
Lufthansa verhandelt über vollständigen Erwerb von TAP Air Portugal
Die Deutsche Lufthansa AG bereitet nach dem Zuschlag für ein erstes Aktienpaket an der portugiesischen Nationalgesellschaft TAP Air Portugal den vollständigen Erwerb des Carriers vor. Während der Vertrag über den Einstieg in einer ersten Phase eine Beteiligung von knapp 45 Prozent bis maximal 49,9 Prozent für eine Summe von bis zu 1,2 Milliarden Euro vorsieht, laufen parallel dazu bereits Detailverhandlungen über die Übernahme der verbleibenden 50,1 Prozent der Anteile. Für diesen zweiten Schritt steht ein Volumen von 1,351 Milliarden Euro im Raum, das teils in bar sowie teils über die Ausgabe neuer Lufthansa-Aktien beglichen werden soll. Das Vorhaben stellt einen weiteren Schritt in der Konsolidierung der europäischen Zivilluftfahrt dar. Der formelle Vollzug der ersten Tranche wird aufgrund kartellrechtlicher Prüfungsprozesse der Europäischen Kommission erst im ersten Halbjahr 2028 erwartet. Finanzielle Strukturierung des Stufenmodells und geplante Beteiligung des portugiesischen Staates Die Übernahmevereinbarung zwischen der portugiesischen Regierung unter Premierminister Luís Montenegro und der Lufthansa Group gliedert sich in zwei zeitlich versetzte Abschnitte. In der ersten Phase erwirbt der deutsche Luftfahrtkonzern zunächst knapp 45 Prozent des Kapitals der TAP für gut eine Milliarde Euro. Einen Anteil von bis zu fünf Prozent sieht die Transaktionsstruktur vorrangig für die Belegschaft der Fluggesellschaft vor. Sollten die Beschäftigten dieses Zeichnungsrecht nicht im vollen Umfang in Anspruch nehmen, würde die Aufstockung des Lufthansa-Anteils auf bis zu 49,9 Prozent bei einer Gesamtsumme von 1,2 Milliarden Euro greifen. Parallel verhandelt das Management um Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert bereits über die Konditionen der zweiten Phase zur vollständigen Privatisierung. Für die verbleibenden 50,1 Prozent








