November 13, 2024

Weitere Artikel aus der Rubrik

November 13, 2024

Air China geht mit der COMAC C929 neue Wege

Am 12. November 2024 unterzeichneten Air China und die Commercial Aircraft Corporation of China (COMAC) einen wegweisenden Rahmenvertrag auf der 15. China International Aviation and Aerospace Exhibition in Zhuhai. Dieser Vertrag macht Air China zum Erstkunden für das ambitionierte Langstrecken-Großraumflugzeug COMAC C929. Das Flugzeug, das als potentieller Herausforderer der etablierten Modelle Airbus A350 und Boeing 777 gehandelt wird, ist Teil der chinesischen Bemühungen, sich als ernstzunehmender Anbieter im globalen Luftfahrtmarkt zu etablieren. Dieser Schritt markiert nicht nur einen bedeutenden Moment für die chinesische Luftfahrtindustrie, sondern könnte auch langfristige Auswirkungen auf den globalen Flugzeugmarkt und die Beziehungen zwischen China und dem Westen haben. Die COMAC C929: Ein ehrgeiziges Projekt Die COMAC C929 ist als Langstreckenflugzeug konzipiert, das in direkter Konkurrenz zu den größten Fliegern von Airbus und Boeing tritt. Mit einer prognostizierten Sitzkapazität von etwa 280 Passagieren wird die C929 zwar kleiner sein als die Konkurrenzmodelle – Airbus A350 und Boeing 777, die in größeren Varianten bis zu 410 bzw. 396 Passagiere transportieren können – doch könnte sie genau die richtige Größe für den chinesischen Markt und andere asiatische Märkte haben, die oft weniger dicht besiedelt sind als europäische und nordamerikanische Routen. Das Flugzeug, das sich noch im Entwurfsstadium befindet, soll eine Reichweite von über 7.000 Meilen (etwa 11.000 Kilometer) bieten. Diese Reichweite würde es der C929 ermöglichen, Langstreckenflüge zu nahezu allen großen internationalen Flughäfen zu bedienen. Der Langstreckenbereich ist ein Schlüsselmerkmal, das die C929 zu einem ernsthaften Konkurrenten für die etablierten Jets von Airbus und Boeing machen könnte. Diese Reichweite

weiterlesen »

100. Frachtflugzeug-Umbau bei Elbe Flugzeugwerke abgeschlossen

Die Elbe Flugzeugwerke (EFW) haben ihr 100. umgerüstetes Frachtflugzeug an einen Kunden ausgeliefert. Bei dem umgebauten Modell handelt es sich um einen Airbus A330 P2F („Passenger to Freighter“), der in einer EFW-Anlage in China umgebaut wurde. Das Umrüstungsprogramm, das 2017 begann, entstand in Zusammenarbeit zwischen ST Engineering und Airbus und bietet Kunden die Möglichkeit, Passagierflugzeuge verschiedener Airbus-Modelle für den Frachtverkehr umzurüsten. Seit dem Start des Programms wurden insgesamt 49 A330, 47 A321 und vier A320 zu Frachtflugzeugen umgebaut. Die Elbe Flugzeugwerke besitzen die Musterzulassungen und leiten das gesamte Umrüstungsprogramm. Zu den angebotenen Modellen gehören neben dem A330 auch die Varianten A321 P2F und A320 P2F, die ab 2020 beziehungsweise 2022 verfügbar wurden. Der P2F-Markt wächst derzeit stark, da die Nachfrage nach Frachtkapazitäten kontinuierlich steigt. Vor allem nach den Einschränkungen im Passagierverkehr durch die Corona-Pandemie 2020/21 wuchs das Interesse an Frachtlösungen erheblich.

weiterlesen »

Avia Solutions Group expandiert mit B737-Max-Großbestellung

Die Avia Solutions Group (ASG), Europas führender Anbieter von sogenannten ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance), hat mit einer Bestellung von 80 Boeing 737 MAX eine bedeutsame Weichenstellung in Richtung nachhaltigen Wachstums vorgenommen. Der Auftrag umfasst 40 fest bestellte Flugzeuge des Typs Boeing 737-8 sowie 40 Optionen, welche die Flexibilität für künftige Expansionen gewährleisten. Mit dieser Investition, der ersten direkten Bestellung bei Boeing, verstärkt das Unternehmen seine strategische Position und unterstreicht seine Ambitionen, seine Kapazität auf globaler Ebene signifikant auszubauen. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erhöhter Nachfrage nach zusätzlichen Flugkapazitäten, die vor allem durch saisonale Urlaubsreisen sowie durch die steigenden Ansprüche an Treibstoffeffizienz und betriebliche Flexibilität getrieben wird. Die Boeing 737 MAX-Serie gilt als eine der treibstoffeffizientesten Optionen auf dem Markt und wird in der Luftfahrtindustrie für ihre niedrigen Betriebskosten und Umweltfreundlichkeit geschätzt. Die neuen Flugzeuge sollen die Flotte der ASG schrittweise ab 2030 ergänzen und ihre Präsenz auf dem Markt für flexible Flugdienstleistungen weiter festigen. Ein strategischer Schritt im ACMI-Markt Der ACMI-Markt hat in den letzten Jahren durch die sich verändernde Dynamik der Luftfahrt an Bedeutung gewonnen. ACMI-Anbieter wie die Avia Solutions Group ermöglichen es Fluggesellschaften, Kapazitäten kurzfristig zu erhöhen, ohne selbst in neue Flugzeuge investieren zu müssen. Dies ist besonders während der Hauptreisezeiten relevant, wenn der Bedarf an zusätzlichen Flugzeugen und Besatzungen am höchsten ist. Als Marktführer in diesem Segment betreibt ASG mittlerweile 220 Flugzeuge und besitzt 11 Luftverkehrsbetreiberzeugnisse (AOCs) in verschiedenen Ländern weltweit. Dies erlaubt es dem Unternehmen, flexibel und global auf die Nachfrage zu reagieren. Das

weiterlesen »

Lufthansa setzt größere Flugzeuge auf der Strecke Nürnberg–Frankfurt ein

Die Lufthansa hat seit dem 10. November 2024 die Flugverbindung zwischen Nürnberg und Frankfurt aufgewertet. Anstelle der bisher eingesetzten kleineren CRJ900-Regionaljets bedient die Airline die Strecke nun hauptsächlich mit den größeren Airbus-Modellen A319 und A320. Auf dieser Verbindung, die bis zu fünfmal täglich durchgeführt wird, setzt Lufthansa im Winterflugplan zusätzlich auch CRJ1000-Flugzeuge ihres Wetlease-Partners Cityjet ein. Mit der Umstellung auf die Airbus-Modelle reagiert Lufthansa auf eine steigende Nachfrage nach dieser innerdeutschen Zubringerverbindung zum Drehkreuz Frankfurt und ermöglicht ihren Passagieren ein erhöhtes Sitzplatzangebot und verbesserten Komfort. Auch im Zuge von Nachhaltigkeitszielen sollen die neu eingesetzten Flugzeugtypen bei hoher Auslastung effizientere Verbindungen bieten. Der Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg erhält durch diese Änderung eine gestärkte Anbindung an das Lufthansa-Netzwerk, was die Region weiter mit internationalen Zielen verknüpft.

weiterlesen »

Beschuß auf Flugzeuge im Anflug auf Haiti – Eskalation der Sicherheitslage

Die Flugsicherheit in Haiti wurde am 11. November 2024 erschüttert, als ein Airbus A320neo der Spirit Airlines beim Landeanflug auf Port-au-Prince von Kugeln getroffen wurde. Mindestens vier Geschosse durchschlugen die Außenhülle des Flugzeugs, verletzten eine Kabinenbesatzung leicht und hinterließen sichtbare Schäden im Innenraum. Dieser Vorfall, der auf die ohnehin angespannte politische Situation in Haiti hinweist, führte zur Einstellung aller Haiti-Flüge von Spirit Airlines, JetBlue Airways und weiteren US-amerikanischen Fluggesellschaften. Die Eskalation der Gewalt durch kriminelle Banden stellt eine ernste Herausforderung für die Luftfahrt und die Sicherheit in Haiti dar. Detaillierte Darstellung des Vorfalls Der Airbus A320neo von Spirit Airlines, Flugnummer 951, startete von Fort Lauderdale nach Port-au-Prince, als der Angriff während des Endanflugs stattfand. Mehrere Kugeln durchschlugen den Rumpf und beschädigten Gepäckfächer. Ein Mitglied der Kabinenbesatzung erlitt eine leichte Verletzung durch einen Geschossstreifschuß. Die Piloten reagierten sofort, brachen den Landeversuch ab und lenkten die Maschine zur Notlandung nach Santiago in der Dominikanischen Republik um. Technische Untersuchungen bestätigten später, daß der Flugzeugschaden durch den Beschuß verursacht wurde. Unabhängig von diesem Vorfall entdeckte JetBlue Airways ebenfalls ein Einschussloch in einem ihrer Flugzeuge nach einem Flug von Haiti nach New York. Die Einschläge waren zunächst unbemerkt geblieben und wurden erst später identifiziert. Beide Ereignisse verdeutlichen die zunehmende Gefährdung, die von bewaffneten Gruppen in Haiti ausgeht, insbesondere in der Nähe des Flughafens Port-au-Prince. Politische und gesellschaftliche Hintergründe Haiti ist seit Jahren von schwerer politischer Instabilität geprägt, die sich in jüngster Zeit intensiviert hat. Seit der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse im Jahr 2021 herrscht

weiterlesen »

Lufthansa kurz vor Einstieg bei ITA Airways

Der geplante Einstieg der Lufthansa bei der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways steht vor dem Abschluss. Laut einer Mitteilung des italienischen Finanzministeriums sind alle erforderlichen Dokumente rechtzeitig bei der EU-Wettbewerbsbehörde eingereicht worden. Die italienische Regierung zeigt sich zuversichtlich, dass die Europäische Kommission die Transaktion endgültig genehmigen wird. Nach den bisherigen Vereinbarungen soll die Lufthansa zunächst für 325 Millionen Euro eine 41-prozentige Beteiligung an ITA erwerben. In den kommenden Jahren könnte die deutsche Airline durch zusätzliche Investitionen in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro eine vollständige Übernahme des italienischen Staatsunternehmens anstreben. Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung betrifft die Abgabe von Start- und Landerechten an andere Airlines, eine Auflage der EU-Kommission zur Sicherstellung des Wettbewerbs. Obwohl es Berichten zufolge in den letzten Verhandlungen Unstimmigkeiten über den Kaufpreis gab, bestätigte das Finanzministerium, dass die Bedingungen gegenüber der ursprünglichen Vereinbarung unverändert blieben. Lufthansa hat sich bislang nicht dazu geäußert. Der ITA-Vorgänger Alitalia wurde 2020 aufgelöst und durch die staatlich kontrollierte ITA Airways ersetzt, die weiterhin mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hat.

weiterlesen »