2025

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2025

Wizz Air setzt auf Kundenorientierung und meldet deutliche Fortschritte

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat, sechs Monate nach der Einführung ihrer neuen kundenorientierten Strategie „Customer First Compass“, ermutigende Erfolge gemeldet. Auf einer Unternehmensveranstaltung in London am 28. Oktober 2025 verkündete die Airline, dass die umfassende, mit 14 Milliarden Euro dotierte Initiative zu einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit um 10% geführt habe. Diese positiven Ergebnisse signalisieren eine strategische Neuausrichtung des sogenannten Ultra-Low-Cost-Carrier-(ULCC)-Modells, weg von der reinen Fokussierung auf den Preis hin zu einer stärkeren Betonung der betrieblichen Effizienz und des Kundenerlebnisses. Trotz einer signifikanten Ausweitung des Flugbetriebs, mit einer Steigerung der Flüge um 7% im Vergleich zum Vorjahr und einer Spitze von 1.000 Flügen täglich im Sommer, konnte Wizz Air eine durchschnittliche Flugdurchführungsrate von 99,5% erreichen. Diese operative Stärke ist besonders bemerkenswert angesichts der branchenweiten Herausforderungen bei der Verfügbarkeit von Flugzeugen. Mit der neuen Strategie reagiert das Unternehmen auf frühere Kritik und strebt eine Neudefinition des ULCC-Gedankens an, bei dem „incredibly efficient“ (unglaublich effizient) an die Stelle von „cheap“ (billig) treten soll. Strategische Neuausrichtung und operative Stärke Die Einführung von „Customer First Compass“ im April 2025 war die Antwort des Unternehmens auf eine Phase nach der globalen Pandemie, in der Wizz Air, wie der Chief Commercial Officer (CCO) Michael Delehant einräumte, „nicht auf seinem besten Niveau“ agierte und „viele enttäuschte Kunden“ verzeichnete. Delehant hob in seiner Rede die positive Reaktion der Mitarbeiter und die Auszahlung der Investitionen hervor, die zu „einem der besten Sommer aller Zeiten“ für Wizz Air und gleichzeitig „einem der besten Sommer in der gesamten Branche“ geführt habe. Die

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Emirates SkyCargo erweitert Frachtnetz: Bangkok neu in Ost- und Südostasien

Emirates SkyCargo, die Frachtdivision der Fluggesellschaft Emirates, verstärkt ihre Präsenz in Ost- und Südostasien. Mit sofortiger Wirkung bedient die Airline den Flughafen Suvarnabhumi (BKK) in Bangkok mit einem wöchentlichen dedizierten Frachterflug. Diese neue Verbindung ergänzt das bereits dichte Streckennetz des Unternehmens in der Region und bietet Kunden somit zusätzliche Kapazitäten und Flexibilität für den weltweiten Warentransport über das Drehkreuz Dubai. Durch die Aufnahme von Bangkok wächst das globale Frachternetzwerk von Emirates SkyCargo auf insgesamt 43 Destinationen, wovon elf Ziele in Ost- und Südostasien liegen. Thailand gilt mit seiner strategischen Wirtschaftspolitik „Thailand 4.0“ als wichtiger Wachstumsmarkt. Diese Strategie legt den Fokus auf Innovation und Hightech-Industrien wie Elektromobilität, Smart Electronics, Medizintechnik und Robotik. Emirates SkyCargo positioniert sich mit seiner Flotte aus über 260 Großraumflugzeugen und seinem weitreichenden globalen Netzwerk als idealer Partner für den Transport dieser sensiblen Hightech-Waren sowie von Gütern wie Textilien oder frischem Steinobst. Die Erweiterung der Kapazitäten in Asien beschränkt sich nicht nur auf Bangkok. Bereits im Oktober 2025 hat Emirates SkyCargo die Frachterfrequenz nach Hanoi (Vietnam) auf vier wöchentliche Verbindungen erhöht. Drei dieser Flüge führen direkt zum Drehkreuz Dubai World Central (DWC), während eine weitere Verbindung Hanoi mit Taipeh und Dubai verknüpft. Zudem wurde die Frequenz nach Guangzhou (China) um einen sechsten wöchentlichen Frachter erweitert, um der konstant hohen Nachfrage aus China gerecht zu werden, insbesondere im Bereich der Konsumelektronik und des E-Commerce. Insgesamt bedient Emirates SkyCargo aktuell 25 Fracht-Gateways in Ost- und Südostasien. Mit 45 wöchentlichen Frachterverbindungen, 13 Charterflügen und 315 wöchentlichen Passagierflügen, die ebenfalls Fracht transportieren,

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Ryanair erhöht Passagierprognose dank verbesserter Boeing-Lieferungen

Der europäische Billigflugriese Ryanair blickt trotz der andauernden Herausforderungen im globalen Luftverkehrsmarkt und der angespannten Beziehung zu seinem Hauptflugzeughersteller Boeing wieder optimistischer in die Zukunft. Konzernchef Michael O’Leary hat in Dublin bekannt gegeben, dass das Unternehmen seine Passagierprognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 auf 207 Millionen Fluggäste anhebt. Dies entspricht einer Steigerung von über drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegt eine Million über den bisherigen Erwartungen. Die Korrektur nach oben ist eng verknüpft mit der Aussicht auf die verbesserte Auslieferung neuer Jets durch den US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing, dessen Produktionsprobleme Ryanairs Wachstumspläne in den vergangenen Jahren wiederholt ausgebremst hatten. Die optimistischere Passagierprognose stützt sich auf eine robuste Geschäftsentwicklung, insbesondere im wichtigen zweiten Geschäftsquartal (Juli bis September), der stärksten Reisezeit des Jahres. Ryanair verzeichnete in dieser Periode deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Dennoch sieht sich die Fluggesellschaft weiterhin mit Unsicherheiten konfrontiert, die eine definitive Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr aus Sicht des Managements derzeit nicht zulassen. Kerngeschäft floriert: Quartalszahlen zeigen deutliche Zuwächse Die kürzlich vorgelegten Quartalszahlen des irischen Unternehmens untermauern die starke Marktposition von Ryanair im europäischen Luftverkehrsraum. Im zweiten Geschäftsquartal, das die Hauptreisezeit des Sommers umfasst, stieg die Zahl der beförderten Fluggäste im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 61,2 Millionen. Noch eindrucksvoller entwickelte sich der Umsatz: Er legte um acht Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro zu. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Rentabilität. Der Überschuss, also der Nettogewinn des Konzerns, erlebte in diesem Zeitraum einen deutlichen Sprung und stieg um ein Fünftel auf gut 1,7

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Länder fordern Kurswechsel in der Luftverkehrspolitik: ADV begrüßt VMK-Beschlüsse

Der Flughafenverband ADV hat die Beschlüsse der Verkehrsministerkonferenz (VMK) vom 29. und 30. Oktober 2025 ausdrücklich begrüßt. Die Länderchefs sehen in den Ergebnissen der Konferenz eine zentrale Weichenstellung, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flughäfen auf internationaler Ebene zu stärken. Die Verkehrsminister fordern demnach einen dringenden Kurswechsel bei der Belastung durch Gebühren, Steuern und Abgaben, um eine Abwanderung von Fluggesellschaften zu stoppen. Die Forderungen richten sich direkt an die Bundesregierung. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel betonte, die Länder hätten damit ein starkes Signal nach Berlin gesendet und die Ursachen für den Rückzug von Airlines von deutschen Standorten klar benannt. Im Zentrum der Forderungen steht die Absenkung der Luftverkehrsteuer, die nach Ansicht des Verbands überfällig ist. Deutschland habe im Jahr 2025 einen neuen Höchststand der Belastungssumme aus Luftverkehrsteuer, Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren erreicht. Die Luftverkehrsteuer wurde zuletzt im Mai 2024 signifikant erhöht, was die Kosten für Flugtickets in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich steigen ließ. Dies habe zu einer Verlagerung von Flugangeboten geführt. Konkret fordern die Verkehrsminister die kurzfristige Rücknahme der Luftverkehrsteuererhöhung, wie sie bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung in Aussicht gestellt wurde. Zudem soll die nationale Power-to-Liquid (PtL)-Quote abgeschafft werden. Diese deutsche Quote, die ab 2026 eine Beimischung von strombasierten Kraftstoffen vorsah, galt als nicht erfüllbar und wettbewerbsverzerrend. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung der Flugsicherungskosten für kleinere Flughäfen, insbesondere die dauerhafte Absicherung im sogenannten zweiten Gebührenkreis, um deren Existenz zu sichern. Der ADV sieht sich durch die Beschlüsse der VMK in seiner langjährigen Position bestätigt

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Wechsel in der Führungsriege von Qantas nach schwerem Cyberangriff

Die für Kunden und Digitalisierung zuständige Chefin der australischen Fluggesellschaft Qantas, Catriona Larritt, wird das Unternehmen bis Ende Dezember 2025 verlassen. Dies geht aus einem internen Schreiben hervor. Der Abgang Larritts erfolgt nur wenige Monate, nachdem Qantas Ziel eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden war, bei dem sensible Kundendaten entwendet wurden. Im Zuge von Larritts Ausscheiden werden die Zuständigkeiten innerhalb der Führungsebene neu verteilt. Die bisherige Kommunikationschefin, Danielle Keighery, übernimmt künftig die Verantwortung für die Bereiche Marke und Marketing. Der Posten des Chief Digital Officer, den Larritt innehatte, wird voraussichtlich interimistisch oder neu besetzt. Die entscheidende Verantwortung für die Cybersicherheit – ein kritischer Punkt nach dem Angriff im Juli – geht an Andrew Monaghan, den Risikochef des Unternehmens. Diese Maßnahme unterstreicht die erhöhte Priorität, die Qantas dem Schutz ihrer IT-Systeme und Kundendaten einräumt. Der Cyberangriff auf Qantas im Juli 2025 hatte die Fluggesellschaft schwer getroffen. Wie das Unternehmen damals mitteilte, wurden sensible Daten von mehr als einer Million Kunden entwendet. Zu den betroffenen Informationen gehörten unter anderem Telefonnummern, Geburtsdaten und Wohnadressen. Vor dem Hintergrund dieses schwerwiegenden Vorfalls, der die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Datensicherheit des Konzerns erschütterte, ist der Abgang einer Top-Managerin aus dem Bereich Kunden und Digitalisierung bemerkenswert. Der Wechsel in der Führungsebene spiegelt somit die laufenden Bemühungen der Airline wider, die internen Strukturen und Sicherheitsmaßnahmen nach dem Datenleck neu aufzustellen und zu stärken.

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Finnair senkt Umsatzprognose: Schwache Nachfrage auf Nordatlantik-Routen belastet Ergebnis

Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat ihre Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2025 deutlich nach unten korrigiert. Als Hauptgründe für die gesenkten Prognosen nannte das Unternehmen eine anhaltend schwache Nachfrage und niedrige Erträge auf den Nordatlantik-Strecken. Im dritten Quartal meldete Finnair einen Rückgang des vergleichbaren operativen Gewinns um 29 Prozent auf 50,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis im dritten Quartal wurde zusätzlich durch einen Verlust von 18 Millionen Euro belastet, der auf die indirekten Auswirkungen früherer Streiks von Piloten und Fluglotsen zurückzuführen ist. Hinzu kamen ungeplante Wartungsarbeiten an Flugzeugen sowie die Entwicklung der Treibstoffpreise, die sich negativ auf die Bilanz auswirkten. Die Korrektur der Jahresprognose signalisiert, dass die strategische Neuausrichtung Finnairs, die stark auf asiatische Strecken und die Nutzung der geografischen Position Finnlands fokussiert war, durch die Herausforderungen im transatlantischen Markt und interne Probleme gebremst wird. Finnair erwartet nun für das Gesamtjahr 2025 einen vergleichbaren operativen Gewinn zwischen 30 und 60 Millionen Euro bei einem Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro. Die ursprüngliche Prognose von Juli hatte noch Erlöse zwischen 3,3 und 3,4 Milliarden Euro bei einem erwarteten Gewinn am unteren Ende einer Spanne von 30 bis 130 Millionen Euro vorgesehen. Vorstandschef Turkka Kuusisto erklärte in einer Mitteilung, dass die Anpassungen die anhaltende Schwäche bei Nachfrage und Erträgen auf Nordatlantik-Routen sowie interne und externe Kostenfaktoren widerspiegeln.

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Air India Express plant Kapazitätsverdoppelung und stärkeren Fokus auf Inlandsflüge

Die indische Billigfluggesellschaft Air India Express strebt eine massive Expansion an und plant unter der Führung von Geschäftsführer Aloke Singh eine Verdoppelung ihrer Kapazität innerhalb der kommenden vier bis fünf Jahre. Die ambitionierten Pläne sehen vor, die Flotte auf mehr als 200 Flugzeuge zu erweitern, wobei der Schwerpunkt der Expansion auf dem inländischen indischen Markt liegen wird. Die geplante Kapazitätsverdoppelung ist eng verknüpft mit dem Großauftrag des Mutterkonzerns Air India Group über 470 Flugzeuge bei Boeing und Airbus, wovon ein großer Teil der Schmalrumpfflugzeuge an Air India Express geht. Die Billigflugtochter, die sich in einem Fusionsprozess mit AIX Connect (ehemals AirAsia India) befindet, erwartet die Auslieferung von insgesamt 190 Boeing 737 Max bis zum Jahr 2030. Die derzeitige Flotte von Air India Express, die sowohl A320- als auch B737-Muster umfasst, liegt bei über 110 Flugzeugen. Im Zuge der Flottenmodernisierung führt die Airline auch eine neue Kabinenausstattung mit ergonomisch gestalteten Sitzen, mehr Beinfreiheit und USB-Ladeanschlüssen ein. Geschäftsführer Aloke Singh kündigte an, dass die Inlandskapazität der Fluggesellschaft schneller wachsen werde als die Kapazität auf Kurzstrecken-Auslandsflügen, die traditionell auf die Golfregion und Südostasien ausgerichtet sind. Künftig soll die Kapazität innerhalb Indiens auf etwa 60 Prozent der Gesamtkapazität ausgeweitet werden, während derzeit die Aufteilung zwischen Inlands- und Auslandsflügen noch nahezu ausgeglichen ist. Mit der strategischen Verschiebung hin zum Binnenmarkt will Air India Express die steigende Nachfrage indischer Passagiere bedienen und ihre Position als wichtiger Akteur im aufstrebenden indischen Luftverkehrssektor stärken. Die Fluggesellschaft wird damit ihre primären Drehkreuze in Bengaluru, Hyderabad und Delhi weiter ausbauen.

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Tui Group beruft Melvin Mak zum Group Director Sustainability & ESG

Die Tui Group, einer der weltweit führenden Touristikkonzerne, hat Melvin Mak zum neuen Group Director Sustainability & ESG ernannt. Mak übernimmt die Leitung des internationalen Nachhaltigkeitsteams zum 1. November 2025. In seiner neuen Funktion wird er direkt an Thomas Ellerbeck, Mitglied des Group Executive Committee und Chief Sustainability Officer der Tui Group, berichten. Die Ernennung von Melvin Mak unterstreicht die Bedeutung, die der Tui Group dem Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) beimisst. Mak verfügt über eine langjährige Expertise in diesem Sektor; er ist seit über 14 Jahren für die nachhaltige Transformation des Unternehmens tätig. Zunächst war er als Nachhaltigkeitsmanager für Tui Niederlande verantwortlich, später leitete er die Nachhaltigkeit in der Region West und war seit 2020 als Head of Sustainability Strategy and Technology tätig. Mit der Neubesetzung rüstet sich der Konzern für die Umsetzung seiner Nachhaltigkeits- und ESG-Roadmap und positioniert sich für verschärfte Anforderungen, die Investoren und die Öffentlichkeit zunehmend an Unternehmen stellen. Die Tui verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die auf die drei Säulen People, Planet und Progress ausgerichtet ist und konkrete Ziele zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks und zur Förderung der ökonomischen Teilhabe in den Urlaubsdestinationen beinhaltet. Die direkte Berichtslinie zum Chief Sustainability Officer und Group Executive Committee signalisiert die strategische Verankerung des Themas innerhalb der Konzernführung.

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Lufthansa-Chef Spohr kritisiert Politik: Hälfte der innerdeutschen Flüge seit 2019 gestrichen

Carsten Spohr, der Chef der Lufthansa Group, hat anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen scharfe Kritik an der Bundesregierung und der EU-Kommission geäußert. Spohr warnte, dass die stark steigenden regulatorischen Kosten in Deutschland die Wirtschaftlichkeit von Flugverbindungen gefährdeten. Als gravierende Folge nannte er, dass die Lufthansa seit 2019 die Hälfte ihrer innerdeutschen Flüge streichen musste – die wöchentliche Zahl sank von 2.000 auf rund 1.000. Spohr führte aus, dass sich die von der Politik erhobenen Steuern und Gebühren in Deutschland seit 2019 verdoppelt hätten. Für das kommende Jahr seien weitere Anstiege geplant, unter anderem bei den Abflugentgelten der Deutschen Flugsicherung sowie bei den Luftsicherheitsgebühren. Die Lufthansa Group könne den Wegfall innerdeutscher Einnahmen zwar kompensieren, da der Umsatzanteil innerdeutscher Passagiere nur noch zwei Prozent betrage. Die frei werdenden Flugzeuge würden auf anderen, rentableren Strecken eingesetzt. Die Hauptbetroffenheit sieht der Konzernchef bei den exportorientierten Unternehmen in Deutschland. Die schlechtere Anbindung an den weltweiten Luftverkehr sei ein schwerer Schlag für die Wirtschaft. Spohr warnte davor, dass wichtige deutsche Wirtschaftsregionen außerhalb der großen Drehkreuze Frankfurt und München bereits jetzt nicht mehr per Flugzeug erreichbar seien. Zögere die Bundesregierung weiter, drohten zahlreichen Bundesländern und damit dem gesamten Land weitere Konnektivitätsverluste. Diese Entwicklung berge kaum absehbare Langzeitfolgen für Ansiedlungs- und Investitionsentscheidungen an Standorten jenseits der großen Hubs.

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Airbus stellt Dassault-Ultimatum im Streit um FCAS-Programmführung

Das Future Combat Air System, Europas ambitioniertestes und kostspieligstes Rüstungsprojekt, steht vor dem Scheitern. Die Spannungen innerhalb des Konsortiums – bestehend aus Deutschland, Frankreich und Spanien – sind offen eskaliert. Airbus, einer der zentralen Industriepartner, hat dem französischen Partner Dassault Aviation, dem Hersteller des Rafale-Kampfjets, öffentlich einen Rückzug aus dem Projekt nahegelegt. Auslöser ist der anhaltende Streit um die technologische Führung und die Verteilung der industriellen Arbeitspakete. Dassault Aviation, angeführt von ceo Eric Trappier, beansprucht seit Monaten die Richtlinienkompetenz für sich und blockiert damit den Fortgang des 100 Milliarden Euro schweren Rüstungsprogramms. Airbus-Chef Guillaume Faury ließ seiner Frustration am Mittwochabend nach Vorlage der Quartalsbilanz in Toulouse freien Lauf. „Unser Partner hat sehr offen gezeigt, dass er mit den vereinbarten Arbeitspaketen im Programm unzufrieden ist, und fordert etwas ein, was nicht dem entspricht, was vereinbart wurde“, erklärte Faury. Er fügte hinzu: Wenn Dassault „in dieser Konstellation“ nicht weitermachen wolle, „steht es ihnen frei, sich aus fcas zurückzuziehen“. Diese unverhohlene Aufforderung markiert den bisherigen Höhepunkt eines monatelangen Tauziehens, das die politische und industrielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich fundamental in Frage stellt. Maximalforderungen und das „Enfant Terrible“ im Konsortium Das Festhalten von Dassault an der unangefochtenen technologischen Programmführung ist der Hauptgrund für die Stagnation von fcas. Trappier hatte bereits im September erneut deutlich gemacht, dass er die Expertise seines Unternehmens über die der Partner stellt. „Die Deutschen können sich beschweren, aber hier wissen wir, wie das geht“, beanspruchte Trappier die industrielle Vormachtstellung. Dassault gefällt sich seit Monaten in der Rolle des Enfant

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