Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Level stellt Flugverbindungen an die US-West- und Ostküste ein

Die spanische Langstreckenfluggesellschaft Level, eine Tochtergesellschaft der International Airlines Group (IAG), passt ihr Streckennetz im Hinblick auf den kommenden Winterflugplan 2026/27 an. Ab Oktober wird das Unternehmen die Direktverbindungen von seiner Basis am Flughafen Barcelona-El Prat nach Boston sowie nach Los Angeles vollständig einstellen. Als primäre Ursachen für diesen Schritt nennt das Management operative und betriebswirtschaftliche Überlegungen. In Zukunft beabsichtigt die Fluglinie, ihre verfügbaren Flugzeugkapazitäten auf Destinationen mit einer stabileren Ganzjahresnachfrage und besseren Erlösperspektiven zu fokussieren. Der Rückzug von diesen beiden Routen stellt die Fortsetzung einer bereits im Frühjahr eingeleiteten Kapazitätsreduktion im Nordamerika-Geschäft dar. Bereits im April hatte die Fluggesellschaft Kürzungen für ihr US-Portfolio angekündigt und in der Folge ab Juni die wöchentlichen Flugfrequenzen nach Boston, New York und Los Angeles spürbar ausgedünnt. Zudem wurde die transatlantische Linienverbindung zwischen Katalonien und San Francisco schon vor dem Sommer komplett aus dem Flugplan gestrichen. Die IAG-Tochter reagiert damit auf eine veränderte Wettbewerbssituation auf dem transatlantischen Low-Cost-Markt, auf dem die Ticketpreise außerhalb der sommerlichen Hauptreisezeit unter erheblichem Druck stehen. Luftfahrtexperten betrachten das verkleinerte USA-Angebot von Level als strukturelles Symptom für die ökonomischen Herausforderungen im Segment der Billiglangstreckenflüge. Während die Fluggesellschaft im Sommer von hohen Passagierzahlen im touristischen Verkehr profitiert, erweisen sich die Strecken an die US-Westküste und nach Neuengland in den Wintermonaten aufgrund fehlender Geschäftsreisender oft als defizitär. Durch die Konzentration auf Destinationen wie Buenos Aires, Santiago de Chile oder ausgewählte Ziele in der Karibik versucht die Fluggesellschaft, dem saisonalen Nachfrageeinbruch auf den Nordatlantik-Routen zu entgehen. Kritische Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die

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Anko van der Werff gilt als Favorit für den Vorstandsvorsitz bei Air Canada

Die Suche nach einem neuen Konzernchef für die nationale kanadische Fluggesellschaft Air Canada hat eine konkrete Richtung eingeschlagen. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg zeichnet sich der aktuelle Vorstandsvorsitzende der skandinavischen Fluggesellschaft SAS, Anko van der Werff, als aussichtsreichster externer Kandidat für die Nachfolge von Michael Rousseau ab. Rousseau hatte zuvor nach anhaltender öffentlicher und politischer Kritik an seinen mangelnden Französischkenntnissen seinen Rückzug für das laufende Jahr angekündigt. Der anstehende Wechsel an der Spitze des Unternehmens fällt in eine Phase, in der Air Canada sowohl interne Managementstrukturen konsolidieren als auch internationale Herausforderungen im globalen Luftverkehr bewältigen muss. Die Personalie verdeutlicht die spezifischen kulturellen und sprachlichen Anforderungen, die an die Führung eines der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen Kanadas mit Sitz im frankophonen Montreal gestellt werden. Die Hintergründe des angekündigten Rücktritts von Michael Rousseau Der bevorstehende Abgang des amtierenden Konzernchefs Michael Rousseau ist das Resultat einer tiefgehenden Debatte über die kulturelle Identität und die gesetzlichen Verpflichtungen von Air Canada. Der Auslöser für die jüngste Eskalation war eine Videobotschaft Rousseaus nach einem tödlichen Absturz von zwei Piloten im Frühjahr des Jahres zweitausendsechsundzwanzig. In dieser offiziellen Mitteilung sprach der Vorstandsvorsitzende ausschließlich Englisch, was in der Provinz Québec und bei frankophonen Minderheiten in ganz Kanada auf massive Ablehnung stieß. Die Kritik verschärfte sich durch die Tatsache, dass die Fluggesellschaft gesetzlich dem amtlichen Zweisprachigkeitsgebot des Landes unterliegt und tiefe historische Wurzeln in der Metropole Montreal besitzt. Die Unfähigkeit oder der Unwille der Konzernspitze, in Krisenmomenten die französische Landessprache adäquat zu nutzen, wurde von politischen Akteuren bis hin zur Bundesregierung

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Sizilien: Naturereignis führt zu massiven Einschränkungen des zivilen Luftverkehrs in Catania

Ein erneuter Ausbruch des Vulkans Ätna hat am Sonntag, dem 5. Juli 2026, zu gravierenden Behinderungen des Flugverkehrs auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien geführt. Wegen eines intensiven Ascheausstoßes und der raschen Ausbreitung einer dichten Eruptionswolke sah sich die Betreibergesellschaft des internationalen Flughafens Catania-Fontanarossa gezwungen, weitreichende Beschränkungen für den gesamten Flugbetrieb zu erlassen. Große Teile des betroffenen Luftraums wurden für mehrere Stunden komplett gesperrt, was zu zahlreichen Flugstreichungen, erheblichen Verspätungen und der Umleitung ankommender Maschinen auf umliegende Flughäfen führte. Die italienischen Vulkanologiebehörden hoben die Luftfahrtwarnstufe auf das höchste Niveau an, da die fortschreitende Drift der Aschepartikel erhebliche Risiken für die Triebwerke von Verkehrsflugzeugen birgt. Tausende Passagiere an einem der wichtigsten touristischen Drehkreuze Süditaliens sind von den unvorhersehbaren Einschränkungen betroffen, während eine Normalisierung des Betriebs vom Abklingen der seismischen Aktivitäten abhängt. Intensivierung der vulkanischen Aktivität und meteorologische Ausbreitung Der jüngste Aktivitätszyklus des rund 3350 Meter hohen Ätna, welcher als einer der aktivsten Vulkane weltweit gilt, begann in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Nach wissenschaftlichen Messungen des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Außenstelle Ätna-Observatorium, setzten gegen viertel vor acht erste sichtbare Ascheemissionen aus einer Öffnung im Gipfelbereich ein. Die strombolianische Aktivität, charakterisiert durch explosive Auswürfe von Magmafraktionen und vulkanischen Gasen, intensivierte sich im Laufe des Vormittags massiv. Gegen viertel vor neun kollabierten Teile der inneren Kraterstruktur, woraufhin sich eine dichte Eruptionswolke bildete, die rund 1,5 Kilometer über den Hauptgipfel in die Atmosphäre aufstieg. Aufgrund der vorherrschenden Windströmungen in der oberen Troposphäre verlagerte sich die feinkörnige Aschewolke rasch in südliche und südsüdöstliche Richtung.

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Easyjet nimmt Castlelake-Angebot an

Der europäische Luftverkehrssektor steht vor einer tiefgreifenden Konsolidierung. Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat einem Übernahmeangebot des US-amerikanischen Finanzinvestors Castlelake zugestimmt. Das Volumen der Transaktion beläuft sich auf rund 6,1 Milliarden Euro, mit dem Ziel, das Luftfahrtunternehmen vollständig von der Börse zu nehmen. Dem erfolgreichen fünften Gebot ging eine monatelange Phase der Verhandlungen voraus, in der das Management von Easyjet mehrere vorangegangene Offerten als zu niedrig zurückgewiesen hatte. Unter Marktanalysten löste die Nachricht intensive Debatten aus. Viele Branchenkenner erwarten, dass die Absichten des Investors auf eine Aufspaltung des Unternehmens in seine operativen Einzelteile abzielen könnten. Eine Zerschlagung der Fluggesellschaft und der separate Verkauf von Flugzeugflotte, Start- und Landerechten sowie des Reiseveranstaltergeschäfts könnten nach ersten Berechnungen einen höheren Gesamterlös erzielen als die Fortführung des Gesamtkonzerns. Die anstehenden Verhandlungen müssen nun zeigen, wie die künftige Eigentümerstruktur ausgestaltet wird, um den strengen rechtlichen Vorgaben der europäischen Luftfahrtaufsicht zu entsprechen. Die ökonomischen Hintergründe und das Übernahmeverfahren Dem finalen Durchbruch bei den Verhandlungen ging ein langes Taktieren zwischen dem Management der Fluggesellschaft und dem Investor voraus. Der Verwaltungsrat von Easyjet hatte zuvor vier Übernahmeangebote von Castlelake mit dem Verweis auf die starken eigenen Gewinnerwartungen und eine fortschreitende Erholung des internationalen Passagieraufkommens abgelehnt. Um Druck auf den Investor auszuüben und den Unternehmenswert in den Verhandlungen zu steigern, wiesen die Verantwortlichen der Fluggesellschaft wiederholt auf die robuste Marktpositionierung hin. Die Wende brachte schließlich eine Verlängerung der sogenannten Put-up-or-shut-up-Frist, eine regulatorische Frist für ein verbindliches Gebot, die Easyjet um neun Tage auf den 5. Juli 2026 um 17:00 Uhr

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Luftfahrtrecht: Nationalratsausschuss beschließt umfassende Novelle des Luftfahrtgesetzes

Der Verkehrsausschuss des österreichischen Nationalrats hat mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen eine umfassende Novelle des Luftfahrtgesetzes beschlossen. Die Neuregelung basiert auf einem kurzfristig eingebrachten, gesamtändernden Abänderungsantrag zu einem bestehenden Initiativantrag. Kernbestandteile der Gesetzesreform sind verschärfte und zugleich rechtlich präzisierte Zuverlässigkeitsüberprüfungen für das Personal in sicherheitsrelevanten Bereichen des Luftverkehrs, veränderte Rahmenbedingungen für den Betrieb von Flugplätzen sowie neue Vorschriften für die Errichtung luftfahrtfremder Gebäude. Zudem beinhaltet das Gesetzespaket administrative Erleichterungen durch den Aufbau einer digitalen Dokumentendatenbank zur Urkundenüberprüfung sowie eine Neuregelung der Versicherungspflichten für unbemannte Luftfahrzeuge. Ein zentraler Diskussionspunkt im Ausschuss betraf die Kriterien für die Feststellung der arbeitsrechtlichen Zuverlässigkeit von Flughafenmitarbeitern. Um unverhältnismäßige Berufsverbote bei kleineren Delikten wie Ladendiebstahl zu verhindern und gleichzeitig den Schutz vor terroristischen Gefahren zu gewährleisten, wurden gesetzliche Grenzwerte und differenzierte Bewertungsmaßstäbe verankert. Zudem sieht die Novelle verbesserte Rechtsschutzmöglichkeiten und datenschutzrechtliche Vorgaben für betroffene Arbeitnehmer vor, falls eine Überprüfung negativ ausfällt. Flankiert werden diese Maßnahmen durch die laufende Ausarbeitung einer nationalen Drohnenschutzstrategie, die den gestiegenen Sicherheitsrisiken durch unbefugte Drohnenflüge im Umfeld kritischer Infrastrukturen begegnen soll. Die parlamentarische Opposition äußerte deutliche Kritik an dem Gesetzgebungsverfahren und den Inhalten der Novelle. Die Fraktion der Grünen sowie die FPÖ beanstandeten insbesondere die mangelnde Begutachtungszeit durch die kurzfristige Vorlage des Abänderungsantrags und scheiterten mit einem Antrag auf Vertagung der Verhandlungen. Während die FPÖ verfassungs- und bürgerrechtliche Bedenken gegen die Ausgestaltung der Sicherheitsüberprüfungen anmeldete, kritisierten die Grünen das Paket als einseitige Begünstigung der Luftfahrtindustrie. Ein von den Grünen eingebrachter Entschließungsantrag, der weitergehende Lärmschutzmaßnahmen und eine Ausweitung der Nachtruhe für Anwohner im

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Britische Zivilluftfahrtbehörde schließt bilaterale Abkommen mit Partnerbehörden aus Kanada, Brasilien und Australien

Die britische Zivilluftfahrtbehörde Civil Aviation Authority hat am Rande einer internationalen Fachkonferenz in den Vereinigten Staaten mehrere bilaterale Abkommen mit den Luftfahrtregulierungsbehörden aus Kanada, Brasilien und Australien unterzeichnet. Die Vereinbarungen zielen darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Flugsicherheit zu intensivieren, administrative Hürden abzubauen und gegenseitige Anerkennungen von Zertifikaten zu erleichtern. Die Unterzeichnungen fanden im Rahmen der Internationalen Luftfahrtsicherheitskonferenz statt, welche gemeinsam von der amerikanischen Federal Aviation Administration und der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit organisiert wurde. Diese Entwicklung spiegelt das Bestreben der britischen Behörden wider, nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union eigenständige regulatorische Netzwerke zu etablieren und die internationale Verflechtung der heimischen Luftfahrtindustrie zu sichern. Das Vorhaben betrifft kritische Bereiche wie die Simulatorausbildung von Piloten, die gegenseitige Anerkennung von Lufttüchtigkeitszeugnissen sowie die Standardisierung von Wartungsprozessen. Technische Kooperation und bürokratische Entlastung im Bereich der Flugsimulation Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Vereinbarungen betrifft das Abkommen zwischen der britischen Zivilluftfahrtbehörde und der kanadischen Transportbehörde Transport Canada. Die beiden Institutionen verständigten sich auf ein neues Verfahren zur Durchführung und Anerkennung von Flugsimulatortrainings, das unter der Bezeichnung Simulator-Implementierungsverfahren geführt wird. In der Praxis bedeutete die bisherige Regelung oft einen erheblichen bürokratischen und finanziellen Aufwand für Fluggesellschaften und Ausbildungsbetriebe, da Simulatoren für die Ausbildung von Piloten häufig von mehreren nationalen Behörden separat zertifiziert und regelmäßig überprüft werden mussten. Mit dem neuen Verfahren wird eine gegenseitige Anerkennung von wiederkehrenden Evaluierungen etabliert. Wenn eine der beiden Behörden einen Flugsimulator nach den vereinbarten Kriterien prüft und zulässt, wird dieses Urteil von der

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Führungswechsel am BER: Werner Gatzer übernimmt Vorsitz des FBB-Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat in seiner Sitzung am 3. Juli 2026 Werner Gatzer einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 67-jährige Jurist und ehemalige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium übernimmt die Funktion mit sofortiger Wirkung. Gatzer, der gegenwärtig auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG vorsitzt, wurde auf Vorschlag des Gesellschafters Land Brandenburg nominiert und entsandt. Er folgt auf Jörg Simon, dessen Mandat als Vertreter des Landes Berlin im Juni turnusmäßig endete. Stellvertretender Vorsitzender des Gremiums bleibt weiterhin der ver.di-Gewerkschaftssekretär Holger Rößler. Mit der Personalie Gatzer kehrt ein erfahrener Haushalts- und Infrastrukturexperte an die Spitze des Berliner Flughafens zurück. Gatzer war bereits in seiner früheren Funktion als Bundesbeamter mit den finanziellen und strukturellen Problemen des Großprojekts BER befasst. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass seine Ernennung in eine Phase fällt, in der die Flughafengesellschaft nach den schweren wirtschaftlichen Einbrüchen der vergangenen Jahre und der hohen Verschuldung eine finanzielle Konsolidierung anstrebt. Das Land Brandenburg setzt mit diesem Vorschlag auf administrative Kontinuität und fiskalische Expertise bei der Kontrolle des staatlichen Luftfahrtunternehmens. Kritische Stimmen aus Politik und Wirtschaft geben jedoch zu bedenken, dass die Ämterhäufung Gatzers, der zeitgleich das Kontrollgremium der krisengebeutelten Deutschen Bahn leitet, erhebliche zeitliche und operative Anforderungen mit sich bringt. Beide Staatsunternehmen stehen vor tiefgreifenden infrastrukturellen Herausforderungen und finanziellem Sanierungsdruck. Beim Flughafen BER geht es in den kommenden Jahren insbesondere um die Bewältigung des Investitionsstaus, die Optimierung der Passagierabfertigung sowie die langfristige Absicherung der Liquidität ohne fortlaufende staatliche Zuschüsse der Trägerländer Berlin und Brandenburg sowie des Bundes. Die Neubesetzung

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Air New Zealand reaktiviert letzte gestrandete Großraummaschine nach globaler Triebwerkskrise

Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand hat einen bedeutenden operativen Engpass überwunden. Nach Jahren gravierender Einschränkungen im internationalen Flugplan kehrte die letzte verbliebene Maschine des Typs Boeing 787-9 Dreamliner aus der Langzeitlagerung im australischen Alice Springs zurück. Damit verfügt das Unternehmen zum ersten Mal seit dem Beginn des weltweiten Lieferengpasses bei den Rolls-Royce-Trent-1000-Triebwerken über keine stillgelegten Großraumflugzeuge mehr. Die langwierige Triebwerkskrise, die zeitweise das Fundament des neuseeländischen Langstreckenverkehrs erschütterte, erforderte komplexe logistische Anstrengungen und belastete die finanzielle Performance des Unternehmens massiv. Während das Management die Wiedererlangung der vollen Flottenverfügbarkeit als maßgeblichen Fortschritt für die Flugplanung bewertet, bleibt die wirtschaftliche Situation des Luftfahrtkonzerns angesichts anhaltender Auslieferungsverzögerungen bei Neubestellungen und eines angekündigten Sparprogramms angespannt. Die Triebwerkskrise und ihre operativen Kaskadeneffekte auf den Flugbetrieb Der Mangel an betriebsbereiten Triebwerken für die Langstreckenflotte stellte für Air New Zealand eine der weitreichendsten operativen Krisen der jüngeren Unternehmensgeschichte dar. Auf dem Höhepunkt der logistischen Störungen mussten fünf der insgesamt vierzehn Maschinen des Typs Boeing 787-9 dauerhaft am Boden gehalten werden. Ursache hierfür waren vorzeitige Verschleißerscheinungen an den Turbinenschaufeln der Rolls-Royce-Trent-1000-Triebwerke, die weltweit zu Engpässen bei Ersatzteilen und langen Wartezeiten in den spezialisierten Werften führten. Für eine Fluggesellschaft, die aufgrund der geografischen Lage Neuseelands elementar auf eine funktionierende und verlässliche Großraumflotte angewiesen ist, bedeutete dieser Zustand eine erhebliche Reduktion der angeboteenen Sitzplatzkapazitäten auf den lukrativen Routen nach Nordamerika und Asien. Die Reaktivierung der zwölf Jahre alten Maschine mit dem Luftfahrzeugkennzeichen ZK-NZD markiert nun den vorläufigen Abschluss dieser Sonderwartungen. Das Flugzeug hatte die spezialisierte Lagerstätte der Asia Pacific

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Deutsche Bank finanziert alternatives Kerosinkontingent bei der Lufthansa Group

Die Deutsche Bank und der Lufthansa-Konzern haben eine Vereinbarung über den Kauf von alternativem Treibstoff für den Luftverkehr getroffen. Im Rahmen dieser Kooperation finanziert das Kreditinstitut ein Volumen von rund 1.600 Tonnen sogenannten Sustainable Aviation Fuels (SAF). Nach Berechnungen der beteiligten Unternehmen soll diese Maßnahme zu einer rechnerischen Reduzierung von Kohlendioxidemissionen im Umfang von etwa 5.500 Tonnen führen. Die Vereinbarung knüpft an eine bestehende geschäftliche Verbindung an, da die Deutsche Bank seit Herbst 2025 als Herausgeberin der Kreditkarten des lufthansaeigenen Vielfliegerprogramms Miles & More fungiert. Die vertraglich vereinbarte Kraftstoffmenge wird als sogenannter „Drop-in“-Treibstoff über die bestehende Flughafeninfrastruktur in das Verteilungssystem des Luftfahrtkonzerns eingespeist. Bei diesen synthetischen oder biogenen Kraftstoffen handelt es sich um Substanzen, die herkömmlichem fossilem Kerosin beigemischt werden können, ohne dass technische Anpassungen an den Flugzeugtriebwerken oder Tankanlagen erforderlich sind. Eine direkte Betankung der von Bankangestellten genutzten Flugzeuge erfolgt dabei nicht; die Zuweisung der Emissionsminderung wird stattdessen rein bilanziell über entsprechende Zertifikate nach dem Greenhouse Gas Protocol Standard abgewickelt, um die Scope-3-Emissionen in der Lieferkette des Finanzinstituts zu senken. Wirtschaftsanalysten betrachten solche Großaufträge im Firmenkundengeschäft der Luftfahrtbranche mit einer gewissen Skepsis hinsichtlich ihrer tatsächlichen Marktwirkung. Zwar verzeichnete die Lufthansa Group im vergangenen Jahr eine Steigerung der über Firmenkundenprogramme abgesetzten SAF-Mengen, doch machen alternative Kraftstoffe nach wie vor nur einen Bruchteil des gesamten Treibstoffverbrauchs der weltweiten Luftflotten aus. Grund hierfür sind die im Vergleich zu fossilem Kerosin um ein Vielfaches höheren Produktionskosten sowie erhebliche Engpässe bei den globalen Herstellungskapazitäten. Kritische Marktbeobachter geben zu bedenken, dass freiwillige Abnahmen durch Großkonzerne

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Ryanair verzeichnet Passagierzuwachs im Juni 2026

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihre Verkehrszahlen für den Monat Juni 2026 vorgelegt und meldet ein anhaltendes Wachstum des Passagieraufkommens. Nach Angaben des Unternehmens beförderte die Fluglinie im abgelaufenen Monat 21,2 Millionen Passagiere, was einer Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 entspricht. Damit übertrifft das monatliche Volumen den bisherigen Höchstwert aus dem August 2025, als 21,0 Millionen Kunden registriert wurden. Die Zahl der absolvierten Flüge lag im Juni bei über 116.800 Flugbewegungen, während die durchschnittliche Auslastung der Maschinen (Load Factor) mit 95 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres verblieb. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet zeigt die rollierende Statistik der vergangenen zwölf Monate bis Juni 2026 ein Gesamtvolumen von 211,8 Millionen Reisenden. Dies entspricht einem Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei die ganzjährige Auslastungsquote stabil bei 94 Prozent gehalten wurde. Branchenanalysten führen diese Zunahme auf eine weiterhin hohe Nachfrage im europäischen Sommer- und Ferienflugverkehr sowie auf die aggressive Preispolitik des Anbieters zurück, der über niedrige Einstiegspreise Marktanteile sichert und die Konkurrenz auf kontinentalen Routen unter Druck setzt. Trotz der stabilen Auslastung weisen Marktbeobachter auf wachsende Risiken für das Geschäftsmodell von Billigfliegern hin. Das starke Wachstum der Passagierzahlen führt an vielen europäischen Verkehrsflughäfen in den Sommermonaten zu operativen Engpässen und einer Überlastung der Flugsicherungssysteme, was die Pünktlichkeitswerte der gesamten Branche belastet. Zudem kämpft die Luftfahrtbranche mit Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge des Herstellers Boeing, was die Wachstumspläne von Fluggesellschaften wie Ryanair beschränkt und den Druck erhöht, bestehende Flugzeugkapazitäten maximal effizient einzusetzen. Kritische Ökonomen

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