
Qantas verhandelt mit Airbus und Boeing über Großauftrag
Die australische Qantas treibt ihre ambitionierten Modernisierungspläne voran und hat vertrauliche Verhandlungen mit den weltweit führenden Flugzeugherstellern Airbus und Boeing aufgenommen. Branchenkreisen zufolge prüft das Unternehmen die Beschaffung von rund zwanzig zusätzlichen Langstreckenflugzeugen, um seine globale Marktposition langfristig zu sichern und die anstehende Ausflottung älterer Flugzeugtypen vorzubereiten. In der engeren Auswahl stehen zusätzliche Maschinen des Typs Boeing 787 Dreamliner sowie die Standardvariante des Airbus A350, konkret das Modell A350-900. Während sich die beteiligten Flugzeugbauer zu den vertraulichen Gesprächen bedeckt halten und offizielle Stellungnahmen verweigern, bestätigte Qantas regelmäßige Kontakte mit den Herstellern im Rahmen der kontinuierlichen Flottenplanung. Die Verhandlungen fallen in eine Phase intensiven internationalen Wettbewerbs und markieren einen weiteren Meilenstein in einem der umfassendsten Flottenerneuerungsprogramme der australischen Luftfahrtgeschichte. Die Entscheidung über den künftigen Technologielieferanten wird maßgebliche Auswirkungen auf die betriebliche Effizienz, das künftige Streckennetz und die langfristige Marktstruktur des kontinentalen Luftverkehrs haben. Die strategische Einordnung im Rahmen des generationsübergreifenden Flottenumbaus Der potenzielle Großauftrag über zwanzig Großraumjets ist strategisch eng mit der langfristigen Kapazitäts- und Altersstruktur der bestehenden Flotte verknüpft. Aktuell betreibt die australische Fluggesellschaft ein heterogenes Langstreckensegment, das sich unter anderem aus sechzehn älteren Airbus A330-200, zwölf A330-300 sowie vierzehn modernen Boeing 787-9 zusammensetzt. Insbesondere die A330-Familie nähert sich dem Ende ihres wirtschaftlichen Lebenszyklus, weshalb Qantas bereits ein millionenschweres Modernisierungsprogramm für die Kabineninnenräume initiiert hat, um die Flugzeuge bis zum Eintreffen der Nachfolgemodelle im Dienst zu halten. Neben dem Ersatz der zweistrahligen Mittel- und Langstreckenflugzeuge blickt das Management in Sydney bereits auf das kommende Jahrzehnt, in dem die Stilllegung der








