
Lufthansa fordert Aussetzung des Katar-Abkommens
Die Lufthansa Group hat eine wegweisende politische Resolution verabschiedet, die weitreichende Forderungen an die Luftverkehrs- und Wirtschaftspolitik der Europäischen Union stellt. Besonders im Fokus stehen dabei das kontrovers diskutierte Open-Skies-Abkommen mit Katar sowie die Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Marktbedingungen zwischen europäischen und asiatischen Fluggesellschaften. Diese Initiative könnte nicht nur die Diskussion um die Regulierung der Luftfahrtbranche neu beleben, sondern auch weitreichende Folgen für die geopolitischen Beziehungen und die wirtschaftliche Stabilität der Branche haben. Kritik am Open-Skies-Abkommen mit Katar Das Open-Skies-Abkommen zwischen der EU und Katar wurde 2021 auf Interimsbasis in Kraft gesetzt. Es ermöglicht eine Liberalisierung des Luftverkehrsmarktes und erleichtert den Zugang katarischer Fluggesellschaften zu europäischen Flughäfen. Doch von Beginn an stand das Abkommen in der Kritik. Lufthansa argumentiert, daß es erhebliche Wettbewerbsverzerrungen schaffe, da die Marktbedingungen für europäische Fluggesellschaften strenger seien, während Katar von subventionierten Rahmenbedingungen profitiere. Die Situation wurde durch den sogenannten „Qatargate“-Skandal weiter verschärft. Der Korruptionsskandal, der Ende 2022 öffentlich wurde, beinhaltete Vorwürfe, daß Mitglieder des Europäischen Parlaments sowie andere Beamte von Katar und anderen Staaten bestochen worden seien. Diese Anschuldigungen führten dazu, daß das Europäische Parlament die Ratifizierung des Abkommens vorläufig stoppte. Besonders brisant war die Enthüllung, daß der damalige Leiter der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission, Henrik Hololei, kostenlose Business-Class-Flüge von Qatar Airways angenommen hatte. Er trat im April 2023 zurück, doch die Debatte um das Abkommen bleibt hochpolitisch. Forderungen nach einer stärkeren Regulierung Lufthansa fordert nun nicht nur die sofortige Aussetzung des Abkommens, sondern auch umfassendere Maßnahmen zur Herstellung eines fairen Wettbewerbs. Die








