
Gefahr am Himmel über Schottland: Ryanair-Flugzeug landet mit Treibstoff für nur sechs Minuten
Ein Flug der irischen Fluggesellschaft Ryanair geriet am 3. Oktober 2025 in eine kritische Situation, nachdem mehrere Landeversuche in Schottland wegen des schweren Sturmtiefs Amy fehlschlugen. Die Boeing 737-800 mit der Flugnummer FR3418 von Pisa nach Glasgow-Prestwick musste auf den Flughafen Manchester ausweichen und landete dort nach über vier Stunden Flugzeit mit einer Treibstoffreserve, die nur noch für etwa sechs weitere Flugminuten reichte. Nach geltenden europäischen Sicherheitsvorschriften muss bei der Landung eine Mindestreserve für 30 Flugminuten vorhanden sein. Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde (AAIB) hat den Vorfall als „schweren Zwischenfall“ eingestuft und eine eingehende Untersuchung eingeleitet. Der dramatische Flugverlauf Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen 9H-QBD startete am 3. Oktober in Pisa (Italien) mit dem Ziel Glasgow-Prestwick (Schottland). Die reguläre Flugzeit für diese Strecke beträgt etwa 2 Stunden und 20 Minuten. Bei Annäherung an die schottische Küste geriet das Flugzeug in das Einflussgebiet des schweren Sturmtiefs Amy, das Nordwesteuropa mit starkem Regen und Windböen von über 150 Stundenkilometern überzog. Der erste Landeversuch am Zielflughafen Glasgow-Prestwick scheiterte an den widrigen Wetterbedingungen. Nachdem die Piloten eine halbe Stunde auf eine Besserung der Lage gewartet hatten, wurde ein zweiter Versuch unternommen, der ebenfalls erfolglos blieb. Angesichts der anhaltenden Wetterkapriolen entschied sich die Crew, zum Ausweichflughafen Edinburgh abzudrehen. Die Verzögerungen durch die fehlgeschlagenen Landeversuche und die Umwege hatten zu diesem Zeitpunkt bereits rund eine Stunde zusätzliche Flugzeit verursacht. Auch in Edinburgh war eine Landung aufgrund des Sturms nicht möglich. Zu diesem Zeitpunkt, nach weiteren Flugminuten in Warteschleifen und Umleitungen, mussten die Piloten die Entscheidung treffen, einen






