Dezember 29, 2025

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Dezember 29, 2025

Condor streicht geplante Inlandsverbindung zwischen Frankfurt und Düsseldorf

Die deutsche Fluggesellschaft Condor hat ihre Pläne für eine tägliche Flugverbindung zwischen Frankfurt am Main und Düsseldorf überraschend revidiert. Die Strecke, die ursprünglich ab Mai 2026 den Sommerflugplan ergänzen sollte, wurde noch vor der Aufnahme des Flugbetriebs aus dem Programm gestrichen. Nach Unternehmensangaben ist dies das Ergebnis einer regelmäßigen Überprüfung der Netzwerkgestaltung. Ursprünglich war vorgesehen, einen Airbus A320 am späten Abend von Frankfurt nach Nordrhein-Westfalen zu entsenden und die Maschine am nächsten Morgen zurückkehren zu lassen. Während diese Inlandsverbindung entfällt, hält der Ferienflieger an der Einführung neuer europäischer Städteverbindungen nach Budapest, Venedig und Barcelona fest. Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass wirtschaftliche Erwägungen und die Konkurrenzsituation im innerdeutschen Luftverkehr eine entscheidende Rolle bei dieser Entscheidung spielten. Die Strecke zwischen den beiden Drehkreuzen wird bereits intensiv von der Lufthansa bedient, was den Markteintritt für Condor erschwert hätte. Zudem belasten die hohen staatlichen Abgaben im deutschen Luftverkehr, insbesondere die Luftverkehrsteuer und gestiegene Flugsicherungsgebühren, die Rentabilität von Kurzstreckenflügen. Diese Faktoren führen branchenweit dazu, dass Fluggesellschaften ihre innerdeutschen Kapazitäten reduzieren und stattdessen Fluggeräte auf profitableren internationalen Routen einsetzen. Die geplante Verbindung sollte ursprünglich nicht nur Passagiere befördern, sondern auch interne logistische Funktionen erfüllen. Condor beabsichtigte, die Flüge für den Transport von Besatzungen zu Langstreckeneinsätzen sowie zur Überführung von Flugzeugen zu Wartungszwecken an den Standort der Condor Technik in Düsseldorf zu nutzen. Durch den Wegfall der Flugverbindung muss die Airline nun alternative Transportwege für das Personal und technische Überführungsflüge ohne Passagiere organisieren. Trotz dieser logistischen Hürde priorisiert die Geschäftsführung derzeit den Ausbau des europäischen Städtenetzes

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Anpassung der Luftverkehrsteuer in Deutschland macht Tickets wohl nicht billiger

Die für den 1. Juli 2026 beschlossene Senkung der Luftverkehrsteuer wird nach Einschätzung der Bundesregierung nicht zwangsläufig zu günstigeren Flugpreisen für Endverbraucher führen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstrich in aktuellen Stellungnahmen, dass das primäre Ziel der steuerlichen Entlastung in der Wiederherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Luftverkehrsstandorts liege. Da Deutschland im europäischen Vergleich bei der Erholung des Passagieraufkommens nach der Pandemie deutlich hinterherhinkt und lediglich rund 90 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht, soll die Maßnahme vor allem Anreize für Fluggesellschaften schaffen, ihre Kapazitäten wieder verstärkt an deutschen Flughäfen zu binden. Eine direkte Weitergabe der Steuerersparnis an die Fluggäste liegt dabei allein im Ermessen der jeweiligen Unternehmen. Hintergrund der politischen Entscheidung ist die Sorge um die schleichende Abwanderung von Flugbewegungen ins Ausland. Während Nachbarstaaten bereits Zuwächse von über 110 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau verzeichnen, kämpft Deutschland mit hohen Standortkosten. Neben der Luftverkehrsteuer belasten steigende Luftsicherheitsgebühren und Flugsicherungsentgelte die Kalkulationen der Airlines. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Fluggesellschaften ihre Flotten dort stationieren, wo die operativen Rahmenbedingungen am wirtschaftlichsten sind. Die Reduzierung der Abgabe wird somit als notwendiges Signal gewertet, um ein verlässliches Streckennetz für den Wirtschaftsstandort Deutschland sicherzustellen und den Abzug weiterer Verbindungen durch Billigflieger und internationale Großcarrier zu verhindern. Unterstützung erhält der Verkehrsminister vom Flughafenverband ADV. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel betonte ebenfalls, dass es keinen Automatismus für Preissenkungen gebe. Die Branche sieht in der angekündigten Senkung lediglich einen ersten Schritt zur Korrektur der Wettbewerbsverzerrungen. Um eine langfristige Trendwende einzuleiten und Airlines zur Stationierung neuer Flugzeuge in Deutschland zu bewegen, seien in

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Ausbau der Wartungskapazitäten: Ethiopian Airlines schließt A350-Lackierprogramm ab

Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat den erfolgreichen Abschluss ihres ersten vollständigen „Strip-and-Paint“-Programms für den Airbus A350-900 auf dem afrikanischen Kontinent bekannt gegeben. Im Rahmen dieses technischen Großprojekts wurden zwei Maschinen dieses Typs in den eigenen Wartungshangars in Addis Abeba komplett entlackt und mit einer neuen Oberflächenbeschichtung versehen. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Erweiterung des Portfolios der Wartungssparte Ethiopian MRO (Maintenance, Repair and Overhaul), die zuvor bereits ähnliche Kapazitäten für das Konkurrenzmodell Boeing 787 „Dreamliner“ etabliert hatte. Die technische Durchführung umfasst die chemische Entfernung alter Lackschichten sowie die präzise Applikation spezialisierter Luftfahrtlacke unter strengen industriellen Qualitätsvorgaben. Konzernchef Mesfin Tasew betonte die strategische Relevanz dieses Meilensteins für die technologische Eigenständigkeit der Fluggesellschaft. Durch die Inhouse-Abwicklung solch komplexer Instandhaltungsarbeiten reduziert Ethiopian Airlines die Abhängigkeit von externen Dienstleistern in Europa oder Asien massiv. Dies führt nicht nur zu einer Reduktion der operativen Kosten, sondern verkürzt auch die Standzeiten der Flugzeuge am Boden. Die Investitionen in die Wartungsinfrastruktur am Drehkreuz Addis Abeba sind Teil eines langfristigen Plans, Äthiopien als führendes technisches Zentrum für die afrikanische Luftfahrtindustrie zu positionieren und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Akteuren zu steigern. Über die reine Eigenversorgung hinaus zielt die Airline darauf ab, die neu gewonnenen Kapazitäten als Dienstleistung für Drittkunden anzubieten. Der globale Markt für Flugzeugwartung wächst stetig, und spezialisierte Lackierbetriebe sind weltweit stark ausgelastet. Ethiopian MRO plant, durch attraktive Preisgestaltungen und zertifizierte Technikstandards Aufträge von anderen Fluggesellschaften aus der Region und darüber hinaus zu gewinnen. Dies soll zusätzliche Deviseneinnahmen generieren und die Rentabilität des gesamten Konzerns weiter absichern. Die

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Strategische Flottenmodernisierung und Netzausbau der taiwanesischen Eva Air durch Milliardeninvestition

Die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air hat kurz vor dem Jahreswechsel eine wegweisende Entscheidung zur langfristigen Sicherung ihrer Marktposition getroffen. Das Board der privaten Airline genehmigte am vergangenen Freitag ein Investitionspaket in der Höhe von insgesamt 1,94 Milliarden US-Dollar. Kernpunkt dieses Plans ist der Erwerb von vier zusätzlichen fabrikneuen Boeing 787-9 Dreamlinern sowie die strategische Verlängerung bestehender Leasingverträge für vier Boeing 777-300ER, die sich bereits im aktiven Dienst befinden. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage im internationalen Reiseverkehr, insbesondere auf den prestigeträchtigen Routen zwischen Nordamerika und Asien. Die Investition dient nicht nur der Kapazitätserweiterung, sondern ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, das auch eine tiefgreifende Erneuerung der Kabinenausstattung bestehender Flugzeuge vorsieht, um im Wettbewerb mit regionalen Rivalen wie China Airlines und dem aufstrebenden Newcomer Starlux Airlines bestehen zu können. Die Rolle der Boeing-Flotte für die globale Expansion Die Entscheidung für den Kauf der vier neuen Boeing 787-9 ist ein klares Bekenntnis zur Strategie der Flottenvereinheitlichung und Effizienzsteigerung. Der Dreamliner hat sich für Eva Air als ideales Fluggerät erwiesen, um sowohl neue Ziele zu erschließen als auch die Frequenzen auf bestehenden Routen wirtschaftlich zu erhöhen. Durch die fortschrittliche Triebwerkstechnologie und die verbesserte Aerodynamik bietet der Typ 787-9 signifikante Vorteile bei den Betriebskosten pro Sitzplatz. Eva Air plant, diese neuen Maschinen primär zur Stärkung ihres Netzwerks einzusetzen, das derzeit über 40 internationale Ziele in Asien, Australien, Europa und Nordamerika umfasst. Ein wesentlicher Pfeiler des Geschäftsmodells von Eva Air ist die Nutzung des Heimatdrehkreuzes am Taiwan Taoyuan International Airport (TPE).

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Strategische Neuausrichtung bei BBN Airlines Indonesia im Frachtsektor

Die indonesische Fluggesellschaft BBN Airlines Indonesia, ein Tochterunternehmen der Avia Solutions Group, zieht sich weitgehend aus dem Markt für reine Luftfrachttransporte zurück. Nach einer etwa zweijährigen Präsenz in diesem Segment hat das Unternehmen seinen operativen Fokus verschoben und die Nutzung dezidierter Frachtflugzeuge eingestellt. Bereits im September 2025 wurde die einzige Boeing 737-400 SF (Special Freighter) außer Dienst gestellt. Obwohl die Fluggesellschaft formell noch über eine modernere Boeing 737-800 BCF (Boeing Converted Freighter) verfügt und das notwendige Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) für Frachtflüge hält, gibt es laut Branchenberichten keine Pläne, diese Berechtigung langfristig zu verlängern oder den Betrieb in diesem Bereich fortzuführen. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass dieser Schritt in engem Zusammenhang mit der Expansion im Passagiergeschäft steht. BBN Airlines Indonesia hatte erst im vergangenen Jahr die Genehmigung für den Linienverkehr mit Passagieren erhalten und setzt nun verstärkt auf den Ausbau ihres Netzwerks innerhalb Südostasiens. Die Muttergesellschaft Avia Solutions Group, die weltweit als größter Anbieter für Flugzeugvermietung, Wartung und Versicherung (ACMI) agiert, scheint ihre indonesische Sparte gezielt auf die hohe Nachfrage im touristischen und regionalen Personenverkehr auszurichten. Die freiwerdenden Ressourcen und Kapazitäten am Drehkreuz Jakarta sollen künftig primär der Beförderung von Fluggästen dienen, um von den wachsenden Passagierzahlen in der Region zu profitieren. Hintergrund dieser Entscheidung ist auch die volatiler gewordene Nachfrage im globalen Luftfrachtmarkt für ältere Schmalrumpfflugzeuge. Während der Pandemie boomte der Einsatz von umgebauten Boeing 737-Frachtern, doch mit der Normalisierung der Lieferketten und dem Anstieg der Beiladekapazitäten in Passagiermaschinen sank die Rentabilität für kleinere Frachtanbieter. BBN Airlines Indonesia konzentriert sich daher auf

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Kapitalspritze: Hainan Airlines investiert in HNA Cargo

Die Anteilseigner der Hainan Airlines Holding haben auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 17. Dezember 2025 einer bedeutenden Kapitalerhöhung für das verbundene Unternehmen HNA Cargo zugestimmt. Wie aus einer offiziellen Mitteilung an der Börse in Shanghai hervorgeht, wird die Fluggesellschaft insgesamt 750 Millionen Yuan, umgerechnet etwa 106,5 Millionen US-Dollar, in die Frachteinheit investieren. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der der globale Luftfrachtmarkt eine zunehmende Konsolidierung erfährt und chinesische Logistikdienstleister ihre Strukturen optimieren, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Investition dient primär der Stärkung der Eigenkapitalbasis, der Restrukturierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Schaffung weitreichender Synergieeffekte zwischen den Passagierkapazitäten der Hainan Airlines und dem spezialisierten Frachterbetrieb der Gruppe. Struktur der Beteiligung und finanzielle Eckpunkte Durch die genehmigte Transaktion sichert sich die Hainan Airlines Holding einen Anteil von 16,2 Prozent an HNA Cargo. Die finanzielle Abwicklung sieht vor, dass ein Betrag von 50,2 Millionen Yuan direkt in das Stammkapital der Gesellschaft fließt, während die verbleibenden 699,8 Millionen Yuan den Kapitalrücklagen zugeführt werden. Diese gezielte Zufuhr von Liquidität soll die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Frachttochter erhöhen und Spielraum für zukünftige Expansionsschritte schaffen. HNA Cargo wurde im Jahr 2010 gegründet und befand sich bisher zu 92,4 Prozent im Besitz der Muttergesellschaft HNA Aviation Group. Infolge der Kapitalerhöhung verwässert sich der Anteil der Muttergesellschaft auf 77,4 Prozent, wobei die operative Kontrolle weiterhin innerhalb des Konzernverbunds verbleibt. Trotz dieser Verschiebung in den Eigentumsverhältnissen ist die Frachteinheit profitabel: Für die ersten zehn Monate des Jahres 2025 meldete HNA Cargo einen Nettogewinn von 6,4 Millionen Yuan bei

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Flottenwechsel bei ITA Airways: Ausmusterung des Airbus A330-200 zum Jahresende

Die italienische Staatsfluggesellschaft ITA Airways beendet zum 31. Dezember 2025 den regulären Linienbetrieb ihrer verbliebenen Airbus A330-200. Der finale Langstreckeneinsatz dieses Typs ist für Silvester auf der Route vom Drehkreuz Rom-Fiumicino zum Logan International Airport in Boston geplant. In den Tagen unmittelbar vor der Stilllegung wird das Modell noch auf den Strecken nach Delhi (29. Dezember) sowie zum New Yorker Flughafen JFK (30. Dezember) eingesetzt. Mit dem Abzug dieser Maschinen verschwindet eines der letzten sichtbaren Erbstücke der insolventen Vorgängergesellschaft Alitalia aus dem aktiven Dienst, von der ITA Airways die Flugzeuge bei ihrer Gründung im Jahr 2021 übernommen hatte. Die drei verbleibenden Einheiten des Typs Airbus A330-200, die ein Durchschnittsalter von rund 15 Jahren aufweisen, werden nach ihrer Ausmusterung an die jeweiligen Leasinggeber zurückgegeben. Über Jahre bildete dieses Modell das Rückgrat des italienischen Interkontinentalverkehrs, wird jedoch nun sukzessive durch modernere Kapazitäten ersetzt. Branchenanalysen zufolge markiert dieser Schritt einen wichtigen Teil der Flottenharmonisierung unter der Ägide der Lufthansa Group, die im Jahr 2024 die Genehmigung zur Übernahme eines Minderheitsanteils an der Airline erhielt. Die Vereinheitlichung der Flotte auf neuere Airbus-Modelle soll die Wartungskosten senken und die betriebliche Effizienz auf den prestigeträchtigen Nordatlantik-Routen steigern. Als direkter Ersatz für die alternden A330-200 setzt ITA Airways verstärkt auf den Airbus A330-900 (A330neo) sowie den Airbus A350-900. Diese Flugzeuge bieten neben einer höheren Reichweite auch eine modernisierte Kabinenausstattung, insbesondere in der Business Class, um im Wettbewerb mit anderen europäischen Netzwerk-Carriern konkurrenzfähig zu bleiben. Die Einflottung der neuen Maschinen erfolgt im Rahmen eines milliardenschweren Investitionsprogramms, das darauf

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Entwicklungen und Perspektiven der deutschen Luftverkehrswirtschaft am Ende des Geschäftsjahres 2025

Die deutschen Flughäfen blicken am Ende des Jahres 2025 auf eine Phase der Konsolidierung und moderaten Erholung zurück. In einem Marktumfeld, das durch geopolitische Spannungen und komplexe regulatorische Rahmenbedingungen geprägt war, konnten die Standorte ihre Rolle als zentrale Knotenpunkte für die globale Mobilität und den internationalen Handel behaupten. Mit einem erwarteten Passagieraufkommen von rund 219 Millionen Fluggästen bis zum Jahreswechsel verzeichnet die Branche ein Wachstum von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Aufwärtstrend verdeutlicht die ungebrochene Relevanz des Luftverkehrs für die deutsche Volkswirtschaft, offenbart jedoch gleichzeitig strukturelle Herausforderungen im internationalen Wettbewerbsvergleich. Während sich die Nachfrage stabilisiert, fordern Branchenvertreter eine grundlegende politische Neuausrichtung, um die Attraktivität des Standortes Deutschland langfristig zu sichern und die Konnektivität der verschiedenen Wirtschaftsregionen auszubauen. Analysen zur Verkehrsentwicklung und Marktpositionierung Das Jahr 2025 markiert für die deutschen Verkehrsflughäfen einen wichtigen Schritt in Richtung einer vollständigen Erholung des Flugverkehrs. Die erreichten 219 Millionen Passagiere signalisieren zwar eine positive Tendenz, liegen jedoch in der Dynamik hinter vielen europäischen Nachbarstaaten zurück. Experten führen dies unter anderem auf die hohen Standortkosten zurück, die insbesondere im Segment der Direktverbindungen und bei Billigfluggesellschaften zu Kapazitätsverlagerungen ins Ausland geführt haben. Dennoch zeigt sich die Nachfrage sowohl im Urlaubsverkehr als auch im Segment der Geschäftsreisen robust. Die deutschen Flughäfen fungieren hierbei nicht nur als Abflugorte, sondern als komplexe Logistikzentren, die eine nahtlose Anbindung an weltweite Märkte garantieren. Aletta von Massenbach, Präsidentin des Flughafenverbands ADV, betont in ihrer Jahresbilanz die Anpassungsfähigkeit der Standorte. Die Flughäfen hätten sich trotz der Unsicherheiten als verlässliche Ankerpunkte erwiesen.

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Verkauf von Pakistan International Airlines an Investorenkonsortium abgeschlossen

Die pakistanische Regierung hat den Verkauf der staatlichen Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) erfolgreich abgeschlossen. Ein Konsortium unter der Führung des Wertpapierhandelshauses Arif Habib Limited erhielt den Zuschlag für einen Anteil von 75 Prozent an der nationalen Fluggesellschaft. Zu den weiteren Partnern der Käufergruppe gehören die Fatima Fertilizer Group sowie die AKD Group. Das erfolgreiche Gebot beläuft sich auf 135 Milliarden Pakistanische Rupien, was etwa 482 Millionen US-Dollar entspricht. Die Privatisierung der chronisch defizitären Fluglinie war eine zentrale Bedingung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Rahmen eines finanziellen Stabilisierungsprogramms für den pakistanischen Staat. Der Verkaufsprozess gestaltete sich im Vorfeld schwierig. Ein früherer Versuch scheiterte aufgrund mangelnden Interesses, während an der nun abgeschlossenen Auktion auch Wettbewerber wie die Fluggesellschaft Airblue und das Unternehmen Lucky Cement teilnahmen. Die vertragliche Gestaltung sieht vor, dass die pakistanische Regierung lediglich 10 Milliarden Rupien in bar erhält. Der überwiegende Teil der Kaufsumme muss von den neuen Eigentümern direkt in die Restrukturierung und technische Erneuerung der Airline investiert werden. Zudem besteht eine Beschäftigungsgarantie, nach der alle Mitarbeiter für mindestens zwölf Monate zu unveränderten Konditionen übernommen werden müssen. Die vollständige operative Übernahme ist für April 2026 geplant. Hinter der Fluggesellschaft liegen Jahre schwerer Krisen. Nach einem Absturz im Jahr 2020 geriet PIA international in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass zahlreiche Piloten mit gefälschten Lizenzen flogen. Dies führte zu langjährigen Flugverboten im europäischen und britischen Luftraum. Erst im Dezember 2024 hob die europäische Luftsicherheitsagentur EASA die Sperre auf, gefolgt von den britischen Behörden im Oktober 2025. Das neue Konsortium

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Einsatz der Luftstreitkräfte zur Bekämpfung eines Waldbrandes im Bereich der Innsbrucker Nordkette

Seit den Morgenstunden des 28. Dezember 2025 befindet sich das Österreichische Bundesheer in einem großräumigen Assistenzeinsatz in Tirol. Auslöser ist ein Waldbrand im steilen und schwer zugänglichen Gelände der Nordkette bei Innsbruck, der die Kapazitäten der zivilen Feuerwehren am Boden vor erhebliche Herausforderungen stellt. Auf Anforderung der Landeswarnzentrale Tirol stellt das Bundesheer spezialisierte Hubschrauberressourcen zur Verfügung, um die Brandherde gezielt aus der Luft zu bekämpfen und einen weiteren Übergriff der Flammen auf angrenzende Waldgebiete zu verhindern. Der Fokus liegt dabei auf der technischen Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte sowie dem Transport von Löschwasser in Hochgebirgslagen, wobei insbesondere die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Fluggeräte im winterlichen alpinen Gelände zum Tragen kommt. Die Alarmierung und der Beginn der Luftunterstützung Nachdem der Brand im Raum der Nordkette gemeldet worden war, leiteten die zuständigen Behörden umgehend die notwendigen Schritte zur Sicherung des Gebiets ein. Da die betroffenen Hanglagen aufgrund ihrer Steilheit und der winterlichen Bodenbeschaffenheit für herkömmliche Löschfahrzeuge und Bodenmannschaften nur unter extremen Sicherheitsrisiken erreichbar sind, rückte die Unterstützung aus der Luft in das Zentrum der Einsatzstrategie. Die Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte in diesem Zusammenhang die ständige Einsatzbereitschaft der militärischen Strukturen für zivile Notfälle. Die Soldaten und die technische Ausrüstung stehen demnach bereit, um dort einzugreifen, wo konventionelle Methoden an ihre Grenzen stoßen. Der Einsatz begann unmittelbar nach der offiziellen Anforderung durch das Land Tirol und wird koordinativ über die Landeswarnzentrale gesteuert, um eine nahtlose Integration in die bestehende Einsatzleitung der Feuerwehr zu gewährleisten. Technische Spezifikationen und Einsatzprofile der Luftfahrzeuge Das Rückgrat der militärischen Brandbekämpfung in

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