2025

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Marokko modernisiert seine Luftflotte: Airbus H225M ersetzt die Puma-Helikopter und etabliert regionales Wartungszentrum

Marokko hat auf der Dubai Airshow 2025 einen Schritt zur Modernisierung seiner militärischen Luftfahrt vollzogen und sich für den Kauf des Mehrzweckhubschraubers H225M von Airbus Helicopters entschieden. Der neue Vertrag sieht die Ablösung der bestehenden, in die Jahre gekommenen Flotte von Puma-Helikoptern vor und beinhaltet ein umfassendes Service- und Unterstützungspaket. Dieses Abkommen festigt nicht nur die Jahrzehnte lange Partnerschaft zwischen Marokko und dem europäischen Luftfahrtkonzern Airbus, sondern etabliert das nordafrikanische Land auch als ein zentrales regionales Wartungs- und Service-Drehkreuz für Airbus Helicopters in Westafrika. Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters, äußerte sich auf der Messe erfreut über die Entscheidung Marokkos und betonte, dass der H225M, der weltweit für seine Zuverlässigkeit und Leistung in komplexen Missionen unter schwierigen Bedingungen bekannt ist, die ideale Wahl für die Kampfrettung (Combat Search and Rescue, csar) und Spezialeinsätze sei. Der Auftrag unterstreicht die aktuelle starke Marktposition des H225M-Programms. Der H225M als Nachfolger einer militärischen Ära Die Entscheidung Marokkos, die betagte Puma-Flotte durch den modernen H225M zu ersetzen, ist ein konsequenter Schritt zur Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit seiner Streitkräfte. Die Puma-Helikopter, die seit der Unterzeichnung eines Kaufvertrages mit Frankreich im Jahr 1974 in den Diensten der Königlichen Marokkanischen Luftwaffe stehen, wurden 2007 noch einmal umfassend modernisiert. Dennoch sind die technologischen Sprünge der letzten Jahrzehnte immens, und der Wechsel zum H225M, der zur Familie der Super Puma/Cougar gehört, bringt deutliche Vorteile. Der Airbus H225M (auch bekannt als EC725 Caracal) ist ein Langstrecken-Hubschrauber, der für eine breite Palette von militärischen Missionen konzipiert wurde, darunter taktischer Truppentransport, Spezialeinsätze, Katastrophenhilfe

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ANA erweitert Bordunterhaltung: Streaming-Inhalte von fünf Anbietern auf internationalen Flügen

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), die seit zwölf Jahren in Folge mit fünf Sternen von Skytrax ausgezeichnet ist, erweitert ihr Unterhaltungsangebot an Bord erheblich. Ab Dezember 2025 können Passagiere auf internationalen Flügen auf Inhalte von fünf beliebten Streaming-Plattformen zugreifen, darunter Programme von Disney+, WOWOW, Hulu und FANY Channel. Letzteres wird zum ersten Mal von einer Fluggesellschaft angeboten und soll die Passagiere mit Originalinhalten und einer vielfältigen Auswahl an Filmen und Serien versorgen. Das erweiterte Angebot an Streaming-Diensten ergänzt das bereits bestehende Inflight-Entertainment-Programm von ANA. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf die steigenden Erwartungen der Reisenden hinsichtlich einer größeren Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten während des Fluges. Tomoji Ishii, Executive Vice President Customer Experience bei ANA, erklärte, die Erweiterung unterstreiche das Engagement der Airline, jede Reise zu bereichern und unvergessliche Momente in der Luft zu schaffen. Die Streaming-Plattformen sollen dabei eine breite Palette von Klassikern bis hin zu aktuellen Trendserien und Filmen abdecken. Die Ausweitung des Dienstes auf die japanischen Inlandsstrecken ist bereits für Januar 2026 geplant. Zusätzlich zu den bekannten Streaming-Giganten integriert ANA den Kurzfilm-Streaming-Dienst Samansa, der besonders auf kürzeren Flugstrecken interessante Optionen bietet. Hier stehen viele Titel mit einer Spieldauer von weniger als einer Stunde zur Verfügung. Die Einführung des FANY Channel stellt dabei ein Novum in der Luftfahrt dar und soll den Passagieren einen exklusiven Zugang zu Originalinhalten ermöglichen. Mit dieser Erweiterung des Angebots auf fünf Streaming-Anbieter positioniert sich ANA als Vorreiter in der Bordunterhaltung und reagiert auf den Wunsch der Passagiere nach einem maßgeschneiderten und umfangreichen Medienerlebnis während

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Geplante F-35-Lieferung an Saudi-Arabien markiert strategischen Wandel in der US-Nahost-Verteidigungspolitik

Die Vereinigten Staaten von Amerika beabsichtigen, hochmoderne Tarnkappenjets vom Typ F-35 an Saudi-Arabien zu verkaufen. Dies kündigte Präsident Donald Trump am 17. November 2025 an. Die geplante Veräußerung, die das Königreich mit bis zu 48 der fortschrittlichen Kampfflugzeuge ausstatten könnte, signalisiert eine tiefgreifende Verschiebung in der langjährigen US-Verteidigungspolitik im Nahen Osten und unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung Riads für Washington. Die Ankündigung erfolgte unmittelbar vor dem geplanten Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus und ist eng verknüpft mit Bemühungen der USA, eine umfassendere strategische Neuausrichtung in der Region zu fördern. Die mögliche Aufnahme der F-35 in die saudische Luftwaffe würde nicht nur die militärischen Fähigkeiten des Königreichs modernisieren und dessen Abschreckungsposition am Golf stärken, sondern auch die exklusive Stellung Israels als einziger F-35-Betreiber im Nahen Osten beenden. Obwohl die Verkaufsabsicht nun offiziell auf höchster Ebene bekundet wurde, steht das Vorhaben noch am Anfang eines komplexen Prozesses. Es sind noch wichtige Hürden zu nehmen, darunter die Exportgenehmigungen und die obligatorische Zustimmung des US-Kongresses, wo Bedenken hinsichtlich der Wahrung der militärischen Überlegenheit Israels und der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien bestehen. Ein historischer Rüstungsexport mit politischer Tragweite Die Äußerung von Präsident Trump, die USA würden die F-35-Jets an Saudi-Arabien verkaufen, stellt einen präzedenzlosen Schritt in der militärischen Kooperation mit dem Königreich dar. Der F-35 Lightning II, hergestellt von Lockheed Martin, gilt als das weltweit modernste Kampfflugzeug der fünften Generation und zeichnet sich durch seine Tarnkappeneigenschaften, hochentwickelte Sensorik und vernetzte Operationsfähigkeit aus. Bisher hat die US-Regierung den Verkauf dieses Flugzeugtyps an

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Qatar Airways kehrt an die Spitze des globalen Airline-Rankings zurück

Qatar Airways ist im AirHelp Score 2025 wieder zur besten Fluggesellschaft der Welt gekürt worden und verdrängt damit den Vorjahressieger Brussels Airlines vom ersten Platz. Das Ranking des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp bewertet 117 Fluggesellschaften anhand zentraler Faktoren wie Pünktlichkeit, Kundenzufriedenheit und dem Umgang mit Entschädigungsforderungen. Die katarische Nationalairline sicherte sich den Spitzenplatz mit einer Gesamtpunktzahl von 8,16 von zehn möglichen Punkten. Auf Rang zwei folgt mit Etihad Airways (8,07 Punkte) eine weitere arabische Airline, die sich im Vergleich zum Vorjahr um neun Plätze verbessern konnte. Den dritten Platz belegte die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic, die mit 8,03 Punkten nicht nur in die Spitze der Branche vorstieß, sondern auch zu den stärksten Aufsteigern zählt. Die Airline verbesserte sich um 27 Ränge im Vergleich zum Vorjahr. Mit Qantas (7,99 Punkte) und KM Malta Airlines (7,85 Punkte) folgen weitere starke Airlines, wobei KM Malta Airlines ebenfalls eine signifikante Verbesserung um 21 Ränge verzeichnete. Am unteren Ende des internationalen Rankings landete die kanadische Sunwing Airlines (4,30 Punkte) auf dem 117. Platz. Die deutschen Fluggesellschaften bewegen sich im internationalen Vergleich etwas über dem Durchschnitt von 6,36 Punkten mit einem Mittelwert von 6,88. Eurowings belegt trotz eines Rückgangs den soliden 22. Platz (7,37 Punkte), während die Lufthansa sich leicht verbessern konnte und Rang 29 (7,23 Punkte) erreichte. Im Mittelfeld folgten TUI (60. Platz) und Condor (61. Platz). Im separaten Kriterium der Pünktlichkeit sicherte sich Oman Air (8,8 Punkte) wie im Vorjahr den ersten Platz, während Qatar Airways nur auf Rang zehn landete. Bei der Kundenzufriedenheit dominieren erneut

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Österreichische Luftfahrtzulieferindustrie festigt Top-10-Platzierung bei Airbus: Strategische Kooperationen als Schlüssel zum Erfolg

Die österreichische Luftfahrtzulieferindustrie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen und festen Bestandteil der globalen Lieferkette von Airbus entwickelt. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass Österreich mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 800 Millionen Euro zu den Top-10-Zuliefernationen des europäischen Flugzeugherstellers zählt. Dieser Erfolg ist das Resultat einer Kombination aus hoher technischer Qualität, kontinuierlicher Innovationskraft und einer gezielten strategischen Positionierung. Von zentraler Bedeutung für diesen Aufstieg waren und sind Industrielle Kooperationen, die für viele heimische Unternehmen den initialen Eintritt in die anspruchsvollen Lieferketten des Luftfahrtriesen darstellten. Der Großteil dieses Umsatzes, für den in Österreich mindestens 2.733 Mitarbeiter beschäftigt sind, entfällt auf die Fertigung von komplexen Baugruppen. Doch auch als Materiallieferant spielt die Alpenrepublik eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Verankerung in der Airbus-Lieferkette geht über rein wirtschaftliche Aspekte hinaus: Sie trägt zur technologischen Souveränität und langfristigen Resilienz Österreichs bei und stärkt die Position des Landes in internationalen Beschaffungs- und Wartungsfragen. Quantitative Bedeutung und Struktur der Zulieferleistungen Laut einer aktuellen Umfrage, die von Aviation Industry Austria (AIA), dem Dachverband der österreichischen Luftfahrtindustrie, unter seinen Mitgliedsunternehmen durchgeführt wurde, generiert Airbus in Österreich jährlich Umsätze von mindestens 808 Millionen Euro. Diese beeindruckende Zahl unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der Branche für den Standort. Die direkte Beschäftigung in diesem Segment beläuft sich auf mindestens 2.733 Mitarbeiter. Diese Zahlen sind bemerkenswert, da sie Österreich im Vergleich zu deutlich größeren Industrienationen in eine Spitzenposition in der Airbus-Zulieferpyramide rücken. Die Struktur der österreichischen Wertschöpfung für Airbus ist vielseitig: Die kontinuierliche Investition in Forschung und Entwicklung sowie die

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Lufthansa erhält Boeing 787-9 mit Sonderlackierung zum 100-jährigen Jubiläum

Die Fluggesellschaft Lufthansa erwartet im Dezember die Auslieferung einer Boeing 787-9 mit einer auffälligen Sonderlackierung, die anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Airline im Jahr 2026 gestaltet wurde. Das Flugzeug, das den Namen „Berlin“ tragen wird, erhielt seine ikonische Farbgebung im Boeing-Werk in Charleston, South Carolina, und wurde kürzlich nach Everett, Washington, überstellt. Kurz vor Weihnachten wird der Dreamliner mit der Kennung D-ABPU am Heimatflughafen in Frankfurt erwartet. Die Sonderlackierung der D-ABPU ist ein besonderer Blickfang und soll Tradition mit der Zukunft der Fluggesellschaft verbinden. Das Design präsentiert einen blauen Flugzeugrumpf, der von einem weißen Kranich dominiert wird. Die Flügel des Kranichs gehen dabei fließend in die Tragflächen der Maschine über, wodurch das Flugzeug symbolisch zu einem fliegenden Botschafter der Lufthansa wird. Dieses Sondermodell wird als Teil der Flottenerneuerung der Lufthansa in die Flotte integriert und soll die Historie der Airline visuell hervorheben, deren Ursprung in den 1920er Jahren liegt. Nach der Ankunft in Frankfurt und den abschließenden technischen Vorbereitungen wird die D-ABPU voraussichtlich im Januar 2026 in den regulären Liniendienst überführt. Die Boeing 787-9 ist ein zentrales Element in der Langstreckenflotte der Lufthansa und wird auf wichtigen interkontinentalen Routen eingesetzt. Die Sonderlackierung dient nicht nur als Hommage an das Jubiläum der Airline, sondern auch als Marketinginstrument, um die Marke Lufthansa weltweit zu präsentieren. Die Auslieferung des Flugzeugs erfolgt im Rahmen des umfassenden Flottenerneuerungsprogramms, mit dem Lufthansa moderne und effiziente Großraumflugzeuge beschafft.

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Flughafen Wien festigt Position als zentrales Frachtdrehkreuz in Zentral- und Osteuropa

Der Flughafen Wien hat seine Rolle als wichtiger Logistikknotenpunkt für Zentral- und Osteuropa im Jahr 2025 deutlich unterstrichen. In den ersten neun Monaten des Jahres wurde ein beeindruckendes Frachtgesamtvolumen von $233.233$ Tonnen abgefertigt, was einem signifikanten Wachstum von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser anhaltend positive Trend, der sich insbesondere im dritten Quartal stark beschleunigte, fußt auf der dynamischen Entwicklung der Beiladekapazitäten auf Langstreckenflügen sowie einem kräftigen Wachstum im E-Commerce-Sektor. Die Wiener Flughafenleitung sieht die aktuellen Mengensteigerungen als Bestätigung für die strategische Ausrichtung und das umfangreiche Serviceportfolio im Frachtbereich. Mit seiner geografisch vorteilhaften Lage, modernen Infrastruktur und spezialisierten Abfertigungszentren etabliert sich der Flughafen Wien zunehmend als leistungsfähiges Cargo-Drehkreuz, das eine zentrale Verbindung für interkontinentale Güterströme in die rasch wachsenden Märkte Mittel- und Osteuropas darstellt. Quantitative Leistungssteigerung und detaillierte Frachtentwicklung Die Zahlen des Dreivierteljahresberichts 2025 zeugen von der Robustheit des Frachtgeschäfts am Vienna Airport. Der Gesamtumschlag von $233.233$ Tonnen von Jänner bis September übertraf die Erwartungen und beweist die Fähigkeit des Standorts, die steigende Nachfrage effizient zu bewältigen. Besonders stark zeigte sich das Wachstum im dritten Quartal, wo die Luftfracht erneut zulegen konnte. Die Entwicklung im Detail präsentiert sich vielschichtig: Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, kommentierte den Trend als Bestätigung der Leistungsfähigkeit des Flughafens. Mag. Michael Zach, Senior Vice President Ground Handling & Cargo Operations, hob die Bedeutung des Standorts als „logistisches Kompetenzzentrum“ hervor, das eine Vielzahl von Frachtsegmenten bedient. E-Commerce und Langstreckenkapazitäten als Treiber des Wachstums Ein wesentlicher Faktor für die dynamische Entwicklung der Luftfracht am

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Supernova Airlines startet neue Frachtverbindung zwischen Lüttich und Ostrava

Der Flughafen Lüttich (LGG) hat eine neue, regelmäßige Frachtverbindung der ukrainischen Fluggesellschaft Supernova Airlines bekannt gegeben. Die Route verbindet Lüttich viermal wöchentlich mit dem Flughafen Ostrava (OSR) in der Tschechischen Republik. Diese neue Linie stärkt die Rolle des Lütticher Flughafens als wichtiges europäisches Logistik-Tor und erweitert gleichzeitig die Präsenz von Supernova Airlines in Mitteleuropa. Supernova Airlines, die während einer globalen Umbruchphase gegründet wurde, hat ihr Geschäftsmodell auf betriebliche Widerstandsfähigkeit und flexible Routenführung ausgerichtet. Die neue Verbindung zwischen Lüttich und Ostrava schafft zusätzliche Kapazitäten für zeitkritische Sendungen, E-Commerce-Pakete und Industriefracht. Dies verbessert den Zugang zu zentralen Verteilerkorridoren, die West-, Mittel- und Osteuropa verbinden. Frederic Brun, Head of Commercial am Flughafen Lüttich, betonte, dass die Entscheidung der Airline für LGG die Position des Flughafens als Schlüsseltor zu Mittel- und Osteuropa festige. Die Wahl des Flughafens Lüttich durch Supernova Airlines ist strategisch begründet. Natalia Holynskaya, Deputy CCO und Head of Sales der Fluggesellschaft, bezeichnete die neue Route als wichtigen Meilenstein für die europäische Expansion des Carriers. Lüttich ist bekannt für seine 24/7-Frachtbetriebsgenehmigung und seine robuste Infrastruktur, die für das Wachstum von Frachtfluggesellschaften essenziell ist. Lüttich zählt zu den führenden Frachtzentren der Welt. Die neue Verbindung unterstreicht das Engagement beider Partner, die regionale Lieferkettenresilienz zu erhöhen und die Entwicklung des Flughafens Lüttich als globalen Frachthub voranzutreiben.

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Türkische Fluggesellschaft Onur Air offiziell insolvent: Liquidationsverfahren eingeleitet

Die türkische Fluggesellschaft Onur Air ist nach einer Entscheidung des Handelsgerichts erster Instanz Bakırköy 2. Instanz offiziell für insolvent erklärt worden. Das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde und lange Zeit zu den führenden Akteuren im türkischen Charterflugverkehr zählte, hatte seinen Flugbetrieb bereits im Jahr 2022 eingestellt. Mit dem Urteil vom 5. November 2025 wurde das Liquidationsverfahren eingeleitet, um das verbleibende Vermögen zu sichern und die Schulden des Unternehmens abzuwickeln. Das Gericht hat nach der Insolvenzentscheidung eine Insolvenzverwaltung bestellt, die nun für die Sicherung und die Abwicklung der Insolvenzmasse zuständig ist. Im Rahmen des Verfahrens werden nun alle Immobilien und Vermögenswerte von Onur Air sowie zuvor durchgeführte Beschlagnahmungs- und Hypothekentransaktionen neu bewertet. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Finanztransaktionen der letzten fünf Jahre. Dokumente im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen, Immobilienverkäufen oder Änderungen in der Eigentümerstruktur werden einer umfassenden Prüfung unterzogen. Ziel ist es, die Ursachen für die Insolvenz zu klären und alle verfügbaren Mittel für die Gläubiger zu sichern. Die Insolvenz betrifft insbesondere die ehemaligen Mitarbeiter von Onur Air. Seit 2020 hatte die Fluggesellschaft mit Gehaltszahlungs-Unregelmäßigkeiten zu kämpfen. Bis zum 14. Oktober 2024 standen nach vorliegenden Informationen die Gehälter und Abfindungen von rund 1.800 Mitarbeitern aus. Die Beschäftigungsverträge waren mit Wirkung vom 10. April 2023 beendet worden, wobei die Kündigungen als „Kündigung durch den Arbeitnehmer aus wichtigem Grund“ dokumentiert wurden. Forderungen der Arbeitnehmer fallen nun in die Insolvenzmasse. Im Zuge der Liquidation werden die Vermögenswerte verkauft und die Forderungen sequenziell verteilt, wobei die Forderungen der Mitarbeiter priorisiert bewertet werden sollen. Die einstige Marktstellung von

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Tui Airways setzt auf Boeing 737 Max und will Direktvertrieb in Großbritannien ausbauen

Tui Airways, die Fluggesellschaft der Tui Group, plant, durch die Beschleunigung der Auslieferung neuer Boeing 737 Max-Flugzeuge ihren Fokus stärker auf den Einzelticketverkauf zu legen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Pauschalreiseangeboten der Konzerntochter zu verringern und den Direktvertrieb zu stärken, insbesondere in Großbritannien. Dies erklärte Marco Ciomperlik, Chief Airline Officer der Tui Group, auf einer Branchenkonferenz in Großbritannien. Aktuell verkauft Tui Airways in Großbritannien rund 90 Prozent ihrer Sitzplätze im Rahmen von Pauschalreisepaketen. Dieses Verhältnis ist bei den kontinentaleuropäischen Airlines der Tui Group deutlich anders. Die Fluggesellschaften Tui fly (Deutschland), Tui fly (Belgien), Tui fly (Niederlande) und Tui fly Nordic sind weniger stark auf Pauschalangebote fixiert. Ciomperlik führte an, dass etwa in Belgien der Anteil der einzeln verkauften Sitze zwischen 40 und 70 Prozent liege. Die Tui Group beabsichtigte bereits im aktuellen Jahr, das Einzelticketgeschäft in Großbritannien zu erweitern, sah sich jedoch aufgrund von Lieferverzögerungen bei Boeing bei ihren Flottenerneuerungsplänen behindert. Die Situation soll sich nun entspannen: Tui erwartet von diesem Winter an bis zu 20 Auslieferungen neuer Boeing 737 Max-Flugzeuge für die gesamte Gruppe. Allein in Großbritannien plant Tui Airways, im kommenden Sommer sechs bis sieben zusätzliche Flugzeuge einzusetzen. Diese neuen Maschinen des Typs B737-8 sollen hauptsächlich ältere Boeing 737-800-Modelle sowie nass geleaste Flugzeuge ersetzen. Nach Konzernangaben wird dadurch die Gesamtkapazität der Gruppe weitgehend konstant gehalten, während gleichzeitig das Volumen in bestimmten Märkten, wie dem britischen Direktvertrieb, wachsen soll. Die britische AOC von Tui Airways betreibt derzeit 23 Boeing 737-8 und 32 Boeing 737-800, ergänzt durch Dreamliner (B787-8

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