November 17, 2025

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November 17, 2025

Entlastung für die Luftfahrt: Regierung senkt Ticketsteuer ab Mitte 2026

Die schwarz-rote Koalition hat die Weichen für eine deutliche Entlastung des Luftverkehrsstandorts Deutschland gestellt. Zum 1. Juli 2026 soll die deutsche Luftverkehrssteuer auf das Niveau vor der letzten Erhöhung im Mai 2024 gesenkt werden. Dieser Schritt, der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach den Beratungen des Koalitionsausschusses angekündigt wurde, zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrt zu stärken und positive Impulse für die Tourismus-, Messe- und Logistikbranche zu setzen. Die Entlastungssumme zugunsten der Luftverkehrsindustrie wird auf rund 350 Millionen Euro geschätzt. Die Branche begrüßt die Maßnahme als ein wichtiges Signal zur Umkehr einer jahrelang steigenden Kostenbelastung. Insbesondere der Branchenverband BDL (Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft) sieht eine Senkung der staatlichen Standortkosten um rund zehn Prozent, die sich positiv auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirken soll. Die Fluggesellschaften, allen voran die Lufthansa, kündigten bereits an, geplante Streckeneinstellungen und Frequenzkürzungen erneut zu prüfen. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Der deutsche Luftverkehrsstandort steht im europäischen Vergleich seit längerem unter Druck. Branchenvertreter wie der BDL betonen, dass sich die Erholung des Passagierluftverkehrs nach der weltweiten Pandemie in Deutschland unterdurchschnittlich entwickelt hat, was unter anderem auf die vergleichsweise hohen Standortkosten, bestehend aus Steuern und Gebühren, zurückgeführt wird. Die nun beschlossene Senkung der Ticketsteuer, die ursprünglich im Jahr 2011 zur Etatsanierung eingeführt wurde, gilt als zentraler Baustein, um diesen Rückstand aufzuholen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bezeichnete die Senkung als wichtiges Signal, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den europäischen Nachbarländern zu verbessern. Der Kanzler selbst unterstrich, dass mit der Maßnahme ein klares Zeichen für einen wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort gesetzt werde.

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Koalitionsausschuss beschließt Entlastungen für den Luftverkehr

Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2026 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stärkung des Luftverkehrsstandorts Deutschland beschlossen. Der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) begrüßte die Entscheidung, die eine Entlastung von rund 400 Millionen Euro im Bundeshaushalt 2026 vorsieht. Im Zentrum steht die Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 auf das Niveau vor dem 1. Mai 2024, was ein Entlastungsvolumen von jährlich 350 Millionen Euro darstellt. Die Luftfahrtbranche steht laut ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel seit Jahren unter starkem Wettbewerbsdruck, primär durch international hohe Standortkosten von über vier Milliarden Euro, die zur Verlagerung von Flugzeugen und dem Verlust von rund 200 Strecken in den letzten zehn Jahren geführt haben. Das beschlossene Maßnahmenpaket adressiert diese Wettbewerbsnachteile. Neben der Steuersenkung umfasst es strukturelle Änderungen bei staatlich verursachten Kosten: Es soll keinen weiteren Anstieg der Flugsicherungskosten geben; stattdessen ist eine Gebührensenkung von mehr als 10 Prozent bis 2029 geplant. Auch bei den Luftsicherheitskosten sind Senkungen durch Effizienzsteigerungen vorgesehen. Darüber hinaus wurde die Umstellung der Einfuhrumsatzsteuer (EUST) auf das Verrechnungsmodell beschlossen, um die Bürokratie abzubauen. Ein weiterer Punkt betrifft die Power-to-Liquid (PtL)-Quote, deren nationale Umsetzung gestrichen wird, sodass künftig nur die europäischen Mindeststandards gelten. Die Flughäfen sehen in diesen Beschlüssen einen ersten, richtigen Schritt und hoffen auf den Beginn einer echten Trendwende, um dem Luftverkehrsstandort Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzugeben. Als zentrale Ziele des Pakets wurden die Stärkung der Konnektivität und die Umsetzung einer umfassenden Luftfahrtstrategie genannt.

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FAA plant Notfall-Anweisung für Boeing 787: Austausch von Steuereinheiten nach unbeabsichtigten Höhenänderungen

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing sieht sich erneut mit einer potenziellen Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive, AD) der Federal Aviation Administration (FAA) konfrontiert, die alle Varianten seines Großraumflugzeugs 787 Dreamliner (787-8, 787-9 und 787-10) betreffen könnte. Die für Montag, den 17. November, zur Veröffentlichung vorgeschlagene Anweisung reagiert auf schwerwiegende Berichte über unbeabsichtigte Änderungen der über das Mode Control Panel (MCP) ausgewählten Flughöhe. Diese Störungen können ohne Eingabe der Piloten auftreten und haben bereits zu Zwischenfällen mit Verletzungen von Passagieren und Besatzung geführt. Die FAA fordert in ihrem Entwurf den Austausch aller betroffenen MCPs (mit den Teilenummern 4091640-901, 902 und 903) gegen eine aktualisierte Version, gefolgt von einem Installationstest. Als Ursache für die unbeabsichtigten Höhenänderungen, die auf zwei Flügen der Fluggesellschaften United Airlines und LATAM zu dramatischen Zwischenfällen im Flug führten, werden Software-, Hardware- und interne Stromversorgungsprobleme genannt. Die Anweisung würde insgesamt 165 Boeing Dreamliner betreffen. Die technischen Details der Notfall-Anweisung Laut dem FAA-Bericht (Docket No. FAA-2025-3426; Project Identifier AD-2025-00342-T) sind von der vorgeschlagenen Lufttüchtigkeitsanweisung weltweit 165 aktive Boeing Dreamliner betroffen. Das kritische Bauteil, das Mode Control Panel (MCP), ist die zentrale Schnittstelle, über die Piloten unter anderem die Zielhöhe, Geschwindigkeit und Flugrichtung in den Autopiloten eingeben. Wenn dieses Panel unbeabsichtigt Änderungen vornimmt, kann dies zu abrupten und unerwarteten Flugmanövern führen. Die beabsichtigten Maßnahmen umfassen den Austausch des gesamten MCP. Der geschätzte Zeitaufwand für die Durchführung der Arbeiten liegt bei lediglich zwei Stunden pro Flugzeug. Die Kosten pro Arbeitsstunde werden mit rund 85 US-Dollar beziffert, zuzüglich der Teilekosten. Honeywell International Inc., der Hersteller des

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Singapore Airlines meldet Umsatzrekord und Gewinneinbruch

Die Singapore Airlines (SIA) Group hat für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 eine starke operative Leistung und einen Rekordumsatz von 9,675 Milliarden US-Dollar (+1,9 Prozent) bekannt gegeben. Der operative Gewinn stieg marginal um 0,9 Prozent auf 803 Millionen US-Dollar. Die Nachfrage nach Flugreisen blieb robust, wobei die Gruppe, bestehend aus SIA und Scoot, 20,8 Millionen Passagiere beförderte (+8,0 Prozent). Die Auslastung (PLF) verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 87,7 Prozent. Der Nettogewinn der Gruppe brach im ersten Halbjahr jedoch deutlich um 67,8 Prozent auf 239 Millionen US-Dollar ein. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf die strategische Investition und deren buchhalterische Behandlung zurückzuführen. Der Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen fiel um 417 Millionen US-Dollar niedriger aus als im Vorjahr. Dies reflektiert insbesondere die Verluste von Air India, die nach der vollständigen Integration von Vistara und dem Beginn der Equity-Bilanzierung im Dezember 2024 berücksichtigt werden mussten. Zusätzlich wirkten sich gesunkene Zinserträge negativ aus. Trotz des Nettogewinneinbruchs stärkt die SIA Group ihre Bilanz und treibt die Flotten- und Netzwerkerweiterung voran. Die Schuldenquote sank von 0,82 auf 0,70. Die Fluggesellschaft kündigte zudem eine Sonderdividende von 10 Cent pro Aktie über drei Geschäftsjahre an, was die starke Finanzlage der Gruppe unterstreicht. Im Hinblick auf das Netzwerk erhöht SIA die Frequenzen zu Zielen wie Auckland, Tokio (Haneda) und Busan, um die hohe Nachfrage der Hauptreisezeit zum Jahresende zu bedienen. Die Tochtergesellschaft Scoot erweitert ihre Präsenz in Südostasien mit neuen Routen nach Da Nang und Kota Bharu sowie Frequenzerhöhungen. Die SIA Group setzt damit ihre Multi-Hub-Strategie fort,

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Iberia feiert ein Jahr A321XLR: Schmalrumpfflugzeug revolutioniert die Transatlantikstrategie

Die spanische Fluggesellschaft Iberia feiert den ersten Jahrestag der Indienststellung des Airbus A321XLR, einem Flugzeugmuster, das Iberia als weltweit erste Fluggesellschaft in ihrem Langstreckenbetrieb einsetzte. Am 14. November absolvierte der A321XLR vor einem Jahr seinen Jungfernflug auf der Langstrecke nach Boston und läutete damit eine neue Ära in der transozeanischen Konnektivität ein. Das Flugzeug, das durch seine außergewöhnliche Reichweite und Effizienz besticht, hat Iberia in die Lage versetzt, transatlantische Flüge erstmals mit einem Schmalrumpfflugzeug zu bedienen und dadurch die Langstreckenstrategie grundlegend zu transformieren. Dank des A321XLR konnte Iberia Frequenzen auf strategischen Routen signifikant erhöhen, saisonale Strecken wie Washington in ganzjährige Operationen umwandeln und die Erschließung neuer Märkte vorantreiben. Die Effizienz des Modells, das bis zu 40 Prozent Treibstoffersparnis gegenüber herkömmlichen Großraumflugzeugen (Wide-Body-Modellen) bietet, ist der Schlüssel zur Optimierung des gesamten Flottenmanagements. Iberia betreibt derzeit fünf A321XLR und erwartet die Vervollständigung ihrer Bestellung von insgesamt acht Einheiten bis Ende 2026. Technologischer Vorreiter: Reichweite eines Großraumflugzeugs im Schmalrumpfdesign Der Airbus A321XLR (Extra Long Range) ist ein entscheidendes Element in der Weiterentwicklung des Langstreckenflugverkehrs. Durch seine technische Konzeption kann das Schmalrumpfflugzeug Distanzen zurücklegen, die bisher Großraumflugzeugen wie der A330 oder der A350 vorbehalten waren. Die Fähigkeit, lange, dünne Strecken rentabel zu bedienen, ist der Hauptvorteil dieses Flugzeugtyps. Wirtschaftlichkeit und Kapazität: Die von Iberia hervorgehobene Treibstoffersparnis von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu älteren Großraummodellen ist für die Wirtschaftlichkeit der neuen Transatlantikrouten von entscheidender Bedeutung. Der A321XLR ermöglicht es, Routen mit geringerer Passagierzahl zu bedienen, die mit einem Großraumflugzeug nicht profitabel wären. Die

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Air Astana meldet Umsatzwachstum trotz externer Herausforderungen

Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Kasachstans, hat für die ersten neun Monate des Jahres 2025 eine robuste Geschäftsentwicklung gemeldet. Trotz Widrigkeiten wie dem ungeplanten Ausbau von Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney und der Schwäche der kasachischen Währung Tenge konnte die Airline ihren Gesamtumsatz und sonstige Erträge um 10,1 Prozent auf 1,0968 Milliarden US-Dollar steigern. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich der Umsatz auf 996,5 Millionen US-Dollar. Die Airline verzeichnete einen deutlichen Anstieg der beförderten Passagierzahlen, die um 10,5 Prozent auf 7,5 Millionen Reisende kletterten (Vorjahr: 6,8 Millionen). Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Load Factor) blieb mit 83 Prozent stabil auf hohem Niveau. Air Astana konnte auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten (EBITDAR) um 3,5 Prozent verbessern, was CEO Peter Foster auf dynamische Kapazitätszuweisung und effektives Yield Management zurückführte. Die Profitabilität wurde jedoch im saisonal stärksten dritten Quartal durch mehrere externe Faktoren beeinträchtigt. Neben der währungsbedingten Schwäche wirkten sich auch unplanmäßige Triebwerkswartungen (Grounding von Flugzeugen) des US-Herstellers Pratt & Whitney aus, was die verfügbare Kapazität reduzierte. Solche Triebwerksprobleme betreffen derzeit weltweit mehrere Fluggesellschaften (Recherche). Darüber hinaus beeinflussten zeitweise Flughafenschließungen den Geschäftsbetrieb. Trotz dieser externen Einflüsse zeigte sich CEO Peter Foster zuversichtlich und hob die Flexibilität des Unternehmens hervor, mit der man solchen Einflüssen erfolgreich begegne. Air Astana spielt eine strategische Rolle für die Anbindung Kasachstans an Europa, den Nahen Osten und Asien (Recherche).

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Wegen Joint-Raucher am „Häusl“: JetBlue-Flug muss nach Boston zurückkehren

Ein Flug der US-amerikanischen Fluggesellschaft JetBlue von Boston nach Tampa musste am 9. November 2025 kurz nach dem Start zum Boston Logan International Airport (BOS) umkehren. Der Grund für die Unterbrechung war eine schwerwiegende Störung an Bord, ausgelöst durch einen Passagier, der in einer Bordtoilette Marihuana rauchte. Die Flugbesatzung des Airbus A321-200 meldete den Vorfall und erklärte aufgrund der notwendigen Landung mit Übergewicht einen Luftnotfall. Der Vorfall führte zur Annullierung des Fluges sowie des nachfolgenden Rückflugs, was die Reisepläne zahlreicher Passagiere empfindlich störte und erhebliche Kosten für die Fluggesellschaft verursachte. Der Vorfall, dokumentiert durch die veröffentlichten Aufzeichnungen des Fluglotsenfunks (ATC), ereignete sich an Bord von JetBlue Flug B61191. Die Piloten informierten das New York Center über ihre Absicht, umzukehren, nachdem der Rauch aus der Bordtoilette in die Kabine und möglicherweise in den Cockpitbereich gelangt war, was zur Beeinträchtigung von Besatzungsmitgliedern führte. Der Passagier, dessen Sitzplatz mit 1F angegeben wurde, wurde nach der sicheren Landung des Flugzeugs in Boston von der örtlichen Strafverfolgungsbehörde in Empfang genommen. Der kritische Vorfall und die Notlandung JetBlue Flug B61191 war eine tägliche Verbindung von Boston nach Tampa Bay International Airport. Am 9. November 2025 wurde der Flug mit dem Airbus A321-200 (Registrierung N907JB) durchgeführt. Die Maschine, die regulär 200 Passagiere aufnehmen kann, beförderte Berichten zufolge insgesamt 208 Insassen, darunter wahrscheinlich zwei zusätzliche Besatzungsmitglieder auf sogenannten Jumpseats. Der Flug startete mit einer Verspätung von etwa drei Stunden. Weniger als eine Stunde nach dem Abheben meldete die Flugbesatzung den Vorfall der Flugverkehrskontrolle. Der Rauch des in der

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Frankfurt: Condor nimmt London Gatwick dreimal täglich ins Streckennetz auf

Die Fluggesellschaft Condor erweitert ihr Streckennetz um eine der wichtigsten Metropolen Europas: Ab April 2026 wird die britische Hauptstadt London erstmals in den Flugplan aufgenommen. Condor verbindet dann dreimal täglich den Flughafen Frankfurt (FRA) mit London Gatwick (LGW). Die neue Route ist strategisch sowohl auf Geschäftsreisende als auch auf Städteurlauber ausgerichtet und unterstreicht die Wachstumsambitionen des Carriers im innereuropäischen Markt. Die Verbindung zwischen Frankfurt, einem der wichtigsten Finanzzentren des Kontinents, und London Gatwick, dem zweitgrößten Londoner Flughafen (Recherche), schafft eine signifikante neue Anbindung für Passagiere aus der Rhein-Main-Region und dem Südosten Englands. Peter Gerber, CEO von Condor, betonte, dass die Aufnahme dieser Verbindung ein klares Zeichen für das Wachstum der Airline im europäischen Markt setze und das City-Netzwerk ergänze. Jonathan Pollard, Chief Commercial Officer von London Gatwick, hob die Bedeutung der dreimal täglichen Frequenz hervor, da sie eine optimale Flexibilität für Tages- und Kurzaufenthalte biete. Neben der neuen London-Verbindung kündigte Condor zwei weitere Routen an: Ab Dezember 2025 nimmt die Fluggesellschaft wieder wöchentliche Nonstop-Flüge von Düsseldorf nach Sulaymaniyah (ISU) im Nordirak auf, eine wichtige Verbindung für den ethnischen Verkehr. Zudem wird ab Juni 2026 die georgische Hauptstadt Tiflis (TBS) wieder ins Programm aufgenommen und dann täglich ab Frankfurt angeflogen. Die gezielte Ausweitung auf London, den Nahen Osten und den Kaukasus zeigt die Strategie Condors, ihre Präsenz in verschiedenen wachstumsstarken Märkten zu stärken.

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