
Österreichs Tourismus unter Druck: Steigende Kosten schmälern Gewinne trotz guter Buchungslage
Trotz einer erfreulichen Buchungslage sehen sich Österreichs Tourismusbetriebe weiterhin mit steigenden Kosten und wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert. Dies geht aus dem aktuellen Tourismusbarometer 2025 von Deloitte Österreich und der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervor. Die allgemeine Stimmung in der Branche wird als zunehmend pessimistisch bewertet, da die steigende Nachfrage nicht automatisch zu höheren Gewinnen führt. Laut der Umfrage unter mehr als 200 Branchenvertretern bereiten vor allem die sinkende Ertragskraft und die allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten den Betrieben Sorgen. Obwohl viele Unternehmen in den vergangenen Wirtschaftsjahren ein Umsatzwachstum verzeichnen konnten, hat sich die Rentabilität für einen Großteil verschlechtert. Hauptgründe hierfür sind gestiegene Personal-, Energie- und Warenkosten sowie die hohe Abgabenlast. Insbesondere die Lohnerhöhungen der letzten Jahre konnten nicht vollständig an die Gäste weitergegeben werden. Die Aussichten für den kommenden Sommer werden daher eher verhalten eingeschätzt. Vier von zehn befragten Betrieben befürchten sogar eine weitere Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Sowohl Deloitte als auch die ÖHV betonen die Notwendigkeit von Effizienzsteigerungen und strategischer Preisgestaltung seitens der Unternehmen, fordern aber auch von der Politik Rahmenbedingungen, die der Kostenentwicklung entgegenwirken und bürokratische Hürden abbauen. Zudem bereiten die rückläufige Ertragskraft und die wirtschaftliche Unsicherheit den Betrieben bei geplanten Investitionen und der Kreditfinanzierung Schwierigkeiten.








