2025

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2025

Hotelstreit in Rostock: Friedemann Kunz beendet Zusammenarbeit mit Radisson

Ein bedeutender Konflikt im Hotelgewerbe bahnt sich in Rostock an. Der renommierte Unternehmer Friedemann Kunz, Gründer des Fertighausanbieters Scan Haus Marlow, hat die Zusammenarbeit seiner Hotels mit dem internationalen Hotelkonzern Radisson einseitig beendet. Kunz, der seine Hotelbeteiligungen, Immobilien und weitere Geschäfte in der Friedemann-Kunz-Familienstiftung zusammengefaßt hat, ist offenbar zu der Überzeugung gelangt, die größten Hotels der Stadt – das bestehende Haus mit 251 Zimmern und ein fast fertiggestelltes Hotel auf der Silohalbinsel – zukünftig besser ohne Radisson führen zu können. Dies stellt eine Abkehr von üblichen Managementverträgen dar, die in der Branche oft zehn Jahre oder länger laufen. Die Auseinandersetzung hat bereits sichtbare Formen angenommen: Das Radisson-Logo wurde bereits demontiert. Ab dem 16. Juli sollen die Hotels unter der neuen Marke „Scanhotels“ firmieren, deren Name sich an das erfolgreiche Fertighausunternehmen von Kunz anlehnt. Auch der fast bezugsfertige Neubau werde unter dieser neuen Eigenmarke betrieben. Radisson war zwar schon länger über Abwanderungsgedanken informiert, gab sich jedoch sichtlich überrascht, aus der Presse von der Demontage des eigenen Logos erfahren zu haben. Konzernsprecher Simon Riegler-Kern erklärte auf Anfrage, man betrachte die einseitige Kündigung der Managementverträge als unwirksam. Radisson gehe weiterhin davon aus, daß beide Hotels unter ihrer Marke geführt werden, und kündigte umfassende rechtliche Schritte an, um vertragliche und markenbezogene Rechte zu wahren. Solche Managementverträge sind in der Hotelbranche rechtlich komplex und ihre einseitige Kündigung führt fast immer zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten. Hansjörg Kunze, Sprecher der Friedemann-Kunz-Familienstiftung, bestätigte die vollständige Übernahme des Betriebs in Eigenregie. Die FH Rostocker Hotelbetriebs GmbH, eine Tochtergesellschaft der Familienstiftung,

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Air-India-Absturz: Treibstoffzufuhr unterbrochen als mögliche Ursache

Der Absturz einer Boeing 787 der Air India im vergangenen Monat, bei dem 241 Insassen und 19 Personen am Boden ums Leben kamen, scheint auf eine unterbrochene Treibstoffzufuhr zu den Triebwerken zurückzuführen zu sein. Dies geht aus einem vorläufigen Bericht der indischen Behörde zur Untersuchung von Flugunfällen (Aircraft Accident Investigation Bureau, AAIB) hervor. Demnach seien die Kontrollschalter für die Treibstoffzufuhr kurz nach dem Start fast gleichzeitig von der Position „run“ (offen, läuft) auf „cutoff“ (geschlossen, abgeschaltet) gesprungen. Dieses plötzliche Ereignis im Cockpit führte zu sofortigem Schubverlust und einem raschen Höhenverlust des Flugzeuges. Der AAIB-Bericht offenbart eine bemerkenswerte Verwirrung im Cockpit unmittelbar nach dem Vorfall. Auf dem geborgenen Stimmenrekorder sei zu hören, wie einer der Piloten den anderen gefragt habe, warum er den Kraftstoffregler umgelegt habe. Die Antwort des zweiten Piloten lautete, er habe dies nicht getan. Beide Piloten galten als erfahren und verfügten zusammen über rund 19.000 Flugstunden, davon mehr als 9.000 auf dem Flugzeugtyp Boeing 787, auch bekannt als „Dreamliner“. Ein Notruf sei noch abgesetzt worden, bevor die Maschine am 12. Juni kurz nach dem Start im westindischen Ahmedabad in ein Wohngebiet stürzte und in Flammen aufging. Lediglich ein Passagier – ein Brite – überlebte die Katastrophe, während das Flugzeug auf dem Weg nach London war. Das Umlegen der Treibstoffschalter unterbricht die Zufuhr von Kerosin zu den Triebwerken nahezu augenblicklich. Dies geschieht normalerweise nur zum Abschalten der Triebwerke nach der Ankunft am Flugsteig oder in Notsituationen, wie etwa einem Triebwerksbrand. Der vorläufige Bericht deutet jedoch nicht darauf hin, daß

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Transatlantischer Handelsstreit eskaliert: EU bereitet massive Gegenzölle auf Boeing-Flugzeuge vor

Die Europäische Union bereitet als Reaktion auf die jüngsten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump zusätzliche Gegenzölle auf amerikanische Importe im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Diese umfassenden Gegenmaßnahmen, die von EU-Kommissar Maros Sefcovic nach einem Handelsministertreffen in Brüssel bekanntgegeben wurden, könnten auch den Flugzeugsektor betreffen, wodurch sich Boeing-Importe für europäische Fluggesellschaften erheblich verteuern würden. Die Drohung Trumps, ab dem 1. August 2025 neue Einfuhrzölle von 30 Prozent auf EU-Importe zu erheben, hat die Hoffnung auf eine gütliche Einigung stark getrübt und birgt das Risiko eines ausgewachsenen Handelskriegs mit drastischen negativen Auswirkungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Europäische Reaktion: Eine Liste der Vergeltung Die Europäische Union befindet sich in einer angespannten Phase der transatlantischen Beziehungen, die durch die jüngsten Zollankündigungen der Vereinigten Staaten zusätzlich verschärft wurde. Als direkte Reaktion auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. August 2025 neue Einfuhrzölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Importe zu erheben, bereitet Brüssel umfassende Gegenzölle vor. Der zuständige EU-Kommissar Maros Sefcovic kündigte nach einem Handelsministertreffen in Brüssel an, daß diese Maßnahmen Importe aus den USA im Wert von 72 Milliarden Euro betreffen könnten. Die vorbereitete Liste der Gegenmaßnahmen umfaßt eine breite Palette von Industrie- und Agrarerzeugnissen aus den Vereinigten Staaten. Ursprünglich war die Liste sogar noch umfangreicher und umfaßte Importe im Wert von 95 Milliarden Euro, wurde aber nach einer öffentlichen Konsultation und weiteren Bewertungen leicht angepaßt. Auf dieser Liste befinden sich auch symbolisch relevante Erzeugnisse wie amerikanische Flugzeuge, Autos und Bourbon Whiskey. Die Aufnahme von Flugzeugen, insbesondere des

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Kerosinverbrauch deutscher Fluggesellschaften auf Rekordtief

Der durchschnittliche Kerosinverbrauch deutscher Fluggesellschaften hat im Jahre 2024 einen neuen Tiefstwert erreicht. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) sank der Verbrauch auf 3,38 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Dies ist der niedrigste jemals gemessene Wert und setzt den langjährigen Trend zur Effizienzsteigerung in der deutschen Luftfahrt fort. Seit 1990 konnte der Verbrauch nach Angaben des Verbandes um 46 Prozent reduziert werden, was die fortlaufenden Bemühungen der Branche um Betriebsoptimierung unterstreicht. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des BDL, führt diese positive Entwicklung maßgeblich auf die konsequente Modernisierung der Flugzeugflotten zurück. Er betont, daß der Ersatz eines älteren Flugzeuges durch ein neues Modell den Kerosinverbrauch sofort um bis zu 30 Prozent senke. Neben der Effizienzsteigerung werde dadurch auch die Lärmbelastung reduziert, was sich besonders in Flughafennähe bemerkbar mache. Aktuell betreiben deutsche Fluggesellschaften eine Flotte von insgesamt 830 Maschinen. Die Branche plant, bis zum Jahre 2034 weitere 482 neue Flugzeuge in Empfang zu nehmen. Die entsprechenden Bestellungen oder Vormerkungen belaufen sich auf einen Listenwert von rund 82 Milliarden Euro, was die Investitionsbereitschaft und das Engagement der deutschen Airlines verdeutlicht. Besonders sparsam zeigen sich dabei die neuesten Langstreckenflugzeuge der deutschen Airlines. Diese Maschinen erreichen, abhängig von ihrer Konfiguration, Verbrauchswerte zwischen 2,1 und 2,5 Litern Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer. Diese Werte liegen deutlich unter dem aktuellen Flottendurchschnitt und versprechen weiteres Einsparpotenzial mit der Auslieferung zukünftiger Modelle. Allerdings sieht sich die Branche derzeit mit Herausforderungen konfrontiert: Anhaltende Lieferverzögerungen seitens der Flugzeughersteller behindern die geplante Flottenerneuerung. Ohne diese Engpässe wäre der durchschnittliche Verbrauch

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Christian Bärwind kehrt zu Tui Deutschland zurück

Nach 14 Jahren kehrt Christian Bärwind zu Tui Deutschland zurück und übernimmt ab Herbst dieses Jahres die Verantwortung für Marketing & Sales in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Bärwind war zuletzt als Direktor bei Google tätig, wo er für die Bereiche Automotive, Telekommunikation sowie Tech & B2B zuständig war. Diese Rückkehr zu seinen Wurzeln unterstreicht die Bestrebungen von Tui, führende Köpfe mit umfassender Digitalexpertise in Schlüsselpositionen zu bringen. Christian Bärwind begann seine Karriere im Jahre 2002 als Werkstudent bei Tui Deutschland. Im Laufe der Jahre bekleidete er verschiedene Positionen innerhalb des Unternehmens, zuletzt als Direktor Fernreisen, Yield Management & Analytics. Im Jahre 2011 wechselte er zu Google, wo er zunächst als Head of Travel tätig war. In den folgenden Jahren sammelte er in verschiedenen Rollen bei dem Technologiegiganten weitreichende Erfahrungen, unter anderem in der Entwicklung und Umsetzung strategischer Partnerschaften, der Skalierung globaler Einzelhandelsgeschäfte und der Einführung von Künstlicher Intelligenz-gestützten Innovationen. Benjamin Jacobi, der Chef von Tui Deutschland, lobte die Rückkehr Bärwinds: „Mit Christian Bärwind gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit zurück, die nicht nur das Reisebüro-Geschäft kennt, sondern auch eine beeindruckende Erfolgsbilanz in strategischer Geschäftsentwicklung und Digitalisierung mitbringt.“ Seine umfassende Erfahrung im Einzelhandel und im digitalen Touristikgeschäft mache ihn zu einem „echten Experten für unseren Omnichannel-Ansatz“. Dies deutet darauf hin, daß Tui seinen Fokus auf die Vernetzung aller Vertriebskanäle weiter verstärken will, um den Kunden ein nahtloses Erlebnis zu bieten, sei es online oder im Reisebüro. Die Personalie Bärwind ist ein Zeichen für die dynamischen Entwicklungen in der Reisebranche, wo die Digitalisierung

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Azul Linhas Aéreas: Gericht genehmigt Sanierungsplan und Milliardenkredite

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul Linhas Aéreas Brasileiras  hat einen entscheidenden Schritt in ihrem finanziellen Sanierungsprozeß getan: Ein US-amerikanisches Konkursgericht hat die Restrukturierung des Unternehmens im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens genehmigt. Diese wichtige Entscheidung ermöglicht der Airline nicht nur die Fortsetzung ihres Betriebs, sondern sichert auch über 1 Milliarde US-Dollar an sogenannten Debtor-in-Possession-Krediten (DIP-Finanzierungen). Seit der Einreichung des Chapter 11-Antrags im späten Mai 2025 zur Eliminierung von über 2 Milliarden US-Dollar an Schulden hat Azul bereits mehrere strategische Maßnahmen ergriffen, um ihre finanzielle Zukunft zu konsolidieren und sich langfristig am Markt zu positionieren. Der lange Weg zur finanziellen Gesundung: Chapter 11 als Rettungsanker Azul Linhas Aéreas Brasileiras, eine der größten Fluggesellschaften Brasiliens, befand sich in den letzten Monaten in einer tiefgreifenden finanziellen Krise, die das Unternehmen dazu zwang, Schutz unter dem US-amerikanischen Chapter 11-Konkursrecht zu suchen. Dieser Schritt, der Ende Mai 2025 erfolgte, zielte darauf ab, über 2 Milliarden US-Dollar an finanzierten Schulden abzubauen und eine nachhaltige Unternehmensstruktur zu schaffen. Das Chapter 11-Verfahren ist in den Vereinigten Staaten ein etabliertes Instrument, das es finanziell angeschlagenen Unternehmen ermöglicht, sich unter gerichtlicher Aufsicht zu reorganisieren, während sie ihren Geschäftsbetrieb fortführen. Es bietet einen Rahmen für Verhandlungen mit Gläubigern, um Schulden zu reduzieren oder umzustrukturieren, ohne daß das Unternehmen liquidiert werden muß. Die nun erfolgte Genehmigung der Restrukturierung durch das US-amerikanische Konkursgericht ist ein zentraler Meilenstein für Azul. Sie validiert den Sanierungsplan der Fluggesellschaft und ermöglicht die weitere Umsetzung der finanziellen Neuausrichtung. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Genehmigung ist die Sicherstellung von über 1 Milliarde

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Airline-Branche fordert EU-Kommission zu Handeln bei Flugsicherungsstreiks auf

Nach dem überstandenen Mißtrauensvotum gegen Ursula von der Leyen am 10. Juli 2025 haben die Fluggesellschaft Ryanair und Vertreter von Passagieren die Präsidentin der EU-Kommission heute eindringlich aufgefordert, ihre „letzte Chance“ zu nutzen. Es wird gefordert, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um Überflüge während nationaler Flugsicherungsstreiks zu schützen und eine ausreichende Besetzung der europäischen Flugsicherungen für die Frühabflüge sicherzustellen. Diese Forderung kommt nach wiederholten Störungen des europäischen Luftraumes, welche die Reisepläne hunderttausender Passagiere beeinträchtigen. Das Hauptproblem konzentriert sich auf den französischen Luftraum: Fast 20 Prozent der EU-Flüge überqueren Frankreich, jedoch schützen die französischen Mindestdienstleistungsregelungen Überflüge während Flugsicherungsstreiks nicht. Dies steht im Gegensatz zu anderen EU-Staaten wie Griechenland, Italien oder Spanien, wo solche Überflüge gesetzlich geschützt sind. In der vergangenen Woche (3. und 4. Juli) führten Streiks der französischen Flugsicherung erneut zu einer Lähmung des Luftverkehrs, was die Annullierung von 1.500 Flügen zur Folge hatte. Dies beeinträchtigte die Reisepläne von über 270.000 EU-Bürgern und deren Familien. Ryanair behauptet, daß 90 Prozent dieser Flugausfälle hätten vermieden werden können, wenn Überflüge über Frankreich während des Streiks geschützt gewesen wären. Die EU-Kommission spricht laut Kritikern ständig von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, während eine kleine Gruppe von Fluglotsen wiederholt den gesamten EU-Luftraum lahmlegen kann. Als Präsidentin der EU-Kommission habe Ursula von der Leyen die Pflicht, den Binnenmarkt für Flugreisen zu schützen und den oberen Luftraum über Frankreich offenzuhalten. Dies sei notwendig, damit Passagiere, die weder nach noch von Frankreich reisen, weiterhin ohne unnötige Beeinträchtigung durch französische Flugsicherungsstreiks ihre Ziele in Spanien, Italien, Deutschland oder Großbritannien erreichen können.

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Flughafen Innsbruck trotzt Widrigkeiten: Rekordergebnis 2024 trotz Frankfurt-Ausfall

Die Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft mbH hat auf ihrer Generalversammlung am 7. Juli 2025 eine beeindruckende Bilanz für das Geschäftsjahr 2024 gezogen. Trotz des wiederholten Ausfalls der wichtigen Frankfurt-Strecke konnte der Flughafen Innsbruck einen Gesamtumsatz von knapp 42 Millionen Euro erwirtschaften und das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Mit über 6,2 Millionen Euro beweist der Flughafen eine sehr gute Unternehmensentwicklung. Auch das laufende Jahr 2025, in dem der Flughafen sein 100-jähriges Bestehen feiert, zeigt sich nach einem starken ersten Quartal stabil, wenngleich der erneute Wegfall der Frankfurt-Verbindung weiterhin eine Herausforderung darstellt. Geschäftsjahr 2024: Robustes Wachstum trotz externer Einflüsse Das Geschäftsjahr 2024 war für den Flughafen Innsbruck von bemerkenswertem Erfolg geprägt, trotz der unerwarteten Herausforderung durch den Ausfall der wichtigen Frankfurt-Strecke zwischen April und Oktober. Dieser Ausfall führte im Gesamtjahr 2024 zu einem Passagierrückgang von 4,9%, was die Bedeutung dieser Verbindung für den Flughafen unterstreicht. Die Frankfurt-Route ist traditionell ein zentrales Drehkreuz für internationale Flüge und Geschäftsreisen, die über den Frankfurter Flughafen abgewickelt werden. Der Wegfall dieser Verbindung bedeutet für einen regionalen Flughafen wie Innsbruck eine spürbare Einschränkung der Konnektivität. Nichtsdestotrotz gelang es dem Flughafen, eine positive Entwicklung der Geschäftszahlen zu verzeichnen. Der Gesamtumsatz belief sich auf knapp 42 Millionen Euro, was einer beachtlichen Steigerung von 9,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Umsatzsteigerung ist umso bemerkenswerter, da sie trotz eines Rückgangs der Passagierzahlen erzielt wurde. Rund 80% der Einnahmen stammten aus dem Aviation-Bereich, also direkt aus der Abfertigung und dem Betrieb von Luftfahrzeugen. Die verbleibenden 20% wurden aus

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Flughafen Burgas erweitert Terminalkapazität mit neuem Außengatebereich

Der Flughafen Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste hat einen innovativen Außengatebereich offiziell in Betrieb genommen. Diese Maßnahme, initiiert von der Fraport Twin Star Airport Management AD, stellt einen wichtigen Schritt zur Steigerung des Passagiererlebnisses dar und erhöht die Kapazität des Terminals erheblich. Zusammen mit dem Gate Garden am Flughafen Varna sind die beiden Seeflughäfen nun die ersten in Europa, die über derart vollausgestattete Außengatebereiche verfügen. Dies markiert eine Entwicklung, die in anderen europäischen Flughäfen bisher selten zu finden ist. Der neue Bereich am Flughafen Burgas umfaßt eine Fläche von 2.200 Quadratmetern, was einer Vergrößerung von 40 Prozent gegenüber der bisherigen Gatefläche entspricht. Mit der Eröffnung von zunächst zwei Gates steigt die Kapazität für abfliegende Passagiere bereits um fast 20 Prozent. Bis zum Jahre 2026 ist die Inbetriebnahme zweier weiterer Gates geplant, wodurch die Gesamtkapazität um 35 Prozent erhöht werden soll. An der feierlichen Eröffnungszeremonie nahmen Vertreter des Managements der Fraport Twin Star Airport Management AD, darunter Frau Denitsa Weissmantel, Vorsitzende des Aufsichtsrates, und Herr Michael Reusch, CEO des Unternehmens, teil. Auch lokale Würdenträger wie Herr Vladimir Krumov, Regionalgouverneur der Region Burgas, und Herr Dimitar Nikolov, Bürgermeister der Gemeinde Burgas, waren anwesend. Die Zeremonie wurde durch eine feierliche Wassersegnung durch Seine Eminenz Metropolit Arseny von Sliven begleitet, der für das Wohlergehen und den sicheren Betrieb des Flughafens betete. Das Modernisierungsprojekt des äußeren Gatebereichs und des Terminals stellt eine gemeinsame Investition von über 9,5 Millionen Euro dar. Diese wurde von Fraport Twin Star Airport Management AD in Zusammenarbeit mit ihren langjährigen Handelspartnern

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SprintAir in Norwegen unter Druck: Luftfahrtbehörde deckt Verstöße gegen Arbeits- und Sicherheitsvorschriften auf

Die norwegische Zivilluftfahrtbehörde (Luftfartstilsynet) hat erhebliche Verstöße der polnischen Fluggesellschaft SprintAir gegen lokale Arbeitsgesetze sowie Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften (HSE) festgestellt. Dies bestätigten sowohl die Behörde als auch die norwegische Pilotenvereinigung (Norsk Flygerforbund) in separaten Pressemitteilungen. Die Untersuchung wurde durch eine Beschwerde der Pilotengewerkschaft im Oktober 2024 ausgelöst, die angebliche Rechtsverletzungen im Zusammenhang mit SprintAirs Betrieb von Inlands-Luftpostdiensten für den Logistikkonzern Posten Bring AS anprangerte. SprintAir muß die festgestellten Mängel bis Ende August beheben, andernfalls drohen weitere Konsequenzen. Komplexe Beschäftigungsmodelle: Piloten als Scheinselbstständige? Die Untersuchungen der norwegischen Zivilluftfahrtbehörde haben ein komplexes Beschäftigungsschema bei SprintAir zutage geförd, das im Widerspruch zu den norwegischen Arbeitsgesetzen steht. Die Behörde stellte fest, daß die für SprintAir in Norwegen tätigen Piloten teilweise als unabhängige Auftragnehmer (Independent Contractors) beschäftigt waren, während sie gleichzeitig bei einer Scheinfirma der Fluggesellschaft in Oslo angestellt waren. Dies erweckt den Eindruck einer Scheinselbstständigkeit, bei der Arbeitnehmer als Selbstständige deklariert werden, um Arbeitgeberpflichten zu umgehen. Dokumenten, die ch-aviation einsehen konnte, zufolge kam die Zivilluftfahrtbehörde zu dem Schluß, daß dieses undurchsichtige Arbeitsmodell unklar ließ, ob die Piloten eine dauerhafte oder nur eine befristete Anstellung hatten. Solche Konstrukte sind in vielen Ländern Gegenstand arbeitsrechtlicher Debatten und gerichtlicher Prüfungen, da sie die Rechte der Arbeitnehmer, insbesondere in Bezug auf soziale Sicherung, Kündigungsschutz und gerechte Arbeitsbedingungen, untergraben können. Das norwegische Arbeitsrecht ist bekannt für seine strengen Vorschriften zum Schutz der Arbeitnehmerrechte, und Abweichungen davon werden in der Regel hart geahndet. Die norwegische Pilotenvereinigung hatte bereits im Oktober 2024 die mutmaßlichen Verstöße von SprintAir gemeldet. Dies zeigt

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