2024

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2024

29. Feber 1964: Bristol 175 Britannia 312 krachte in den Glungezer

Am 29. Februar 1964 ist es zum bislang schwersten Luftfahrtunglück, das sich auf österreichischem Boden ereignet hat, gekommen. Eine Bristol 175 Britannia Series 312, in der sich 75 Passagiere und acht Crewmitglieder befanden, ist knapp unterhalb des Gipfels gegen den Glungezer gekracht und zerschellt. Alle Personen sind ums Leben gekommen. Unter der Flugnummer 802/6 befand sich die G-AOVO, betrieben von British Eagle International Airlines, auf dem Weg von London-Heathrow nach Innsbruck. Dort angekommen ist die Bristol 175 Britannia Series 312 aber nie. Der Tiroler Flughafen sollte im so genannten Sichtflugverfahren angesteuert werden, denn heute übliche moderne Technik gab es am damals noch „Flugplatz“ genannten Airport gar nicht. Die Sicht soll zum Zeitpunkt des Unfalls sehr schlecht gewesen sein. Die Unfallermittlungen haben ergeben, dass es sich um einen Pilotenfehler gehandelt haben dürften. Diese hätten das Flugzeug für die gegebenen Wetterbedingungen zu tief geflogen. Die empfohlene Mindestflughöhe wurde unterschritten. Es wird angenommen, dass man sich bei den Bergen geirrt habe und so dann auf etwa 2.600 Metern in den Glungezer gekracht ist. Im damaligen Bericht wird auch angemerkt, dass sich die Flugzeugführer unter Druck gefühlt haben könnten. Trotz der schlechten Wetterbedingungen und der damals äußerst spärlichen und schon damals als mangelhaft geltenden Ausrüstung des Innsbrucker Flughafens, wurden andere Flüge planmäßig durchgeführt. Vermutlich wollte man Ärger mit der Airline vermeiden und trotz schlechter Sicht und möglicherweise auch falsch eingeschätzter Orientierung in Innsbruck landen. Das war eine fatale Fehlentscheidung, die 75 Passagieren und acht Crewmitgliedern das Leben gekostet hat. Die U.S.-Air Force führte dann

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Zu teuer: Ryanair fliegt temporär nicht von/nach Tel Aviv

Die Ryanair Group hat sämtliche Flüge von/nach Tel Aviv neuerlich eingestellt. Diesmal geht es aber nicht um die Sicherheitslage, sondern ums Geld. Das Terminal 1, das hauptsächlich von Billigfluggesellschaften genutzt wird, wurde temporär vom Netz genommen. Im Terminal 3 fallen höhere Kosten an und diese will das Unternehmen nicht bezahlen. Wie berichtet: Im März und April 2024 wird Ryanair nicht von/nach Tel Aviv fliegen. Eddie Wilson, Geschäftsführer der Ryanair DAC, dazu: „Wir haben hart mit der israelischen Regierung und dem internationalen Flughafen Ben Gurion zusammengearbeitet, um die günstigen Ryanair-Flüge von und nach Tel Aviv am 1. Februar wieder aufzunehmen. Wir waren sehr enttäuscht über die Weigerung des internationalen Flughafens Ben Gurion, das Low-Cost-Terminal 1, in dem Ryanair normalerweise operiert, wieder zu öffnen. Wir haben nichts dagegen, wenn der Flughafen uns zwingt, Ryanair-Flüge aufgrund des starken Rückgangs des Verkehrs nach/von Tel Aviv vorübergehend über Terminal 3 abzuwickeln, aber dies sollte zu den vereinbarten Preisen von Terminal 1 und nicht zu denen von Terminal 3 geschehen. Ryanair möchte den internationalen Flughafen Ben Gurion und die Wiederbelebung des Flugverkehrs von/nach Israel unterstützen, aber wir können dies nicht tun oder von unseren Fluggästen verlangen, höhere Flugpreise zu zahlen, während der internationale Flughafen Ben Gurion das kostengünstige Terminal 1 geschlossen hält und unsere Flüge in das teure Terminal 3 verlegt und Gebühren verlangt, die von Ryanair nie vereinbart wurden. Wir fordern den internationalen Flughafen Ben Gurion erneut auf, einen Termin für die Wiedereröffnung des kostengünstigeren Terminals 1 zu bestätigen, damit Ryanair den Verkauf von Niedrigpreisflügen

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Zwei Druckabfälle binnen 48 Stunden: Air Asia Indonesia musste A320 grounden

Gleich zweimal binnen 48 Stunden musste der von Air Asia Indonesia betriebene Airbus A320 mit der Registrierung PK-AZL aufgrund von Problemen mit dem Kabinendruck Notlandungen absolvieren. Erst nach dem zweiten Vorfall hat sich der Carrier dazu entschlossen die betroffene Maschine temporär am Boden zu lassen und gründlich nach der Ursache zu suchen. Am 7. Feber 2024 flog die Maschine unter der Flugnummer QZ154 von Medan nach Bangkok (Don Mueang). Im Bereich des Golfs von Thailand ist ein Druckverlust aufgetreten. Die Piloten führten einen sofortigen Notabstieg auf eine Flughöhe von 10.000 Fuß durch. Formell wurde dann eine Notlandung auf dem Flughafen Don Mueang angefordert und erfolgreich absolviert. Bereits am 8. Feber 2024 war der Mittelstreckenjet wieder im Liniendienst und auf Flug QZ810, der von Jakarta nach Denpasar führen sollte, wiederholte sich das Szenario. Auf der Höhe von Surabaya kam es erneut zum Verlust des Kabinendrucks. Die Maschine führte neuerlich einen Notabstieg auf 10.000 Fuß durch und landete dann 45 Minuten später am Zielflughafen, wobei auch diesmal formell eine Notlandung angefordert wurde. Erst danach hat sich Air Asia Indonesia dazu entschlossen den Mittelstreckenjet temporär außer Dienst zu stellen. Der Mittelstreckenjet befindet sich seither in Denpasar und wurde bislang nicht in den Flugbetrieb zurückgebracht. Die genauen Gründe warum die Reparatur noch nicht abgeschlossen ist, wollte Air Asia nicht kommentieren. Jedenfalls läuft auch ein Ermittlungsverfahren, das die indonesische Zivilluftfahrtbehörde eröffnet hat. Diese stufte den zweiten Vorfall als „schweren Zwischenfall“ ein. Warum der erste Druckabfall niedriger bewertet wurde, beantwortete das Amt auf Anfrage nicht.

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Emirates startklar für die ITB 2024

Auch in diesem Jahr wird Golfcarrier Emirates wieder mit einem Stand auf der ITB Berlin präsent sein. Die Messe geht Anfang März 2024 über die Bühne und richtet sich rein an Fachbesucher. Am Stand von Emirates haben Besucher die Möglichkeit, neue innovative Produkte und Fan-Highlights der Fluggesellschaft zu erleben, darunter der beliebte Emirates Premium Economy-Sitz, der in Deutschland erstmals präsentiert wird. Seit er auf dem ATM 2022 vorgestellt wurde, hat das Premium-Economy-Produkt von Emirates mehrere Auszeichnungen erhalten und ist auf 27 A380-Flugzeugen verfügbar, die 15 Ziele anfliegen, darunter New York JFK, Los Angeles, San Francisco, Houston, London Heathrow, Sydney, Auckland, Christchurch, Melbourne, Singapur, Tokio, Mumbai, Bangalore, Sao Paulo und Dubai. Eine weitere Premiere auf der ITB feiert die ikonische, vollständig geschlossene First-Class-Privatsuite auf der Boeing 777-300ER-Gamechanger-Flotte von Emirates. Besucher können vor Ort den Business-Class-Sitz der Boeing 777 von Emirates, die neueste Generation der A380 Onboard Lounge und des First Class Shower Spa sowie ihre großzügig dimensionierten Economy-Class-Sitze erleben.

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BA-B-Q: British Airways legt eigene Barbecue-Sauce auf

Anlässlich des 10-jährigen Bestands der Nonstopverbindung London (Heathrow)-Austin legt British Airways eine eigens kreierte Barbecue-Sauce auf. Diese stammt von einem renommierten Restaurant aus der texanischen Hauptstadt. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass die Passagiere der Business-Class ab 3. März 2024 (Jubiläumstag) je eine Flasche überreicht bekommen sollen. Derzeit ist vorgesehen, dass die Sauce nur im März 2024 auf der Austin-Route ausgegeben werden soll. Eigenen Angaben nach soll es sich um eine limitierte Auflage handeln. Die „BA-B-Q-Sauce“ wurde im Auftrag von British Airways von Frankies Barbecue Restaurant, das sich in der Downtown von Texas befindet, kreiert. An Bord der Flüge von Austin nach Heathrow werden in der Business-Class auch passende BBQ-Menüs angeboten. „Das Menü wird den reichhaltigen und schmackhaften Geschmack der Barbecue-Tradition von Austin präsentieren und den Kunden einen kulinarischen Genuss bieten, der eine Hommage an die berühmte Barbecue-Kultur der Stadt darstellt und die Essenz dieser pulsierenden Stadt in die Lüfte bringt“, so British Airways. „Wir freuen uns, ein Jahrzehnt der Verbindung zwischen Austin und London zu feiern“, so Calum Laming, Chief Customer Officer von British Airways. „Bei British Airways sind wir bestrebt, unseren Kunden ein außergewöhnliches und originelles Erlebnis zu bieten, und wir sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, dies zu erreichen. Die Aromen von Austin mit diesem speziellen Menü in die Lüfte zu bringen, ist für uns eine Möglichkeit, diese bemerkenswerte Stadt zu feiern und uns für die Unterstützung zu bedanken, die wir in den letzten 10 Jahren erhalten haben. Und wir können es kaum erwarten, dass unsere

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Lufthansa startet Flugbegleiter-Lehrgang Nummer 2.000

Flugbegleiter sind in der Luftfahrt nicht nur für das Servieren von Speisen und Getränken zuständig, sondern übernehmen wichtige sicherheitsrelevante Aufgaben. Auch für den Ernstfall werden diese umfangreich geschult. Lufthansa hat bekanntgegeben, dass kürzlich der Lehrgang Nummer 2.000 gestartet wurde. Die Schulung dieses Jubiläums-Lehrgangs findet im Trainingszentrum von Lufthansa Aviation Training am Frankfurter Flughafen statt. Astrid Neben, Chief Human Resources Officer Lufthansa Airlines, sagt: „Flugbegleiterin oder Flugbegleiter bei Lufthansa Airlines – das ist eine immens wichtige Rolle, sowohl für das Wohl als auch für die Sicherheit unserer Gäste an Bord. Mit der Verdoppelung der Grundlehrgänge gehen wir einen wichtigen Schritt, um der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern gerecht zu werden. Wir sind stolz darauf, dass wir in diesem Jahr die Teilnehmenden des 2000. Grundlehrgangs in Frankfurt begrüßen dürfen und wünschen ihnen allen viel Erfolg auf ihrem Weg zur Flugbegleiterin oder zum Flugbegleiter.“

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Lufthansa Cityline: UFO ruft zur Streik-Urabstimmung auf

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO ruft ihre für Lufthansa Cityline fliegenden Mitglieder zur Urabstimmung über mögliche Streiks auf. Ein Ergebnis soll voraussichtlich am 6. März 2024 feststehen. „Die Geschäftsführung hatte mit mehrmaliger Fristverlängerung die Chance uns etwas vorzulegen, über das man hätte verhandeln können. CityLine zeigte aber keinen ernsthaften Willen überhaupt auf unsere Forderungen einzugehen und in Vergütungsverhandlungen einzusteigen. Das Angebot blieb weit hinter unseren Forderungen zurück. Der Arbeitgeber ließ uns keine andere Wahl als unsere Mitglieder bei Lufthansa CityLine aufzurufen, nun über Streiks abzustimmen“, führt Rachid Madmar, Rechtsanwalt und UFO-Verhandlungsführer bei Lufthansa CityLine, aus.

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Neuer AUA-KV: Acht Verhandlungsrunden ohne Ergebnis

Schon seit einiger Zeit ist die Stimmung zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Management von Austrian Airlines angespannt. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat drängen auf einen neuen Kollektivvertrag, der insbesondere eine deutliche Anhebung der Gehälter beinhalten soll. Eine österreichische Eigenheit spielt in den Verhandlungen auch eine Rolle: Austrian Airlines darf selbst keine Kollektivverträge abschließen. Dies ist der Standesvertretung, also der Wirtschaftskammer, vorbehalten. Daher sitzen WKO- und ÖGB-Funktionäre am Verhandlungstisch. Rein theoretisch könnte auch ein Abschluss ganz ohne Einbindung des AUA-Managements gemacht werden, jedoch vertritt in der Praxis die Wirtschaftskammer die Interessen seines Mitglieds Austrian Airlines. In Österreich gibt es in fast allen Wirtschaftszweigen so genannte Branchen-Kollektivverträge. Die Gewerkschaft und die jeweilige Standesvertretung handeln diese aus, vereinbaren diese und dann gilt der „KV“ dann beispielsweise für alle Bäcker, Friseure, Metallbaubetriebe und so weiter. In der Luftfahrt gibt es aus historischen Gründen keinen solchen branchenweit gültigen Kollektivvertrag. Dies wird seitens der ÖGB-Teilgewerkschaft Vida seit vielen Jahren heftig kritisiert. Immer wieder fordern die Arbeitnehmervertreter den Abschluss eines solchen Vertragswerks, jedoch erteilt die Wirtschaftskammer, die am aktuellen Stand der Dinge festhalten will, stets eine Absage. Es gibt keinen Branchen-KV in der österreichischen Luffahrt Doch warum gibt es in der Luftfahrt eigentlich keinen Branchen-KV? Historisch gesehen liegt es daran, dass zum Zeitpunkt der „Erfindung“ der branchenweit gültigen Kollektivverträge Austrian Airlines die einzige österreichische Fluggesellschaft war. Somit bestand schlichtweg kein Bedarf, da es ohnehin nur das damalige Staatsunternehmen, das im Bundesbudget als eine Art „fliegende ÖBB“ behandelt wurde. Erst später wurden beispielsweise Montana Austria, Lauda Air, Tyrolean

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Malta hatte so viele Touristen wie noch nie

Für Malta war das Jahr 2023 aus touristischer Sicht äußerst erfolgreich, denn man konnte nicht nur das Vorkrisenaufkommen erreichen, sondern den Höchstwert aus dem Jahr 2019 deutlich übertreffen. Im Jahr 2023 hatte Malta offiziellen Angaben nach weit über drei Millionen Touristen. Damit konnte man die Rekordmarke, die im Jahr 2019 aufgestellt wurde, um acht Prozent übertreffen. Das Tourismusministerium zeigt sich auch darüber erfreut, dass die Anzahl der Übernachtungen das Vorkrisenaufkommen um 5,6 Prozent übertroffen hat und bei 20 Millionen Nächtigungen lag.

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