Juli 1, 2025

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Juli 1, 2025

Das Ende einer Ära: Frankreichs letzte KC-135 Stratotanker treten in den Ruhestand

Nach über sechzig Dienstjahren in den Reihen der französischen Luft- und Raumstreitkräfte endete am 30. Juni 2025 die Ära des Boeing KC-135 Tankflugzeuges. Auf dem Luftwaffenstützpunkte 125 in Istres-Le Tubé, unweit von Marseille gelegen, wird eine feierliche Zeremonie stattfinden, die den Abschied dieses Veteranen der Luftfahrt markieren soll. Unter Teilnahme der ikonischen Patrouille de France und einem Überfluge einer KC-135 wird dem Flugzeugtypen eine letzte Ehre erwiesen. Mit der Ausmusterung der letzten KC-135 wird auch die Luftbetankungsstaffel „4/31 Sologne“ der französischen Luft- und Raumstreitkräfte inaktiviert, was einen umfassenden Wandel in den Kapazitäten der französischen Luftmacht unterstreicht. Ein Rückblick auf sechs Jahrzehnte Dienst: Die KC-135 in Frankreichs Luftverteidigung Die Boeing KC-135 Stratotanker bildete seit dem Jahre 1964 das Rückgrat der französischen Luftbetankungskapazitäten. Ihre Rolle war von fundamentaler Bedeutung, insbesondere für die Unterstützung der strategischen Nuklearrolle der französischen Luftwaffe, der sogenannten „Force de frappe“. Diese Nuklearstreitmacht, ein Pfeiler der französischen Souveränität, war auf die Reichweitenverlängerung durch Luftbetankung angewiesen, um ihre strategischen Bomber, wie die einstmaligen Dassault Mirage IV, auf Langstreckenmissionen zu entsenden. Die KC-135 gewährleistete die notwendige Ausdauer dieser Flugzeuge, um ihr Abschreckungspotenzial voll entfalten zu können. Die KC-135 Stratotanker hat ihre Wurzeln im Boeing 367-80 Prototypen, welcher auch als Basis für das legendäre Passagierflugzeug Boeing 707 diente. Während die 707 die zivile Luftfahrt revolutionierte, wurde die KC-135 eigens für militärische Zwecke entwickelt und erstmals im Jahre 1957 an die Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika ausgeliefert. Aus dieser bewährten Flugzeugzelle entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche weitere militärische Varianten, darunter das

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Airpower24 als Vorbild für Großveranstaltungen: Bundesheer legt Bilanz vor

Das Österreichische Bundesheer hat den abschließenden Nachhaltigkeitsbericht zur Airpower24 vorgelegt. Demnach sollte die Großveranstaltung, wie bereits die Airpower22, erneut als Vorbild für die Planung und Umsetzung eines Großereignisses dienen. Für den Bericht wurden über 140.000 Dateneingaben für die Treibhausgasbilanz erfaßt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hatte dem Projektteam der Airpower24 bereits im Frühjahr 2023 den Auftrag erteilt, die Veranstaltung entsprechend zu planen. Die Ministerin erklärte, daß ein erweitertes Konzept für 2024 entwickelt wurde, dessen Ergebnisse nun im veröffentlichten Bericht dokumentirt sind. Ein wesentlicher Fokus lag dabei auf der Reduzierung interner Emissionen des Bundesheeres, die Bereiche wie Mitarbeitermobilität, Energieverbrauch und Verpflegung umfassen. Hier konnte eine Senkung um 41 Prozent im Vergleich zu 2022 erzielt werden, womit das Ziel einer jährlichen Einsparung von 15 Prozent (im Verhältnis zum Basisjahr 2019) deutlich übertroffen wurde. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse im Bereich der Auftragsvergabe: Nahezu 100 Prozent der Aufträge für Catering und Infrastruktur wurden an regionale Unternehmen vergeben. Dies förderte die lokale Wirtschaft und reduzierte gleichzeitig den Transportbedarf. Auch bei der Verpflegung gab es Änderungen: Das vermehrte Angebot fleischloser Speisen, auch schon in der Vorbereitung durch die lokale Truppenküche, verringerte die CO2-Bilanz in diesem Bereich um mehr als 50 Prozent. Die Stromversorgung erfolgte zu 100 Prozent mit zertifiziertem Ökostrom. Im Bereich der Mobilität eigener Mitarbeiter konnten gegenüber 2022 insgesamt 82 Prozent der Emissionen eingespart werden, etwa durch die Unterbringung der Soldaten nahe am Veranstaltungsgelände und den Einsatz von Großraumfahrzeugen. Der Nachhaltigkeitsbericht zur Airpower24 wurde zudem vom Umweltbundesamt unabhängig evalvirt. Das Umweltbundesamt bewertete die Qualität der Methodik

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Massiver Hagelsturm legt Betrieb am größten Flughafen der USA lahm

Ein gewaltiger Hagelsturm, der am Abend des 27. Juni 2025 über dem Hartsfield-Jackson International Airport (ATL) in Atlanta niederging, hat den Betrieb des verkehrsreichsten Flughafens der Vereinigten Staaten und des Hauptdrehkreuzes von Delta Air Lines erheblich beeinträchtigt. Infolge des Unwetters mußte die Fluggesellschaft mehr als einhundert ihrer Luftfahrzeuge zur eingehenden Inspektion zurückziehen. Obgleich diese Kontrollen, die die ganze Nacht über durchgeführt wurden, bereits am Morgen des 28. Juni 2025 abgeschlossen waren, waren die Auswirkungen der schweren Stürme im gesamten Netzwerk von Delta Air Lines spürbar und führten zu weitreichenden Annullierungen und Verzögerungen. Das Chaos am Drehkreuz: Ein Sturm von seltener Intensität Der 27. Juni 2025 wird als ein Tag in die jüngere Geschichte des Atlanta Hartsfield-Jackson International Airport eingehen, an dem der Flugbetrieb durch ein Unwetter von außergewöhnlicher Heftigkeit auf eine harte Probe gestellt wurde. Das Gewitter, begleitet von heftigem Hagelschlag und in einigen Gebieten auch von Überschwemmungen, traf den Flughafen mit solcher Wucht, daß die Sicherheit des Flugbetriebes nicht mehr gewährleistet werden konnte. Die Windgeschwindigkeiten erreichten ein Ausmaß, das die vorübergehende Evakuierung des Flugverkehrskontrollturms für beinahe anderthalb Stunden erforderlich machte. Zwischen 19.11 Uhr und 20.30 Uhr mußten die Fluglotsen ihre Positionen räumen, was zu einem Stillstand des ankommenden und abfliegenden Verkehrs führte und das bereits durch den Hagelschlag verursachte Chaos weiter verschärfte. Der Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta ist nicht nur der meistfrequentierte Flughafen der Vereinigten Staaten, sondern auch das größte Drehkreuz für Delta Air Lines. Eine Störung an diesem zentralen Knotenpunkt hat daher unmittelbare und weitreichende Konsequenzen für

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Österreichisches Bundesheer verzeichnet deutlichen Personalzuwachs

Das Österreichische Bundesheer hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte in der Personalentwicklung erzielt. Zwischen 2020 und 2025 stieg die Anzahl des gesamten Personals, insbesondere bei den weiblichen Offizieren und Unteroffizieren sowie bei den zivilen Bediensteten. Diese Entwicklung unterstreicht die Bemühungen des Heeres, sich als vielseitiger Arbeitgeber zu positionieren. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den weiblichen Militärangehörigen: Die Zahl der weiblichen Unteroffiziere nahm um etwa 45 Prozent zu, von 228 im Jahr 2020 auf 330 im Jahr 2025. Bei den weiblichen Offizieren war ein Wachstum von rund 35 Prozent zu verzeichnen, von 75 im Jahr 2020 auf über 100 im Jahr 2025. Auch im zivilen Bereich gab es einen Personalzuwachs von etwa 5 Prozent in den letzten fünf Jahren. Die Zahl der männlichen Zivilbediensteten stieg von etwa 5450 auf 5675, während die der weiblichen von über 2160 auf rund 2360 anstieg. Die Anzahl der weiblichen Lehrlinge erhöhte sich in den letzten drei Jahren von 76 auf 94. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, daß die Aufgaben beim Bundesheer ebenso vielfältig wie die Berufsprofile seien, reichend von der Führung militärischer Einheiten über technische und logistische Tätigkeiten bis hin zur Ausbildung von Nachwuchskräften und der medizinischen Versorgung. Ein positiver Trend zeigt sich auch im Bereich der Militärmedizin und bei der Pilotenausbildung: Die Zahl der Studierenden in der Militärmedizin stieg von sechs im Jahre 2022 auf zehn in den Jahren 2023 und 2024. Die freiwilligen Meldungen für die Militärpilotenausbildung haben sich von 226 im Jahre 2020 auf über 470 im Jahre 2024 mehr als

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MS-21-310 absolviert Jungfernflug mit rein russischen Komponenten

In einem bedeutenden Schritt auf dem Wege zur vollständigen Autarkie in der zivilen Luftfahrt hat Rußland einen historischen Meilenstein erreicht. Die erste Flugmaschine des Typs MS-21-310, welche gänzlich aus im Lande gefertigten Komponenten besteht, hat ihren Erstflug erfolgreich absolviert. Am 26. Juni 2025 hob das Flugzeug vom Flughafen Zhukovsky bei Moskau ab, einem Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung, und landete nach vier Stunden in der Luft wieder sicher an demselben Flugplatze. Dieser Erstflug ist ein klares Zeugnis für die Entschlossenheit Rußlands, seine zivile Luftfahrtindustrie unabhängig von ausländischen Lieferanten zu gestalten, eine Bestrebung, die nach den geopolitischen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit massiv vorangetrieben wurde. Ein langwieriger Weg zur Autarkie: Die Historie der MS-21 Die Entwicklung der MS-21 („Magistralny Samoljot 21. Wjeka“ – Hauptlinienflugzeug des 21. Jahrhunderts) durch die Irkut Corporation und das Yakovlev Design Bureau, beides Theile der staatlichen United Aircraft Corporation (UAC) unter dem Dach des Rostec-Konzerns, begann bereits vor vielen Jahren. Ursprünglich war die MS-21 als modernes Kurz- und Mittelstreckenflugzeug konzipiert, welches mit etablierten westlichen Modellen wie dem Airbus A320 oder der Boeing 737 konkurrieren sollte. Die Erstversion der MS-21, die MS-21-300, hatte ihren Jungfernflug bereits im Jahre 2017. Jene Maschine setzte jedoch auf eine beträchtliche Anzahl ausländischer Komponenten. Dies umfaßte nicht nur die Triebwerke, für die ursprünglich die Pratt & Whitney PW1400G gewählt wurden, sondern auch wesentliche Theile der Avionik, des Fahrwerkes und kritische Verbundwerkstoffe, die von internationalen Zulieferern bezogen wurden. Die geopolitischen Ereignisse und die damit verbundenen Sanktionen, welche Rußland nach dem Einmarsch in die Ukraine Anfang

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Red Flames fliegen mit Brussels Airlines zur Fußball-EM

Die Red Flames, die belgische Frauen-Fußballnationalmannschaft, ist am 29. Juni 2025 nach Genf abgereist, um an der Fußball-Europameisterschaft teilzunehmen. Die Mannschaft hob an Bord der „Trident“ ab, eines speziell für die belgischen Nationalteams – die Red Devils und die Red Flames – gestalteten Flugzeuges von Brussels Airlines. Die Abreise wurde von Mitarbeitern der Fluggesellschaft begleitet, welche die Mannschaft verabschiedeten. Brussels Airlines ist ein langjähriger Partner der belgischen Fußballnationalmannschaften. Bereits im Jahre 2022 hatte die Fluggesellschaft „Trident“ vorgestellt, einen Airbus A320 mit einer einzigartigen Sonderlackierung, die sowohl die „Red Devils“ als auch die „Red Flames“ würdigt. Diese Partnerschaft unterstreicht die Verbundenheit der Airline mit dem belgischen Sport und die Unterstützung für die nationalen Vertretungen auf internationaler Ebene. Für die Red Flames beginnt mit dieser Reise nach Genf der Wettkampf um den europäischen Titel. Die Mannschaft wird sich in den kommenden Wochen mit anderen europäischen Top-Teams messen. Die Teilnahme an der Europameisterschaft ist ein wichtiger Meilenstein für den belgischen Frauenfußball und spiegelt die zunehmende Professionalisierung und Popularität des Sports wider. Die Abflugzeremonie am Brüsseler Flughafen hob die Bedeutung der Mannschaft für das Land hervor. Solche Partnerschaften zwischen Sportteams und nationalen Fluggesellschaften sind im internationalen Sport üblich und dienen dazu, die Teams bei ihren Reisen zu wichtigen Turnieren zu unterstützen und gleichzeitig die Identität des Landes zu repräsentiren.

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