandung in Zagreb einlegen. Die Instandsetzung dauerte seine Zeit, denn erst am Samstag konnte der Regionaljet wieder nach Innsbruck überstellt werden. Für die Fluggäste, die am Freitag nach Kavala reisen wollten, hieß es zunächst warten. Dann wurde kommuniziert, dass die Fokker 100 einen Defekt hat und man nicht ab Innsbruck fliegen könne. Aber ab München soll es dann in den Urlaub gehen. Per Bus wurden die Passagiere dann zum bayerischen Airport gebracht, aber „gebracht“ hat es nichts. Vor Ort hieß es dann, dass auch ab München nicht geflogen wird, weil man zwar ein Flugzeug, aber keine Crew dazu habe. Wieder zurück in den Bus und dieser fuhr dann zum Ausgangsort, also nach Innsbruck. Nach dieser unnötigen Busreise übernachteten die Betroffenen auf Kosten des Tour Operators in einem Hotel und konnten am Samstagvormittag dann ihren Flug nach Kavala antreten. Trade Air flog dazu den Airbus A319 mit der Registrierung 9A-BTJ von Pristina nach Innsbruck

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