Oktober 1, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Oktober 1, 2026

Inbetriebnahme von Systemen zur Drohnenerkennung in Düsseldorf und Köln/Bonn

Die Deutsche Flugsicherung hat die technische Ausrüstung zur Detektion unbemannter Luftfahrzeuge an den beiden großen Verkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen erweitert. Nach dem Einsatz entsprechender Sensorik am Flughafen Berlin Brandenburg stehen nun auch in Düsseldorf und Köln/Bonn Systeme zur Verfügung, um unbefugte Drohnenflüge im An- und Abflugbereich frühzeitig zu erfassen. Die Maßnahmen reagieren auf verzeichnete Zwischenfälle, bei denen unzulässig betriebene Fluggeräte zu Unterbrechungen des zivilen Luftverkehrs führten. Während die Flugsicherungsbehörde für die Bereitstellung der Erfassungstechnik verantwortlich ist, verbleibt die Entscheidung über operative Gegenmaßnahmen bei den zuständigen Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern. Details zur angewendeten Sensorik und den genauen Funktionsweisen halten die beteiligten Akteure unter Verschluss. Technische Erfassung im An- und Abflugbereich Die Inbetriebnahme der Detektionssysteme an den Standorten Düsseldorf und Köln/Bonn erfolgte Ende September 2026. Die technische Infrastruktur konzentriert sich auf den Nahbereich der Start- und Landebahnen, um Flugobjekte zu identifizieren, die eine Gefahr für landende oder startende Passagierflugzeuge darstellen können. Die Ausrüstung der beiden Flugplätze in Nordrhein-Westfalen folgt auf die Installation eines vergleichbaren Systems am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg. Sowohl das Bundesministerium für Digitales und Verkehr als auch die Deutsche Flugsicherung betonen, dass das primäre Ziel der Maßnahme in der zeitnahen Identifikation von Flugobjekten besteht. Durch die automatisierte Erfassung sollen den Fluglotsen im Tower sowie den angeschlossenen Lagezentren präzise Daten über Standort und Flugbahn unbefugter Drohnen zur Verfügung stehen. Spezifische Angaben über die genutzten Frequenzen, Radarverfahren, optischen Sensoren oder akustischen Detektoren werden aus Sicherheitserwägungen nicht öffentlich gemacht. Klare Aufteilung zwischen Erfassung und Gefahrenabwehr Die Aufgabenverteilung beim Umgang mit unbefugtem Drohnenverkehr ist rechtlich

weiterlesen »

Condor integriert Buchungs-App in Sprachmodell ChatGPT

Die deutsche Fluggesellschaft Condor bietet als erste Reisesparten-Airline im DACH-Raum eine eigene Anwendung innerhalb der KI-Plattform ChatGPT von OpenAI an. Über den Chatbot können Nutzer Flugverbindungen suchen, Tarife vergleichen und Streckeninformationen abrufen. Die technische Einbindung erlaubt es, Suchanfragen in natürlicher Sprache zu verarbeiten und passende Flugangebote direkt im Chatfenster anzuzeigen. Der eigentliche Buchungsvorgang sowie die Zahlungsabwicklung erfolgen im Anschluss jedoch weiterhin auf der regulären Website der Fluggesellschaft. Die Veröffentlichung der ChatGPT-Erweiterung erfolgt vor dem Hintergrund eines veränderten Suchverhaltens im Online-Reisemarkt. Immer mehr Konsumenten nutzen KI-gestützte Systeme für die Reisevorbereitung, weshalb Fluggesellschaften und Reiseveranstalter verstärkt Schnittstellen zu generativen Sprachmodellen aufbauen. Wettbewerber wie Expedia, Booking.com oder der Lufthansa-Konzern experimentieren ebenfalls mit ähnlichen KI-Lösungen und Chatbots, um Kunden in frühen Phasen der Reiseplanung abzufangen. Das Ziel der Unternehmen besteht darin, den Anteil der Direktbuchungen zu erhöhen und Vertriebskosten durch Drittanbieter oder Suchmaschinen zu reduzieren. Branchenexperten betrachten die Einbindung von Buchungsfunktionen in Sprachmodelle allerdings auch mit Vorbehalten. Ein wesentlicher Kritikpunkt betrifft die Transparenz und die Vollständigkeit der angezeigten Angebote, da Algorithmen der KI-Plattformen die Auswahldaten filtern und nicht immer alle verfügbaren Flugtarife neutral abbilden. Zudem verbleiben Datenschutz- und Haftungsfragen bei fehlerhaft generierten Fluginformationen oder Preisabweichungen zwischen Chatbot und der eigentlichen Buchungsmaske im Unklaren. Für die Fluggesellschaften bedeutet die Präsenz auf externen Softwareplattformen eine zunehmende Abhängigkeit von Technologiekonzernen wie OpenAI. Während die direkte Kommunikation im Chat den Einstieg für Kunden vereinfacht, behält der Plattformbetreiber die Kontrolle über die Nutzerdaten und den Zugang zur Schnittstelle. Ob sich dieser Vertriebsweg als nachhaltiger Kanal für Flugbuchungen etabliert, hängt

weiterlesen »

Bieterwettstreit um die portugiesische Staatsfluggesellschaft Tap Air Portugal geht in die heiße Phase

Der Verkaufsprozess für die portugiesische Staatsfluggesellschaft Tap Air Portugal nähert sich einer richtungsweisenden Entscheidung. Die europäische Luftfahrtbranche blickt gespannt nach Lissabon, wo die staatliche Holdinggesellschaft Parpublica die nachgebesserten, verbindlichen Kaufangebote von zwei europäischen Branchengrößen prüft. Sowohl der französisch-niederländische Konzern Air France-KLM als auch die deutsche Lufthansa Group haben ihre Offerten für die Übernahme eines Anteils von 44,9 Prozent nachgebessert. Die portugiesische Regierung unter Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz plant, bis Mitte Oktober 2026 eine finale Entscheidung über den künftigen Partner der Fluggesellschaft zu treffen. Mit der anstehenden Teilprivatisierung steht eine der verbliebenen unabhängigen Netzwerkgesellschaften Südeuropas vor einer strukturellen Neuausrichtung. Der Prozess betrifft neben der strategischen Führung auch die Verteilung der Verkehrsströme zwischen Europa, Lateinamerika und Afrika. Nachgebesserte Offerten im Prüfverfahren von Parpublica Die staatliche Holdinggesellschaft Parpublica hatte die Bieter im Anschluss an die ersten verbindlichen Gebote vom Juli 2026 Anfang September dazu aufgefordert, ihre finanziellen und konzeptionellen Zusagen zu überarbeiten. Am späten Mittwochabend bestätigte die Holding den Eingang der nachgebesserten Offerten von Air France-KLM und der Lufthansa Group. Konkrete Angaben zum finanziellen Umfang oder zur genauen Bewertung der Gebote wurden von offizieller Seite nicht gemacht. Parpublica analysiert die eingegangenen Dokumente derzeit detailliert und erstellt eine Bewertungsgrundlage für das Kabinett in Lissabon. Der Privatisierungsrahmen sieht vor, dass zunächst 44,9 Prozent des Kapitals an den ausgewählten Investor veräußert werden. Ein Anteil von fünf Prozent der Aktien bleibt für die Belegschaft der Fluggesellschaft reserviert. Sollten die Mitarbeiter diesen Anteil nicht oder nur teilweise zeichnen, ist vorgesehen, dass der siegreiche Bieter das Recht erhält, die

weiterlesen »

Ryanair stationiert drei weitere Flugzeuge am Flughafen Warschau-Modlin

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair baut ihre Präsenz am Flughafen Warschau-Modlin im kommenden Winterflugplan aus. Wie das Unternehmen mitteilte, werden drei zusätzliche Passagierflugzeuge an dem nordwestlich der polnischen Hauptstadt gelegenen Standort stationiert, womit die fest dort verankerte Flotte auf insgesamt neun Maschinen ansteigt. Das Streckennetz ab Modlin soll künftig 30 Verbindungen umfassen. Durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten strebt die Fluggesellschaft eine Verdopplung ihres jährlichen Passagieraufkommens an dem Standort auf rund 3,2 Millionen Fluggäste an. Der Ankündigung ging ein monatelanger Konflikt zwischen der Fluggesellschaft und dem Flughafenbetreiber voraus. Ryanair hatte in der Vergangenheit das Flugangebot in Modlin aufgrund uneinheitlicher Entgeltstrukturen und unzureichender Rabattgewährungen reduziert und Strecken an den größeren Flughafen Warschau-Chopin sowie an den regionalen Flughafen Radom verlagert. Die Einigung auf neue Gebührenkonditionen bildet nun die Grundlage für die Rückkehr zusätzlicher Flugzeuge. Mit dem Ausbau festigt die Airline ihre Stellung als einziger dominierender Anbieter am Flughafen Modlin. Die Abhängigkeit des Flughafens von einem einzelnen Großkunden birgt jedoch auch betriebswirtschaftliche Risiken für die Infrastrukturgesellschaft. Während die steigenden Passagierzahlen dem Flughafen höhere Entgelte im Non-Aviation-Bereich wie der Gastronomie und dem Parkplatzgeschäft einbringen, bleiben die Einnahmen aus den reinen Start- und Landegebühren durch die Gewährung volumenbasierter Rabatte vergleichsweise gering. Zudem steht der Standort Modlin im Wettbewerb mit dem im Bau befindlichen Großflughafen Projekt CPK (Centralny Port Komunikacyjny), der mittelfristig den Flugverkehr in der Region Warschau neu ordnen soll. Analysten betonen, dass Ryanair mit der Aufstockung der Flotte auf den wachsenden Markt für Arbeitsmigration und Städtetourismus in Ostmitteleuropa reagiert. Das Konzept stützt sich vor allem auf

weiterlesen »

Messerangriff im Cockpit führt zu Verschärfung der Sicherheitsüberprüfungen von Flugpersonal

Nach dem gewaltsamen Zwischenfall an Bord eines Verkehrsflugzeugs der emiratischen Airline Flydubai auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv zieht die israelische Regierung weitreichende Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr. Der Erste Offizier hatte den Flugkapitän während des Fluges mit einem Messer attackiert und mutmaßlich versucht, das mit rund 180 Passagieren besetzte Flugzeug gezielt zum Absturz zu bringen. Trotz schwerer Verletzungen gelang es dem Kapitän, die Cockpittür zu entriegeln, woraufhin eingreifende Passagiere und Besatzungsmitglieder den Angreifer überwältigen konnten. Die israelische Führung ordnete umgehend eine Verschärfung der Sicherheitsüberprüfungen für alle Piloten ausländischer und heimischer Fluggesellschaften an, die den israelischen Luftraum ansteuern. Zugleich wächst der internationale Druck, die Überprüfungsmethoden bei der Einstellung und laufenden Kontrolle von Cockpitpersonal grundlegend zu überdenken. Dramatische Minuten im Luftraum und Notlandung in Tabuk Der Flug FZ1073 startete am Mittwochmorgen um 5.05 Uhr deutscher Zeit in Dubai mit dem Ziel Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv. Nach Erreichen der Reiseflughöhe von 34.000 Fuß kam es im Grenzbereich zwischen Jordanien und Saudi-Arabien zu unkontrollierten Flugmanövern. Aufzeichnungsdaten zeigten, dass die Boeing 737 MAX 8 innerhalb von weniger als 30 Sekunden um fast 14.000 Fuß absackte, abrupte Steig- und Sinkflüge vollführte und schließlich bei etwa 15.000 Fuß stabilisiert werden konnte. Während dieser Turbulenzen übermittelte das Flugzeug um 7.28 Uhr den Transpondercode 7700 für allgemeine Notlagen, gefolgt vom Code 7500 um 7.35 Uhr, der auf eine unrechtmäßige Einflussnahme oder Entführung hinweist. Die israelischen Streitkräfte versetzten ihre Luftverteidigung in höchste Bereitschaft und ließen Kampfflugzeuge aufsteigen. Unterdessen gelang es einer an Bord mitreisenden Ausweichbesatzung, die Kontrolle

weiterlesen »

Marché Mövenpick eröffnet neuen Standort am Flughafen Hamburg

Am Hamburger Flughafen ist auf der Ankunftsebene des Terminals 2 ein neuer Gastronomiebetrieb in Betrieb genommen worden. Unter dem Namen „Knotenpunkt“ bietet das Unternehmen Marché Mövenpick auf einer Fläche von rund 140 Quadratmetern ein Sortiment aus Backwaren, warmen Snacks und Getränken an. Das Angebot richtet sich an Reisende, Abholende sowie Mitarbeiter des Flughafens. Mit Öffnungszeiten ab den frühen Morgenstunden bis 23:00 Uhr deckt die Verkaufsstelle das gesamte Tagesgeschäft ab und ergänzt die Infrastruktur im frei zugänglichen Bereich vor den Sicherheitskontrollen. Die Neueröffnung steht im Kontext einer bundesweiten Neuausrichtung von Gastronomiekonzepten an deutschen Verkehrsflughäfen. Während der Sicherheitsbereich nach den Kontrollstellen durch die lange Verweildauer der Passagiere traditionsgemäß hohe Erträge pro Quadratmeter generiert, steht der öffentlich zugängliche Terminalbereich vor veränderten Rahmenbedingungen. Kürzere Verweilzeiten beim Bringen und Abholen von Gästen sowie gestiegene Personalkosten veranlassen Flughafenbetreiber wie die Hamburg Airport GmbH und Systemgastronomen vermehrt dazu, auf verkleinerte Flächen mit hohem Selbstbedienungs- und To-go-Anteil zu setzen. Die Partnerschaft zwischen dem Flughafen Hamburg und Marché Mövenpick besteht bereits seit vielen Jahren, wobei der Systemgastronom mehrere Standorte auf dem Gelände betreibt. Branchenanalysten betonen, dass Betreiber von Flughafen-Gastronomie in einem Marktumfeld mit hoher Pachtbelastung agieren. Um die wirtschaftliche Rentabilität im öffentlichen Bereich zu sichern, müssen Verkaufsstellen sowohl die Frequenz der Abholer als auch den täglichen Bedarf der Beschäftigten am Standort abdecken, da reine Fluggastströme den öffentlichen Bereich nach der Ankunft meist zügig verlassen. In vielen europäischen Flughafen-Terminals verlagern Betreiber ihre Investitionen schrittweise in automatisierte Konzepte oder digitale Bestellsysten, um den Personalbedarf zu senken. Die Beibehaltung klassischer Thekenangebote mit

weiterlesen »

Erhöhtes Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen während der Herbstferien 2026

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, stellt sich auf ein hohes Aufkommen von Passagieren während der anstehenden Herbstferien ein. Für den Zeitraum vom 2. Oktober 2026 bis zum 18. Oktober 2026 rechnet das Unternehmen an Deutschlands größtem Luftfahrtdrehkreuz mit insgesamt rund 3,5 Millionen Fluggästen. Allein am ersten Ferienwochenende von Freitag, dem 2. Oktober 2026, bis Sonntag, dem 4. Oktober 2026, werden etwa 650.000 Passagiere in den Terminals erwartet. Neben den saisonal bedingten Spitzen im Reiseverkehr führen veränderte Kontrollbestimmungen beim Ein- und Ausreiseverfahren der Europäischen Union zu veränderten Abläufen am Boden. Insbesondere Reisende aus Nicht-EU-Ländern sowie Personen, die in Staaten außerhalb des Schengen-Raums reisen, müssen bei der Grenzkontrolle mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen. Hintergründe der Verzögerungen bei den Ein- und Ausreisekontrollen Die zusätzlichen Wartezeiten an den Grenzübergängen im Flughafenbereich hängen mit den erweiterten Vorgaben zur Datenerfassung im Rahmens des europäischen Ein- und Ausreisesystems (Entry/Exit System, EES) zusammen. Das System erfordert eine Erfassung von biometrischen Daten wie Gesichtsbildern und Fingerabdrücken von Drittstaatsangehörigen bei der Überschreitung der Außengrenzen der Europäischen Union. Das europäische Sicherheitssystem hat das Ziel, den Grenzschutz zu stärken und grenzüberschreitende Bewegungen lückenloser zu dokumentieren. Zur Bewältigung der Anforderungen stellt der Flughafenbetreiber Fraport zusätzliches Personal bereit, das den Kontrollkräften der Bundespolizei an den Kontrollstellen unterstützend zur Seite steht. Dennoch führen die Prüfschritte bei Nicht-EU-Bürgerinnen und Nicht-EU-Bürgern zu einer höheren durchschnittlichen Bearbeitungsdauer pro Passagier. Das Flughafenmanagement empfiehlt Personen dieser Passagiergruppe, mindestens drei Stunden vor der geplanten Abflugzeit am Flughafen einzutreffen. Empfehlungen für Reisende aus dem Schengen-Raum und automatisierte Verfahren Auch für

weiterlesen »

Eurowings erweitert Streckenangebot für den Winterflugplan 2026/27

Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings hat ihr Flugprogramm für den Winterflugplan 2026/27 vorgelegt. Der Schwerpunkt der Netzwerkanpassungen liegt auf der Aufstockung von Verbindungen an deutschen Sekundärstandorten sowie an den Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf. Am Flughafen Berlin-Brandenburg erhöht die Fluggesellschaft das Angebot auf insgesamt 38 Direktziele, darunter neu aufgenommene Routen nach Rom, Bologna und Kuusamo. Neben europäischen Städtedestinationen beinhaltet der Flugplan eine Verdichtung des Streckennetzes in den Nahen Osten, wo unter anderem zwei wöchentliche Verbindungen nach Bagdad ab Berlin und Düsseldorf eingerichtet werden. Zusätzlich zu den Kapazitätsanpassungen führt Eurowings ab Dezember 2026 ein modifiziertes Sitzplatzangebot auf ausgewählten Strecken ein. Unter der Bezeichnung „Premium BIZ Seat“ werden in den vorderen Reihen der Flugzeuge vom Typ Airbus A320neo vergrößerte Bestuhlungen in einer 2×2-Anordnung angeboten. Die Maßnahme betrifft Sämtliche Flüge nach Dubai sowie ausgewählte Rotationen nach London-Heathrow, Málaga und Mallorca. Damit versucht die Fluggesellschaft, im Segment der Geschäftsreisenden sowie bei zahlungsbereiten Privatkunden höhere Durchschnittserlöse pro Sitzplatz zu erzielen. Die Ankündigung der Flugplananpassungen erfolgt vor dem Hintergrund eines wettbewerbsintensiven Umfelds und hoher Betriebskosten an deutschen Flughäfen. Während Mitbewerber wie Condor einzelne Verbindungen in den Nahen Osten aufgrund mangelnder Rentabilität gestrichen haben, setzt Eurowings auf den Ausbau von Nischenstrecken für den Privat- und Familienreiseverkehr (VFR). Finanzdaten der Muttergesellschaft Lufthansa verdeutlichen gleichzeitig die strukturellen Herausforderungen im Point-to-Point-Segment, wo steigende Entgelte an deutschen Flughäfen sowie hohe Kerosinkosten die operative Marge der Billig- und Direktfluganbieter belasten. Branchenbeobachter bewerten die Aufnahme von Zielen im Irak und in anderen Nahost-Regionen als Versuch, ganzjährig stabilere Auslastungsquoten fernab der saisonal schwächeren europäischen Sommerferienrouten zu sichern.

weiterlesen »

Westbahn dehnet Streckennetz bis nach Oberkärnten aus

Das private Eisenbahnverkehrsunternehmen Westbahn erweitert mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 seine Verbindungen auf der österreichischen Südstrecke. Erstmals wird täglich ein Zugpaar pro Richtung über den Knotenpunkt Villach hinaus bis nach Spittal an der Drau verlängert. Damit erhält die Region Oberkärnten sowie das Einzugsgebiet des Millstätter Sees eine direkte und umsteigefreie Schienenverbindung mit der Bundeshauptstadt Wien. Neben der Fernverkehrsanbindung für Urlaubs- und Geschäftsreisende zielt die neue Zugverbindung auf den regionalen Pendlerverkehr zwischen Spittal an der Drau und Villach ab. Der Schritt verdeutlicht die fortschreitende Intensivierung des Wettbewerbs auf den österreichischen Hauptverkehrsachsen der Bahn, auf denen die Westbahn als privater Mitbewerber der staatlichen Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) schrittweise neue Marktanteile besetzt. Taktung, Fahrzeiten und regionale Pendlerströme Die neue Schienenverbindung sieht einen festen Tagesumlauf vor. Der Zug startet morgens um 07:40 Uhr in Spittal an der Drau und erreicht den Wiener Hauptbahnhof nach einer Fahrzeit von 4 Stunden und 5 Minuten um 11:45 Uhr. In der Gegenrichtung verlässt die Westbahn Wien um 16:15 Uhr und trifft um 20:20 Uhr in Spittal ein. Für die regionale Mobilität zwischen Oberkärnten und Villach ergeben sich dadurch zusätzliche Kapazitäten im Früh- und Abendverkehr: Die morgendliche Abfahrt ab Spittal erreicht Villach Hauptbahnhof um 08:05 Uhr, während die abendliche Rückfahrt aus Villach um 19:56 Uhr mit Ankunft in Spittal um 20:20 Uhr erfolgt. Mit dieser Streckenverlängerung bindet das Unternehmen nach dem Klopeiner See und dem Wörthersee eine weitere Kärntner Seenregion an sein Fernverkehrsnetz an. Kärntens Mobilitäts-, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig bewertete die Entscheidung als positives Signal

weiterlesen »

Swissport-Tochter Aspire eröffnet neu gestalteten Lounge-Bereich in Vilnius

Der Flughafenabfertiger Swissport International hat über seine Tochtergesellschaft Aspire Pre-Flight Hospitality die Fertigstellung und Inbetriebnahme einer umgebauten und vergrößerten Lounge am Flughafen Vilnius bekannt gegeben. Der Ausbau der Räumlichkeiten erfolgt als Reaktion auf die steigenden Fluggastzahlen am größten litauischen Verkehrsflughafen. Neben dem regulär zugänglichen Aufenthaltsbereich führt der Betreiber mit der Option „Luxe by Aspire“ einen abgetrennten Bereich für Vielflieger und Passagiere höherer Buchungsklassen ein. Die Räumlichkeiten sind mit Arbeitsplätzen, Konferenzkapazitäten, Duschgelegenheiten sowie einem separaten Familienbereich ausgestattet. Die Erweiterung des Lounge-Angebots fällt zusammen mit umfassenden Modernisierungs- und Infrastrukturmaßnahmen des Betreibers Lithuanian Airports (LTOU). Am Flughafen Vilnius befindet sich derzeit ein neues Passagierabfertigungsterminal für den Abflugbereich im Bau, das die Kapazität des Standorts von derzeit etwa fünf Millionen auf bis zu 7,8 Millionen Passagiere pro Jahr steigern soll. Der Ausbau der Bodeninfrastruktur und der Gastronomieangebote dient dazu, den Engpässen im bestehenden Terminalgebäude entgegenzuwirken, die in den vergangenen Jahren bei Spitzenbelastungen zu Verzögerungen im Passagierablauf führten. Der Zugang zur Lounge steht Passagieren gegen Direktzahlung, über Mitgliedschaften in Programmen wie Priority Pass oder DragonPass sowie für Kunden ausgewählter Fluggesellschaften offen. Der Markt für unabhängige Betreiber von Flughafen-Lounges verzeichnet international eine Konsolidierung, da Bodenabfertiger wie Swissport, Menzies oder Dnata vermehrt in margenstarke Nebendienstleistungen abseits der reinen Flugzeug- und Gepäckabfertigung investieren. Damit versuchen die Dienstleister, die schwankenden Erträge im klassischen Abfertigungsgeschäft auszugleichen. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die kommerzielle Verwertung von Wartebereichen an Regionalflughäfen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während Fluggesellschaften ihre eigenen Aufenthaltsbereiche an kleineren Drehkreuzen aus Kostengründen oft reduzieren, schließen Drittanbieter diese Lücke. Das wirtschaftliche

weiterlesen »