Oktober 16, 2026

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Oktober 16, 2026

Lufthansa verhandelt über vollständigen Erwerb von TAP Air Portugal

Die Deutsche Lufthansa AG bereitet nach dem Zuschlag für ein erstes Aktienpaket an der portugiesischen Nationalgesellschaft TAP Air Portugal den vollständigen Erwerb des Carriers vor. Während der Vertrag über den Einstieg in einer ersten Phase eine Beteiligung von knapp 45 Prozent bis maximal 49,9 Prozent für eine Summe von bis zu 1,2 Milliarden Euro vorsieht, laufen parallel dazu bereits Detailverhandlungen über die Übernahme der verbleibenden 50,1 Prozent der Anteile. Für diesen zweiten Schritt steht ein Volumen von 1,351 Milliarden Euro im Raum, das teils in bar sowie teils über die Ausgabe neuer Lufthansa-Aktien beglichen werden soll. Das Vorhaben stellt einen weiteren Schritt in der Konsolidierung der europäischen Zivilluftfahrt dar. Der formelle Vollzug der ersten Tranche wird aufgrund kartellrechtlicher Prüfungsprozesse der Europäischen Kommission erst im ersten Halbjahr 2028 erwartet. Finanzielle Strukturierung des Stufenmodells und geplante Beteiligung des portugiesischen Staates Die Übernahmevereinbarung zwischen der portugiesischen Regierung unter Premierminister Luís Montenegro und der Lufthansa Group gliedert sich in zwei zeitlich versetzte Abschnitte. In der ersten Phase erwirbt der deutsche Luftfahrtkonzern zunächst knapp 45 Prozent des Kapitals der TAP für gut eine Milliarde Euro. Einen Anteil von bis zu fünf Prozent sieht die Transaktionsstruktur vorrangig für die Belegschaft der Fluggesellschaft vor. Sollten die Beschäftigten dieses Zeichnungsrecht nicht im vollen Umfang in Anspruch nehmen, würde die Aufstockung des Lufthansa-Anteils auf bis zu 49,9 Prozent bei einer Gesamtsumme von 1,2 Milliarden Euro greifen. Parallel verhandelt das Management um Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert bereits über die Konditionen der zweiten Phase zur vollständigen Privatisierung. Für die verbleibenden 50,1 Prozent

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KLM rüstet Langstreckenflotte ab Mitte 2027 mit kostenfreiem Internet per Starlink aus

Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines weitet ihr Angebot an Internetverbindungen an Bord aus. Wie das Unternehmen anlässlich seines 107. Gründungsjubiläums am 8. Oktober 2026 bekanntgab, steht Passagieren auf Interkontinentalflügen ab Mitte 2027 stufenweise ein kostenfreier Breitband-Zugang zur Verfügung. Der Dienst wird in sämtlichen Beförderungsklassen freigeschaltet und setzt eine Registrierung oder Anmeldung im Kundenbindungsprogramm Flying Blue voraus. Für die technische Umsetzung auf der Langstreckenflotte arbeitet die Tochtergesellschaft der Air France-KLM-Gruppe mit dem Satellitennetzwerk Starlink des Anbieters SpaceX zusammen. Die Anbindung über Satelliten im niedrigen Erdorbit soll stabile Datenübertragungen mit geringen Latenzzeiten ermöglichen. Dadurch lassen sich auch auf Überseefahrten bandbreitenintensive Anwendungen wie Videostreaming, Online-Spiele und die Nutzung von Messengerdiensten ohne Extrakosten realisieren. Der Ausbau bildet die Fortsetzung einer veränderten Bordprodukt-Strategie. Bereits seit Anfang 2026 stattet KLM den Großteil ihrer Europaflotte mit gebührenfreiem Internetzugang aus, wofür auf Kurz- und Mittelstrecken Flugzeuge der Typen Airbus A321neo, Boeing 737 und Embraer 195-E2 mit Empfangssystemen ausgerüstet werden. Während auf den Kontinentalstrecken Systeme des Anbieters Viasat zum Einsatz kommen, setzt die Airline auf der Langstrecke exklusiv auf die Starlink-Infrastruktur. Mit dem Schritt schließt sich KLM einem breiteren Branchentrend im internationalen Luftverkehr an. Wettbewerber wie Qatar Airways, Singapore Airlines sowie die Muttergesellschaft Lufthansa Group haben in den vergangenen Monaten ebenfalls Verträge zur Flottennachrüstung mit Satellitentechnik unterzeichnet, um Passagieren flächendeckend kostenfreie Datenverbindungen als Standardleistung zur Verfügung zu stellen.

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Veranstalter verzeichnen Umsatzplus im Reisesommer bei verhaltenem Winterauftakt

Der Deutsche Reiseverband (DRV) zieht für das touristische Sommergeschäft eine positive Bilanz, blickt jedoch verhalten auf das bevorstehende Winterhalbjahr. Auf dem am 15. Oktober 2026 in Berlin veranstalteten DRV-Hauptstadtkongress legte Verbandspräsident Albin Loidl die Marktdaten des Forschungsunternehmens Travel Data + Analytics (TDA) vor. Demnach schließt die organisierte Touristik die Sommersaison mit einem Umsatzplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr ab, während das Gästevolumen um zwei Prozent zulegte. Nach einem starken Frühbucherauftakt hatten geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage ab Ende Februar spürbar gedämpft. Ein anschließender Nachfrageschub im Kurz- und Last-Minute-Segment ab Ende Mai kompensierte die Buchungsverzögerungen. Für den Winter 2026/27 zeichnet sich hingegen eine rückläufige Entwicklung ab, da Verbraucher unter steigendem Kostendruck verstärkt auf Zweitreisen verzichten. Verschiebungen der Nachfrageströme und Nachfragezuwachs im Östlichen Mittelmeer Die Marktauswertung für die Sommersaison verdeutlicht signifikante Verschiebungen innerhalb der gewählten Zielgebiete. Zu den Gewinnern der Saison zählen die klassischen Reiseziele am Mittelmeer. Die Destinationen im östlichen Mittelmeerraum – bestehend aus Griechenland, der Türkei, Ägypten und Tunesien – verzeichneten ein gemeinsames Umsatzplus von acht Prozent und vereinen die Hälfte des gesamten Veranstalterumsatzes auf sich. Innerhalb dieses Segments wuchs das Geschäft mit Griechenland um zehn Prozent und mit der Türkei um neun Prozent. Die westliche Mittelstrecke verzeichnete ein Umsatzplus von fünf Prozent. Gleichfalls legte das Segment der Seereisen und Kreuzfahrten um fünf Prozent zu. Demgegenüber geriet das Fernreisegeschäft unter Druck und büßte 14 Prozent seines Marktanteils beziehungsweise Umsatzvolumens ein. Auslöser hierfür waren zeitweilige Sperrungen von Lufträumen, Anpassungen im Streckennetz internationaler Fluggesellschaften sowie Reisewarnungen des Auswärtigen Amts

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Nasser Al Sharji übernimmt Führung der omanischen Staatsfluggesellschaft Oman Air

Die omanische Nationalfluggesellschaft Oman Air hat den Brancheninsider Nasser Al Sharji zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Wie der spezialisierte Luftfahrtdienst CH-Aviation unter Berufung auf Unternehmensangaben meldete, hat der Omani die operative Leitung der Fluggesellschaft zum 1. September 2026 angetreten. Er folgt auf Con Korfiatis, der die Führung des Netzwerkträgers seit Mai 2024 innehatte und dem Unternehmen künftig als Berater zur Seite steht. Nasser Al Sharji verfügt über mehr als 25 Jahre Führungs- und Managementerfahrung in der Zivilluftfahrt, Logistik sowie im Energiesektor des Sultanats. Zu seinen vorherigen beruflichen Stationen gehörten leitende Funktionen wie der Posten des Chief Executive Officer beim Abfertigungsdienstleister Transom Handling sowie die kommissarische Unternehmensleitung der Flughafenbetreibergesellschaft Oman Airports Management Company. Die Neubesetzung erfolgt im Kontext eines umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzprogramms, das die Eigentümer von Oman Air in den vergangenen Jahren eingeleitet haben. Die Staatsairline kämpft seit längerem mit strukturellen Verlusten und hoher Fremdfinanzierung, weshalb der Fokus des Managements auf Kostensenkungen, der Konsolidierung der Flotte sowie der Anpassung unrentabler Langstreckenrouten liegt. Branchenanalysten werten den Führungswechsel als Bemühen der Regierung in Maskat, die Fluggesellschaft durch eine einheimische Führungskraft noch stärker in die nationale Wirtschaftsstrategie und Infrastrukturentwicklung einzubinden. Ungeachtet des Führungspersonals bleibt die wirtschaftliche Gesundung im Wettbewerb mit den dominierenden Großnetzwerkträgern der Golfregion die zentral gelagerte Herausforderung für den Carrier.

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VC verurteilt Finanzmitteleinsatz bei Teilübernahme von TAP Air Portugal

Die Zusage der portugiesischen Regierung zum Verkauf von 44,9 Prozent der Staatsairline TAP Air Portugal an die Lufthansa Group stößt bei der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) auf scharfe Kritik. Für den Erwerb der Minderheitsbeteiligung stellt der deutsche Flugkonzern rund 1,025 bis 1,2 Milliarden Euro bereit – eine Summe, die deutlich über der ursprünglichen Bewertung des portugiesischen Staatsunternehmens liegt. Während sich der Lufthansa-Konzern im Bietergefecht gegen Mitbewerber durchsetzte, zog sich die europäische Airline-Gruppe IAG vorzeitig zurück, da ein Minderheitsanteil ohne direkte operative Mehrheitskontrolle als wirtschaftlich unrentabel gewertet wurde. Der deutsche Berufsverband der Verkehrsflugzeugführer sieht in der Transaktion einen eklatanten Widerspruch zur laufenden Sparpolitik des Managements im Kernbereich der Gruppe. Während das Lufthansa-Management gegenüber dem eigenen Personal kontinuierlich Effizienzsteigerungen und spürbare Einschnitte bei den Personalkosten einfordert, demonstriere das Unternehmen bei Auslandsakquisitionen erhebliche liquide Mittel und die Bereitschaft zur Zahlung hoher Kaufpreisaufschläge. VC-Vizepräsident Oliver Löwe forderte die Konzernführung auf, die ungleichen finanziellen Bewertungsmaßstäbe zwischen internationalen Beteiligungen und den eigenen Beschäftigten offenzulegen. Als Reaktion auf die veränderte Eigentümerstruktur intensiviert die Vereinigung Cockpit die Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Pilotenverband SPAC sowie weiteren Vertretungen innerhalb des Lufthansa-Konzernverbunds. Die Gewerkschaften befürchten einen steigenden Kostendruck auf Arbeitsbedingungen und Tarifstandards in allen Tochtergesellschaften der Airline-Gruppe. Um einer gezielten Verlagerung von Flugleistungen und einem Unterbieten bestehender Tarifverträge entgegenzuwirken, streben die europäischen Berufsverbände eine grenzüberschreitende Abstimmung ihrer Positionen an. Branchenanalysten verweisen darauf, dass der Erwerb von TAP dem Lufthansa-Konzern wertvolle Marktanteile auf den Südatlantik-Routen nach Südamerika und Afrika sichert. Dennoch birgt der Einstieg erhebliche finanzielle Risiken: Neben den ausstehenden behördlichen und

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Ryanair kündigt Kapazitätsabbau in Wien an und fordert Abschaffung der Ticketsteuer

Die europäische Billigfluggesellschaft Ryanair hat am 16. Oktober 2026 erneut scharfe Kritik an den staatlichen Rahmenbedingungen und Standortkosten im österreichischen Luftverkehr geäußert. Nach Angaben der Fluggesellschaft verzeichnete der Flughafen Wien-Schwechat im September 2026 einen Rückgang des Passagieraufkommens um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Auslöser für diesen Trend nennt das Management die pauschale österreichische Luftverkehrssteuer in Höhe von zwölf Euro pro Passagier sowie die seit den Pandemiejahren um etwa 60 Prozent gestiegenen Flugsicherungsgebühren der staatlichen Austro Control. Vor dem Hintergrund des angekündigten Winterflugplans 2026, der die Abziehungsverlagerung von vier in Wien stationierten Flugzeugen, den Abbau von 80 Arbeitsplätzen sowie die Einstellung von zwölf Flugverbindungen vorsieht, fordert die Airline die Bundesregierung unter Bundeskanzler Christian Stocker zur Abschaffung der Ticketabgabe auf. Gleichzeitig verweist Ryanair auf ein kräftiges Passagierwachstum am nahegelegenen Flughafen Bratislava im Nachbarland Slowakei, das von niedrigeren Standortentgelten profitiert. Verlagerung von Passagierströmen an den Flughafen Bratislava Die Kontroverse um die österreichischen Luftfahrtabgaben offenbart eine dynamische Verschiebung der Verkehrsnachfrage innerhalb der ostmitteleuropäischen AVISO-Region. Während der Flughafen Wien im Jahr 2026 nach Hochrechnungen der Airline einen Rückgang um bis zu drei Millionen Passagiere verkraften muss, verzeichnet der nur rund 60 Kilometer entfernte Flughafen Bratislava ein markantes Wachstum. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 hat sich das Verkehrsaufkommen des slowakischen Hauptstadtwandlers verdoppelt. Als wesentlicher Faktor für diese Verschiebung gelten die unterschiedlichen fiskalischen und operativen Belastungen für Fluggesellschaften. Die Slowakei verzichtet auf eine bundesweite Flugticketsteuer und bietet zudem geringere Entgelte für die Flugsicherung sowie Anreizmodelle für die Stationierung von Flugzeugen. Für Passagiere

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ITA Airways nimmt im Frühjahr 2027 Direktverbindung zwischen Rom und Caracas auf

Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways erweitert ihr interkontinentales Streckennetz um eine Direktverbindung nach Südamerika. Ab dem 30. März 2027 wird die Fluggesellschaft dreimal wöchentlich – jeweils dienstags, donnerstags und sonntags – das Drehkreuz Rom-Fiumicino mit der venezolanischen Hauptstadt Caracas verbinden. Zum Einsatz kommt auf der Langstreckenroute das Großraumflugzeug des Typs Airbus A330-900. Die Ankündigung geht auf eine Zusammenarbeit mit Diplomaten und Regierungsstellen beider Länder zurück. Im Vorfeld unterzeichneten ITA-Chef Joerg Eberhart und die venezolanische Botschafterin in Italien, María Elena Uzzo Giannattasio, eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zur Einrichtung der Flugstrecke. Mit dem Abkommen sollen der bilaterale Warenaustausch sowie der Tourismus gestärkt und zugleich die Anbindung der italienischstämmigen Bevölkerung in Venezuela verbessert werden. Für ITA Airways, die seit Mai 2024 schrittweise in den Lufthansa-Konzern integriert wird und den Beitritt zur Star Alliance anstrebt, stellt die Wiederaufnahme einer Verbindung nach Caracas einen bedeutenden Schritt dar. Zuvor war die italienische Vorgängergesellschaft Alitalia jahrzehntelang auf dieser Verbindung präsent, hatte die Linie jedoch im Zuge wirtschaftlicher und diplomatischer Spannungen vor mehreren Jahren eingestellt. Über das Drehkreuz Rom-Fiumicino erhalten Umsteiger aus Venezuela künftig Anschluss an das europäische Streckennetz. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Neueröffnung einer Route nach Venezuela mit operativen Herausforderungen verbunden ist. Die Infrastruktur am Zielflughafen Maiquetía in Caracas erfordert spezifische Abwicklungsmaßnahmen, während das kaufmännische Risiko bei Flügen in die südamerikanische Region stark von der politischen Lage und Wechselkursentwicklungen abhängt.

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Danish Air Transport sucht gebrauchte ATR-Turboprops und Airbus-Jets

Die dänische Regionalfluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) leitet Schritte zur Modernisierung ihrer Flugzeugflotte ein, verzichtet dabei jedoch bewusst auf eine Ausweitung ihrer Gesamtkapazitäten. Wie der Vorstandsvorsitzende Jesper Rungholm am Rande der Generalversammlung der European Regions Airline Association (ERA) in Belfast im Oktober 2026 gegenüber dem Luftfahrtfachmagazin „Air Transport World“ und dem Brancheninformationsdienst „CH-Aviation“ mitteilte, konzentriert sich die Fluggesellschaft aus Kolding ausschließlich auf den Ersatz betagter Flugzeugmuster durch gebrauchte Turboprop-Maschinen des Herstellers ATR sowie Jets der Airbus-A320-Familie. Wachstum um jeden Preis sei für die unabhängige Fluggesellschaft kein Unternehmensziel; der Fokus liege auf der Aufrechterhaltung einer stabilen Flottengröße und betriebswirtschaftlichen Kostenkontrolle im Charter-, Nischen- und Linienverkehr. Schrittweiser Ersatz älterer ATR-Turboprops und Betrieb historischer Seriennummern Im Segment der Turboprop-Flugzeuge sieht sich die Fluggesellschaft in den kommenden drei bis fünf Jahren mit der Ausmusterung mehrerer betagter Maschinen konfrontiert. DAT betreibt auf ihren regionalen Streckennetzen in Skandinavien, Deutschland, Italien und Schottland traditionell eine gemischte Flotte aus ATR 42 und ATR 72. Nach Aussage von Jesper Rungholm befindet sich unter den aktiven Maschinen des Unternehmens womöglich das weltweit älteste noch im kommerziellen Liniendienst eingesetzte Flugzeug dieses Typs. Konkret verwies der Manager auf die Seriennummer MSN 36, eine ATR 42-320 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen OY-JRJ, deren Erstflug bereits auf das Jahr 1986 zurückgeht. Aufgrund des fortschreitenden Alters und der damit verbundenen Instandhaltungskosten strebt das Unternehmen den Erwerb jüngerer Gebrauchtmaschinen der ATR-Baureihen an. Ein Erwerb von fabrikneuen Flugzeugen ab Werk schließt die Führung von DAT aus rein finanziellen Erwägungen aus, da die Kapitalkosten von Neugeräten im typischen Anforderungsprofil regionaler

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Winterflugplan bringt deutliche Netzanpassungen an den südwestdeutschen Regionalflughäfen

Mit dem bevorstehenden Wechsel zur Winterflugplanperiode Ende Oktober 2026 vollziehen die südwestdeutschen Verkehrsflughäfen in Stuttgart, Karlsruhe/Baden-Baden, Basel-Mulhouse, Memmingen und Friedrichshafen spürbare Anpassungen ihres Streckennetzes. Das Flugangebot wird von den führenden Fluggesellschaften stark an saisonale Nachfragemuster sowie veränderte Sicherheitslagen angepasst. Neben der Aufnahme neuer Mittelmeer- und Osteuropa-Verbindungen dominieren vor allem streckenseitige Streichungen und temporäre Pausierungen das operative Geschehen. Am Landesflughafen Stuttgart verzeichnet die größte dortige Airline Eurowings gravierende Streichenentscheidungen: Die ursprünglich fest eingeplante Flugverbindung nach Dubai wurde kurzfristig vor dem Erstflug aus dem Buchungssystem genommen und gestrichen. Demgegenüber erweitert Eurowings das Afrika- und Nahostangebot um Kairo sowie die wieder aufgenommenen Zielorte Amman und Dschidda. Weitere Fluggesellschaften wie Condor, Tuifly und Sun Express legen zusätzlichen Urlaubsverkehr nach Teneriffa, Las Palmas, Hurghada, auf die Kapverden sowie nach Antalya auf. Eine operative Wiederanbindung an die Bundeshauptstadt verzeichnet der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Nach siebenjähriger Unterbrechung bietet das Flugportal VINI über ein digitales Bedarfsmodell Flüge zum Flugplatz Schönhagen/Trebbin südlich von Berlin an. Gleichzeitig bauen die Low-Cost-Carrier Ryanair und Wizz Air ihre Frequenzen zu Zielen im östlichen Mittelmeerraum und Südosteuropa wie Lamezia Terme, Marrakesch, Podgorica und Pristina aus, während die Route nach Amman gestrichen und Ziele wie Suceava temporär ausgesetzt werden. Auch an den Standorten Basel-Mulhouse, Memmingen und Friedrichshafen prägen Streckenverschiebungen das Angebot. Am EuroAirport Basel-Mulhouse nimmt Wizz Air neue Kurse nach Poznań, Varna und Eriwan auf, nimmt jedoch Dubai sowie Ziele in Rumänien aus dem Netz. Der Allgäu Airport Memmingen sowie der Bodensee-Airport Friedrichshafen verzeichnen die Wiederaufnahme klassischer Winter- und Städtezielrouten, stellen jedoch geplante Jordanien-Verbindungen aufgrund der

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DRV: Vizepräsidentin Ulrike Katz kündigt Rücktritt wegen fehlenden Veränderungswillens an

Innerhalb der Führungsebene des Deutschen Reiseverbandes (DRV) kommt es zu einem personellen Umbruch. Ulrike Katz, Vizepräsidentin der Säule E und Vorsitzende des Ausschusses Bildung, hat in einer Mitteilung an die Fachmedien ihren Rückzug aus allen ehrenamtlichen Präsidiums- und Ausschussfunktionen zum 31. Dezember 2026 angekündigt. Die Entscheidung folgt auf anhaltende Differenzen über das Reformtempo und den Stellenwert der assoziierten Mitglieder innerhalb der Verbandsstrukturen. Katz, die im Hauptberuf als Gründerin und Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur Visions Ahead tätig ist, wirft der Verbandsspitze um DRV-Präsident Albin Loidl eine mangelnde Bereitschaft zu tiefgreifenden Modernisierungen vor. Der Rücktritt wirft ein Schlaglicht auf strukturelle Grundsatzfragen des führenden Branchenverbandes der deutschen Reisewirtschaft im Vorfeld des anstehenden DRV-Hauptstadtkongresses in Berlin. Kritik an Verbandsstrukturen und Wahrnehmung der assoziierten Mitglieder Ulrike Katz vertritt die Säule E des Verbandes seit Februar 2023 und wurde vor einem Jahr im Amt bestätigt. Bereits bei ihrer Wiederwahl im Jahr 2025 hatte sie ihre Weiterarbeit an Bedingungen wie Reformbereitschaft, Transparenz und intensiven Dialog geknüpft. Zwar hatte auch der neu gewählte Präsident Albin Loidl Reformen in Aussicht gestellt, aus Sicht von Katz blieben greifbare Ergebnisse jedoch aus. In ihrer Erklärung betonte sie, dass sie bei Tempo, Transparenz und Veränderungswillen keine ausreichenden Fortschritte sehe und die Säule E im Verband nicht als gleichwertiger Teil der Reisewirtschaft wahrgenommen werde. Die Säule E bündelt über 400 assoziierte Mitgliedsunternehmen der Tourismusbranche. Dazu zählen Reiseversicherungen, IT-Dienstleister, Marketing- und PR-Agenturen, ausländische Fremdenverkehrsämter, Ausbildungsstätten sowie Anbieter aus den Bereichen Verkehr, Mietwagen und Mobilität wie etwa der Mietwagen-Broker Sunny Cars. Katz forderte, dass sich die

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