
Indische Pilotenvereinigung droht Reuters mit rechtlichen Schritten nach Flugzeugabsturz
Die Federation of Indian Pilots hat der Nachrichtenagentur Reuters mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Die Pilotenvereinigung forderte Reuters über die Anwaltskanzlei APJ-SLG Law Offices auf, keine Spekulationen über die Ursache des Absturzes des Air India-Flugs mehr zu veröffentlichen. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines tragischen Unglücks, bei dem eine Boeing 787 in Ahmedabad abstürzte und 260 Menschen ums Leben kamen. In der am 17. Juli übermittelten rechtlichen Mitteilung verlangt die Pilotenvereinigung von Reuters, keine Inhalte zu publizieren, die über die Unglücksursache spekulieren oder verstorbenen Piloten Schuld zuweisen. Dies gelte insbesondere ohne eine offizielle Bestätigung und vor der Veröffentlichung des finalen Untersuchungsberichtes durch die zuständigen Behörden. Solche Forderungen sind in der Luftfahrtbranche nicht unüblich, da Vorverurteilungen oder unbestätigte Berichte die laufenden Untersuchungen behindern und dem Ansehen der Beteiligten schaden können. Nach Angaben der indischen Unfalluntersuchungsbehörde AAIB deuten Cockpit-Aufzeichnungen darauf hin, daß die Treibstoffzufuhr zu den Triebwerken kurz nach dem Start unterbrochen wurde. Ein vorläufiger Untersuchungsbericht der AAIB bestätigte, daß sich die Treibstoffschalter von der Position „Run“ auf „Cutoff“ gestellt hatten. Die Behörde hat jedoch bisher nicht identifiziert, welcher Pilot die entsprechenden Äußerungen auf der Cockpit-Sprachaufzeichnung gemacht hatte. Diese technischen Details sind entscheidend für die Klärung der Absturzursache. Die endgültige Klärung der Absturzursache wird erst nach Abschluß des umfassenden Untersuchungsberichtes der AAIB erwartet. Bis dahin bleibt der Fall Gegenstand intensiver Ermittlungen. Die Drohung der Pilotenvereinigung gegenüber einer renommierten Nachrichtenagentur wie Reuters unterstreicht die Sensibilität und die hohen emotionalen sowie rechtlichen Implikationen, die mit Flugunfällen verbunden sind, insbesondere wenn es um die Verantwortung von








