
Sommer 2025: Air Baltic setzt erneut auf Carpatair-Jets
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic greift im kommenden Sommerflugplan auf eine ungewöhnliche Maßnahme zurück, um ihre Kapazitäten zu erhöhen. Der Hauptgrund für die Wetlease-Vereinbarung sind die Engpässe rund um die Pratt & Whitney-Triebwerke. Carpatair wird mit drei Maschinen aushelfen. Diese Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Air Baltic derzeit zu kämpfen hat, und zeigt, wie sie versucht, diesen Herausforderungen zu begegnen. Wie das Branchenportal „CH-Aviation“ berichtet, handelt es sich bei den geleasten Flugzeugen um einen Airbus A320 sowie zwei A319. Der A320 soll auf elf Strecken eingesetzt werden, darunter wichtige Destinationen wie Düsseldorf, Frankfurt, München und Wien. Die beiden A319 werden laut „Aeroroutes“ auf insgesamt 17 Routen eingesetzt, darunter auch Verbindungen nach Berlin und München. Es ist nicht das erste Mal, dass Air Baltic auf die Dienste von Carpatair zurückgreift. Bereits bis Oktober des vergangenen Jahres least die Airline die beiden A319 von der rumänischen Gesellschaft. Gründe für den Flugzeugmangel Der Hauptgrund für den Flugzeugmangel bei Air Baltic liegt in der verstärkten Nutzung von Wet-Lease-Vereinbarungen mit der Lufthansa Group. Laut Air-Baltic-CEO Martin Gauss ist dies deutlich lukrativer, als die eigenen Airbus A220 auf neuen oder saisonalen Verbindungen im eigenen Netz einzusetzen. Durch die Vermietung der A220 an die Lufthansa kann Air Baltic offenbar höhere Gewinne erzielen, als wenn sie die Flugzeuge selbst betreiben würde. Ein weiterer Faktor, der zu Engpässen in der Flotte führt, sind anhaltende Triebwerksprobleme bei den A220-Maschinen. Diese Probleme haben bereits dazu geführt, dass Air Baltic ihren Sommerflugplan anpassen und Flüge streichen musste. Die




