
Deutsche Flughäfen fordern politische Unterstützung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Auf ihrer jüngsten Konferenz in Köln haben die Betriebsräte der deutschen Flughäfen gemeinsam mit Vertretern aus Politik, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verkehrsflughäfen (ADV), der Hans-Böckler-Stiftung und Gewerkschaften die drängenden Probleme des Luftverkehrsstandortes Deutschland diskutiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die hohen staatlich verordneten Standortkosten, wie die Luftverkehrssteuer und Luftsicherheitsgebühren, welche die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen im europäischen Vergleich erheblich beeinträchtigen. Diese Nachteile führen dazu, daß sich der Luftverkehr in anderen europäischen Ländern besser entwickle, während Deutschland wirtschaftliche Chancen entgingen und der heimische Luftverkehr zunehmend an Boden verliere. Die rund 850.000 Arbeitsplätze in der deutschen Luftverkehrsbranche sind dadurch weiterhin stark gefährdet. Fachleute weisen darauf hin, daß mit jeder Verlagerung eines Verkehrsflugzeugs ins Ausland über 100 Arbeitsplätze verloren gehen, was zudem erhebliche Steuerausfälle nach sich zieht. Besonders betroffen sei der innerdeutsche Luftverkehr, wo zahlreiche Verbindungen eingestellt wurden und Zubringerflüge von regionalen Flughäfen zu den großen Drehkreuzen wie Frankfurt und München seltener oder gar nicht mehr angeboten werden, was die Konnektivität und Bedeutung der deutschen Flughäfen mindert. Außerhalb Deutschlands wird der Luftverkehr oft durch Subventionen gefördert, während hierzulande politische Entscheidungen die Wirtschaftskraft der Branche belasten. Diese Wirtschaftskraft sei jedoch dringend notwendig, um Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz voranzutreiben und die Schlüsselrolle des Luftverkehrs als Wirtschaftsmotor mit einer jährlichen Wertschöpfung von über 60 Milliarden Euro weiterhin gerecht zu werden. Die Teilnehmer der Konferenz fordern die neugebildete Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz auf, rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Herr Merz kennt die Probleme der Flughäfen als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Köln/Bonn GmbH aus








