2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

2025

Der Donaustrom als Bühne: DDSG-Heurigenfahrt mit Wiener Liedern

Die DDSG Blue Danube, Österreichs größtes Personenschifffahrtsunternehmen, bietet mit der „Heurigenfahrt mit Wiener Liedern“ einen der Klassiker unter den Wiener Themenfahrten auf der Donau an. Diese wöchentliche Abendfahrt, die in der Regel von April bis Dezember jeden Donnerstag stattfindet, kombiniert eine dreistündige Schifffahrt mit einem typischen Heurigenbuffet und Live-Musik, organisiert durch Marion Zib vom Radio Wienerlied. Die Fahrten richten sich sowohl an Einheimische als auch an Wien-Besucher, die einen Abend im Zeichen des Wienerlieds und der Donaulandschaft erleben möchten. Die Fahrt, die ab der Reichsbrücke beginnt, führt stromabwärts auf der „großen Donau“ entlang der Wiener Skyline. Ablauf und Route der Themenfahrt Die „Heurigenfahrt mit Wiener Liedern“ beginnt typischerweise am frühen Abend an der Schiffsstation Wien / Reichsbrücke. Der Einstieg ist meist ab 18:00 Uhr möglich, die Abfahrt erfolgt pünktlich um 19:00 Uhr. Die Schifffahrt dauert rund drei Stunden und endet planmäßig um 22:00 Uhr wieder am Ausgangspunkt, der Reichsbrücke. Die Route der Themenfahrt führt die Gäste von der Reichsbrücke aus stromabwärts auf der sogenannten „großen Donau“. Die Schiffe passieren dabei die moderne Skyline der Donauplatte, den Donauturm und, je nach Streckenführung, eventuell auch friedvolle Bauwerke wie die Buddhistische Pagode am Donauufer, bevor das Schiff wendet. Die Fahrt findet nicht, wie bei manchen anderen DDSG-Angeboten, primär auf dem Donaukanal statt, sondern auf dem breiten Hauptstrom der Donau. Dies bietet den Passagieren einen Blick auf die Donauufer und die Wiener Landschaft bei Abenddämmerung. Der musikalische Rahmen wird durch wechselnde, aber ausgewählte Heurigenduos gestaltet, die ehrliche Wienerlied-Musik und keinen reinen Touristen-Act bieten sollen.

weiterlesen »

Norwegen führt Fahrverbot für große Kreuzfahrtschiffe bei Sturm ein

Als direkte Konsequenz aus der Beinahe-Katastrophe des Kreuzfahrtschiffs „Viking Sky“ im Jahr 2019 führt Norwegen ab dem Jahr 2026 ein Fahrverbot für große Passagierschiffe in besonders exponierten Küstenabschnitten ein, sobald eine Sturmwarnung vorliegt. Die neue Vorschrift der norwegischen Küstenverwaltung (Kystverket) zielt darauf ab, die Sicherheit auf See drastisch zu erhöhen und die Rettungskräfte bei extremen Wetterlagen zu entlasten. Das Fahrverbot gilt für Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von über 150 Metern und tritt in Kraft, wenn das Norwegische Meteorologische Institut eine Sturmwarnung mit Windgeschwindigkeiten von Beaufort 8 oder mehr prognostiziert. Diese Windstärke wird als „stürmische Böen“ mit sehr hohen Wellen und überall entstehenden Schaumstreifen beschrieben. Betroffen sind insgesamt sechs als besonders gefährlich eingestufte Küstenabschnitte, darunter die für ihre Tücken bekannte Hustadvika, sowie Stad, Folda, Fugløykalven, Sørøya und Honningsvåg. Große Schiffe müssen in diesem Fall entweder abwarten oder die betroffenen Zonen großräumig umfahren. Schiffe, die sich bereits im gesperrten Gebiet befinden, dürfen ihre Fahrt jedoch fortsetzen. Der Anlass für die strengere Regulierung war der Vorfall vom März 2019, als die „Viking Sky“ mit 1.373 Menschen an Bord vor der Hustadvika in einem schweren Sturm wegen eines technischen Problems – später als Folge zu geringen Schmierölstands in den Motoren identifiziert – manövrierunfähig trieb und nur knapp an einer Strandung vorbeischrammte. Die anschließende Evakuierung per Helikopter gestaltete sich unter den extremen Bedingungen überaus schwierig und langwierig. Nur etwa 480 Personen konnten in 17 Stunden von Bord gebracht werden. Die Havarie hatte deutlich gemacht, dass Rettungsmaßnahmen für ein derart großes Schiff bei hohem Wellengang in

weiterlesen »

British Airways baut Flugverbindung Cincinnati-London deutlich aus

British Airways wird im Sommerflugplan 2026 das Flugangebot zwischen dem Cincinnati/Northern Kentucky International Airport (CVG) und dem London Heathrow Airport (LHR) erheblich erweitern. Ab dem 29. März 2026 erhöht die britische Fluggesellschaft die Frequenz der Nonstop-Verbindung von bisher fünf auf sechs Flüge pro Woche und setzt ein größeres Flugzeugmuster ein. Diese Maßnahme erfolgt als Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage auf der Transatlantikroute. Die Route, die 2023 als einzige Nonstop-Verbindung zwischen Großbritannien und den Bundesstaaten Ohio, Kentucky oder Indiana eröffnet wurde, wird in der kommenden Saison jeden Tag außer donnerstags bis in den Oktober hinein bedient. Neben der Frequenzerhöhung erfolgt ein Wechsel vom derzeit eingesetzten Flugzeugtyp Boeing 787-8 zu einer größeren Boeing 777-200. Dieser Flugzeugwechsel bedeutet eine Steigerung der Gesamtkapazität der Strecke um voraussichtlich 55 bis 60 Prozent im Jahresvergleich. Die Boeing 777-200 bietet Passagieren in drei Klassen Platz: 48 Business-Class-Suiten („Club World“), 40 Premium-Economy-Sitze („World Traveller Plus“) und 184 Economy-Sitze. Auch die Frachtkapazität für Verlader in der Region wird sich dadurch wesentlich erhöhen. Verantwortliche von British Airways betonen, dass die Erweiterung ein starkes und wachsendes Interesse der Region Cincinnati am transatlantischen Verkehr widerspiegelt. Die Verbindung ermöglicht Geschäftsreisenden und Touristen eine direktere und flexiblere Anbindung an den wichtigen europäischen Drehkreuzflughafen London Heathrow. Lokale Wirtschaftsvertreter und Flughafenfunktionäre begrüßten den Ausbau als einen bedeutenden Meilenstein für den Flughafen CVG und die regionale Wirtschaft. Sie hoben hervor, dass die erhöhte internationale Anbindung den Bedürfnissen von ansässigen Großunternehmen wie Procter & Gamble, GE Aerospace und CTI sowie dem wachsenden Interesse von Freizeitreisenden entgegenkomme. Die

weiterlesen »

Flugzeug mit kongolesischem Bergbauminister verunfallt

Am Montag ist ein Regierungsflugzeug, das den Bergbauminister der Demokratischen Republik Kongo, Louis Watum Kabamba, und eine 20-köpfige Delegation an Bord hatte, auf dem Flughafen Kolwezi in der Provinz Lualaba verunfallt. Die Maschine schoss bei der Landung über das Ende der Landebahn hinaus und geriet in Brand. Nach offiziellen Angaben konnten alle Passagiere und die Besatzung das Flugzeug rechtzeitig und unverletzt verlassen; es wurden keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet. Der Vorfall ereignete sich, als die Delegation von der Hauptstadt Kinshasa in die wichtige Bergbauregion Lualaba reiste, um offizielle Termine im Zusammenhang mit den strategischen Bergbauaktivitäten des Landes wahrzunehmen. Wie sich aus der Recherche ergänzend ergab, hatte Minister Watum Kabamba nur Stunden zuvor die Unglücksstelle eines tödlichen Mineneinsturzes besucht, bei dem kürzlich Dutzende Menschen ums Leben kamen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Mission der Delegation. Der Kommunikationsberater des Ministers, Isaac Nyembo, bestätigte, dass das Flugzeug bei der Landung in Kolwezi von der Piste abgekommen und anschließend in Brand geraten sei. In sozialen Medien kursierende Aufnahmen zeigten Flammen und starke Rauchentwicklung vom hinteren Rumpfteil der Maschine, während Rettungskräfte versuchten, den Brand zu löschen. Mehrere Luftfahrtdatenbanken und lokale Quellen identifizierten das involvierte Flugzeug als eine Embraer ERJ-145LR mit dem Kennzeichen D2-AJB, betrieben von AirJet Angola im Charter des kongolesischen Bergbauministeriums. Die Maschine soll durch das Feuer weitgehend zerstört worden sein. Experten gehen davon aus, dass der Brand, der zum Teil der Zerstörung führte, möglicherweise im Fahrwerk ausgelöst wurde. Die exakte Ursache für das Überrollen der Landebahn wird von den zuständigen Behörden

weiterlesen »

Virgin Atlantic erweitert Karibik-Streckennetz durch neue Partnerschaften

Virgin Atlantic verstärkt die Anbindung der Karibik erheblich durch die Einführung einer neuen Interline-Vereinbarung mit InterCaribbean Airways und die Ausweitung der bestehenden Partnerschaft mit Caribbean Airlines. Durch diese Schritte erhalten Reisende Zugang zu über 33 regionalen Zielen, was die Komplexität des Insel-Hoppings für Passagiere aus Großbritannien deutlich reduziert. Die neu geschlossene Partnerschaft mit InterCaribbean Airways ermöglicht ab den Karibikhubs Barbados und Antigua durchgehende Verbindungen mit einem einzigen Ticket und automatischem Gepäcktransfer zu elf Inseln. Dazu zählen unter anderem Dominica, St. Lucia, St. Kitts, Grenada und Jamaikas Hauptstadt Kingston sowie die Turks- und Caicosinseln. Zusätzlich wird durch diese Vereinbarung die Weiterreise nach Georgetown in Guyana erleichtert. Die erweiterte Kooperation mit Caribbean Airlines fügt dem Netzwerk weitere 16 Destinationen hinzu, darunter neue Anbindungen an Beef Island und San Juan (Puerto Rico). Caribbean Airlines ist eine wichtige Fluggesellschaft in der Region mit Drehkreuzen in Port of Spain (Trinidad und Tobago) und Kingston. Begleitend zu den Partnerschaften baut Virgin Atlantic auch das eigene Inter-Island-Flugangebot im kommenden Winter aus. Die Frequenz der Flüge zwischen Barbados, Grenada sowie St. Vincent und den Grenadinen wird von bisher zwei auf drei wöchentliche Flüge erhöht. Auf all diesen Routen setzt Virgin Atlantic das moderne Langstreckenflugzeug Airbus A330-900neo ein, welches als Teil der Flottenmodernisierung der Airline gilt. Der Flugzeugtyp verfügt über eine zeitgemäße Kabinenausstattung und dient primär zur Bedienung der Transatlantik- und Karibikstrecken der Fluggesellschaft von ihren Basen in London Heathrow und Manchester. Juha Jaervinen, Chief Commercial Officer von Virgin Atlantic, erklärte, dass die Netzwerkerweiterung die Karibik als Eckpfeiler des

weiterlesen »

Air Senegal tätigt größte Flottenbestellung mit neun Boeing 737-Max-8

Air Senegal hat sich im Rahmen der Dubai Airshow zum Kauf von neun Flugzeugen des Typs Boeing 737-Max-8 verpflichtet. Es handelt sich um die größte Flottenanschaffung in der Geschichte der senegalesischen Fluggesellschaft und um die erste Boeing-Bestellung seit dem Jahr 2004. Diese strategische Investition soll die geplanten Expansionsbestrebungen von Air Senegal unterstützen, sowohl im regionalen Netzwerk Westafrikas als auch auf interkontinentalen Langstrecken von ihrem Drehkreuz in Dakar. Die neuen Flugzeuge des Typs 737-8 werden zum Kernstück der modernisierten Single-Aisle-Flotte (Schmalrumpfflotte). Die Reichweite und Kapazität dieser Maschinen ermöglichen es der Airline, neue Verbindungen nach Europa, in den Nahen Osten und nach Nord- und Südamerika zu eröffnen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Einführung von Direktflügen zu sekundären europäischen Städten, wodurch Passagiere die Umwege über große kontinentaleuropäische Knotenpunkte vermeiden können. Dies unterstreicht die Strategie, Dakar als wichtiges westafrikanisches Luftverkehrsdrehkreuz zu etablieren. Tidiane Ndiaye, der CEO von Air Senegal, bezeichnete die Akquisition als einen bedeutenden Meilenstein, der die Flotte stärke und modernisiere und das Wachstum in der Region und interkontinental unterstütze. Die Boeing 737-8 ist darauf ausgelegt, bis zu 178 Passagiere zu befördern und verfügt über eine Reichweite von bis zu 3.500 nautischen Meilen (rund 6.480 Kilometer). Durch die geplante Indienststellung der neuen Jets will die Airline ihre Betriebskosten auf dem wachsenden Streckennetz senken. Der Flugzeughersteller Boeing sieht in Afrika einen aufstrebenden Markt und prognostiziert, dass afrikanische Fluggesellschaften in den nächsten 20 Jahren mehr als 1.200 neue Flugzeuge benötigen werden, wobei der Großteil auf Schmalrumpfflugzeuge entfällt. Die Entscheidung von Air Senegal für

weiterlesen »

Flughafen BER sichert 1,2 Milliarden Euro Refinanzierung vorzeitig

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat einen wichtigen Schritt in Richtung ihrer finanziellen Selbstständigkeit vollzogen. Dem Unternehmen gelang die vorzeitige und erfolgreiche Platzierung eines umfassenden Refinanzierungspakets in Höhe von 1,2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt. Mit der neuen Finanzierung, die eine Laufzeit von fünf Jahren hat, sollen verbürgte Altverbindlichkeiten aus der Bauzeit des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) abgelöst werden. Das Konsortium für die Finanzierung setzt sich aus zwölf Banken zusammen, darunter deutsche, europäische und internationale Kreditinstitute, einschließlich Handelsbanken, Landes- und Förderbanken. An der Spitze des Konsortiums stehen die NORD/LB Norddeutsche Landesbank und die Commerzbank AG. Recherchen zufolge war das Interesse der Banken so groß, dass die Finanzierung deutlich überzeichnet war, was die gestärkte Reputation der FBB und die positive Geschäftsentwicklung des BER widerspiegelt. Die Geschäftsführung der FBB betonte, dass die Refinanzierung aus eigener Kraft, ohne die bisher notwendigen Gesellschafterbürgschaften, einen gemeinsamen Erfolg darstellt, der auf wirtschaftlicher Disziplin basiert. Der Flughafen BER wurde Ende Oktober 2020 unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie eröffnet. Als Reaktion auf die Krise erarbeitete die FBB gemeinsam mit ihren Gesellschaftern – den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Bundesrepublik Deutschland – ein Gesamtfinanzierungskonzept. Dieses beinhaltete Eigenkapitalzuführungen von bis zu 2,4 Milliarden Euro zur Teilentschuldung des Unternehmens und zur Erreichung der finanziellen Selbstständigkeit. Die jetzt erfolgte Refinanzierung löst einen ursprünglich im Juli 2026 fälligen Konsortialkredit ab und ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Finanzplans. Ein positiver Nebeneffekt der erfolgreichen Kapitalmarkttransaktion betrifft die letzte geplante Eigenkapitalzuführung der Gesellschafter. Diese ist für Februar 2026 vorgesehen und soll der Tilgung der

weiterlesen »

Geplante Demonstrationen der Allegiant Air Piloten: Informatives Streikpostieren als Druckmittel in festgefahrenen Tarifverhandlungen

Am 18. November 2025 bereiteten sich Piloten der US-amerikanischen Fluggesellschaft Allegiant Air auf ein koordiniertes, informatives Streikpostieren vor. Die von der Gewerkschaft Teamsters Local 2118 vertretenen Piloten planen, an insgesamt 22 US-Flughäfen, an denen Allegiant Crews stationiert sind, öffentlichkeitswirksame Demonstrationen abzuhalten. Ziel dieser Aktion ist es, nach fast fünf Jahren festgefahrener Tarifverhandlungen den Druck auf die Unternehmensleitung von Allegiant zu erhöhen. Die Gewerkschaft, die mehr als 1.400 Piloten vertritt, wirft dem Billigflieger vor, auf Zugeständnissen zu beharren und warnt davor, dass Allegiant angesichts der Nichtbeachtung von Forderungen nach besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen Gefahr läuft, erfahrenes Personal an die Konkurrenz zu verlieren. Obwohl die Piloten im Vorfeld mit über 97 Prozent der Stimmen für die Genehmigung eines Streiks gestimmt hatten, handelt es sich bei der geplanten Aktion am Dienstag um ein informatives Streikpostieren und nicht um einen tatsächlichen Arbeitskampf. Der Flugbetrieb von Allegiant Air wird voraussichtlich normal verlaufen, da die Piloten weiterhin fliegen werden. Die Aktion, die unter dem US-amerikanischen Railway Labor Act erlaubt ist, soll die Öffentlichkeit auf den anhaltenden Arbeitskonflikt aufmerksam machen, ohne den Flugverkehr zu stören. Die gewerkschaftliche Aktion markiert einen neuen Höhepunkt in einem Arbeitsstreit, der die Stabilität der Personalbasis des Freizeitfluganbieters zunehmend infrage stellt. Fünf Jahre Verhandlungen ohne Konsens Die Verhandlungen zwischen den Teamsters Local 2118 und Allegiant Air ziehen sich bereits seit nahezu fünf Jahren hin, ohne dass ein Tarifvertrag zustande gekommen ist. Die Gewerkschaft kritisiert scharf die Verhandlungstaktik des Unternehmens und behauptet, Allegiant würde trotz des florierenden Luftverkehrsmarktes und der Expansion des eigenen

weiterlesen »

Französische Flugsicherung testet Wettertools zur Reduktion von Flugverspätungen

Die Direction des Services de la Navigation Aérienne (DSNA), die Flugsicherungsbehörde Frankreichs, hat gemeinsam mit dem Technologieanbieter SITA erfolgreich den Einsatz von Echtzeit-Wettertools in der Flugverkehrskontrolle erprobt. Ziel des Tests war die Verbesserung des Wettermanagements in einem der verkehrsreichsten Lufträume Europas, da Gewitter und Turbulenzen regelmäßig zu Tausenden von Verspätungen und zu Kapazitätsengpässen führen. Das sogenannte Proof-of-Concept fand im Sommer und Herbst 2025 im Area Control Centre (ACC) Reims statt. Dort wurden die SITA-Systeme Enhanced Weather Awareness System (eWAS) und Mission Watch eingesetzt. Diese Tools liefern dieselben detaillierten Live-Wetterdaten, die bereits von Piloten und Flugdisponenten der Airlines genutzt werden. Über einen Zeitraum von 21 Tagen, an denen wetterbedingte Kapazitätseinschränkungen auftraten (Juli bis Oktober 2025), verfolgten und reagierten die DSNA-Flussmanager auf schnell wechselnde Wetterbedingungen in verschiedenen Sektoren. Die Ergebnisse der Versuchsphase waren laut DSNA eindeutig positiv und weisen auf eine erhebliche operative Steigerung hin. Durch die präzisere Vorhersage von Wetterschwankungen konnten die wetterbedingten Verspätungen um bis zu 65 Prozent reduziert werden. Dies entspricht einer geschätzten Einsparung von 60.000 bis 105.000 Minuten an Flugverzögerungen im Testzeitraum. Diese Verbesserungen in der Abwicklung führten auch zu direkten finanziellen Vorteilen für die Flugsicherung: Es konnten 2.700 zusätzliche Flüge abgewickelt werden, was bei einer durchschnittlichen Streckengebühr von 750 Euro pro Flug Mehreinnahmen von rund 2,02 Millionen Euro generierte. Während der Erprobung wurde die Sicherheit des Luftverkehrs zu keiner Zeit beeinträchtigt. Gael Barbezier, Einsatzleiter im ACC Reims, hob hervor, dass durch die einheitliche Informationsbasis eine präzise Anpassung der Kapazität an die Wetterlage möglich war, ohne unnötige Verkehrsbeschränkungen

weiterlesen »

Gulf Air bekräftigt Flottenstrategie: Definitiver Kaufvertrag für 15 Boeing 787 Dreamliner unterzeichnet

Die staatliche Fluggesellschaft Bahrains, Gulf Air, hat auf der Dubai Airshow 2025 einen entscheidenden Schritt zur langfristigen Flottenerneuerung vollzogen. Am zweiten Messetag unterzeichnete die Airline einen definitiven Kaufvertrag mit dem US-amerikanischen Hersteller Boeing über 15 Langstreckenflugzeuge des Typs 787 Dreamliner, zuzüglich Optionen für drei weitere Maschinen. Diese Vereinbarung festigt die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen Gulf Air und Boeing und stellt einen Eckpfeiler in der Expansionsstrategie der Fluggesellschaft dar, die darauf abzielt, ihre globale Konnektivität zu stärken und Bahrains Luftverkehrssektor als regionales Zentrum weiterzuentwickeln. Die Unterzeichnung durch den neuen CEO von Gulf Air, Martin Gauss, und Brad McMullen, Senior Vice President of Commercial Sales and Marketing von Boeing, finalisiert die bereits im Sommer 2025 eingeleiteten Verhandlungen. Die Bestätigung des Kaufs des Dreamliners, der für seine operative Effizienz und den hohen Passagierkomfort bekannt ist, wird als ein klares Signal für die strategische Ausrichtung der Airline gewertet. Der Kauf steht zudem im Kontext einer breiteren Welle von Boeing-Aufträgen aus dem Nahen Osten, die durch diplomatische Initiativen der US-Regierung gefördert wurden. Endgültige Vereinbarung nach politischer Anbahnung Die definitive Kaufvereinbarung, die am 18. November 2025 am Rande der Dubai Airshow unterzeichnet wurde, ersetzt und übertrifft die im Juli 2025 bekannt gegebene Absichtserklärung. Im Sommer hatte Gulf Air zunächst eine Vereinbarung über zwölf 787 Dreamliner mit Optionen für sechs weitere Jets gemeldet. Die damalige Ankündigung fand in Anwesenheit der US-Regierung, einschließlich des Handelsministers, statt und war Teil der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, die Verteidigungs- und Wirtschaftskooperationen mit den Golfstaaten zu erweitern. Die nun finalisierte Bestellung von

weiterlesen »