Mai 19, 2025

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Mai 19, 2025

Gewerkschaft warnt vor Sparmaßnahmen bei Eisenbahnern

Die Gewerkschaft Vida bekräftigt, im Zuge der bevorstehenden Budgetkonsolidierung genau darauf zu achten, daß die Beschäftigten der Eisenbahn nicht unter Sparmaßnahmen leiden. Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft Vida, warnte vor Zuständen, wie sie in Deutschland im Bahnsektor zu beobachten seien. Neben einer soliden Finanzierung des Ausbaus und der Instandhaltung der Bahninfrastruktur gehe es vor allem um die Situation der Arbeitnehmer, denn kein Zug könne ohne Personal fahren. Tauchner unterstützte die Ankündigung der Bundesregierung und der ÖBB, daß bei den Beschäftigten keinesfalls gespart werden dürfe. Er betonte, daß die Eisenbahn eine innovative Zukunftsbranche sei, die auch in anderen Wirtschaftsbereichen wie der Industrie Wertschöpfung und Beschäftigung generiere. Dies dürfe trotz budgetärer Zwänge nicht gefährdet werden. Tauchner wies darauf hin, daß allein die ÖBB jährlich 4.000 bis 5.000 neue Mitarbeiter suche, um die anstehende Pensionierungswelle und die laufende Fluktuation zu bewältigen. Die hohe Anzahl von 4,5 Millionen Überstunden und 400.000 nicht konsumierten Resturlaubstagen zeige deutlich, daß dringend mehr qualifiziertes Personal eingestellt und ausgebildet werden müsse, um die notwendige Leistung in allen Bereichen aufrechtzuerhalten. Investitionen in gute und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Eisenbahnsektor seien unerläßlich, um den Fahrgästen einen stabilen Betrieb mit attraktiven Angeboten zu bieten und Anreize für mehr Güterverkehr auf der Schiene zu schaffen. Eine Verlagerung von Angeboten von der Schiene auf die Straße sei der falsche Weg, so Tauchner abschließend.

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Direkte Drahtleitung zwischen Pentagon und Washington National seit Jahren unterbrochen

Eine direkte Telefonverbindung zwischen dem Pentagon und der Flugsicherung am Ronald Reagan Washington National Airport (DCA) ist seit März 2022 außer Betrieb. Dies bestätigte ein Vertreter der Federal Aviation Administration (FAA) während einer Senatsanhörung am 14. Mai 2025. Senator Ted Cruz befragte Franklin McIntosh, den stellvertretenden Chief Operating Officer der FAA, zu diesem Sachverhalt und erfuhr, daß die sogenannte „Hotline“ bereits seit drei Jahren nicht funktionsfähig ist. Die Befragung zwischen Senator Cruz und McIntosh konzentrierte sich auf eine tragische Kollision in der Luft, die sich im Januar 2025 ereignete. Dabei stießen ein Bombardier CRJ700, das als American Airlines Flug 5342 unterwegs war, und ein militärischer Hubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 Black Hawk zusammen. Im Verlauf der Anhörung gab McIntosh an, daß die FAA erst durch einen weiteren Beinahe-Unfall am DCA am 1. Mai 2025 Kenntnis von der defekten Direktverbindung erlangte. An diesem Tag mußten Fluglotsen am DCA zwei Flugzeuge am Landen hindern, weil ein Hubschrauber der Armee in der Nähe des Pentagons unterwegs war. FAA drängt auf Reparatur „Wir nehmen die Sicherheitsverantwortung in der FAA äußerst ernst, und uns war nicht bekannt, daß [die Direktleitung] defekt war. Nachdem wir nun Kenntnis von diesem Vorfall erhalten haben, bestehen wir darauf, daß diese Leitung repariert wird, bevor wir die Operationen vom Pentagon aus wieder aufnehmen“, erklärte McIntosh während der Befragung durch Senator Cruz. Einen konkreten Termin für die Reparatur der Direktverbindung nannte McIntosh nicht, da die FAA auf eine Beschleunigung des Prozesses durch das US-Verteidigungsministerium (DoD) warte. Er fügte hinzu, daß die

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Air Baltic vermeldet Passagierrekord im ersten Quartal, Verluste sinken

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat im ersten Quartal 2025 trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds mit 1,3 Millionen Passagieren und 13.600 Flügen Rekordwerte erzielt. Dies gab die Airline im Rahmen einer Investorenkonferenz bekannt. Das erweiterte Streckennetz umfaßte 95 Routen, eine Steigerung von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Auslastung blieb mit 75,9 Prozent stabil. Obwohl Air Baltic einen Nettoverlust von 29,3 Millionen Euro verzeichnete, konnte dieser im Vergleich zum ersten Quartal 2024 (40,6 Millionen Euro Verlust) deutlich reduziert werden. Der Umsatz stieg leicht auf 132,7 Millionen Euro. Belastend wirkten sich jedoch höhere Finanzierungsaufwendungen, gestiegene Kosten für CO2-Emissionen und ein Anstieg der Betriebsausgaben aus. Interims-CEO Pauls Cālītis betonte, daß das erste Quartal saisonbedingt die schwächste Periode für Fluggesellschaften sei und die Ergebnisse ein anhaltendes Umsatzwachstum sowie einen stabilen operativen Betrieb widerspiegelten. Im Rahmen ihrer langfristigen Wachstumsstrategie hat Air Baltic bisher 50 Flugzeuge ihrer geplanten Flotte von 100 Maschinen erhalten. Die Fluggesellschaft plant, Riga als Luftverkehrsdrehkreuz weiter zu stärken und bereitet sich auf zukünftige Chancen vor, einschließlich eines möglichen Börsengangs. Air Baltic bedient rund 130 Strecken ab Riga, Tallinn, Vilnius, Tampere und saisonal auch Gran Canaria und bietet Anschluß an zahlreiche Ziele in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und der Kaukasusregion.

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Bange Minuten im spanischen Luftraum: Erster Offizier kollabiert – Kapitän kämpft um Cockpit-Zutritt

Ein beunruhigender Zwischenfall ereignete sich am 17. Februar 2024 an Bord eines Airbus A321 der Lufthansa auf dem Weg von Frankfurt nach Sevilla. Während einer kurzen Abwesenheit des Kapitäns erlitt der Erste Offizier einen medizinischen Notfall und kollabierte im Cockpit. Die anschließende Rückkehr des Kapitäns gestaltete sich unerwartet schwierig, da er trotz korrekter Eingabe des Zugangscodes zunächst nicht in den Kontrollraum gelangte. Der nun vorliegende Abschlussbericht der spanischen Flugunfallbehörde CIAIAC wirft ein Schlaglicht auf die kritischen Minuten über dem spanischen Luftraum. Routineflug und plötzlicher Notfall Der Lufthansa-Flug mit der Kennung 77X hatte mit 199 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord bereits den größten Teil der Strecke in Reiseflughöhe (FL350) zurückgelegt. Um 10:31:30 UTC verließ der Kapitän das Cockpit, um die Toilette aufzusuchen. Laut dem CIAIAC-Abschlussbericht wirkte der 38-jährige Erste Offizier zu diesem Zeitpunkt auf den Kapitän „fit und aufmerksam“. Doch nur wenige Augenblicke später, um 10:32:06 UTC, zeichnete der Stimmenrekorder Geräusche auf, die die Ermittler mit einem mutmaßlichen Kollaps des Ersten Offiziers in Verbindung bringen. Vergebliche Versuche, ins Cockpit zu gelangen Bei seiner Rückkehr zum Cockpit gab der Kapitän den regulären Türöffnungscode ein – jedoch ohne Erfolg. Vermutete er zunächst eine Fehleingabe, so scheiterten auch die darauffolgenden Versuche, ins Cockpit zu gelangen. Die Ermittler spekulieren, daß der Erste Offizier möglicherweise mit Flugaufgaben beschäftigt war und den Summer daher nicht betätigen konnte. Doch auch nach dem dritten, vierten und fünften Versuch blieb die Cockpittür verschlossen. Die Minuten vor der verschlossenen Tür müssen für den Kapitän bange gewesen sein. „Ab 10:39:27 UTC

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Letzter Schallschutztag am BER – Frist für Anträge läuft ab

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) hat am heutigen Donnerstag, dem 15. Mai 2025, den vorerst letzten ihrer seit 2016 jährlich veranstalteten Schallschutztage abgehalten. An dieser Veranstaltung nahmen Vertreter von Baufirmen, das Schallschutzteam der FBB sowie Experten für Fluglärm und Flugrouten teil. Insgesamt besuchten über 2.000 Interessierte die bisherigen Schallschutztage. Dieser letzte Termin fällt mit dem nahenden Ende der Frist für die Einreichung von Schallschutzanträgen zusammen. Hauseigentümer in der Region um den Flughafen BER können ihre Ansprüche auf Schallschutz nur noch bis zum 4. November 2025 geltend machen. An diesem Stichtag jähren sich die Inbetriebnahme des Flughafens zum fünften Mal. Bis zu diesem Datum müssen alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Für Anspruchsermittlungen, die bis spätestens 2022 versandt wurden, werden die Kosten für umgesetzte Schallschutzmaßnahmen nur noch bis Ende 2025 erstattet. Seit Beginn des Schallschutzprogramms im Jahr 2006 sind bei der FBB mehr als 22.700 Anträge auf Schallschutz eingegangen, von denen über 22.000 bearbeitet wurden. Rund 5.200 Haushalte haben bereits Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, während dies in etwa 8.100 Fällen noch aussteht. Weitere 7.600 Haushalte erhielten eine Entschädigung, da die Kosten für die Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes des Gebäudes betrugen. Neben den Schallschutztagen informiert die FBB regelmäßig im Rahmen der Reihe „Nachbarn im Dialog“ und bietet individuelle Beratungen sowie ein Schallschutztelefon an. Auch das Dialogforum Flughafen Berlin Brandenburg dient seit 2006 als Plattform für den Austausch zu Fluglärm und Schallschutz. Die rechtlichen Grundlagen für das Schallschutzprogramm bilden der Planfeststellungsbeschluß von 2004 und spätere Gerichtsurteile. Anspruch auf Schallschutz haben rund 26.500 Haushalte

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Lufthansa plant tiefgreifende Umstrukturierung des Konzerns zur Effizienzsteigerung

Der Lufthansa-Konzern arbeitet seit Monaten intensiv an einer Vereinfachung seiner komplexen Unternehmensstruktur, um die Effizienz zu steigern und besser auf die sich wandelnden Marktbedingungen reagieren zu können. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ sind die Vorbereitungen für das unter dem Projektnamen „Matrix Next Level“ laufende Vorhaben bereits weit fortgeschritten. Insiderkreise deuten an, daß der Konzernvorstand das Umbauprojekt noch im Mai auf den Weg bringen könnte. Ziel der neuen Organisation ist es, die Profitabilität des Gesamtkonzerns nachhaltig zu verbessern und eine angestrebte operative Gewinnmarge von acht Prozent im Airlinegeschäft zu erreichen, ein Ziel, das bislang primär die Tochtergesellschaft Swiss in Zürich erfüllt. Komplexe Struktur als Herausforderung Mit derzeit 14 Fluggesellschaften und – nach der Teilübernahme der ITA Airways in Rom – sechs Interkontinental-Drehkreuzen unterhält die Lufthansa Group ein weit verzweigtes und als komplex wahrgenommenes Betriebssystem. Großaktionär Klaus-Michael Kühne hatte die gegenwärtige Aufstellung des Konzerns wiederholt als ineffizient kritisiert und angemahnt, Lufthansa habe sich mit einer Vielzahl von „Nebenprodukten“ und einem unübersichtlichen Airlinegeflecht „total verzettelt“. Diese Kritik scheint nun im Konzern Gehör zu finden. Zentrale Steuerung und Synergieeffekte im Fokus Ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Umstrukturierung ist die stärkere Zentralisierung wichtiger Entscheidungsbefugnisse auf Konzernebene, insbesondere in Bezug auf die Netzplanung und die Umsatzsteuerung. Das Ressort von Lufthansa-Vorstand Dieter Vranckx leistet hierbei bedeutende Vorarbeit, da bei ihm die kommerzielle Steuerung der verschiedenen Drehkreuze zusammenläuft. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Flugbetrieben der Lufthansa Group zu intensivieren und Synergieeffekte besser zu nutzen. Dazu könnten auch Veränderungen in der Produktionsverteilung innerhalb des Systems gehören.

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Konsumentenschützer informieren über Rechte im Sommerurlaub

Angesichts der bevorstehenden Sommerreisezeit haben die für Konsumentenschutz zuständige Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz und Expertinnen des Vereins „pro Konsument“ auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über die Rechte von Urlaubern informiert. Im Fokus standen typische Fallstricke bei Buchungen von Reisen, Hotels und Flügen sowie die Möglichkeiten für Konsumenten, sich bei Problemen zur Wehr zu setzen. Rosenkranz betonte die ungebrochene Reiselust der Österreicher, wies aber gleichzeitig auf die Risiken hin, die insbesondere bei Online-Buchungen entstehen können. Die Konsumentenschützerinnen Mag. Isabella Mittelstrasser und Mag. Sandra Nowak von „pro Konsument“ gaben praktische Ratschläge, wie sich Reisende vor unerwarteten Kosten und mangelhaften Leistungen schützen können. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Online-Buchungen gelegt, bei denen es oft zu Preisfallen, undurchsichtigen Geschäftsbedingungen und fehlenden Ansprechpartnern im Problemfall kommen kann. Mittelstrasser riet Konsumenten, auf seriöse Anbieter zu achten, das Kleingedruckte sorgfältig zu lesen und auf versteckte Kosten zu achten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Landesrätin Rosenkranz unterstrich die Bedeutung verständlicher Informationen und kompetenter Beratung für Konsumenten in einer zunehmend komplexen Welt. Sie appellierte an die Bürger, die Angebote zur Konsumentenberatung zu nutzen und sich vor Vertragsabschlüssen umfassend zu informieren, damit der wohlverdiente Urlaub tatsächlich zur Erholung wird. Die Experten wiesen darauf hin, daß Reisende bei Mängeln oder Nichterfüllung von Leistungen Anspruch auf Nacherfüllung, Minderung des Reisepreises oder Schadenersatz haben können. Es sei ratsam, Mängel vor Ort zu dokumentieren und sich gegebenenfalls an den Reiseveranstalter oder die Konsumentenberatung zu wenden.

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