November 17, 2025

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November 17, 2025

Embraer-Bericht zur Luftfahrt in China: Strategische Neuausrichtung gefordert

Der Flugzeughersteller Embraer hat auf seinem Airline Business Seminar China 2025 in Huizhou einen neuen Marktbericht mit dem Titel „A New Course for Profitability in China’s Aviation Market“ veröffentlicht. Die Studie geht über die bloße Diagnose des intensiven Wettbewerbs hinaus und präsentiert einen strategischen Rahmen, der chinesischen Fluggesellschaften den Weg zu nachhaltiger Rentabilität ebnen soll. Embraer betont, dass das bloße Wachstum der Passagierzahlen allein nicht ausreiche, um die Profitabilität im chinesischen Markt wiederherzustellen. Patrick Peng, Managing Director von Embraer China, erklärte, dass die Zukunft der Rentabilität von operativer Exzellenz und strategischen Entscheidungen abhänge. Schlüsselstrategien seien eine Kombination aus Preissetzungsmacht, gezielter Expansion in sogenannte „Blue Ocean“-Märkte und Flottendifferenzierung durch den Einsatz von Flugzeugen der „richtigen Größe“. Die Analyse des Berichts charakterisiert die überlasteten Hauptstrecken (Trunk Routes), auf denen ein intensiver Verdrängungswettbewerb herrscht, als „Red Ocean“. Der Bericht identifiziert die „Blue Ocean“-Märkte – unterversorgte Gebiete und Strecken mit geringer Wettbewerbsintensität – als entscheidend für die Wiederherstellung der Preissetzungsmacht. Hierzu zählen unterversorgte Städte der Kategorien 2, 3 und 4, Strecken, die nicht parallel zur Hochgeschwindigkeitsbahn verlaufen, sowie Kurzstrecken-Auslandsverbindungen. Diese Segmente bieten Fluggesellschaften die Möglichkeit, stärkere Margen zu erzielen. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass taktische Preissenkungen zur Steigerung des Passagieraufkommens kontraproduktiv sind und die Rentabilität direkt schwächen. Entscheidend für den finanziellen Erfolg sei die Flottenoptimierung (Right-Sizing). Der Einsatz kleinerer Schmalrumpfflugzeuge und Regionaljets der neuen Generation ermögliche eine optimierte Betriebsstrategie. Diese Flugzeuge erlauben eine Erhöhung der Frequenz ohne das Risiko einer Überkapazität, was wiederum die Erträge schützt. Der Bericht unterstreicht, dass die Fluggesellschaften,

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Westbahn erweitert Angebot auf der Weststrecke und etabliert durchgehenden Halbstundentakt

Der österreichische Fernverkehr erlebt mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 eine signifikante Angebotsausweitung durch den privaten Bahnbetreiber Westbahn. Die Westbahn erhöht die Anzahl ihrer täglichen Verbindungen um zehn Prozent auf insgesamt 66 Fahrten und führt damit auf der stark frequentierten Weststrecke zwischen Wien und Salzburg einen durchgehenden 30-Minuten-Takt ein. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Bahnverkehr auf dieser Hauptverkehrsader noch attraktiver und verlässlicher zu gestalten. Ergänzend dazu lanciert die Westbahn neue Direktverbindungen in beliebte Tourismusregionen, insbesondere ins Salzburger Land bis nach Saalfelden. Geschäftsführer Thomas Posch kommentierte die Neuerung als „echten Gewinn für alle Bahnreisenden auf der Weststrecke“ und hob hervor, dass Reisende nun kaum mehr einen Blick in den Fahrplan werfen müssten, um die nächste Verbindung zu finden. Der Halbstundentakt gilt ab Wien Westbahnhof von 05:38 Uhr bis 21:08 Uhr und in der Gegenrichtung mit Ankünften in Wien von 07:22 Uhr bis 22:52 Uhr. Die Offensive des Unternehmens setzt ein klares Zeichen im Wettbewerb des österreichischen Schienenfernverkehrs. Verlässlichkeit durch Taktverdichtung: Der Halbstundentakt Die Einführung eines durchgehenden 30-Minuten-Taktes auf der Weststrecke ist ein bedeutender Schritt zur Steigerung der Attraktivität des Bahnfahrens. Im Fernverkehr ist ein derart dichter und verlässlicher Takt auf einer Hauptstrecke in Österreich ein Novum. Für Reisende zwischen den wichtigsten urbanen Zentren wie Wien, St. Pölten, Linz, Wels und Salzburg bedeutet dies eine erhebliche Flexibilitätssteigerung. Unabhängig von der Tageszeit können Fahrgäste nun ohne lange Wartezeiten auf die nächste Abfahrt vertrauen. Die Ausweitung des Angebots fokussiert sich gezielt auf die Stoßzeiten des Pendlerverkehrs. Neue Frühverbindungen ermöglichen es Reisenden,

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Emirates bekräftigt Engagement für Boeings 777X-Programm trotz anhaltender Verzögerungen

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates hat auf der Dubai Airshow 2025 ein klares Zeichen der Unterstützung für das Langstreckenflugzeugprogramm Boeing 777X gesetzt. Trotz erneuter und erheblicher Verzögerungen bei der Auslieferung des Großraumjets erhöhte Emirates, der bei weitem größte Besteller des Musters, seine Gesamtbestellung um 65 weitere Exemplare des Modells 777-9. Dieser massive Kauf, der die Gesamtzahl der bestellten 777X-Flugzeuge auf 270 erhöht, unterstreicht die langfristige Flottenstrategie der Airline und ihr Vertrauen in das Flugzeug, welches die schrittweise Nachfolge des Airbus A380 antreten soll. Die neue Order erfolgt zu einem Zeitpunkt, da das 777X-Programm des US-Flugzeugbauers Boeing mit komplexen Zertifizierungsprozessen und einer kumulierten mehrjährigen Verspätung kämpft. Die erste Auslieferung der 777-9 an Emirates wird nun nicht vor 2027 erwartet, während die kleinere Variante 777-8 voraussichtlich erst gegen 2030 in Dienst gestellt werden kann. Die ursprünglichen Pläne sahen eine Indienststellung des ersten Flugzeugs bereits um das Jahr 2020 vor, doch technische Herausforderungen am Flugzeug und den Triebwerken sowie der hohe Aufwand bei der Zulassungsdokumentation durch die US-Luftfahrtbehörde FAA führten zu einer mehrfachen Verschiebung des Zeitplans. Der strategische Großauftrag und seine Signalwirkung Die Ankündigung von Emirates auf der Dubai Airshow 2025, eine der wichtigsten Veranstaltungen der Luftfahrtbranche, ist ein starkes Bekenntnis zum 777X-Programm. Die zusätzlichen 65 Boeing 777-9 festigen die Position von Emirates als Schlüsselpartner für Boeing und zeigen die Entschlossenheit der Golf-Airline, ihre Wachstumspläne weiterzuverfolgen. Die 777X-Familie, die die Kapazität der bisherigen 777-Flotte übertreffen und in der größeren Version 777-9 auch das Transportvolumen des A380 auf vielen Routen ersetzen soll, ist

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Deutsche Aircraft feiert Richtfest für Endmontagelinie in Leipzig/Halle

Die Deutsche Aircraft und die Weerts Group haben am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) das Richtfest für die hochmoderne Endmontagelinie (Final Assembly Line, FAL) gefeiert. Das Ereignis markiert einen zentralen Meilenstein vor dem geplanten Start der Serienproduktion des Regionalflugzeugs D328eco. Mit der Errichtung der Anlage auf einem Areal von 60.500 Quadratmetern bekräftigt Deutschland seine Position als wichtiger Standort für die Entwicklung und Fertigung von Regionalflugzeugen. Die FAL ist auf eine geplante jährliche Produktion von bis zu 48 Flugzeugen ausgelegt. Der Produktionsstart der D328eco, einer modernisierten Weiterentwicklung der Dornier 328, soll Anfang 2026 beginnen. Die neue Turboprop-Maschine der nächsten Generation bietet 40 Sitzplätze und zielt darauf ab, die Betriebskosten durch eine signifikant verbesserte Treibstoffeffizienz im Vergleich zu Regionaljets derselben Klasse erheblich zu senken. Condor hat beispielsweise bereits Interesse an dem Muster gezeigt, was die internationale Relevanz des Flugzeugs unterstreicht (Recherche). Deutsche Aircraft investiert insgesamt 100 Millionen Euro in den Standort Leipzig/Halle. Die Endmontagelinie ist auf vollständige Digitalisierung und maximale Effizienz ausgelegt. Automatisierte und fahrerlose Transportsysteme sowie Augmented-Reality-Technologien sollen für Präzision in den Fertigungsprozessen sorgen. Kunden erhalten die Möglichkeit, die Montage ihres Flugzeugs in Echtzeit zu verfolgen. Durch das Projekt entstehen in Leipzig zwischen 250 und 350 hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärken die Rolle des Flughafens Leipzig/Halle als strategischer Luftverkehrsstandort.

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Wien: Neue koreanische Frachtairline Air Zeta wählt Österreich als Europa-Hub

Der Flughafen Wien festigt seine Position als zentrale Drehscheibe für den internationalen Warenaustausch. Mit dem offiziellen Start der südkoreanischen Frachtfluggesellschaft Air Zeta gewinnt der Standort Wien einen strategisch bedeutsamen Partner, der das Luftfrachtvolumen zwischen Mitteleuropa und Ostasien substanziell erweitern soll. Die neue Airline, die aus der Neuordnung des koreanischen Luftfrachtmarktes im Zuge der Fusion von Korean Air und Asiana Airlines hervorgegangen ist, hat den Wiener Flughafen als ihren europäischen Hauptstützpunkt gewählt. Ein umfassendes Memorandum of Understanding und langfristige Abfertigungsvereinbarungen im Cargo-Segment unterstreichen die langfristige Verpflichtung der Airline zum Standort Österreich. Die offizielle Eröffnung der Verbindung wurde am 13. November 2025 mit einer Unterzeichnungszeremonie und einem festlichen Abendempfang gewürdigt, an dem hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik teilnahmen, darunter der Koreanische Botschafter in Wien, Ham Sang Wook, Air Zeta-CEO Kwan Sik Kim und der Vorstand der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger. Der Start von Air Zeta wird als deutliches Signal für die Qualität der Wiener Infrastruktur und die geografische Bedeutung des Flughafens im Zentrum Europas gesehen. Strategischer Ursprung: Die Neuordnung des koreanischen Luftfrachtmarktes Der Markteintritt von Air Zeta ist nicht nur die Gründung einer neuen Airline, sondern das direkte Resultat einer tiefgreifenden strategischen und kartellrechtlich motivierten Umstrukturierung des südkoreanischen Luftfahrtsektors. Die Fusion der beiden größten koreanischen Fluggesellschaften, Korean Air und Asiana Airlines, wurde international, insbesondere von europäischen und japanischen Kartellbehörden, nur unter der Bedingung genehmigt, dass das Frachtgeschäft von Asiana Airlines veräußert wird, um eine marktbeherrschende Stellung des fusionierten Unternehmens zu verhindern. Diese Auflage führte zum Verkauf der Frachtsparte von

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Gewerkschaftsfreiheit in Serbien in Gefahr: Fluglotsen entlassen

Nach einem Streik der serbischen Fluglotsengewerkschaft SKL Ende September kam es zu weitreichenden Konsequenzen. Drei Fluglotsen der serbischen Flugsicherung SMATSA, von denen zwei führende Gewerkschaftsfunktionen innehatten, wurden entlassen. Serbische Medienberichte legen nahe, dass ihnen die für den Beruf notwendige Zuverlässigkeit entzogen wurde. Als Begründung werden geheimdienstliche Informationen über die Teilnahme der Betroffenen an Protesten gegen den serbischen Präsidenten Vucic genannt. Der Entzug der Sicherheitsfreigabe führte direkt zum Verlust des Arbeitsplatzes. Die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) verurteilen die Entlassungen scharf und fordern die sofortige Rücknahme der Entscheidungen. Daniel Liebhart, stellvertretender Vorsitzender des Flugsicherungsausschusses der ETF und Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt der österreichischen Gewerkschaft vida, bezeichnete den Entzug der Sicherheitsfreigabe als politisch motiviert und als schwerwiegenden Verstoß gegen die Vereinigungs- und Gewerkschaftsfreiheit. Die ETF sieht darin einen Versuch, unbequeme Verfechter von Arbeitnehmerrechten zum Schweigen zu bringen. Die europäischen Gewerkschaften appellieren an die EU und die EASA (Europäische Agentur für Flugsicherheit), dringend Maßnahmen zum Schutz der Gewerkschaftsrechte in Serbien zu ergreifen. Sie betonen, dass das Vorgehen Serbiens gegen grundlegende Verpflichtungen aus den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den Anforderungen an einen EU-Beitrittskandidaten verstoße. Serbien, das offiziell den Status eines EU-Beitrittskandidaten innehat (Recherche), muss die Achtung der Demokratie und der Arbeitnehmerrechte gewährleisten, um seinen Weg in die Europäische Union fortzusetzen. Die Debatte um die Zuverlässigkeitsprüfung wird auch in Österreich geführt, wo die Sicherheitsfreigabe ebenfalls aufgrund geheimdienstlicher Informationen entzogen werden kann und die Grundlage für eine Entlassung von Airline- und Flughafenpersonal bildet. Die Gewerkschaft vida kritisiert, dass Betroffene derzeit kein

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Samaritan’s Purse verabschiedet letzte Douglas DC-8 und setzt auf Boeing 767

Die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse, bekannt für ihre schnellen Reaktionen in Katastrophengebieten weltweit, hat ein bedeutendes Kapitel ihrer logistischen Arbeit abgeschlossen: Am 14. November 2025 wurde in einer feierlichen Zeremonie in Greensboro, North Carolina, die letzte noch unter US-Registrierung fliegende Douglas DC-8 offiziell außer Dienst gestellt. Gleichzeitig wurde ein modernerer Boeing 767 Frachter in den aktiven Dienst gestellt. Dieser Wechsel, so die in North Carolina ansässige Organisation, markiert nicht nur das Ende der Ära eines legendären Flugzeugs, sondern auch den Beginn einer deutlich leistungsfähigeren Phase in der humanitären Luftbrücke. Die viermotorige DC-8 war über ein Jahrzehnt lang das Rückgrat der schweren Luftfrachtoperationen von Samaritan’s Purse. Seit ihrer Übernahme im Jahr 2015 führte sie mehr als 200 Missionen durch und lieferte Millionen Pfund an lebenswichtiger Fracht in Krisengebiete. Die Außerdienststellung der „Mighty DC-8“ wird von Luftfahrtexperten als historisches Ereignis betrachtet, da weltweit nur noch eine geringe Zahl dieses einst weit verbreiteten Langstreckenflugzeugs in Betrieb ist. Mit der Indienststellung der 767 stellt die Organisation ihre Luftfrachtkapazitäten auf eine neue, größere Basis. Ein langes Leben: Die Geschichte der „Mighty DC-8“ Das betroffene Flugzeug mit der Luftfahrzeugzelle Nummer 427 von insgesamt 554 gebauten DC-8 kann auf eine ungewöhnlich lange und vielseitige Geschichte zurückblicken. Es rollte an Heiligabend 1968 vom Band und trat zunächst in den Dienst der finnischen Fluggesellschaft Finnair, bevor es in den frühen 1980er Jahren zur französischen Luftwaffe wechselte. Später wurde es Teil der Flotte von Air Transport International, wo es zu einer sogenannten Combi-Konfiguration umgebaut wurde – einer Kombination aus Passagier-

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Bundestag sichert Flugsicherungskosten für Regionalflughäfen

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner jüngsten Bereinigungssitzung einen weiteren wichtigen Beschluss zur Stabilisierung des deutschen Luftverkehrs getroffen. Es wurde die Fortführung der Übernahme der Flugsicherungskosten für kleinere, regionale Flughäfen in Höhe von 50 Millionen Euro für das Jahr 2026 sichergestellt. Diese hoheitliche Aufgabe wird an diesen Standorten nicht zentral von der Deutschen Flugsicherung (DFS) wahrgenommen, sondern muss eigenständig von den Regionalflughäfen organisiert und finanziert werden. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen), betonte die Bedeutung dieser Entscheidung. Ohne die finanzielle Unterstützung des Bundes wäre an den Regionalflughäfen eine massive Verzerrung des europäischen Wettbewerbs entstanden, da diese Kosten die Konkurrenzfähigkeit der kleineren Standorte empfindlich belasten. Die Flugsicherung ist ein essenzieller Betriebsfaktor, dessen Kosten die Regionalflughäfen in Deutschland in Relation zu Wettbewerbern in der EU stark benachteiligen (Recherche). Der Beschluss des Haushaltsausschusses erfolgte kurz nach dem Koalitionsausschuss, der bereits weitreichende Maßnahmen zur Entlastung des Luftverkehrsstandortes Deutschland beschlossen hatte. Darin enthalten sind unter anderem die Rücknahme der jüngsten Luftverkehrsteuererhöhung ab Mitte 2026 sowie ein umfassendes Paket zur Senkung staatlich verursachter Kosten. Die Branche verbindet mit den nun getroffenen Entscheidungen die Hoffnung, den jahrzehntelangen Teufelskreis aus stetig steigenden Abgaben und Gebühren zu durchbrechen und die Verlagerung von Flugzeugen und den Verlust von Strecken zu stoppen. Die nun gesicherten 50 Millionen Euro gelten als wichtiger, ergänzender Baustein dieser Trendwende.

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Sicherheitspanne am Hartsfield-Jackson Atlanta: Gefundenes Magazin führt zu Flugverzögerung

Am Sonntag, den 9. November 2025, sorgte ein Vorfall am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport (ATL) für Aufsehen und eine mehrstündige Verzögerung eines Fluges der Ultra-Low-Cost-Airline Frontier Airlines. Während des laufenden Boarding-Prozesses wurde in der Kabine eines Airbus A320, der zum Cincinnati/Northern Kentucky International Airport (CVG) fliegen sollte, ein geladenes Magazin für eine Schusswaffe entdeckt. Der Fund in Sitz 7A, der zehn Hohlspitzgeschosse enthielt, löste eine umfangreiche Sicherheitsoperation aus, an der mehrere Bundes- und lokale Behörden beteiligt waren. Die sofortige Reaktion der Flughafenbetreiber und der Airline führte dazu, dass alle bereits zugestiegenen Passagiere das Flugzeug wieder verlassen mussten. In Koordination mit der Transportation Security Administration (TSA), dem Department of Aviation (DOA), dem Heimatschutzministerium (Homeland Security) und K-9-Einheiten der Polizei von Atlanta wurde eine vollständige Durchsuchung des Flugzeugs durchgeführt. Erst nach Abschluss dieser Sicherheitsüberprüfung und einer erneuten Kontrolle aller Fluggäste konnte der Flug seinen Bestimmungsort mit erheblicher Verspätung erreichen. Fund und Ermittlungen: Eine Frage des Besitzers Der Fund des geladenen Magazins, das in den Aufzeichnungen des ursprünglichen Berichts mit den Initialen „K H“ gekennzeichnete Spuren aufwies, zog unmittelbar eine intensive Ermittlung nach sich. Die ursprüngliche Meldung, die von einem Passagier in Sitz 7A ausging, führte zu einem Einsatz des Federal Bureau of Investigation (FBI). Die Frage nach dem Besitzer des Magazins führte zunächst zu widersprüchlichen Angaben. Während erste Berichte, die sich auf lokale Medien beriefen, von einem Mitglied einer Strafverfolgungsbehörde auf einem vorherigen Flug sprachen, hielt sich die örtliche Polizei von Atlanta zunächst mit einer Bestätigung zurück. Erst eine spätere Stellungnahme von

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FACC Academy eröffnet neues Zentrum zur Stärkung der Arbeitssicherheit

Der Luftfahrtzulieferer FACC hat in der vor einem Jahr eröffneten FACC Academy ein FACC Safety Center in Betrieb genommen. Ziel der neuen Schulungs- und Testeinrichtung ist es, das Sicherheitsbewusstsein der gesamten Belegschaft im Rahmen der Aus- und Weiterbildung nachhaltig zu verankern. Die Initiative baut auf dem hohen Sicherheitsstandard der Luftfahrtindustrie auf, die als sicherstes Verkehrsmittel weltweit gilt, und zielt darauf ab, die bereits strengen Standards und Abläufe weiter zu optimieren. In dem neuen Zentrum werden die Mitarbeitenden mittels spezifischer Fallbeispiele und interaktiver Trainingsinhalte in Sicherheitsfragen geschult. Der Fokus liegt dabei auf dem sogenannten „Human Factor“ und der individuellen Verantwortung jedes Einzelnen für sichere Prozesse. Ein wesentlicher Bestandteil des Schulungskonzeptes ist die Betonung einer offenen Gesprächskultur sowie einer „Just Culture“ (gerechten Fehlerkultur), da der Mensch alle Prozesse steuert und somit der entscheidende Faktor für die Sicherheit in der Luftfahrt ist. CEO Robert Machtlinger hob hervor, dass FACC mit dem neuen Safety Center weltweit zu den Vorreitern unter den Zulieferern der internationalen Luftfahrtindustrie zähle. Die Einrichtung markiert eine Verschiebung des Fokus: Während in Herstellungs- und Instandhaltungsbetrieben lange die Konformität von Produkten und Prozessen im Vordergrund stand, wird nun ein systematisches Sicherheitsmanagement ergänzt. Entwicklungs- und Produktionsorganisationen wie FACC übernehmen damit eine erweiterte Verantwortung, indem sie sicherheitsrelevante Einflüsse, wie Teamfähigkeit und menschliches Versagen, systematisch selbst bewerten und über die reine Erfüllung bestehender Zulassungskriterien hinausgehen.

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