
Das Ende einer Ära: Frankreichs letzte KC-135 Stratotanker treten in den Ruhestand
Nach über sechzig Dienstjahren in den Reihen der französischen Luft- und Raumstreitkräfte endete am 30. Juni 2025 die Ära des Boeing KC-135 Tankflugzeuges. Auf dem Luftwaffenstützpunkte 125 in Istres-Le Tubé, unweit von Marseille gelegen, wird eine feierliche Zeremonie stattfinden, die den Abschied dieses Veteranen der Luftfahrt markieren soll. Unter Teilnahme der ikonischen Patrouille de France und einem Überfluge einer KC-135 wird dem Flugzeugtypen eine letzte Ehre erwiesen. Mit der Ausmusterung der letzten KC-135 wird auch die Luftbetankungsstaffel „4/31 Sologne“ der französischen Luft- und Raumstreitkräfte inaktiviert, was einen umfassenden Wandel in den Kapazitäten der französischen Luftmacht unterstreicht. Ein Rückblick auf sechs Jahrzehnte Dienst: Die KC-135 in Frankreichs Luftverteidigung Die Boeing KC-135 Stratotanker bildete seit dem Jahre 1964 das Rückgrat der französischen Luftbetankungskapazitäten. Ihre Rolle war von fundamentaler Bedeutung, insbesondere für die Unterstützung der strategischen Nuklearrolle der französischen Luftwaffe, der sogenannten „Force de frappe“. Diese Nuklearstreitmacht, ein Pfeiler der französischen Souveränität, war auf die Reichweitenverlängerung durch Luftbetankung angewiesen, um ihre strategischen Bomber, wie die einstmaligen Dassault Mirage IV, auf Langstreckenmissionen zu entsenden. Die KC-135 gewährleistete die notwendige Ausdauer dieser Flugzeuge, um ihr Abschreckungspotenzial voll entfalten zu können. Die KC-135 Stratotanker hat ihre Wurzeln im Boeing 367-80 Prototypen, welcher auch als Basis für das legendäre Passagierflugzeug Boeing 707 diente. Während die 707 die zivile Luftfahrt revolutionierte, wurde die KC-135 eigens für militärische Zwecke entwickelt und erstmals im Jahre 1957 an die Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika ausgeliefert. Aus dieser bewährten Flugzeugzelle entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche weitere militärische Varianten, darunter das




