
Sizilien: Naturereignis führt zu massiven Einschränkungen des zivilen Luftverkehrs in Catania
Ein erneuter Ausbruch des Vulkans Ätna hat am Sonntag, dem 5. Juli 2026, zu gravierenden Behinderungen des Flugverkehrs auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien geführt. Wegen eines intensiven Ascheausstoßes und der raschen Ausbreitung einer dichten Eruptionswolke sah sich die Betreibergesellschaft des internationalen Flughafens Catania-Fontanarossa gezwungen, weitreichende Beschränkungen für den gesamten Flugbetrieb zu erlassen. Große Teile des betroffenen Luftraums wurden für mehrere Stunden komplett gesperrt, was zu zahlreichen Flugstreichungen, erheblichen Verspätungen und der Umleitung ankommender Maschinen auf umliegende Flughäfen führte. Die italienischen Vulkanologiebehörden hoben die Luftfahrtwarnstufe auf das höchste Niveau an, da die fortschreitende Drift der Aschepartikel erhebliche Risiken für die Triebwerke von Verkehrsflugzeugen birgt. Tausende Passagiere an einem der wichtigsten touristischen Drehkreuze Süditaliens sind von den unvorhersehbaren Einschränkungen betroffen, während eine Normalisierung des Betriebs vom Abklingen der seismischen Aktivitäten abhängt. Intensivierung der vulkanischen Aktivität und meteorologische Ausbreitung Der jüngste Aktivitätszyklus des rund 3350 Meter hohen Ätna, welcher als einer der aktivsten Vulkane weltweit gilt, begann in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Nach wissenschaftlichen Messungen des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Außenstelle Ätna-Observatorium, setzten gegen viertel vor acht erste sichtbare Ascheemissionen aus einer Öffnung im Gipfelbereich ein. Die strombolianische Aktivität, charakterisiert durch explosive Auswürfe von Magmafraktionen und vulkanischen Gasen, intensivierte sich im Laufe des Vormittags massiv. Gegen viertel vor neun kollabierten Teile der inneren Kraterstruktur, woraufhin sich eine dichte Eruptionswolke bildete, die rund 1,5 Kilometer über den Hauptgipfel in die Atmosphäre aufstieg. Aufgrund der vorherrschenden Windströmungen in der oberen Troposphäre verlagerte sich die feinkörnige Aschewolke rasch in südliche und südsüdöstliche Richtung.








