
Sun Country Airlines kürzt Flugplan wegen Personalmangels nach Übernahme
Die US-amerikanische Fluggesellschaft Sun Country Airlines reduziert ihren Flugbetrieb am Minneapolis-St. Paul International Airport im Herbst 2026 erheblich. Ursache für die Streichung von etwa einem Drittel des ursprünglich geplanten Flugangebots im September 2026 ist ein ausgeprägter Mangel an Cockpitpersonal, der im Zuge der Übernahme der Fluggesellschaft durch Allegiant Air aufgetreten ist. Zahlreiche Piloten haben das Unternehmen nach der Transaktion verlassen und sind überwiegend zum Konkurrenten Delta Air Lines gewechselt. Die Reduzierung des Sitzplatzangebots durch den zweitgrößten Anbieter am Standort führt zu Bedenken hinsichtlich einer Verringerung des Marktwettbewerbs. Branchenbeobachter befürchten, dass das verringerte Flugangebot zu höheren Ticketpreisen für Reisende aus der Region führen könnte, da Delta Air Lines den Flughafen mit einem Marktanteil von rund 70 Prozent beim Passagieraufkommen dominiert. Personalabgänge nach Unternehmensübernahme Die Wurzeln der aktuellen Flugplankürzungen liegen in personellen Engpässen, die sich nach dem Zusammenschluss von Sun Country Airlines und Allegiant Air intensivierten. Greg Anderson, Chief Executive Officer von Allegiant Air, räumte ein, dass die Fluktuationsrate unter den Piloten von Sun Country nach der Übernahme deutlich höher ausfiel als prognostiziert. Eine beträchtliche Anzahl von Flugkapitänen und Ersten Offizieren entschied sich für den Wechsel zu Großfluggesellschaften wie Delta Air Lines, die mit höheren Vergütungsstrukturen und umfangreicheren Netzwerken um Arbeitskräfte werben. Der daraus resultierende Personalmangel zwang das Management dazu, Flüge vorsorglich aus dem Verkaufssystem zu nehmen und das Angebot an die verbliebenen Personalkapazitäten anzupassen. Das Flugprogramm für September 2026 wurde um nahezu 40 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Planung gekürzt. Die Unternehmensführung betont, dass es sich hierbei um eine betrieblich notwendige




