August 29, 2025

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August 29, 2025

Europas Billigflieger verschärfen die Kontrolle über das Handgepäck

Die Geschäftsmodelle europäischer Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet beruhen auf einer einfachen, aber effektiven Formel: extrem niedrige Basispreise, die durch eine Vielzahl von Zusatzgebühren, sogenannte Ancillary Revenues, ergänzt werden. Eine der bedeutendsten Einnahmequellen dieser Fluggesellschaften ist die Gebühr für das Handgepäck. Die strikte Einhaltung der Handgepäcksregeln ist daher für die Rentabilität der Unternehmen von zentraler Bedeutung. Wie nun bekannt wurde, geht Ryanair, Europas führende Billigfluggesellschaft, einen Schritt weiter und erhöht die finanzielle Vergütung für seine Mitarbeiter am Flugsteig, die Passagiere mit überdimensionierten Handgepäckstücken identifizieren. Die Gebühr für jedes entdeckte, zu große Gepäckstück wird von 1,50 Euro auf 2,50 Euro angehoben, und die bisherige monatliche Obergrenze von 80 Euro wird komplett abgeschafft. Ein ähnliches System wurde auch beim Konkurrenten Easyjet eingeführt. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Bedeutung der Zusatzumsätze und der operativen Effizienz in einem hart umkämpften Markt und wirft gleichzeitig Fragen nach der Kundenbeziehung und dem Arbeitsklima am Flugsteig auf. Die Logik des Geschäftsmodells: Wenn Effizienz auf Erträge trifft Das Geschäftsmodell der Billigfluggesellschaften, das Ryanair in Europa maßgeblich geprägt hat, ist eine meisterhafte Kombination aus Kosteneinsparung und Einnahmengenerierung. Der Kern des Modells ist die Bereitstellung von Flugtickets zu Preisen, die oft geringer sind als die Fahrtkosten zum Flughafen. Dies wird erreicht durch eine radikale Fokussierung auf Effizienz: einheitliche Flugzeugflotten, schnelle Bodenabfertigung und eine Minimierung der Personalkosten. Die Marge pro Ticket ist äusserst gering, weshalb die Fluggesellschaften auf Nebeneinnahmen angewiesen sind, um profitabel zu bleiben. Diese Nebeneinnahmen, zu denen Sitzplatzreservierungen, bevorzugtes Boarding und insbesondere Gepäckgebühren gehören, machen einen signifikanten Anteil am

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Deutsche Bahn und PKP Intercity bauen Zugverkehr nach Polen aus

Die Deutsche Bahn und die polnische PKP Intercity erweitern das Fernverkehrsangebot zwischen Deutschland und Polen deutlich. Wie der deutsche Konzern mitteilte, soll das Angebot ab Mitte Dezember um mehr als 50 Prozent wachsen. Reisenden stehen dann 17 statt bisher elf direkte Verbindungen zur Verfügung. Ein siebtes Zugpaar auf der Hauptstrecke Berlin-Warschau ermöglicht künftig einen Zweistundentakt mit einer Reisezeit von fünf Stunden. Eine komplett neue Verbindung wird zudem zwischen Leipzig, Breslau und Krakau eingeführt, die zweimal täglich verkehren soll. Einer dieser Züge fährt weiter bis Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Geplant sind auch neue Nachtzugverbindungen. Ein täglicher Eurocity wird Berlin über Breslau und Krakau mit Przemysl verbinden. Eine weitere Route führt von Berlin über Lodz und Warschau nach Chelm in der Nähe der ukrainischen Grenze. Durch zusätzliche Wagen im Nachtzug München-Warschau entsteht eine neue Direktverbindung zwischen Süddeutschland und Südpolen.

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Durchwachsene Bilanz der Freibäder in Niederösterreich

Die rund 140 Bäderbetriebe in Niederösterreich ziehen eine nüchterne Bilanz der abgelaufenen Saison. Laut Harald Gölles, Sprecher der Bäderbetriebe in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ), verzeichneten die Bäder einen durchschnittlichen Rückgang von 20 Prozent bei den Besucherzahlen und im Umsatz. Die Besucherzahlen sind demnach vor allem wegen des verregneten Wetters im Mai und Juli stark eingebrochen. Einige Betriebe mußten einen Rückgang von bis zu 44 Prozent hinnehmen. Die Betriebe haben versucht, die Einbußen durch Preisanpassungen von fünf bis 25 Prozent teilweise auszugleichen. Der Bäderbesuch bleibe aber weiterhin leistbar. Die Bäderbetriebe sind neben den Wetterbedingungen auch mit hohen Energiekosten und Personalengpässen konfrontiert, besonders bei Aufsichtspersonal. Zur Kostenreduktion wurden bauliche Maßnahmen und Einsparungen vorgenommen. Die WKNÖ fordert kreative Konzepte und finanzielle Unterstützung, um den Erhalt der Bäder zu sichern. Ein Großteil der Bäder schließt mit Schulbeginn. Die Wirtschaftskammer NÖ verweist auf die Bedeutung der Bäder als öffentliche Aufgabe für Schwimmausbildung und Gesundheitsförderung und schlägt unter anderem interkommunale Kooperationen als Modell vor.

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Stiller Hilferuf am Flugsteig: Mutiges Handzeichen einer Passagierin löst Polizeieinsatz am Flughafen München aus

Ein unscheinbarer Moment am belebten Flughafen München hat am späten Montagabend eine bemerkenswerte Wendung genommen, die das Potenzial einer stillen Geste eindrucksvoll unter Beweis stellt. Am Flugsteig des Terminals 2, kurz vor dem Abflug nach Kopenhagen, erkannten aufmerksame Mitarbeiter der Fluggesellschaft Lufthansa in den Händen einer Passagierin ein international bekanntes und doch selten genutztes Hilfssignal. Dieses nonverbale Zeichen, das international als „Signal For Help“ bekannt ist, alarmierte das Personal derart, daß sie umgehend die Bundespolizei verständigten. Der darauffolgende Polizeieinsatz führte dazu, daß die Reisende von ihrem Begleiter getrennt und ihre prekäre Lage offengelegt wurde. Der Vorfall, über den zuerst die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Wachsamkeit und die Ausbildung des Flughafenpersonals. Er zeigt eindrücklich, wie ein einzelner, unspektakulärer Moment eine entscheidende Intervention auslösen kann, um einen Menschen aus einer Notsituation zu befreien. Die Macht einer Geste: Das internationale Signal der Hilflosigkeit Das Handzeichen, das die Passagierin verwendete, ist ein international standardisierter Hilferuf, der speziell für diskrete Notsituationen geschaffen wurde. Das als „Signal for Help“ bekannte Zeichen wurde im Jahr 2020 von der kanadischen Frauenstiftung (Canadian Women’s Foundation) im Zuge der Pandemie entwickelt, um Opfern von häuslicher Gewalt eine Möglichkeit zu geben, während Videotelefonaten heimlich um Hilfe zu bitten. Die einfache, aber geniale Geste – den Daumen in die geöffnete Handfläche zu legen und dann die anderen vier Finger zur Faust zu schließen – ist absichtlich unauffällig, so daß sie von einem Täter kaum bemerkt wird. Innerhalb kurzer Zeit hat sich dieses Signal über soziale Medien

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Wiener Gastronomie sieht sich mit steigenden Kosten konfrontiert

Die Gastronomie in Wien sieht sich durch stark steigende Kosten unter Druck gesetzt. Laut Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien, müssen die Betriebe Preise erhöhen, um die gestiegenen Ausgaben für Energie, Mieten und Lebensmittel zu decken. Laut Peschta sind die Löhne in der Branche in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent gestiegen. Auch die Preise für Lebensmittel wie Rind- und Schweinefleisch sowie für Versicherungen und Instandhaltung seien deutlich angestiegen. Dieser wirtschaftliche Druck bringe viele Betriebe an ihre Grenzen. Eine aktuelle Umfrage unter Gastronomen zeigt demnach, daß 90 Prozent der Betriebe die Mehrkosten nicht vollständig an ihre Gäste weitergeben können. Viele Lokale würden ihre Margen reduzieren, um die Kundenfrequenz zu halten, da die Kunden zurzeit zum Sparen tendierten. Die Gastronomen versuchen, durch Effizienzsteigerung, Lieferantenvergleiche und Anpassung ihrer Speisekarten auf die Situation zu reagieren. Peschta äußerte die Hoffnung, daß die Kunden ihren Wirten die Treue halten, um durch höhere Gästezahlen eine bessere Verteilung der Fixkosten zu ermöglichen.

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Musikfest Berlin präsentiert Orchester aus aller Welt

Das Musikfest Berlin beginnt am 30. August 2025 und dauert bis zum 23. September. Das Orchesterfestival lädt in diesem Zeitraum zu mehr als 30 Konzerten in der Philharmonie, dem Kammermusiksaal und dem Konzerthaus Berlin ein. Die Eröffnung am 30. August gestaltet das Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Klaus Mäkelä. Das Festivalprogramm umfaßt Musik von der italienischen Renaissance bis zu aktuellen Werken und ehrt die Komponisten Pierre Boulez und Luciano Berio zu ihren 100. Geburtstagen. Auch Helmut Lachenmann wird zu seinem 90. Geburtstag gewürdigt. Zu Gast sind renommierte Klangkörper wie das Orchestre de Paris, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia aus Rom und das Busan Philharmonic Orchestra aus Südkorea. Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen und Daniel Harding werden erwartet. Das Norrköping Symphony Orchestra präsentiert die konzertante Uraufführung der Oper „Parabola and Circula“ von Marc Blitzstein. Vierzehn Konzerte werden vom rbb und Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet, vier davon live übertragen. Die Veranstaltung gilt als wichtiger Bestandteil der Berliner Festspiele und wird in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker durchgeführt.

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Michael O’Leary zweifelt SAF-Ziele an

Die globale Luftfahrtindustrie hat sich dem ehrgeizigen Ziel verschrieben, bis zum Jahr 2050 einen Zustand der Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Doch inmitten der Bestrebungen nach technologischem Wandel und operativen Verbesserungen ertönt eine laute, kritische Stimme: Michael O’Leary, der Chef der irischen Fluggesellschaft Ryanair, äußert deutliche Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Pläne. Er hält die ambitionierten Vorgaben für nicht erreichbar und kritisiert insbesondere die zentrale Rolle von nachhaltigen Flugtreibstoffen (SAF) als eine Art „Unsinn“. Während Branchenverbände die Notwendigkeit betonen, die Produktion von alternativen Kraftstoffen zu beschleunigen, prophezeit O’Leary, daß der Preis für herkömmliches Kerosin in den kommenden zehn Jahren „deutlich“ fallen werde. Diese kontroverse Haltung wirft grundlegende Fragen über die Realität der Luftfahrt der Zukunft auf, die sich zwischen technologischen Visionen, wirtschaftlichen Zwängen und politischen Vorgaben bewegt. Ein klares Urteil aus Dublin: Der Pragmatiker Michael O’Leary zweifelt an der Vision Michael O’Leary, der seit Jahrzehnten die Geschicke von Ryanair lenkt, ist bekannt für seine direkten und unverblümten Äusserungen. Er gilt als einer der erfolgreichsten Manager der Luftfahrtbranche, dessen Geschäftsmodell auf kompromißloser Kostenkontrolle und Effizienz beruht. In diesem Sinne blickt er auch auf die Zukunftsziele des Sektors und fällt ein klares Urteil: Die Branche werde sowohl die SAF-Vorgaben für 2030 als auch das Netto-Null-Ziel für 2050 verfehlen. Seine Skepsis richtet sich vor allem gegen die Schlüsseltechnologie, die den Hauptanteil zur Erreichung der Ziele beitragen soll. Er bezeichnet nachhaltige Treibstoffe als „Unsinn“ und bezweifelt offen deren Wirksamkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit in dem notwendigen Umfang. O’Leary vertritt die Ansicht, daß die politischen Vorgaben und die

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Flughafen Zürich sammelt Spenden mit Charity Wasser

Durch den Verkauf von Charity Wasser am Flughafen Zürich sind im ersten Halbjahr 2025 Spenden in Höhe von 198.635 Schweizer Franken zusammengekommen. Der Erlös wurde an die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft übergeben. Die Flughafen Zürich AG und das Reisehandelsunternehmen Avolta (ehemals Dufry) führen das Spendenprojekt seit 2014 durch. Pro verkaufter Flasche Mineralwasser werden 50 Rappen an eine wechselnde gemeinnützige Organisation gespendet. Die MS-Gesellschaft war von Januar bis Juni 2025 die begünstigte Organisation. Sie plant, die Spende für die Unterstützung von rund 18.000 Betroffenen in der Schweiz einzusetzen. Von Juli bis Dezember 2025 geht der Erlös an die Stiftung allani Kinderhospiz Bern, das erste Kinderhospiz der Schweiz. Die MS-Gesellschaft ist die zehnte Organisation, die im Rahmen des Projektes unterstützt wurde. Zu den früheren Empfängern gehören unter anderem die Stiftung Wisli und das Kinderspital Zürich.

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Australische Fluggesellschaft erzielt Rekordgewinn und setzt auf mutige Flottenstrategie

Die australische Luftfahrt erlebt eine Phase des beispiellosen Wachstums, deren Speerspitze die nationale Fluggesellschaft Qantas ist. Nach Jahren der finanziellen Unsicherheit, die die gesamte Luftfahrtbranche prägten, meldet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 2025 einen Vorsteuergewinn von umgerechnet 1,6 Milliarden US-Dollar. Dieser bemerkenswerte Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wird auf eine „unglaublich starke Nachfrage“ zurückgeführt, die das Passagiergeschäft in Australien befeuert. Ermutigt durch diesen Erfolg, treibt Qantas eine ambitionierte Flottenerneuerung voran. Die Airline investiert in 20 zusätzliche Airbus A321XLR, um ihre Inlandsflotte zu modernisieren und neue, lukrative Routen zu erschließen. Gleichzeitig nimmt das bahnbrechende „Project Sunrise“ Gestalt an, das mit modifizierten Ultralangstrecken-Maschinen vom Typ A350-1000 die Weltkarte der Luftfahrt neu schreiben soll. Dieser strategische Doppel-Fokus positioniert Qantas nicht nur als wirtschaftlichen Gewinner, sondern auch als einen der innovativsten Pioniere im globalen Luftverkehr. Vom Verlust zum Rekord: Die finanzielle Erholung von Qantas Der jüngste Gewinnsprung von Qantas markiert das vorläufige Ende einer beispiellosen wirtschaftlichen Achterbahnfahrt. Während der Pandemiejahre stand das Unternehmen, das traditionell stark von internationalen Verbindungen abhängig ist, vor der größten Herausforderung seiner Geschichte. Massive Verluste und ein nahezu stillgelegter Flugbetrieb prägten das Bild. Der nun erzielte Vorsteuergewinn von 1,6 Milliarden US-Dollar stellt eine bemerkenswerte Kehrtwende dar und übertrifft sogar die Zahlen aus der Zeit vor der Krise. Airlinechefin Vanessa Hudson führt den Erfolg auf die starke Erholung des Inlandsverkehrs sowie auf die wiedererstarkte Nachfrage nach internationalen Flügen zurück. Besonders der australische Binnenmarkt erweist sich als äusserst robust, da das Reisen innerhalb des Kontinents zu einem wichtigen

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Ryanair setzt Flüge von Linz nach London und Alicante im Winter fort

Die Fluggesellschaft Ryanair wird ihre Flugverbindungen vom Flughafen Linz nach London und Alicante auch in der kommenden Wintersaison aufrechterhalten. Beide Routen werden jeweils zweimal wöchentlich bedient. Die Strecke nach London wird seit dem Herbst 2024 angeboten. Die Flüge finden montags und samstags statt. London gilt als europäische Metropole mit einem breiten Angebot an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einrichtungen. Die Route nach Alicante wird seit der Sommersaison bedient, die Flüge finden freitags und sonntags statt. Die Stadt an der Costa Blanca bietet auch in den Wintermonaten milde Temperaturen und gilt als warmes Reiseziel für Städtereisen und Ausflüge in die Region. Die Fortsetzung dieser Flugverbindungen stärkt das Angebot des Linzer Flughafens für Freizeitreisende. Die ganzjährige Verfügbarkeit der Routen nach London und Alicante ermöglicht Reisen sowohl für Städte- als auch für Sonnenurlaube.

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