Juli 8, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Juli 8, 2026

Abweichungen im Praxistest: Reale Reichweiten von Elektrofahrzeugen im Sommerbetrieb

Der österreichische Automobilclub ÖAMTC hat in Zusammenarbeit mit dem norwegischen Partnerverband NAF die Sommerausgabe des Reichweitentests „El Prix“ durchgeführt. Bei dem Verfahren wurden 24 aktuelle Elektrofahrzeuge auf einer standardisierten Teststrecke in Norwegen bis zum vollständigen Stillstand gefahren. Ziel des seit 2020 etablierten Untersuchungsformats ist es, die Diskrepanz zwischen den theoretischen Laborwerten nach dem Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP) und dem tatsächlichen Verbrauch im Alltag zu ermitteln. Bei moderaten Sommertemperaturen zwischen 13 und 18 Grad Celsius zeigte das Teilnehmerfeld im Durchschnitt eine minimale Abweichung von lediglich 0,2 Prozent unter den offiziellen Herstellerangaben, was auf eine gestiegene Genauigkeit der standardisierten Messverfahren hindeutet. Hinter dem scheinbar homogenen Durchschnittswert verbergen sich bei genauerer Analyse der Einzeldaten jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern und Fahrzeugklassen. Während genau die Hälfte der Testfahrzeuge die WLTP-Vorgaben erreichte oder überschritt, fielen andere Modelle deutlich ab. Die Spannbreite der Abweichungen bewegte sich in einem Korridor von plus 11,4 Prozent bis zu einem Defizit von minus 11,7 Prozent. Während europäische Premiummarken wie BMW und Mercedes-Benz relativ konstante Werte im Bereich ihrer Deklaration ablieferten, zeigten insbesondere einige asiatische Importmodelle volatile Ergebnisse. So schnitt das Modell Xpeng X9 bei den Reichweitenüberschreitungen am besten ab, während der MG IM6 die offizielle Werksangabe am deutlichsten verfehlte. Automobilexperten bewerten die Ergebnisse zwar als Orientierungshilfe für Verbraucher, weisen jedoch auf die spezifischen Rahmenbedingungen des norwegischen Testumfelds hin. Das dortige Straßennetz ist durch strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen geprägt, wodurch der Anteil an hochtourigen Autobahnfahrten im Vergleich zu mitteleuropäischen Verkehrsverhältnissen gering ausfällt. Da der Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten

weiterlesen »

Flughafen Köln/Bonn: Ratingorganisation Skytrax vergibt vier Sterne nach umfassendem Audit

Der Flughafen Köln/Bonn hat im Rahmen einer internationalen Qualitätsprüfung zum ersten Mal eine Bewertung durch die spezialisierte Ratingorganisation Skytrax erhalten. Die in London ansässige Institution zeichnete den rheinischen Verkehrsflughafen mit dem globalen Zertifikat eines Vier-Sterne-Regionalflughafens aus. Grundlage für diese Einstufung war eine mehrtägige Untersuchung im Juni zweitausendsechsundzwanzig, bei der sämtliche Phasen des Passagieraufenthalts analysiert wurden. Die Prüfer bewerteten dabei die bestehende Infrastruktur, die digitalen Dienstleistungsangebote sowie die Servicequalität des Personals vor Ort. Da Skytrax-Ratings in der zivilen Luftfahrtbranche als bedeutende Referenzgrößen für den Komfort und die Abfertigungseffizienz gelten, liefert das Ergebnis eine unabhängige Bestandsaufnahme über den aktuellen Modernisierungsstand des Flughafens. Insbesondere die jüngsten baulichen und prozessualen Veränderungen bei den Sicherheitskontrollen und in den Passagierterminals standen im Fokus der Beurteilung. Das Modernisierungsprogramm und die Umgestaltung der Passagierprozesse Die Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH verweist im Zusammenhang mit der Bewertung auf das laufende Investitionsprogramm unter dem Titel Next Chapter. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Abläufe entlang der gesamten Abfertigungskette – von der Ankunft am Terminal über die Gepäckaufgabe bis hin zum Einstieg in das Flugzeug – neu zu strukturieren. Die Umstellung umfasst vier zentrale Handlungsfelder: die Automatisierung von Bodenprozessen, die Modernisierung der Sicherheitsüberprüfungen, die Aufwertung der Wartezonen sowie die Umgestaltung des Einzelhandels-, Gastronomie- und Loungeangebots. Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen betrifft die Automatisierung beim Check-in. Um die Wartezeiten für Reisende in den Stoßzeiten der Ferienmonate zu verringern, wurden investive Maßnahmen in die Selbstbedienungsinfrastruktur getätigt. Den Passagieren stehen mittlerweile 20 Automaten zur eigenständigen Kennzeichnung des Gepäcks sowie 16 Schalter für die automatisierte

weiterlesen »

Ferienbeginn und Großveranstaltungen belasten das österreichische Straßennetz

Die Mobilitätsclubs ARBÖ und ÖAMTC prognostizieren für den Zeitraum vom 10. Juli bis zum 12. Juli 2026 eine erhebliche Überlastung der österreichischen Hauptverkehrsachsen. Hauptursache für den massiven Anstieg des Verkehrsaufkommens ist der koordinierte Beginn der Sommerferien in den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg, von dem schätzungsweise über zwei Millionen Kinder und Jugendliche betroffen sind. Zudem verschärfen zeitgleiche Reisewellen aus vier deutschen Bundesländern und Teilen der Niederlande sowie der Rückreiseverkehr von Großveranstaltungen die Situation im gesamten Bundesgebiet. Besonders an Freitagnachmittagen und den darauf folgenden Samstagen müssen Autofahrer auf den klassischen Transitrouten in Richtung Süden und Westen mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Als primäre Stauregionen gelten die Ballungsräume Salzburg, Linz, Graz und Wien sowie die neuralgischen Abschnitte des Autobahnen- und Schnellstraßennetzes. Auf der Westautobahn (A1) konzentrieren sich die Verzögerungen auf den Bereich zwischen Walserberg und Thalgau, während auf der Südautobahn (A2) Baustellenbereiche bei Wiener Neustadt, Klagenfurt und im Packabschnitt zu Engpässen führen. Auf der Pyhrnautobahn (A9) und der Tauernautobahn (A10) sorgen Mautstellen sowie die bekannten Tunnelketten für Blockaden. In Westösterreich stehen die Inntalautobahn (A12) im Raum Kufstein, die Brennerautobahn (A13) an der Mautstelle Schönberg sowie die baustellengeplagte Luegbrücke im Fokus. Zudem führt das Nadelöhr der Fernpassstraße (B179) zu abschnittsweiser Blockabfertigung an den Grenztunneln. Zur Aufrechterhaltung des lokalen Verkehrsflusses und zum Schutz der umliegenden Gemeinden vor Ausweichverkehr treten in den Ländern Salzburg und Tirol umfassende behördliche Abfahrts- und Durchfahrtssperren in Kraft. Diese verkehrsleitenden Maßnahmen sind während der gesamten Sommersaison an den Wochenenden für den reinen Transitverkehr gültig und betreffen das

weiterlesen »

Neue Montageleitung für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge am Standort Everett eröffnet

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat am 6. Juli 2026 eine neue Endmontagelinie an seinem traditionsreichen Produktionsstandort in Everett in Betrieb genommen. Diese als Nord-Linie bezeichnete Anlage stellt den zweiten Fertigungsstandort für die Baureihe 737 Max dar und ergänzt die drei bereits existierenden Produktionslinien im Werk Renton. Das Vorhaben dient dazu, die langfristige Kapazitätsplanung des Unternehmens abzusichern, die vorsieht, den Standort Everett nach der noch ausstehenden Zertifizierung für das größte Modell der Familie, die Variante Max 10, zu reservieren. Die Freigabe der neuen Werkshalle erfolgt in einer Phase, in der die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration dem Hersteller eine behördliche Erhöhung der monatlichen Produktionsrate erteilt hat. Durch den Umzug von Teilen der Fertigung in die größte Fabrikhalle der Welt reagiert das Unternehmen auf die veränderten Anforderungen im weltweiten Wettbewerb mit dem europäischen Konkurrenten Airbus, während gleichzeitig die operativen Engpässe der vergangenen Jahre im Segment der Standardrumpfflugzeuge kompensiert werden sollen. Strukturwandel in den Produktionsstätten des Bundesstaates Washington Historisch war die Fertigung der kommerziell erfolgreichen Baureihe 737 über Jahrzehnte hinweg ausschließlich im Werk Renton im Bundesstaat Washington konzentriert. Die Eröffnung der neuen Linie in Everett markiert daher eine Zäsur in der industriellen Organisation des Herstellers. Erstmals wurde am 6. Juli 2026 der Rumpf einer 737 Max außerhalb von Renton in eine Montagevorrichtung eingefügt. Das Vorgehen erinnert strukturell an das Logistikmodell von Airbus, wo Endmontagelinien für die konkurrierende A320-Familie an verschiedenen Standorten betrieben werden. Während Airbus seine Kapazitäten mit Montagewerken in Toulouse, Hamburg, Tianjin und Mobile international verteilt hat, behält der amerikanische Produzent die Fertigung

weiterlesen »

Norwegian Group meldet gestiegene Passagierzahlen bei sinkender Auslastung

Die norwegische Luftfahrtgruppe Norwegian Group, zu der die Fluggesellschaften Norwegian und der Regionalflieger Widerøe gehören, hat ihre Verkehrszahlen für den Monat Juni 2026 vorgelegt. Insgesamt beförderte die Unternehmensgruppe im Berichtsmonat rund 2,8 Millionen Passagiere. Davon entfielen 2,4 Millionen Fluggäste auf die Kernmarke Norwegian, während die Tochtergesellschaft Widerøe 404.000 Fluggäste transportierte. Konzernchef Geir Karlsen bezeichnete die Nachfrage nach Urlaubsreisen für die anstehende Sommerperiode als stabil und verwies auf eine hohe Buchungsintensität für Destinationen in Südeuropa sowie für nordische Reiseziele. Bei einer detaillierten Betrachtung der operativen Kennzahlen der Kernmarke Norwegian zeigt sich jedoch ein ambivalentes Bild. Die Fluggesellschaft weitete ihr angebotenes Sitzladekapazitätsvolumen im Vergleich zum Vorjahresmonat um acht Prozent aus, indem sie eine Flotte von durchschnittlich 93 Flugzeugen betrieb. Diese Kapazitätserhöhung ging jedoch mit einem deutlichen Rückgang des Sitzladefaktors einher. Die Auslastung sank um 4,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Juni 2025 und lag bei 83,6 Prozent. Die operative Zuverlässigkeit der Fluglinie blieb mit einer Regularitätsrate von 99,3 Prozent auf einem hohen Niveau, was auf stabile Abfertigungsprozesse an den skandinavischen Basen hindeutet. Die regionale Tochtergesellschaft Widerøe, die seit der Übernahme durch die Norwegian-Gruppe im Jahr 2024 enger in das Gesamtnetzwerk integriert ist, steigerte ihre Kapazität im Vorjahresvergleich um sieben Prozent. Mit dem Überschreiten der Marke von 400.000 Passagieren in einem Einzelmonat verzeichnete der Regionalflieger ein historisches Volumenhoch, während der Ladefaktor bei 78,1 Prozent lag. Gleichzeitig verbesserte sich die Pünktlichkeitsrate auf 92,8 Prozent. Diese Werte spiegeln den anhaltenden Trend zu Reisen innerhalb Nordeuropas wider, da der Markt für regionale Kurzstreckenverbindungen in Norwegen durch staatlich

weiterlesen »