November 6, 2023

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November 6, 2023

Österreich: Missachtung der Fluggastrechte kann Airline-Chefs Haftstrafen einbrocken

Weitgehend unbekannt ist, dass Verstöße gegen die Fluggastrechteverordnung auch verwaltungstrafrechtliche Konsequenzen für Fluggesellschaften und deren Manager haben können. Jeder betroffene Passagier kann bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde eine Anzeige erstatten. Diese ist aus gesetzlichen Gründen dazu verpflichtet zumindest ein behördliches Ermittlungsverfahren einzuleiten. Die EU-Verordnung 261/2004 ist die Grundlage für die Passagierrechte, die von den Fluggesellschaften im Falle von Verspätungen und/oder Streichungen einzuhalten ist. Unter anderem ist vorgesehen, dass Betreuungsleistungen, Ersatzbeförderungen und unter bestimmten Umständen auch Entschädigungen geben muss. In der Praxis nehmen es aber viele Anbieter nicht sonderlich genau und behaupten beispielsweise, dass entgegen höchstrichterlicher Urteile des OGH und des EuGH Umbuchungen nur auf eigene Flüge möglich wären oder lassen ihre Passagiere einfach ohne Verpflegung und Getränke sprichwörtlich im Regen stehen. Nicht selten reagiert man auf Forderungen auf Erstattung von Mehrkosten und Auszahlung der Ausgleichsleistung gar nicht oder schiebt abenteuerliche Ausreden vor, so dass viele Fälle vor Gericht landen. Airline-Manager haften für „Strafzettel“ mit dem Privatvermögen Die Fluggastrechte-Verordnung ist aber nicht rein zivilrechtlich, sondern auch verwaltungsrechtlich. Dies hat der EuGH bereits vor einiger Zeit festgestellt, denn sofern eine Ermächtigung der Regierung erteilt wurde, können staatliche Behörden Ansprüche wie Ausgleichsleistungen auch mittels Bescheid feststellen. Sofern die Rechtskraft eintritt, können die Ansprüche dann mittels Exekution zwangsweise eingetrieben werden. Weniger bekannt ist aber, dass die Missachtung der Passagierrechte eine Verwaltungsübertretung darstellt und dies kann sowohl für die Airline als auch deren Manager Konsequenzen haben. Die zuständigen Behörden können Geldstrafen, in besonders schweren Fällen auch Haftstrafen verhängen. Die österreichische Besonderheit: Die Verfahren werden stets gegen

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Alpbachtal startet QR-Codes mit Touristeninformationen

Die Tourismusregion Alpbachtal hat in diesem Sommer einen aufregenden Schritt in die digitale Zukunft unternommen. In Zusammenarbeit mit der Bonner Firma „placeit“ wurde das Alpbachtal zur Pilotregion für ein innovatives Projekt, das Gästen die Möglichkeit bietet, die Region auf spielerische Weise zu erkunden. Die „Alpbachtal Schatzkarte“, eine digitale Wanderkarte mit Stationen für Familien, verspricht eine neue Dimension des Tourismuserlebnisses. Die Idee hinter diesem spannenden Vorhaben ist denkbar einfach: Urlaubsgäste können auf ihrer Entdeckungsreise durch die Tourismusregion virtuelle Stempel sammeln, die durch das Scannen von QR-Codes auf ihren Smartphones aktiviert werden. „Hierbei müssen weder eine aufwendige Registrierung noch der Download einer speziellen App erfolgen, was den Datenschutz in höchstem Maße gewährleistet“, erklärt Sven Maurmann, der Geschäftsführer von placeit. Während Gäste von Station zu Station wandern, erhalten sie auf ihren Smartphones Informationen zu ausgewählten Plätzen und spezielle Tipps für Familien. Das Konzept erinnert an eine digitale Schnitzeljagd, bei der QR-Codes die Rolle der versteckten Schätze übernehmen. Im Vergleich zum traditionellen Geocaching bietet dieses innovative Projekt jedoch den Vorteil, dass zusätzliche Informationen und Erlebnisse in die Suche integriert werden können. Der Pilotversuch für diese Technologie begann bereits im Winter im Skigebiet Skijuwel Alpbachtal Wildschönau. Die Digitalisierung der „Alpbachtal Schatzkarte“ verspricht ein noch intensiveres und vielfältigeres Tourismuserlebnis. Sie führt Kinder zu 19 verschiedenen Orten im Alpbachtal, darunter der Juppi Zauberwald in Reith i.A., das Lauserland in Alpbach und die Kundler Klamm. Familien können an den Stempelstationen die QR-Codes scannen und erhalten mit den gesammelten Stempeln kleine Geschenke in den Tourismusbüros. „Das Alpbachtal hat mit

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Gewesslers Verbot von Inlandsflügen pusht private Autofahrten

Die Wirtschaftskammer und die Flughäfen Graz und Salzburg haben eine Studie, die von Höffinger Solutions erstellt wurde, präsentiert, die die bisherigen Aussagen von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) bezüglich der Verlagerung von Inlandsflügen auf die Schiene in Frage stellt. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Reisenden nicht mit der Bahn fahren wollen, sondern mangels Alternativen auf dem Luftweg eher ins eigene Auto umsteigen würden. Gewessler will aus vermeintlichen Klimaschutzgründen Flüge innerhalb Österreichs verbieten. Bereits vor ihrem Amtsantritt wurden die Zubringerflüge Linz-Wien gestrichen und ihm Rahmen einer Kooperation zwischen AUA und ÖBB auf die Schiene verlegt. Später traf es auch Salzburg-Wien, jedoch machen sowohl die Bundesbahnen als auch Austrian Airlines aus den Fahrgastzahlen ein regelrechts Staatsgeheimnis. Alles soll super laufen und die Passagiere wären glücklich damit, so die offizielle Version. Aus Kreisen der Wirtschaftskammern von Salzburg und Oberösterreich war jedoch schon zu Beginn der „AUA-Flüge auf der Schiene“ eine ganz andere Version zu hören. Besonders Geschäftsreisende würden nicht in die Züge einsteigen, sondern mit dem Auto nach München und Wien fahren, um von dort aus zu fliegen. Dies ginge insofern auch zu Lasten der Lufthansa Group, da viele günstigere Alternativen nutzen würden. Auch Privatreisende haben offenbar große Hemmungen gegenüber dem Air-Rail-Produkt, denn die Sorgen, dass man den Flug verpasst, wenn der Zug Verspätung haben sollte, überwiegen. Also dient das eigene Auto als Anreisemöglichkeit, wobei viele Oberösterreicher und Salzburger tendenziell eher nach München als nach Wien fahren. Davon ausgenommen sind Inhaber des Klimatickets. Hier bekommt der Flughafen Graz die Auswirkungen zu spüren,

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Niederösterreich: Zwei Donau-Rollfähren in Winterpause

In Niederösterreich haben zwei Donau-Fähren ihren Fahrbetrieb jahreszeitbedingt eingestellt. Es handelt sich um jene, die Klosterneuburg mit Korneuburg verbindet und jene zwischen Weißenkirchen und St. Lorenz. Laut ÖAMTC soll die Fähre Spitz – Arnsdorf ganzjährig in Betrieb sein. Reisende müssen sich aufgrund der Winterpause der genannten Rollfähren auf längere Wege einstellen. Im Regelfall sollte aber eine Brücke im Umkreis von 15 Minuten verfügbar sein.

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Nicht-Kunde Ryanair poltert über hohe Gebühren in Stuttgart

Die Billigfluggesellschaft Ryanair steuert den Flughafen Stuttgart-Echterdingen schon länger nicht mehr an. Der Carrier übt dennoch erhebliche Kritik an der Gebührenstruktur des größten Airports von Baden-Württemberg. Diese soll dafür verantwortlich sein, dass die Passagierzahlen noch immer erheblich niedriger sind als vor der Corona-Pandemie. Am Flughafen Stuttgart hatte man schon immer ein etwas differenziertes Verhältnis zu Billigfluggesellschaften. Zwar waren in der Vergangenheit Germanwings, Tuifly, Germania Express und einige kleinere Anbieter präsent, jedoch machten besonders Ryanair und Easyjet über viele Jahre hinweg einen Bogen um den größten Airport Baden-Württembergs. Wizz Air hatte Stuttgart noch nie planmäßig im Streckennetz. Vor wenigen Jahren nahmen Easyjet und Ryanair ihre Dienstleistungen ab diesem Flughafen auf. Der orangefarbene Anbieter hatte einige Routen, darunter auch die innerdeutsche Route nach Berlin-Tegel. Der irische Mitbewerber war zunächst unter eigener Marke aktiv, dann in einer Übergangszeit gemeinsam mit Laudamotion ehe im Zuge der Basiserrichtung alles auf Lauda umgestellt wurde. Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden die Lauda-Stützpunkte in Stuttgart und Düsseldorf geschlossen. In Baden-Württemberg lautete der Vorwand, dass die Beschäftigten Lohnkürzungen abgelehnt hätten. In Düsseldorf wurden diese angenommen, jedoch wurde die Base geschlossen, weil angeblich der Airport bzw. die vor Ort tätigen Dienstleister keine Preisnachlässe gewähren wollten. Seit Herbst 2020 ist die Ryanair Group weder in Düsseldorf noch in Stuttgart präsent. Die jüngste Medienmitteilung des Lowcosters impliziert aber, dass Ryanair offenbar großes Interesse daran hat wieder ab dem Landesflughafen von Baden-Württemberg zu fliegen. Man wirft aber dem Airport-Management vor, dass dieses nicht dazu bereit wäre die Gebühren zu senken, um den Verkehr

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Saalbach startet am 1. Dezember 2023 in die Wintersaison

Wer den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn noch nicht kennt, schmunzelt zuerst einmal über den langen Namen. Genauso lange wie der Name ist allerdings auch die Vielfalt rund um das lässigste Skigebiet der Alpen.  Die bundesländerübergreifende Region verbindet nicht nur 270 Abfahrtskilometer, 70 moderne Lifte und 60 gemütlich-stilsichere Hütten, sondern auch ein Gefühl: Den Spirit des Home of Lässig – oder anders: Das individuelle Glücksgefühl! Und das finden lebenslustige Familien, sportliche Alpin-Skifahrer und individualistische Freerider hier gleichermaßen. Doch wie definiert man dieses Glücksgefühl? Für die Einen ist es die Fürsorge und Herzlichkeit, die vom Hotel bis zur Skischule spürbar ist – für die Anderen ist es die Perfektion der präparierten Pisten und der hochmodernen Bergbahnen. Oder sind es die unverspurten Powderhänge und die „Faceshots“, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Im „Home of Lässig“ geht es um die Lebensfreude, Gemütlichkeit und Vielfalt, um eine abwechslungsreiche und unvergleichliche Zeit, die für immer in Erinnerung bleibt. Neu im Winter 2023/24: A5 Limberg 8er in Saalbach Nach 29 Jahren und weit über 15 Millionen beförderten Gästen geht der Limberg 4er in den Ruhestand. Ersetzt wird er durch eine moderne 8er Sesselbahn.

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Der Kanal von Kassandra: Das antike Panama

Thessaloniki ist nicht unbedingt der Reisehotspot in Griechenland. Für diejenigen, die den Süden des Landes oft bereist haben, lohnt sich ein Trip in die Metropole Nordgriechenlands und deren Umgebung aber dennoch. Die Zahl der Flugverbindungen von Mitteleuropa nach Thessaloniki ist deutlich geringer als in den Süden, auch das Reisepublikum ist ein anderes: Es sind vor allem Mitglieder der griechischen Community in Österreich, Studierende und Transitreisende, aber wenig Urlauber, die die Flüge frequentieren. Dennoch hat die Stadt (im Großraum leben an die 800.000 Menschen) einiges zu bieten, was Athen nicht hat: Das römische Forum mit der unterirdischen antiken Shopping Mall ist ein absoluter Hit, ebenso der Kuppelbau der Rotonda aus dem 4. Jh. mit Mosaiken fast wie in Ravenna und ein großartiges Archäologisches Museum, das nicht nach Epochen, sondern nach Lebensbereichen gegliedert ist. Und nicht zu vergessen: Kemal Pascha Atatürk, der vor hundert Jahren die Türkische Republik gegründet hatte, wurde hier geboren. Sein Geburtshaus ist ein Pilgerort laizistisch orientierter Türken. Fährt man mit dem Auto gegen Süden, kommt man nach knapp einer Stunde zu der westlichen der drei fingerartigen Halbinseln von Chalkidiki, der Halbinsel Kassandra, benannt nach einer Tochter der Priamos, bekannt als tragische Figur der Antike, deren Warnungen niemand hören wollte. Doch hier geht es nicht um die antike Schönheit, Strände, oder Ausgrabungen, auch nicht um einen See mit Schildkröten oder Urlauber, die vor allem aus Thessaloniki, Nordmazedonien und Albanien kommen, sondern um den auffällig schmalen Zugang zu der Halbinsel, die genau genommen eine Insel ist. Extrem schmaler Zugang Durch

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Air Baltic mit vier neuen Strecken ab Tallinn

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic bietet ab ihrer Basis Tallinn im Winterflugplan 2023/24 vier neue Routen an. Dabei handelt es sich um Tampere, Teneriffa, Gran Canaria und Genf. „Wir sind bestrebt, unseren Fluggästen ein nahtloses Reiseerlebnis zu bieten und die Konnektivität von und zu unseren Heimatstädten im Baltikum zu verbessern. Mit dem Start der Winterflugplanperiode ab Tallinn mit vier neuen Zielen freuen wir uns, unseren Fluggästen noch mehr Möglichkeiten zu bieten, sowohl das wärmere Wetter zu genießen als auch auf die verschneiten Pisten zu fahren. Wir sind dankbar für den unschätzbaren Beitrag und die Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Flughafen Tallinn, der dies möglich gemacht hat. Darüber hinaus freuen wir uns, dass dank der steigenden Passagierzahlen auch unser Marktanteil in Tallinn weiter zunimmt“, so Kätlin Kiiler, Area Sales Manager bei Air Baltic. Neue Routen ab Tallinn auf einen Blick: Destination served Flight frequency Start date Tallinn – Tampere (Finland) 7 flights weekly October 29, 2023 Tallinn – Tenerife (Spain) 2 flights weekly October 30, 2023 Tallinn – Gran Canaria (Spain) 1 flight weekly December 7, 2023 Tallinn – Geneva (Switzerland) 2 flights weekly December 30, 2023

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