August 28, 2025

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August 28, 2025

Ryanair friert Wachstum in Belgien ein und kritisiert EU-Luftverkehrspolitik

Die Fluggesellschaft Ryanair hat bekanntgegeben, ihr Wachstum in Belgien im Winterflugplan 2025 einzufrieren. Als Grund nannte das Unternehmen höhere Flughafengebühren in Zaventem und eine erhöhte Luftverkehrssteuer in Belgien. Die Airline wird 119 Strecken in Belgien anbieten. Gleichzeitig werden drei neue Routen ab Brüssel-Süd Charleroi nach Katowice, Salerno und Volos eingeführt. Im Gegenzug wird der Verkehr am Flughafen Zaventem um sechs Prozent reduziert. Die Erhöhung der Luftverkehrssteuer von zwei auf fünf Euro pro Passagier wird von Ryanair als weiterer Grund für die Entscheidung angeführt. Die Ankündigung nutzte Ryanair-Chef Michael O’Leary für eine Kritik an der Luftverkehrspolitik der Europäischen Union. Er warf der EU-Kommission vor, bei der Reform der Flugverkehrskontrolle nicht entschieden genug zu handeln. Als Beispiel nannte er die Flugausfälle im Juli 2025 infolge eines Streiks der französischen Fluglotsen, welche auch Überflüge betroffen hätten. Ryanair fordert von der Kommission die Reform der Flugverkehrskontrolle, insbesondere den Schutz von Überflügen während Streiks. Der Airline-Chef rief auch dazu auf, eine Angleichung der Abgaben an internationale Regeln vorzunehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Fluggesellschaften zu sichern.

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Das Damoklesschwert der Produktion: FAA bremst Boeing bei der 737 Max

Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hält die Zügel in der Hand und bremst das Tempo des Flugzeugherstellers Boeing. Während Boeing darauf drängt, die monatliche Produktion seiner meistverkauften 737 Max-Flugzeuge zu steigern, hat die FAA angekündigt, vor einer Entscheidung eine Reihe von szenariobasierten Übungen durchzuführen. Diese Maßnahme, die auf einen Vorfall im Januar 2024 zurückgeht, bei dem ein Rumpfsegment einer 737 Max 9 im Flug abfiel, signalisiert, dass die Behörde keine vorschnellen Schritte unternehmen wird. Die Entscheidung über die Aufhebung der derzeitigen Produktionsgrenze von 38 Maschinen pro Monat hängt von Boeings Fähigkeit ab, seine Fertigungsqualität nachhaltig zu verbessern. Die strengen Auflagen der Aufsichtsbehörde Seit dem Zwischenfall mit dem Flugzeug von Alaska Airlines steht Boeing unter der intensiven Beobachtung der FAA. Die Behörde hat den Hersteller gezwungen, einen umfassenden Plan zur Behebung der Produktionsqualitätsprobleme zu entwickeln. Als Teil dieser verschärften Aufsicht hat die FAA angekündigt, sogenannte „Tabletop-Übungen“ mit Boeing durchzuführen. Diese Übungen, die voraussichtlich bis Ende September 2025 abgeschlossen sein sollen, sind darauf ausgelegt, potenzielle Risikofaktoren zu identifizieren und Boeings Fähigkeit zur Einhaltung der Qualitätsstandards zu bewerten. Bryan Bedford, der Administrator der FAA, erklärte am 26. August 2025 gegenüber Reuters, dass die Behörde noch nicht zugestimmt habe, die Produktionsrate zu erhöhen. „Wir sind übereingekommen, dass es sinnvoll wäre, den Prozess zu entwickeln, mit dem wir eine Konversation über eine Ratensteigerung in Betracht ziehen würden“, sagte er. Diese Aussage macht deutlich, dass die FAA die Kontrolle behalten will und Boeing dazu zwingt, seine Hausaufgaben zu machen, bevor über eine Steigerung nachgedacht

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Lufthansa-Museumsflugzeug in Frankfurt komplettiert

Der Rumpf der historischen Lockheed L-1649A „Super Star“ ist in Frankfurt um seine Tragflächen ergänzt worden. Die Flügel des klassischen Langstreckenflugzeuges der fünfziger Jahre wurden zu seinem neuen Standort, dem Lufthansa Group Conference & Visitor Center, transportiert. Der Transport der 22 Meter langen und jeweils acht Tonnen schweren Flügel stellte eine logistische Herausforderung dar. Die Bauteile waren bereits mit Motorgondeln und anderen Elementen versehen, was die Transportbreite auf 6,40 Meter erhöhte. Eine präzise Routenplanung und der synchrone Einsatz von Gabelstaplern waren für das Entladen der empfindlichen Teile erforderlich. Die Super Star war das letzte und am weitesten entwickelte Modell der Constellation-Reihe. Sie gilt als ein bedeutendes historisches Flugzeug der Lufthansa und soll in ihrem neuen Zuhause in Frankfurt pünktlich zum hundertjährigen Geburtstag der Fluggesellschaft für die Besucher zugänglich gemacht werden. Mit der Ankunft der Tragflächen ist das Projekt zur Wiederherstellung des Flugzeugs in seiner Gänze fortgeschritten. Das vollständige zusammengebaute Flugzeug, das eine Spannweite von mehr als 45 Metern hat, soll eine Kernattraktion des neuen Besucherzentrums sein.

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Eine Boeing-Wende für Ryanair: O’Leary erhält 25 Jets früher als erwartet

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair, bekannt für ihre rigorosen Kostenkontrollen und ihren ebenso direkten Chef, Michael O’Leary, hat überraschend positive Nachrichten von ihrem Hauptlieferanten Boeing erhalten. Wie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters bekannt wurde, kann Ryanair mit der Auslieferung von 25 bestellten 737 Max 8-200 Flugzeugen deutlich früher als geplant rechnen. Statt wie ursprünglich avisiert im Frühjahr 2026, sollen die Jets bereits bis Oktober 2025 zur Flotte stoßen. Dieser Vorzug verschafft der Fluggesellschaft einen entscheidenden Vorteil in einem hart umkämpften Markt und könnte die zuletzt angespannten Beziehungen zwischen den beiden Luftfahrtriesen entspannen. Die Beziehung zwischen Ryanair und Boeing war in den letzten Jahren von Spannungen geprägt. Nach dem tragischen Zwischenfall mit einer Alaska Airlines 737 Max 9 im Januar 2024, bei dem sich ein Rumpfsegment im Flug löste, wurden die Produktionsraten von Boeings meistverkauftem Flugzeugtyp drastisch reduziert. Diese Maßnahmen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Auslieferungspläne von Fluggesellschaften weltweit, einschließlich Ryanair. Michael O’Leary hatte in der Vergangenheit wiederholt seine Frustration über die Verzögerungen geäußert und öffentlich Druck auf den Flugzeughersteller ausgeübt. Die jüngste Ankündigung Boeings, die Lieferungen vorzuziehen, ist daher ein Zeichen der Entspannung. Erst im Juli 2025 hatte O’Leary noch betont, dass er „zuversichtlich“ sei, die restlichen 29 737 Max 8-200 aus der Gesamtauftragsliste von 210 Maschinen „deutlich vor dem Sommer 2026“ zu erhalten. Die Nachricht über die vorgezogene Auslieferung von 25 Jets ist daher ein unerwarteter Vertrauensbeweis von Boeing und eine klare Reaktion auf die Bedürfnisse eines seiner wichtigsten Kunden. Die Zufriedenheit O’Learys ist spürbar, als er gegenüber

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Flughafen Köln/Bonn mit hohem Passagieraufkommen in den Sommerferien

Der Flughafen Köln/Bonn hat in den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen ein hohes Passagieraufkommen verzeichnet. Mehr als 1,7 Millionen Reisende nutzten den Flughafen in den sechseinhalb Wochen zum Start oder zur Landung. Das Passagieraufkommen lag über dem Niveau der Vorjahre. Laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Thilo Schmid, seien die Abläufe in den Terminals und auf dem Vorfeld auch während der stärksten Reisewelle zuverlässig gewesen. Der verkehrsreichste Tag war der 27. Juli mit über 41.000 Fluggästen. Das verkehrsreichste Wochenende war das dritte Ferienwochenende, an dem rund 121.000 Passagiere reisten. Besonders beliebt waren klassische Urlaubsziele in Europa. Die Türkei führte die Statistik der Länder an, gefolgt von Spanien und Italien. Das hohe Passagieraufkommen werde sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Es wird erwartet, daß im September und im Oktober mit den Herbstferien erneut jeweils mehr als eine Million Reisende den Flughafen nutzen werden.

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Das Flugzeugkartell: Korruptionsskandal in Madagaskar erschüttert die Luftfahrtbehörden

Ein beispielloser Korruptionsskandal erschüttert die politische und wirtschaftliche Elite Madagaskars. Im Zentrum des Geschehens steht eine mysteriöse Transaktion mit fünf Großraumflugzeugen des Typs Boeing 777-200ER, die provisorische Registrierungen der madagassischen Luftfahrtbehörde erhielten und anschließend, mutmaßlich unter Umgehung internationaler Sanktionen, in den Iran geflogen wurden. Die Untersuchungen, die von der madagassischen Antikorruptionsbehörde (Direction de Coordination Nationale – DCN) und der Antananarivoer Antikorruptionseinheit (Pôle Anti-Corruption – PAC) geführt werden, haben zu der Verhaftung von 22 Personen geführt, darunter hochrangige Beamte der Zivilluftfahrt und leitende Angestellte von Unternehmen. Die Affäre, die laut der Regierung zu einer „erheblichen Peinlichkeit“ führte, zieht weite Kreise und beleuchtet die dunkle Seite des globalen Flugzeughandels. Der kriminelle Flugzeugtransfer und die Drahtzieher Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine Operation, die am 15. Juli ihren Höhepunkt erreichte, als die fünf Boeing 777-Flugzeuge vom Siem Reap New Angkor International Airport in Kambodscha nach verschiedenen Orten im Iran überführt wurden. Die Maschinen, die die provisorischen madagassischen Kennzeichen 5R-RIS, 5R-ISA, 5R-HER, 5R-IJA und 5R-RIJ trugen, waren für die iranische Fluggesellschaft Mahan Air bestimmt. Diese Transaktion ist besonders brisant, da Mahan Air unter strengen internationalen Sanktionen steht, die den Kauf und die Übernahme von Flugzeugen aus westlicher Produktion verbieten. Die mutmaßlichen Täter nutzten die madagassische Luftfahrtbehörde als scheinbaren Zwischenstopp, um die Herkunft und den endgültigen Bestimmungsort der Flugzeuge zu verschleiern. Unter den 22 inhaftierten Personen befinden sich hochrangige Beamte der madagassischen Zivilluftfahrtbehörde (L’Aviation Civile de Madagascar – ACM) sowie indische Staatsbürger, die mit der Firma Udaan Aviation in Verbindung stehen. Letzteres Unternehmen wurde von

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Wiener Volksoper lädt zum Mitsingen der ‚Fledermaus‘ ein

Zum Saisonauftakt lädt die Volksoper Wien das Publikum zu einer interaktiven Aufführung der Operette Die Fledermaus ein. Bei diesem Sing-Along-Format sollen die Zuschauer aktiv die bekanntesten Melodien mitsingen können. Die Texte der Lieder von Johann Strauß werden über die Übertitelanlage angezeigt. Die Schauspieler Sigrid Hauser und Julia Edtmeier sollen als Moderatoren durch den Abend führen. Das Programm konzentriert sich auf die Höhepunkte des Werkes. Für interessierte Besucher wird eine kostenlose Chorprobe angeboten, um sich auf die Veranstaltung vorzubereiten. Die Probe am 31. August wird vom Chordirektor Roger Díaz-Cajamarca geleitet. Zusätzlich sind Gäste eingeladen, in Kostümen zu erscheinen, wobei die originellsten Outfits auf der Bühne präsentiert werden. Mit dieser Veranstaltung verfolgt die Volksoper das Ziel, die traditionelle Wiener Operette einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Format bricht mit der Konvention und stellt die Beteiligung der Zuschauer in den Mittelpunkt, was die Position der Volksoper als zugängliches Musiktheater untermauert.

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Das Herz der Langstrecke: Norse Atlantic Airways etabliert sich in Riga

Die norwegische Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways, die sich auf den Langstreckenverkehr zu günstigen Preisen spezialisiert hat, hat mit der Eröffnung eines neuen operativen Hauptquartiers in Riga ein strategisch bedeutsames Zeichen gesetzt. Das lettische Büro, das bereits 80 Mitarbeiter beschäftigt, fungiert als zentraler Nervenknotenpunkt für den globalen Flugbetrieb der Airline. M it dieser Entscheidung, die von der lettischen Rundfunkanstalt LSM vermeldet wurde, unterstreicht das Unternehmen seine Absicht, sich dauerhaft und effizient auf dem Markt zu etablieren. Die Verlegung zentraler Funktionen in die lettische Hauptstadt ermöglicht der Fluggesellschaft eine schlankere und effizientere Organisation, um im hart umkämpften Segment der Langstrecken-Billigflieger erfolgreich zu sein. Ein operatives Zentrum für globale Abläufe Das neu eröffnete Büro in Riga ist weit mehr als eine lokale Außenstelle. Es ist das operative Herz der Fluggesellschaft. Die dort stationierten 80 Mitarbeiter sind für die reibungslose Koordination des Flugbetriebs rund um die Uhr verantwortlich. Dies umfasst die Überwachung aller Flüge der Norse Atlantic Airways, die Planung und Steuerung der Besatzungseinsätze sowie die kontinuierliche Kommunikation mit Piloten und Fluglotsen in den verschiedenen Regionen, in denen die Airline tätig ist. Diese zentrale Überwachung ist von entscheidender Bedeutung, um in einem globalen Netzwerk schnell auf unvorhergesehene Ereignisse wie Wetterveränderungen, technische Probleme oder Flugplanänderungen reagieren zu können. Die Wahl von Riga als Standort ist nicht zufällig. Lettland, ein Mitglied der Europäischen Union, bietet eine strategisch günstige Lage, qualifizierte Arbeitskräfte und eine gute Infrastruktur. Dies ermöglicht Norse Atlantic Airways, von einem zentralen Punkt in Europa aus ihre interkontinentalen Flüge zwischen Nordamerika, Europa und Asien effizient

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Swiss investiert in Schweizer Technologieunternehmen

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (Swiss) hat eine langfristige strategische Partnerschaft mit dem Schweizer Unternehmen Neustark geschlossen. Das Engagement von Swiss ist das erste dieser Art in der Luftfahrtindustrie und soll die internationale Verbreitung einer neuen Technologie fördern. Das ETH-Spin-off Neustark hat ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Gas aus Biogasanlagen in Abbruchbeton eingelagert wird, wodurch es dauerhaft gebunden wird. Das Start-up hat diese Technologie bereits erfolgreich zur Marktreife gebracht. Durch die Unterstützung von Swiss, die eine Vereinbarung bis 2030 unterzeichnet hat, soll die Entwicklung beschleunigt werden. Die Partnerschaft ist Teil der Geschäftsstrategie der Lufthansa Group, zu der auch Swiss gehört, in skalierbare Lösungen zu investieren. Laut Unternehmensangaben ermöglicht das frühe Engagement von Swiss, die Expansion von Neustark voranzutreiben und die Verfügbarkeit der Technologie zu erhöhen. Das Unternehmen Neustark äußerte sich erfreut über die Zusammenarbeit und betonte, daß ein führender Akteur in einem Sektor wie der Luftfahrt dabei helfe, die Geschäftsmodelle für neue technologische Verfahren zu etablieren.

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Flug CA856: Eine außerplanmäßige Landung in Sibirien beleuchtet die globale Luftfahrt

In den frühen Morgenstunden des 26. August 2025 wurde ein regulärer Flug der Air China von London nach Peking jäh unterbrochen. Die Boeing 777-300ER, die über fünf Stunden lang planmäßig in Richtung ihres Ziels flog, sah sich nach Angaben russischer Behörden mit einer Triebwerksfehlfunktion konfrontiert. Das führte zu einer außerplanmäßigen, aber erfolgreichen Landung auf dem Flughafen von Nizhnevartovsk in Sibirien. Der Vorfall, bei dem 250 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder an Bord waren, wirft ein Schlaglicht auf die komplexen Abläufe und die international koordinierten Rettungsprotokolle in der zivilen Luftfahrt, insbesondere in einer Zeit politischer Spannungen, in der Flüge aus dem Vereinigten Königreich nur selten in Russland landen. Der Flug und der Vorfall Der Flug CA856 mit dem Kennzeichen B-2033 startete am 25. August um 22:40 Uhr Ortszeit vom Londoner Flughafen Heathrow. Das Ziel war der Internationale Flughafen Peking. Fünf Stunden und eine halbe Stunde nach dem Start, während das Flugzeug russischen Luftraum überquerte, meldete die Besatzung eine Störung an einem der Triebwerke. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia bestätigte, dass die Piloten einen PAN-Signal, ein Dringlichkeitssignal, sendeten, um eine Notlandung einzuleiten. Innerhalb von 60 Minuten nach dem Signal setzte die Besatzung die Maschine sicher auf der Landebahn des Flughafens Nizhnevartovsk auf. Die russischen Medien, darunter die staatliche Nachrichtenagentur TASS, lobten das professionelle Vorgehen der Piloten und die koordinierte Arbeit der russischen Fluglotsen, die den Piloten bei der Wahl des Landeplatzes assistierten. Solche außerplanmäßigen Landungen sind, obwohl selten, ein fester Bestandteil der Luftfahrtsicherheitsprotokolle. Bei einer Triebwerksfehlfunktion oder einem Ausfall ist die erste Priorität der

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