Februar 17, 2026

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Februar 17, 2026

Lufthansa Group und Air India planen weitreichende Kooperation

Die globale Luftfahrtbranche erlebt derzeit eine tektonische Verschiebung in Richtung Osten. In einer feierlichen Zeremonie haben Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, und Campbell Wilson, der Chief Executive Officer von Air India, eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Weg für ein umfassendes Joint Business Agreement ebnen soll. Diese strategische Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und der größten indischen Langstrecken-Airline zielt darauf ab, die Verkehrsströme zwischen Europa und dem indischen Subkontinent zu bündeln und die Effizienz des Flugbetriebs durch eine enge Koordination von Flugplänen und Vertriebsaktivitäten zu steigern. Die Vereinbarung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Indien seine Position als bevölkerungsreichstes Land der Welt und als einer der am schnellsten wachsenden Luftverkehrsmärkte festigt. Das geplante Bündnis reagiert unmittelbar auf den kürzlich abgeschlossenen Freihandelsvertrag zwischen Indien und der Europäischen Union, der mit einem jährlichen Warenhandel von 180 Milliarden Euro die größte Freihandelszone der Erde schafft. Durch die Verzahnung der Netzwerke wollen beide Unternehmen den rasant steigenden Bedarf im Geschäfts- und Privatreiseverkehr abdecken und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Golf-Airlines stärken. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktdynamik Indien stellt für die Lufthansa Group mittlerweile den zweitwichtigsten Langstreckenmarkt nach den Vereinigten Staaten dar. Diese Bedeutung resultiert nicht nur aus der schieren Größe der Bevölkerung, sondern primär aus der rasant wachsenden und zunehmend kaufkräftigen Mittelschicht des Landes. Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der EU und Indien hat ein Niveau erreicht, bei dem beide Blöcke zusammen für ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung stehen. In diesem Kontext fungiert die Luftfahrt als das notwendige Bindeglied für den Austausch von Fachkräften,

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Kanadische Fluggesellschaften reagieren auf sinkende Nachfrage in die USA

Die kanadische Luftfahrtbranche steht vor einer signifikanten Zäsur im grenzüberschreitenden Verkehr mit den Vereinigten Staaten. Die beiden Schwergewichte Air Transat und WestJet haben weitreichende Streichungen in ihren Flugplänen angekündigt, die auf einen spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Reisen in die USA im Laufe des Jahres 2025 reagieren. Während Air Transat sich vorerst komplett aus dem US-Markt zurückzieht und wichtige Verbindungen nach Florida kappt, streicht WestJet gleich zehn Routen von verschiedenen kanadischen Drehkreuzen. Branchenexperten führen diese Entwicklung auf eine Kombination aus veränderten Reisepräferenzen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und einer strategischen Neuausrichtung der Kapazitäten auf profitablere Märkte zurück. Die betroffenen Fluggesellschaften betonen, dass diese Maßnahmen Teil eines proaktiven Kapazitätsmanagements sind, um Ressourcen dort einzusetzen, wo die Marktposition am stärksten ist. Für Reisende zwischen Kanada und den USA bedeutet dies eine spürbare Reduzierung der Direktverbindungen und potenziell steigende Preise bei den verbleibenden Anbietern. Rückzug von Air Transat aus dem US-Geschäft Die in Montreal ansässige Fluggesellschaft Air Transat zieht drastische Konsequenzen aus der aktuellen Marktsituation. Nachdem das Unternehmen noch im März 2025 bis zu neun Routen in die Vereinigten Staaten bediente, darunter hochfrequente tägliche Verbindungen nach Florida, wird der Betrieb nun sukzessive eingestellt. Konkret werden die Flüge von Montreal nach Orlando International zum 4. Mai 2026 und nach Fort Lauderdale International zum 3. Juni 2026 suspendiert. Auch die Verbindung von Québec City nach Fort Lauderdale endet zum 30. Mai 2026. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte gegenüber lokalen Medien, dass dieser Schritt notwendig sei, um die Ressourcen der Fluggesellschaft zu optimieren. Air Transat wolle sich künftig auf

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Cyprus Airways erweitert europäisches Streckennetz um den Standort München

Die nationale Fluggesellschaft Zyperns, Cyprus Airways, plant für das laufende Jahr 2026 eine signifikante Ausweitung ihrer Flugverbindungen nach Deutschland. Wie Marzio Scamolla, Vertreter der Airline, im Rahmen der Tourismusmesse „Bit26“ in Mailand bekannt gab, wird München als neues Ziel in den Flugplan aufgenommen. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Direktverbindungen zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der Mittelmeerinsel, die insbesondere für den Geschäftsreiseverkehr und den Tourismus von zentraler Bedeutung ist. Zusätzliche Branchenberichte verdeutlichen, dass Cyprus Airways ihre Flotte derzeit umfassend modernisiert und dabei verstärkt auf Maschinen des Typs Airbus A220 setzt. Dieser Flugzeugtyp zeichnet sich durch eine moderne Kabinenausstattung und eine effiziente Triebwerkstechnologie aus, was den Einsatz auf mittellangen Strecken nach Zentraleuropa wirtschaftlich attraktiv macht. Die Einbindung Münchens ergänzt die bereits bestehenden Verbindungen nach Deutschland, wie etwa nach Frankfurt, und zielt darauf ab, den Passagierfluss am Drehkreuz Larnaka weiter zu verdichten. Neben der Expansion im deutschsprachigen Raum plant die Fluggesellschaft laut Messeankündigungen auch eine Verstärkung ihrer Präsenz auf dem italienischen Markt. Durch die Teilnahme an der „Bit26“ in Mailand unterstreicht Cyprus Airways ihre Ambition, die Konnektivität innerhalb Europas zu stärken und Zypern als ganzjährig erreichbares Ziel für internationale Reisende zu positionieren. München fungiert hierbei aufgrund seiner Funktion als bedeutender europäischer Luftverkehrsknotenpunkt als strategisch wichtiger Baustein für das weitere Wachstum der Airline. Analysten weisen darauf hin, dass der Markteintritt in München den Wettbewerb auf der Route nach Zypern verschärfen dürfte, die bislang von verschiedenen Ferienfliegern und Linienfluggesellschaften bedient wird. Für den Flughafen München bedeutet die Aufnahme von Cyprus

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Erfolg durch Teilhabe: Delta Air Lines schüttet Milliardenbetrag an Belegschaft aus

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat am 13. Februar 2026 eine Gewinnbeteiligung in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar an ihre weltweite Belegschaft ausgezahlt. Diese traditionell rund um den Valentinstag stattfindende Ausschüttung markiert einen der höchsten Beträge in der Konzerngeschichte und unterstreicht die finanzielle Erholungsphase des Luftfahrtriesen nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre. Mit dieser Zahlung erhalten die rund 103.000 Angestellten einen Bonus, der etwa 8,9 Prozent ihres anrechenbaren Jahreseinkommens entspricht, was rechnerisch einer zusätzlichen monatlichen Vergütung gleichkommt. Während in der Luftfahrtbranche die Verwendung von Gewinnen für Dividenden oder Aktienrückkäufe oft im Vordergrund steht, setzt Delta mit diesem Programm ein deutliches Zeichen für die direkte ökonomische Partizipation der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. CEO Ed Bastian betonte in diesem Zusammenhang, dass die Summe dieser Ausschüttung die kombinierten Gewinnbeteiligungen aller anderen US-amerikanischen Fluggesellschaften übersteige. Mechanismus der Gewinnverteilung und regionale Schwerpunkte Die Struktur des Programms folgt einer fest definierten mathematischen Formel, die Transparenz und Planungssicherheit für die Angestellten schaffen soll. Delta führt zehn Prozent der ersten 2,5 Milliarden US-Dollar des Konzerngewinns sowie 20 Prozent aller darüber hinausgehenden Erträge direkt an den Pool für die Mitarbeiter ab. Seit der Einführung des aktuellen Modells im Jahr 2007 hat das Unternehmen auf diese Weise insgesamt mehr als elf Milliarden US-Dollar an seine Belegschaft ausgezahlt, wobei allein zehn Milliarden US-Dollar auf das letzte Jahrzehnt entfallen. Geografisch betrachtet profitiert der US-Bundesstaat Georgia am stärksten von der aktuellen Ausschüttung. Am Hauptsitz in Atlanta und den umliegenden Standorten werden rund 567,9 Millionen US-Dollar an etwa 43.500 Mitarbeiter verteilt. New York

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Etihad Airways steigert Passagierzahlen zum Jahresbeginn 2026 erheblich

Die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Etihad Airways, hat für den Januar 2026 ein deutliches Wachstum ihrer Verkehrszahlen gemeldet. Insgesamt beförderte das Unternehmen im ersten Monat des Jahres 2,2 Millionen Passagiere. Dies entspricht einer Steigerung von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 1,7 Millionen Reisende registriert wurden. Trotz der massiven Kapazitätsausweitung gelang es der Fluggesellschaft, die Auslastung ihrer Maschinen auf einem hohen Niveau von 89,9 Prozent zu halten, was einem leichten Zuwachs gegenüber dem Januar 2025 entspricht. Die positive Entwicklung wird maßgeblich durch den rasanten Ausbau der Flotte und des Streckennetzes getragen. Zum Jahresstart 2026 umfasst die operative Flotte der Airline 127 Flugzeuge, nachdem sie im Vorjahr noch bei 101 Maschinen lag. Dieser Zuwachs ermöglichte es dem Unternehmen, neue strategische Ziele in den Flugplan aufzunehmen. Zu den jüngsten Erweiterungen gehören Direktverbindungen nach Luxemburg und Calgary, womit Etihad erstmals direkte Flugwege zwischen diesen Standorten und dem Drehkreuz Abu Dhabi etabliert hat. Insgesamt bedient die Gesellschaft nun 110 Destinationen weltweit. Branchenexperten führen den Erfolg auf die konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie zurück, die Abu Dhabi als zentralen globalen Knotenpunkt für den Transitverkehr zwischen Europa, Asien und Nordamerika festigt. Durch die Integration neuer Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 787 und Airbus A350 konnte Etihad nicht nur die Frequenzen auf bestehenden Routen erhöhen, sondern auch wirtschaftlich attraktive Nischenmärkte erschließen. CEO Antonoaldo Neves betonte in diesem Zusammenhang die Fähigkeit des Unternehmens, die hohe Nachfrage effizient zu bedienen und gleichzeitig die betriebliche Kapazität signifikant zu steigern. Zusätzliche Daten aus dem regionalen Luftverkehrsmarkt verdeutlichen, dass der

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Tourismusstrategie: Wien setzt mit Vampir-Kurzfilm auf kulinarisches Storytelling

Der WienTourismus hat mit dem Launch des dreiminütigen Kurzfilms Vienna Bites eine neue Ära im Destinationsmarketing eingeleitet. Anstatt auf klassische Werbeformate zu setzen, nutzt die Kampagne fiktionales Storytelling, um das Jahresthema 2026 „Vienna Bites. Küche, Kultur, Charakter“ international zu platzieren. Der Film erzählt die Geschichte eines Vampirclans, der durch das nächtliche Wien streift, auf der Suche nach dem besonderen Geschmack, den die Wiener Küche dem Blut der Einheimischen verleihen soll. Mit über 16 Millionen Aufrufen innerhalb weniger Wochen nach dem Start Anfang Februar 2026 erzielt die Produktion eine beachtliche Reichweite in den globalen Kernmärkten. Die Kampagne verbindet historische Wiener Legenden mit moderner Popkultur und internationaler Ästhetik, um Wien als Zentrum für Kulinarik und Kultur neu zu definieren. Dabei werden ikonische Speisen wie das Wiener Schnitzel oder der Kaiserschmarrn als integrale Bestandteile einer atmosphärischen Erzählung inszeniert, die sich bewusst vom herkömmlichen Tourismusmarketing abhebt. Vampir-Mythos als Brücke zwischen Historie und Moderne Die Wahl des Vampir-Themas ist für die Stadt Wien kein Zufallsprodukt, sondern fusst auf einer tief verwurzelten historischen Verbindung. Bereits im Jahr 1725 wurden in Wien erste Berichte über Vampirerscheinungen dokumentiert, lange bevor der Mythos durch die Weltliteratur Einzug in die globale Popkultur hielt. Dieser historische Hintergrund dient als authentisches Fundament für eine Kampagne, die den aktuellen Zeitgeist perfekt einfängt. Weltweit lässt sich derzeit ein massives Interesse an Horror- und Mystery-Narrativen beobachten. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der aktuelle Kinoerfolg Sinner, der im Jahr 2026 mehrere Oscar-Nominierungen verbuchen konnte und das Genre wieder in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rückte. Vienna

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Notlandung in Trondheim nach Brand einer Powerbank an Bord von SAS

Eine Linienmaschine der Scandinavian Airlines (SAS) musste am Sonntag, den 15. Februar 2026, den Flug von Oslo nach Tromsø vorzeitig abbrechen. Der Airbus A320neo mit der Kennung SE-RUO befand sich mit 186 Passagieren an Bord über Mittelnorwegen, als kurz nach Mittag Rauch in der Kabine gemeldet wurde. Die Besatzung setzte umgehend einen Notruf ab und leitete eine Sicherheitslandung auf dem Flughafen Trondheim Værnes ein, woraufhin die örtlichen Rettungskräfte einen Großeinsatz auslösten. Entgegen erster Vermutungen über ein Feuer im Cockpit lokalisierten die Einsatzkräfte die Ursache im Passagierbereich. Ursprung der Rauchentwicklung war nach offiziellen Angaben eine überhitzte Powerbank eines Fluggastes. Diese tragbaren Lithium-Ionen-Akkus stellen bei technischen Defekten ein erhebliches Risiko dar, da sie in einen thermischen Durchgang geraten können. In diesem Zustand entwickeln die Batterien extreme Hitze und setzen giftige Gase frei. Die Flugzeugbesatzung versuchte zunächst erfolglos, die Temperatur des Geräts zu senken, und entschied sich protokollgemäß für die sofortige Diversion zum nächstgelegenen Flughafen. Nach der Landung übernahm die Feuerwehr die Sicherung des Objekts und entfernte die verbrannte Powerbank aus der Maschine. Fünf Besatzungsmitglieder wurden nach der Landung medizinisch untersucht, da sie direktem Kontakt mit dem Rauch ausgesetzt waren. Alle konnten nach kurzer Zeit ohne schwerwiegende Verletzungen entlassen werden. Unter den Passagieren gab es keine Verletzten, jedoch stand vorsorglich ein Sanitätsteam zur Betreuung bereit. Die Polizei in Mittelnorwegen hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände der Überhitzung zu klären. Vorfälle dieser Art haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen, weshalb Fluggesellschaften ihre Sicherheitsprotokolle für den Umgang mit Lithium-Batterien in der Kabine

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Stabiles Wachstum am Flughafen Brüssel zum Jahresauftakt 2026

Der Flughafen Brüssel verzeichnete im Januar 2026 einen erfolgreichen Start in das neue Geschäftsjahr. Trotz erheblicher Beeinträchtigungen durch winterliche Witterungsverhältnisse in weiten Teilen Nordwesteuropas stieg das Passagieraufkommen um 5,5 Prozent auf insgesamt 1.601.051 Reisende an. Ein wesentlicher Faktor für dieses Plus war die starke Rückreisewelle nach den Weihnachtsferien sowie die Aufnahme zahlreicher Umleitungsflüge von niederländischen Flughäfen, die aufgrund extremer Wetterlagen zeitweise geschlossen werden mussten. Die durchschnittliche Auslastung pro Flug verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 131 auf 135 Passagiere, während der Anteil der Transferreisenden mit 18 Prozent die Bedeutung des Standorts als Drehkreuz zwischen Europa, Afrika und Nordamerika unterstrich. Im Frachtbereich setzte sich der positive Trend der Vormonate ebenfalls fort. Das Gesamtvolumen stieg um 3,5 Prozent auf 61.485 Tonnen, wobei die geflogene Fracht ein Plus von 2,4 Prozent verbuchen konnte. Getragen wurde dieses Wachstum insbesondere durch die Beiladefracht in Passagiermaschinen, die um 5,1 Prozent zunahm, sowie durch einen zweistelligen Zuwachs von 10 Prozent bei den Express-Diensten. Im Gegensatz dazu verzeichnete das Segment der reinen Frachtflüge einen Rückgang von 8,2 Prozent, was auf eine effizientere Nutzung der Kapazitäten in Passagierflugzeugen hindeutet. Der Lkw-Ersatzverkehr, die sogenannte getruckte Fracht, stieg deutlich um 11,2 Prozent an, was die enge Verzahnung des Flughafens mit dem europäischen Logistiknetzwerk belegt. Zusätzliche Daten aus Branchenkreisen verdeutlichen die strategische Neuausrichtung des Flughafens bei den Flugbewegungen. Während die Zahl der kommerziellen Starts und Landungen mit 14.007 Bewegungen nahezu stabil blieb, gab es eine Verschiebung innerhalb der Segmente: Die Passagierflüge nahmen um 1,7 Prozent zu, während reine Frachtflüge um 9,4

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Schwere Sturmböen erzwingen Flugumleitungen und Rettungseinsätze auf Mallorca

Das Sturmtief „Nils“ hat am 12. Februar 2026 zu massiven Beeinträchtigungen im Reiseverkehr auf den Balearen geführt. Besonders betroffen war der Flughafen Palma de Mallorca, wo extreme Seitenwinde und Scherwinde einen gefährlichen Zwischenfall während der Landung verursachten. Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Eurowings, kommend aus Hamburg, geriet im Endanflug derart in Turbulenzen, dass die Maschine kurz vor dem Aufsetzen instabil wurde und stark schwankte. Die Besatzung brach das Manöver vorschriftsmäßig ab und leitete ein Durchstarten ein, woraufhin das Flugzeug zur sicheren Landung nach Valencia umgeleitet wurde. Augenzeugen und Passagiere berichteten von dramatischen Momenten in der Kabine, geprägt von plötzlichen Höhenverlusten und heftigem seitlichem Kippen. Der Flugkapitän stufte die Bedingungen später als außergewöhnlich herausfordernd ein und verwies auf unsichtbare Windscherungen, die selbst für erfahrene Piloten Grenzsituationen darstellten. Nach der Landung in Valencia mussten die Reisenden rund drei Stunden am Boden ausharren, da logistische Engpässe bei der Gepäcksortierung und der Bodenabfertigung eine schnellere Weiterreise verhinderten. Vier Passagiere entschieden sich gegen den Weiterflug und verblieben in Valencia, während die Maschine später am Tag nach Palma zurückkehrte. Die Auswirkungen des Sturms beschränkten sich nicht nur auf den Luftverkehr. Insgesamt wurden am Flughafen Palma etwa 18 Verspätungen sowie zahlreiche Annullierungen und Umleitungen registriert. Auch der Seeverkehr kam teilweise zum Erliegen; die Reederei Baleària musste mehrere Fährverbindungen zwischen den Inseln Ibiza, Formentera sowie zwischen Mallorca und Menorca streichen. Die lokalen Rettungsdienste meldeten inselweit über 260 wetterbedingte Vorfälle, darunter umgestürzte Bäume, herabstürzende Trümmerteile und beschädigte Gebäudeinfrastrukturen. In Häfen und Küstenregionen wurden Böen von teils weit über 100

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Strategische Flottenbereinigung bei Swiss: Langfristige Zwangspause für die Airbus A220-100

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines leitet eine einschneidende Umstrukturierung ihrer Kurzstreckenflotte ein. In einer koordinierten Maßnahme wird die gesamte Teilflotte des Typs Airbus A220-100 bis mindestens zum Jahr 2027 vorübergehend stillgelegt. Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Kombination aus technischen Engpässen bei den Getriebefan-Triebwerken (GTF) des Herstellers Pratt & Whitney sowie wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Genf. Während die größeren Schwestermaschinen vom Typ A220-300 weiterhin das Rückgrat der Kontinentalflotte bilden, wurden bereits erste Einheiten der kleineren Variante an Lagerstandorten im Ausland geparkt. Diese strategische Entscheidung verdeutlicht den enormen Druck, unter dem europäische Fluggesellschaften derzeit aufgrund von Ersatzteilmangel und Triebwerksproblemen stehen. Swiss wählt hierbei den Weg der Konsolidierung, um die Einsatzbereitschaft der rentableren Teilflotte zu sichern, nimmt dafür jedoch eine signifikante Reduktion der eigenen Kapazitäten im Segment der 125-Sitzer in Kauf. Technische Engpässe und die Problematik der GTF-Triebwerke Der primäre Treiber für die Einmottung der A220-100 liegt in der komplexen Triebwerkssituation. Die gesamte A220-Familie wird exklusiv von Pratt & Whitney PurePower PW1500G Triebwerken angetrieben. Diese Getriebefan-Technologie (Geared Turbofan) gilt zwar als technologisch fortschrittlich, leidet jedoch seit Jahren unter erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen und verkürzten Wartungsintervallen. Da weltweit eine hohe Anzahl an Triebwerken zur Inspektion in die Werkstätten muss und gleichzeitig die Lieferketten für Ersatzteile stocken, fehlen vielen Airlines einsatzfähige Ersatztriebwerke. Swiss nutzt die temporäre Stilllegung der neun A220-100 nun dazu, die knappen Ressourcen effizienter zu bündeln. Die Triebwerke der geparkten Flugzeuge können als Spender für die größere A220-300 fungieren, von der Swiss 21 Exemplare betreibt. Da die A220-300 mit bis zu 145 Sitzplätzen

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