Februar 11, 2025

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Februar 11, 2025

Führungswechsel bei Southwest Airlines: Vorstandsumstrukturierung abgeschlossen

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines steht vor einem weiteren bedeutenden Schritt in ihrer laufenden Restrukturierung. Im April 2025 werden zwei weitere Mitglieder des Verwaltungsrates, Elaine Mendoza und Eduardo F. Conrado, ihre Posten räumen. Damit setzt sich der tiefgreifende Wandel fort, der im vergangenen Jahr mit der Intervention des aktivistischen Hedgefonds Elliott Investment Management begann. Die bevorstehenden Rücktritte von Mendoza und Conrado markieren das letzte Kapitel eines umfassenden Führungswechsels bei Southwest Airlines. Die Fluggesellschaft hatte in den letzten Jahren zunehmende Kritik an ihrer Unternehmensführung erhalten, insbesondere nach operativen Schwierigkeiten und einer wachsenden Konkurrenz im hart umkämpften Billigflugsegment. Im Jahr 2024 erwarb Elliott Investment Management eine Beteiligung von 1,9 Milliarden US-Dollar an Southwest und forderte tiefgreifende Änderungen in der Unternehmensstruktur. Im Zuge einer Einigung mit dem Hedgefonds wurde beschlossen, die Anzahl der Vorstandsmitglieder von 15 auf 13 zu reduzieren. Elliott erhielt das Recht, fünf neue Direktoren zu ernennen, was seine Kontrolle über die Unternehmensführung stärkte. Die nun angekündigten Rücktritte stehen im Einklang mit dieser Neuausrichtung. Laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erfolgten die Rücktritte jedoch nicht aufgrund von internen Konflikten oder Meinungsverschiedenheiten. Wer sind die scheidenden Vorstandsmitglieder? Eduardo F. Conrado ist eine angesehene Führungspersönlichkeit im Gesundheits- und Technologiesektor. Der ehemalige Manager von Motorola Solutions ist derzeit Präsident von Ascension, einer der größten gemeinnützigen Gesundheitsorganisationen der USA. Elaine Mendoza hingegen ist Gründerin und CEO von Conceptual Mindworks, einem Unternehmen für medizinische Informatik und Softwareentwicklung. Beide traten dem Vorstand erst im Jahr 2023 bei und gehörten zu den ersten Neubesetzungen unter dem aktuellen

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FAA senkt Anfluggrenze am Ronald Reagan Airport nach Kollision

Nach einer Midair-Kollision über dem Potomac River hat die US-Luftfahrtbehörde FAA entschieden, den Anflugverkehr am Ronald Reagan Airport in Washington zu entzerren. Dies wurde notwendig, um die Arbeitsbelastung des Towerpersonals zu verringern, das aufgrund der Bergungsarbeiten der Kollision vor Ort besonders gefordert ist. Die FAA reduzierte die maximale Zahl der Landungen pro Stunde von 28 auf 26, um den reibungslosen Ablauf des Flugverkehrs zu gewährleisten. Die Kollision ereignete sich zwischen einer CRJ700 und einem UH-60 Hubschrauber, was die Situation weiter verschärfte. Das Towerpersonal muss nun nicht nur den regulären Flugverkehr koordinieren, sondern auch die Bergungsarbeiten im direkten Umfeld des Flughafens überwachen. Aufgrund dieser erhöhten Belastung sind mit längeren Verspätungen zu rechnen. Laut der FAA könnte die durchschnittliche Verspätung von 40 Minuten auf etwa 50 Minuten steigen. Zusätzlich hatte die FAA bereits zuvor den Hubschrauberverkehr in der Nähe des Flughafens eingeschränkt, um die Sicherheit und Effizienz der Bergungsmaßnahmen sowie den regulären Flugbetrieb zu gewährleisten. Die FAA arbeitet weiter an Lösungen, um den Luftverkehr zu stabilisieren und die Auswirkungen der Kollision zu minimieren.

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Anhaltende Triebwerksprobleme zwingen Air New Zealand zu Flugstreichungen

Air New Zealand sieht sich weiterhin mit erheblichen betrieblichen Herausforderungen konfrontiert, die auf anhaltende Probleme mit den Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerken ihrer Boeing 787-9 Dreamliner-Flotte zurückzuführen sind. Diese Schwierigkeiten haben die Fluggesellschaft dazu veranlasst, mehrere internationale Routen auszusetzen und ihre Flottenstrategie zu überdenken. Erst kürzlich gab Air New Zealand bekannt, dass die saisonalen Nonstop-Flüge zwischen Auckland und Seoul, die planmäßig am 29. März 2025 enden sollten, nicht wie vorgesehen im Oktober 2025 wieder aufgenommen werden. Stattdessen werden Passagiere auf alternative Routen mit Zwischenstopps in asiatischen Städten wie Singapur, Taipeh oder Hongkong verwiesen, von wo aus Partnerfluggesellschaften Verbindungen nach Seoul anbieten. Jeremy O’Brien, Chief Commercial Officer von Air New Zealand, äußerte sein Bedauern über diese Entscheidung und betonte, dass die Überprüfung des Streckennetzes notwendig sei, um den Betrieb angesichts der aktuellen Triebwerksprobleme effizient zu gestalten. Bereits zuvor hatte die Fluggesellschaft die Wiederaufnahme der Nonstop-Verbindungen zwischen Auckland und Chicago O’Hare International Airport verschoben. Ursprünglich war geplant, diese Flüge im Oktober 2024 wieder aufzunehmen; nun wird eine Wiederaufnahme erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 angestrebt. Diese Verzögerung steht im Zusammenhang mit der erwarteten Lieferung neuer Boeing 787-Flugzeuge, die mit GE GEnx-1B-Triebwerken ausgestattet sein werden, da man sich entschieden hat, von Rolls-Royce zu General Electric zu wechseln. Finanzielle Auswirkungen und Flottenmanagement Die technischen Probleme haben nicht nur betriebliche, sondern auch finanzielle Konsequenzen für Air New Zealand. Für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2025 prognostiziert die Fluggesellschaft einen Rückgang des Vorsteuergewinns auf 120 bis 160 Millionen NZ-Dollar, verglichen mit 185 Millionen NZ-Dollar im Vorjahreszeitraum.

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Finnair kündigt Gespräche über mögliche Stellenstreichungen an

Die finnische Fluggesellschaft Finnair wird am 12. Februar 2025 Gespräche mit ihren Pilotinnen und Piloten aufnehmen, um über mögliche Stellenstreichungen oder vorübergehende Freistellungen zu verhandeln. Hintergrund dieser Maßnahme ist der andauernde Arbeitskampf, der Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Partnerfluggesellschaften haben könnte. Betroffen sind voraussichtlich bis zu 90 Pilotinnen und Piloten. Besonders problematisch ist die mögliche Auflösung eines Wet-Lease-Vertrags mit der Partnergesellschaft Qantas, bei dem zwei Airbus A330 auf internationalen Strecken zwischen Sydney, Bangkok und Singapur mit Finnair-Besatzung eingesetzt werden. Die A330-Maschinen, die aufgrund ihrer begrenzten Reichweite für Finnairs Asien-Netzwerk kaum mehr einsetzbar sind – vor allem aufgrund der Schließung des russischen Luftraums – haben das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Aus diesem Grund erwägt Finnair, einige Stellen im Cockpit zu streichen. Ein weiterer Punkt in den laufenden Tarifverhandlungen betrifft die geplante Aufnahme von Stand-by-Diensten als festen Bestandteil in den Arbeitsverträgen. Die Gewerkschaft der finnischen Transportpiloten (SLL) lehnt diese Regelung ab und fordert stattdessen eine freiwillige Lösung. Seit über fünf Monaten laufen bereits die Tarifverhandlungen ohne Einigung. Finnair sieht sich aufgrund des anhaltenden Konflikts gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um den stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten und mögliche Störungen zu vermeiden. Das Unternehmen reagiert damit auf die Herausforderungen, die sich aus der aktuellen Situation ergeben.

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Das Ende eines goldenen Tickets: Wie American Airlines seine lebenslangen AAirpässe rückgängig machte

Eine Flugreise ohne Begrenzung, immer in der ersten Klasse und lebenslang: Was für viele wie ein Traum klingt, wurde für eine kleine Gruppe von Passagieren in den 1980er Jahren zur Realität. American Airlines bot damals den sogenannten AAirpass an, der für eine einmalige Zahlung von 250.000 US-Dollar unbegrenzte Flüge in der ersten Klasse versprach. Doch was als kreative Finanzspritze für eine angeschlagene Fluggesellschaft begann, entwickelte sich für American Airlines zu einem teuren Fehler. Vor allem zwei Vielflieger, Steven Rothstein und Jacques E. Vroom Jr., nutzten das Angebot in einem Ausmaß, das sich die Airline so nicht vorgestellt hatte. Nach Jahrzehnten des ungehinderten Reisens wurde ihnen die Nutzung des AAirpasses entzogen, begleitet von einem juristischen Tauziehen, das Jahre andauerte. Ein riskantes Angebot in finanziellen Krisenzeiten Anfang der 1980er Jahre stand American Airlines unter massivem finanziellen Druck. Die Deregulierung der US-amerikanischen Luftfahrtindustrie hatte den Wettbewerb verschärft, steigende Treibstoffpreise und veraltete Flugzeugmodelle setzten dem Unternehmen weiter zu. Um frisches Kapital zu generieren, entschied sich die Airline für ein bis dahin beispielloses Angebot: den unbegrenzten AAirpass für 250.000 US-Dollar. In den folgenden Jahren kauften insgesamt 66 Personen diesen „goldenen Flugschein“. Einer von ihnen war der Chicagoer Investmentbanker Steven Rothstein, der das Ticket 1987 erwarb. Zwei Jahre später zahlte er weitere 150.000 US-Dollar für eine zusätzliche Begleitkarte, die es ihm erlaubte, eine weitere Person in der ersten Klasse mitzunehmen. Rothstein nutzte seinen Pass in einem außergewöhnlichen Umfang: Er flog über zwei Jahrzehnte hinweg mehr als 10.000 Mal, bereiste weltweit Ziele wie London, Tokio oder Sydney

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British Airways überarbeitet Änderungen an Treueprogramm nach Kritik

British Airways hat auf die breite Kritik an seinem geplanten, ausgabenbasierten Modell für das Vielfliegerprogramm reagiert und angekündigt, einige Änderungen rückgängig zu machen. Ursprünglich sollte das neue System, das die Vergabe von Vielfliegerstatus an Ausgaben statt an zurückgelegte Strecken knüpfen wollte, die Bedingungen für die Erlangung des Top-Status erschweren. Dies führte zu Unmut unter den Vielfliegern, da viele Reisende Schwierigkeiten hatten, den angestrebten Status zu erreichen. Im Zuge der Anpassungen, die am 1. April 2025 in Kraft treten sollen, wird auch der Name des bisherigen „Executive Club“ in „The Club“ geändert. Nach der Kritik an den neuen Regelungen hat British Airways jedoch beschlossen, ein Element des früheren Systems wieder einzuführen. Künftig wird die Anzahl der zurückgelegten Flüge erneut eine Rolle bei der Vergabe des Bronze- oder Silber-Status spielen. Reisende können sich demnach weiterhin für diese Statuslevel qualifizieren, indem sie eine bestimmte Anzahl von Flügen absolvieren, anstatt ausschließlich auf ihre Ausgaben angewiesen zu sein. Diese Entscheidung stellt eine Reaktion auf die Beschwerden der Kunden dar, die das ausgabenbasierte Modell als zu restriktiv empfanden. British Airways reagierte auf die Bedenken und passt nun seine Strategie an, um den Bedürfnissen seiner loyalen Kundschaft gerecht zu werden.

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