März 19, 2025

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März 19, 2025

Rhätische Bahn bietet 2025 wieder den Bernina Wein Express an

Auch im Jahr 2025 führt die Rhätische Bahn (RhB) den beliebten Bernina Wein Express durch. Zwischen dem 20. Mai und dem 24. Oktober können Reisende von Dienstag bis Freitag eine Kombination aus Zugfahrt über die Alpen und exklusiven Weinerlebnissen im italienischen Veltlin genießen. Die Reise verbindet die Panoramastrecke des Bernina Express mit einer Führung durch das historische Weingut „La Gatta“ bei Tirano. Die Fahrt beginnt am Morgen in St. Moritz mit dem Bernina Express (BEX 971) und führt über die UNESCO-Welterbestrecke nach Tirano. Dort erwartet die Teilnehmer eine Besichtigung des Weinguts „La Gatta“, das in einem ehemaligen Kloster aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist. Nach einem Rundgang durch die Weinberge und den historischen Weinkeller folgt ein Apéro sowie ein Mittagessen mit typischen Rotweinen der Region. Am Nachmittag erfolgt die Rückreise nach St. Moritz mit dem Bernina Express (BEX 976). Sollte dieser ausgebucht sein, können Fahrgäste alternativ mit einem Regionalzug nach Tirano reisen. Die Panoramastrecke gilt als eine der spektakulärsten Bahnstrecken Europas und führt über Viadukte, durch Kehrtunnel und vorbei an Gletschern. Der Bernina Wein Express bietet eine Verbindung aus alpiner Landschaft und regionaler Weinkultur und richtet sich an Liebhaber gehobener Genusserlebnisse. Die Rhätische Bahn setzt damit ihre Tradition fort, besondere Themenfahrten anzubieten, die Tourismus und Kulinarik miteinander verbinden.

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Kanada prüft Alternativen zum F-35-Kampfjet – Neubewertung der Verteidigungsstrategie

Kanada erwägt derzeit, seine Entscheidung zum Kauf von 88 F-35-Kampfjets von Lockheed Martin zu überdenken. Diese Entwicklung folgt auf diplomatische Spannungen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten unter der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Verteidigungsminister Bill Blair gab am 14. März 2025 bekannt, daß sein Ministerium aktiv nach Alternativen sucht, die möglicherweise in Kanada montiert werden könnten. Im Jahr 2022 hatte Kanada beschlossen, 88 F-35-Kampfjets für rund 19 Milliarden kanadische Dollar (ca. 14,15 Milliarden Franken) zu erwerben, um die veralteten F/A-18-Flugzeuge zu ersetzen. Dieser Entscheid folgte auf ein Auswahlverfahren, bei dem europäische Konkurrenten wie der Eurofighter Typhoon und die Dassault Rafale unterlagen. Die Entscheidung für die F-35 wurde damals als Zeichen für einen verstärkten Zusammenhalt mit den Bündnispartnern Norad (Nordamerikanische Luftverteidigung) und Nato gewertet. Die aktuellen Überlegungen, Alternativen zum F-35 zu prüfen, könnten erhebliche Auswirkungen auf die Modernisierungspläne der Royal Canadian Air Force (RCAF) haben. Der Verteidigungsminister betonte, daß die Möglichkeit, diese Flugzeuge in Kanada zu montieren, besonders attraktiv sei, da sie der heimischen Industrie zugutekommen könnte. Schwedens Rüstungsunternehmen Saab hatte zuvor versprochen, im Falle eines Zuschlags sein Modell JAS 39 Gripen in Kanada montieren und warten zu lassen. Obwohl Kanada bereits eine Anzahlung für die ersten 16 F-35A-Flugzeuge geleistet hat, deutet Blairs Aussage darauf hin, daß die RCAF möglicherweise nicht die vollständige Beschaffung von 88 Flugzeugen wie ursprünglich geplant fortsetzen wird. Dies könnte dazu führen, daß Kanada eine gemischte Flotte unterhält, die F-35s mit einem alternativen Flugzeug kombiniert. Kanadas Neubewertung folgt einem Muster der Skepsis unter Verbündeten hinsichtlich

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Sommerflugplan 2025: Vielfalt und Wachstum am Flughafen Stuttgart

Mit der Umstellung auf Sommerzeit am 30. März 2025 tritt am Stuttgarter Flughafen der neue Sommerflugplan in Kraft. 36 Fluggesellschaften bedienen 115 Ziele in 37 Ländern. Die beliebtesten Reiseländer bleiben die Türkei, Spanien und Griechenland. Insgesamt sind über 50.000 Flüge geplant, was einem Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Eurowings bleibt die größte Fluggesellschaft am Standort mit 77 Zielen. Neu im Programm sind Malta und Mostar. Italienische Städte wie Mailand, Neapel und Rom werden ebenfalls angeflogen. SunExpress erweitert sein Angebot mit neuen Verbindungen nach Bursa, Ordu-Giresun und Balikesir-Edremit. TUIfly bietet Flüge nach Hurghada, Djerba und zu den Kapverden an. Condor fliegt unter anderem nach Heraklion, Korfu und Kos. Wizz Air bedient Ziele in Osteuropa, darunter Budapest, Bukarest und Tirana. Neu im Flugplan sind Electra Airways mit Flügen nach Burgas und Varna sowie Fly One mit einer Verbindung nach Chisinau. Wichtige Umsteigehubs wie Amsterdam, Frankfurt und London sorgen für weltweite Anbindung.

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Aegean beauftragt Mondial Airline Services als Fracht-Vertriebsagent in Deutschland

Die griechische Fluggesellschaft Aegean hat Mondial Airline Services GmbH, eine Tochtergesellschaft der Global GSA Group, zum General Sales Agent (GSA) für ihre Frachtaktivitäten in Deutschland ernannt. Die am 19. Februar 2025 in Kraft getretene Vereinbarung umfasst den Vertrieb von Frachtkapazitäten auf 80 wöchentlichen Flügen von Deutschland nach Griechenland sowie zu weiteren internationalen Zielen. Aegean verbindet täglich mehrere deutsche Städte mit Athen (ATH) und Thessaloniki (SKG). Zusätzlich stehen über 80 weitere internationale Destinationen zur Verfügung, darunter wichtige Ziele wie Jerewan (EVN), Larnaka (LCA), Tiflis (TBS), Tel Aviv (TLV), Malta (MLA) und Tirana (TIA). Die Frachtkapazitäten umfassen allgemeine Güter, Ersatzteile und Maschinenkomponenten, die für verschiedene Industriezweige von Bedeutung sind. Während der Sommermonate soll die Anzahl der Flüge auf über 3.500 steigen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Mondial Airline Services GmbH übernimmt die Verantwortung für den Vertrieb und die Optimierung der Frachtkapazitäten von Aegean in Deutschland. Dabei setzt das Unternehmen auf die digitalen Werkzeuge und das globale Netzwerk der Global GSA Group, um Buchungsprozesse zu vereinfachen und die Auslastung zu maximieren. Echtzeit-Datenanalysen sollen die Transparenz erhöhen und die Effizienz der Frachtabwicklung verbessern. Zafer Aggunduz, Chief Commercial Officer der Global GSA Group, sieht in der Zusammenarbeit großes Potenzial für beide Partner. Ismail Durmaz, Vorsitzender der Global GSA Group, betonte die strategische Bedeutung der Vereinbarung und die Wachstumschancen durch die hohe Anzahl an Flügen während der Sommermonate. Für Aegean bedeutet die Partnerschaft eine Stärkung der Position im deutschen Markt und eine bessere Erreichbarkeit wichtiger Wirtschaftsregionen.

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Australische Airlines stemmen sich gegen Pflicht-Entschädigungen

Australiens führende Fluggesellschaften, darunter Qantas und Virgin Australia, lehnen die Einführung eines obligatorischen Entschädigungssystems für Passagiere bei Flugverspätungen und -annullierungen ab. In einer kürzlich abgehaltenen parlamentarischen Anhörung äußerten Vertreter beider Unternehmen Bedenken, daß solche Maßnahmen nicht zur Verbesserung der Servicequalität beitragen und stattdessen zu höheren Ticketpreisen führen könnten, da die zusätzlichen Kosten an die Passagiere weitergegeben würden. Am 17. März 2025 fand eine parlamentarische Anhörung zum sogenannten ‚Pay on Delay‘-Gesetz statt, das von der oppositionellen Liberal-Nationalen Koalition vorgeschlagen wurde. Hauptsponsor des Gesetzentwurfs ist Senatorin Bridget McKenzie von der National Party. Ziel des Gesetzes ist es, den Verbraucherschutz zu stärken und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, indem Fluggesellschaften verpflichtet werden, Passagieren bei Verspätungen oder Annullierungen von Flügen eine Entschädigung zu zahlen. Derzeit gibt es in Australien keine gesetzlichen Verpflichtungen für Fluggesellschaften, Passagiere in solchen Fällen zu entschädigen. Position der Fluggesellschaften Markus Svensson, Chief Executive Officer von Qantas Domestic, äußerte in der Anhörung die Befürchtung, daß ein obligatorisches Entschädigungssystem zu höheren Ticketpreisen führen könnte, da die Fluggesellschaften die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weitergeben würden. Er verwies auf Erfahrungen aus Europa, wo ähnliche Systeme zu Preissteigerungen geführt hätten. Svensson betonte, daß Qantas nicht unterstütze, ein auf Entschädigungen basierendes System einzuführen. Stephen Beckett, General Manager für Regierungs- und Industrieangelegenheiten bei Virgin Australia, unterstützte diese Ansicht. Er argumentierte, daß in Märkten mit obligatorischen Entschädigungssystemen keine Verbesserung der Servicequalität festgestellt worden sei. Beckett betonte, daß Virgin Australia bereits erhebliche Investitionen in den Kundenservice und die Bearbeitung von Beschwerden getätigt habe. Obwohl er das vorgeschlagene Gesetz

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Einigung im Rechtsstreit um Fernbus-Terminal Wien

Nach einem langwierigen Rechtsstreit haben die WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung GmbH und die Donau Busterminal Realisierungs GmbH einen gerichtlichen Vergleich erzielt. Die Einigung, die im Rahmen einer Mediation erzielt wurde, ebnet den Weg für die rasche Umsetzung des neuen internationalen Fernbus-Terminals in Wien. Die Details des Vergleichs bleiben vertraulich. Die Errichtung des zentralen Fernbus-Terminals Wien hat für die Stadt Wien und die Wien Holding höchste Priorität. Der Terminal soll neben dem Flughafen Wien und dem Hauptbahnhof Wien die dritte Säule im Personen-Fernverkehr darstellen. Die Betreibergesellschaft BGR Busterminal GmbH, bestehend aus den Firmen Blaguss, Gschwindl und Dr. Richard, wird den Betrieb des Terminals übernehmen. Beide Parteien bedanken sich für die konstruktive Herangehensweise, die zu dem Vergleich geführt hat. Die Einigung schafft Rechtssicherheit und ermöglicht es den Unternehmen, sich wieder auf ihre Entwicklungsaktivitäten zu konzentrieren. Die Projektgesellschaften von Dr. Ariel Muzicant, Dr. Markus Teufel und ihren Partnern werden weiterhin städtebauliche und immobilienwirtschaftliche Projekte in Wien realisieren.

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Das letzte Fokker 100-Flugzeug von Montenegro Airlines: Ein Verkauf mit unerwartetem Ausgang

Nach fast drei Jahren der Stille auf dem Flughafengelände von Podgorica hat das letzte verbliebene Flugzeug von Montenegro Airlines einen Käufer gefunden. Die ehemalige Fokker 100 der montenegrinischen Fluggesellschaft wurde im Rahmen des Insolvenzverfahrens von Montenegro Airlines zum Verkauf angeboten. Der Verkauf erfolgte über den Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft, der das Flugzeug im vergangenen Monat öffentlich anbot. In einer überraschenden Wendung wurde das Flugzeug für einen Preis von 57.000 Euro verkauft – weit über dem ursprünglich angesetzten Startpreis von 23.900 Euro. Der Käufer ist ein US-amerikanischer Geschäftsmann montenegrinischer Abstammung. Die Finalisierung des Verkaufs wird in den kommenden Wochen erwartet. Das Flugzeug, das seit der Insolvenz von Montenegro Airlines im Dezember 2020 am Flughafen Podgorica stillgelegt war, hat seitdem an Bedeutung verloren. Nachdem die Fluggesellschaft 2020 ihre operativen Tätigkeiten eingestellt hatte, waren alle Flotteinheiten der Fokker 100 geparkt und mit der Zeit entkernt worden. Die Maschinen wurden ohne Triebwerke und wesentliche Komponenten zurückgelassen, was ihre Nutzung als funktionstüchtige Flugzeuge unmöglich machte. Doch der Käufer, dessen Identität bislang nicht vollständig offengelegt wurde, plant, Teile des Flugzeugs zu einem ungewöhnlichen Zweck zu verwenden. Der Verkauf der Fokker 100 Der Verkauf des Flugzeugs markiert das endgültige Kapitel in der Geschichte von Montenegro Airlines, die nach Jahren wirtschaftlicher Schwierigkeiten und wiederholtem Verlustbetrieb schließlich in die Insolvenz ging. Montenegro Airlines hatte jahrzehntelang die Rolle des Nationalcarriers für das kleine Balkanland gespielt, aber die Folgen von Managementfehlern, finanziellen Problemen und dem allgemeinen Rückgang des Luftverkehrs in der Region führten zu ihrem Niedergang. Das Flugzeug, das nun verkauft wurde,

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80 Jahre TAP Air Portugal: Rückblick, Neuerungen und Ausblick

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air Portugal feiert im Jahr 2025 ihr 80-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung am 14. März 1945 durch Humberto Delgado hat sich die Airline von einer kleinen Fluggesellschaft mit zwei Flugzeugen zu einem der größten Exportunternehmen Portugals entwickelt. Im Jahr 2024 beförderte TAP mehr als 16 Millionen Passagiere und zählt heute mit einer Flotte von 99 Flugzeugen zu den bedeutendsten Luftfahrtgesellschaften Europas. Für den Sommer 2025 plant TAP mehr als 1.250 wöchentliche Flüge zu 84 Städten weltweit. Dazu gehören 10 Ziele in Nordamerika, 14 in Südamerika, 12 in Afrika, 6 in Portugal und 42 in anderen europäischen Ländern. Zu den neuesten Erweiterungen im Streckennetz gehören Verbindungen wie Lissabon–Los Angeles, Porto–Boston und Terceira–San Francisco. Zudem wird die Route nach Porto Alegre in Brasilien wieder aufgenommen. Anläßlich des Jubiläums präsentierte TAP auf der Tourismusmesse BTL in Lissabon ein neues Imagevideo, das die Airline als Symbol der portugiesischen Identität darstellt. Ein weiteres Highlight ist die Veröffentlichung des Buches „Voar É Preciso“ (auf Deutsch: „Fliegen ist eine Notwendigkeit“), das anhand von über 700 Fotografien die Geschichte der Fluggesellschaft dokumentiert. Das Werk beleuchtet die Entwicklung der TAP-Flotte und deren strategische Bedeutung für die Ausweitung des Flugnetzes. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten führt TAP auch die Neuauflage des Programms „Local Stars“ fort, bei dem sechs portugiesische Spitzenköche exklusive Menüs für die Business Class auf Langstreckenflügen kreieren. Zudem wurde das Treueprogramm „Miles&Go“ um die neue Kategorie „Status For Life“ erweitert. Kunden, die mehr als zwei oder drei Millionen Meilen gesammelt haben, erhalten damit einen lebenslangen

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Schwierige Landung bei Sturmwetter: Delta-Flug 4814 in La Guardia sorgt für Aufsehen

Am vergangenen Sonntag, als schwere Stürme die US-Ostküste heimsuchten, kam es zu einer brenzligen Situation auf dem New Yorker Flughafen La Guardia. Eine CRJ-900 von Endeavor Airlines, die im Auftrag von Delta Air Lines unterwegs war, hatte bei der Landung auf der Start- und Landebahn 22 größere Schwierigkeiten. Der Vorfall, bei dem es kurzzeitig zu einem Flügelkontakt mit dem Boden kam, wurde von der Crew schnell erkannt, die daraufhin die Landung abbrach und einen Neuanflug versuchte. Trotz dieser heiklen Phase setzte das Flugzeug schließlich sicher auf der Landebahn auf. Dieser Zwischenfall hat nicht nur Fragen zur Sicherheitslage am Flughafen aufgeworfen, sondern auch die allgemeine Problematik des Flugverkehrs unter extremen Wetterbedingungen verstärkt in den Fokus gerückt. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA warnte in den darauffolgenden Tagen vor weiterem Sturmwetter entlang der US-Atlantikküste, was eine verstärkte Aufmerksamkeit auf den Flugverkehr und die damit verbundenen Risiken erforderlich macht. Stürme an der US-Ostküste: Eine Herausforderung für die Luftfahrt Die US-Ostküste erlebt zurzeit eine Reihe von schweren Stürmen, die das tägliche Leben und den Flugverkehr beeinträchtigen. Im Zusammenhang mit dem Vorfall in La Guardia warnte die FAA vor den Schwierigkeiten, die sich durch das extreme Wetter für die Piloten ergeben. Stürme, starke Winde und unvorhersehbare Wettermuster erschweren das Navigieren und Landen von Flugzeugen. Besonders betroffen sind Flughäfen entlang der Atlantikküste, wo die Auswirkungen des Sturmwetters die Sicherheit des Flugverkehrs gefährden können. Die FAA gab in ihrer Warnung zu verstehen, dass diese Wetterbedingungen in den kommenden Tagen weiterhin eine Herausforderung für Piloten und Fluggesellschaften darstellen werden. Dabei werden

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Ryanair: Deutschland bleibt schwächster Luftverkehrsmarkt Europas

Deutschland bleibt nach Angaben von Ryanair der am langsamsten wachsende Luftverkehrsmarkt Europas. Laut dem am 18. März 2025 veröffentlichten Verkehrsupdate für Februar 2025 liegt das Passagieraufkommen in Deutschland bei lediglich 84 Prozent des Niveaus vor der Covid-Pandemie. Als Hauptursache sieht die Fluggesellschaft die hohen Zugangskosten, darunter staatliche Steuern, Flugsicherungs- und Flughafengebühren. Besonders betroffen seien die Flughäfen Berlin, Köln und Hamburg, an denen Ryanair bereits Kapazitätskürzungen für den Sommerflugplan 2025 vorgenommen hat. Im europäischen Vergleich fällt Deutschland deutlich zurück. Während Länder wie Polen (110 Prozent), Irland (107 Prozent) und Ungarn (106 Prozent) ihre Verkehrszahlen im Vergleich zu 2019 bereits übertroffen haben, bleibt Deutschland mit 84 Prozent Schlusslicht. Ryanair hebt hervor, daß in diesen Ländern keine Luftverkehrssteuer erhoben wird, während in Deutschland pro Passagier 15,53 Euro fällig sind. Zudem kritisiert die Fluggesellschaft die bürokratischen Hürden und Restriktionen, insbesondere das Nachtflugverbot am Flughafen Berlin Brandenburg (BER), das seit Jahresbeginn zu über 1.600 Flugstörungen geführt habe. Eddie Wilson, CEO von Ryanair, fordert die deutsche Bundesregierung auf, die hohen Steuern und Gebühren abzuschaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen zu verbessern. Laut Wilson verhindere die derzeitige Politik ein nachhaltiges Wachstum im Luftverkehr und benachteilige den Standort Deutschland gegenüber anderen EU-Staaten, die gezielt Maßnahmen zur Förderung des Flugverkehrs ergriffen hätten. Trotz der rückläufigen Entwicklung in Deutschland setzt Ryanair in anderen europäischen Ländern weiter auf Expansion. Dort hätten gesenkte Gebühren und der Verzicht auf Luftverkehrssteuern das Passagieraufkommen deutlich gesteigert. Wilson betonte, daß ohne politische Kursänderungen Deutschland seine Position als attraktiver Luftverkehrsstandort weiter verlieren werde.

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