November 28, 2022

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November 28, 2022

Westbahn fordert Abspaltung der ÖBB-Infrastruktur

Die private Eisenbahngesellschaft Westbahn kritisiert, dass in Österreich die Bahn-Infrastruktur bei den ÖBB angesiedelt ist und somit auch Unternehmen, deren Mitarbeiter sich nicht an Streiks beteiligen wollen, betroffen sind. Man fordert die Überführung der Infrastruktur in eine staatliche Behörde und verweist auf das Vorbild Schweden. Die österreichische Eisenbahn-Infrastruktur befindet sich – abgesehen von einzelnen Ausnahmen – im Eigentum bzw. in der Betriebsführung der ÖBB Infrastruktur AG. Das schließt auch die Fahrdienstleister, Stellwerke und sonstige für den Eisenbahnverkehr zwingend notwendige Tätigkeiten ein. Einige wenige Nebenstrecken befinden sich im Eigentum bzw. in der Betriebsführung anderer Anbieter. Die Westbahn kritisiert, dass man aufgrund des Vida-Eisenbahnerstreiks nicht fahren kann und das obwohl offenbar viele Mitarbeiter am Arbeitskampf nicht teilnehmen wollen. Da die ÖBB Infrastruktur bestreikt wird, können die Bundesbahnen auch privaten Anbietern zwingend notwendige Dienstleistungen nicht zur Verfügung stellen. Die Westbahn fordert in einer Aussendung, dass die Bahn-Infrastruktur aus dem ÖBB-Konzern herausgelöst werden soll. Eine staatliche Behörde soll künftig für Planung, Ausbau und Wartung sowie die Verkehrsleitung des Eisenbahnbetriebes verantwortlich sein. Als Muster-Beispiel verweist man auf Schweden, wo dies bereits im Jahr 2010 umgesetzt wurde. Die Europäische Union schreibt seit vielen Jahren vor, dass Infrastruktur und operativer Fahrbetrieb der Staatsbahnen getrennt sein müssen. Das soll privaten Anbietern den Zugang erleichtern. Allerdings hat sich in den meisten EU-Ländern lediglich geändert, dass es sich um zwei unterschiedliche Rechtsträger handelt, die jedoch weiterhin der Staatsbahn angehören. Lediglich Schweden hat eine klare Trennung vollzogen. Die Westbahn hält in einer Aussendung nichts davon die Infrastruktur zu privatisieren. So erklärt

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Brede Huser übernimmt Flyr-Geschäftsführung

Die finanziell angeschlagene Billigfluggesellschaft Flyr hat mit Brede Huser einen neuen Geschäftsführer bekommen. Wikstrøm Frislid, der das Unternehmen von der Gründung an geleitet hat, ist zurückgetreten und verlässt den Carrier. Huser war zuvor als Chief Financial Officer von Flyr tätig. „Tonje hat eine beeindruckende Arbeit geleistet, indem er eine Kultur aufgebaut hat, in der Kunden und Mitarbeiter an erster Stelle stehen, und eine beliebte und bekannte Marke geschaffen hat. Ich möchte Tonje für ihren unschätzbaren Beitrag zu Flyr danken und wünsche ihr viel Glück bei ihren zukünftigen Unternehmungen“, sagte Erik G. Braathen, Chairman von Flyr. Der Billigflieger befinde sich nun in einer neuen Phase, so dass es an der Zeit wäre, dass Verantwortung weitergegeben wird, so Tonje Wikstrøm Frislid in einer Medienerklärung. Auch zeigt sich der scheidende Airline-Chef davon überzeugt, dass für das Geschäftsmodell von Flyr erheblicher Marktbedarf vorhanden ist. „Es war inspirierend und lohnend, mit Tonje zu arbeiten, und wir werden auch in Zukunft unsere gute Kultur und unseren freundlichen Service beibehalten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem übrigen Managementteam und allen anderen Kollegen bei Flyr, um die Fluggesellschaft der Zukunft aufzubauen“, sagte CEO Brede Huser der beim norwegischen Billigflieger sowohl als CEO als auch als CFO fungieren wird. In der Vergangenheit war er unter anderem bei Norwegian Air Shuttle und Ernst & Young tätig.

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Eisenbahner-Streik in Österreich: Fast alle Räder stehen still

In Österreich stehen die Räder auf fast allen Eisenbahnstrecken still, denn zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida konnte am Wochenende keine Einigung erzielt werden. Die Arbeitnehmervertreter werfen vor, dass der Eisenbahner-Streik „Teil des Vida-Drehbuchs“ sein soll. Zu einer signifikanten Annäherung ist es im Verhandlungsmarathon nicht gekommen. Dieser endete gar damit, dass das jüngste von Arbeitgeberseite vorgebrachte Angebot zurückgezogen wurde. Seitens der Gewerkschaft Vida heißt es, dass es gegenüber dem Vorherigen Vorschlag um lediglich acht Euro erhöht wurde. Die Arbeitnehmervertreter pochen darauf, dass die Löhne und Gehälter so angehoben werden sollen, dass die Beschäftigten pro Monat mindestens 400 Euro mehr bekommen. Von den Arbeitgebern wurden zuletzt 208 Euro angeboten. Die Gewerkschaft Vida argumentiert damit, dass die Löhne und Gehälter auf einem Niveau sein müssen, dass auch im Hinblick auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten keine Armutsgefährdung stattfindet. Als Beispiel für besonders niedrige Bezahlung führt man die Bezahlung der Eisenbahner, die in den staatlich subventionierten Nachtzügen arbeiten, an. Das Einstiegsgehalt soll bei 1.356 Euro liegen. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt inflationsbereinigt bei 1.500 Euro pro Monat. Von Arbeitgeberseite wird dagegenhalten, dass die Anhebung der Löhne und Gehälter um 400 Euro pro Monat für die Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht darstellbar wäre. Man behauptet gar, dass die Gewerkschaft Vida versucht alle Forderungen mittels Streiks durchzusetzen. „Es gibt immer einen Tag nach dem Streik und an diesem beginnen wir wieder von vorne, das muss der den Arbeitnehmer-Vertretung klar sein. Es waren zu keinem Zeitpunkt faire Verhandlungen auf Augenhöhe mit konstruktivem Austausch von Argumenten, sondern ein Diktat der Gewerkschaft. Wir müssen zur

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