
Untersuchung von Beinahe-Kollisionen auf US-Flughäfen: Vorfall in Miami wirft Fragen zur Kommunikationssicherheit auf
Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration hat eine formelle Untersuchung nach einem schwerwiegenden Vorfall auf dem internationalen Flughafen von Miami eingeleitet. Am 27. Juni 2026 musste eine Passagiermaschine des Typs Airbus A319 der American Airlines den Startvorgang bei hoher Geschwindigkeit abbrechen, nachdem ein Privatjet des Typs Embraer Phenom 300 der Gesellschaft Netjets auf dieselbe Start- und Landebahn gerollt war. Nach vorliegenden Berichten und Auswertungen des Flugfunks basierte der Vorfall auf Unklarheiten bei den Freigaben durch die Flugleitung. Die beiden Flugzeuge kamen in einer Distanz von etwa einer Drittelmeile zueinander zum Stillstand, Personen- oder Sachschäden entstanden nicht. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von jüngsten Unregelmäßigkeiten im amerikanischen Luftraum, die die Diskussion über die Belastungsgrenzen des Personals und die technische Überwachung an Großflughäfen neu entfachen. Ablauf des Startabbruchs und die Rolle der Flugleitung in Miami Der Linienflug American Airlines AA308 war für eine Verbindung von Miami nach Bermuda eingeplant. Die Maschine hatte bereits die Freigabe für den Start erhalten und beschleunigte auf der aktiven Piste, als die Besatzung im vorderen Sichtfeld ein anderes Flugzeug wahrnahm, das die Bahn kreuzte. Die Piloten leiteten umgehend ein Notbremsverfahren ein und brachten den Airbus A319 rechtzeitig vor der Kreuzungsposition zum Stehen. Nach Abkühlung der Bremssysteme und einer technischen Überprüfung konnte der Flug nach Bermuda mit Verspätung, aber ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden. Bei dem zweiten beteiligten Flugzeug handelte es sich um eine Embraer Phenom 300, die für das Charterunternehmen Netjets registriert ist. Nach einer Stellungnahme des Unternehmens befand sich das Flugzeug zum Unfallzeitpunkt








