Jan Gruber

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Jan Gruber

„Neue Alitalia“ soll sich auf Langstrecke und Fracht fokussieren

Unter staatlicher Eigentümerschaft soll die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia neu aufgesetzt werden. Dazu wurde das Unternehmen „ITA“ gegründet. Nun wurde bekannt, dass die Flotte auf 75 Maschinen verkleinert werden soll. Die Struktur soll um 30 Prozent verkleinert werden. Etwa 7.000 Beschäftigte sollen von der heutigen Alitalia übernommen werden. Italia Transporto Aereo soll sich auf Langstrecken- und Frachtflüge konzentrieren. Das regionale Streckennetz wird künftig von Alitalia Cityliner betrieben, die in Richtung Lowcoster positioniert werden soll. Die Politik ist davon überzeugt, dass die „neue Alitalia“ innerhalb der nächsten fünf Jahre in die Gewinnzone fliegen kann. Allerdings werden beim alten Unternehmen noch rund 3.000 Mitarbeiter verbleiben. Diese können aus verschiedenen Gründen nicht gekündigt werden. Um Kündigungen vermeiden zu können, sollen diese bis auf weiteres auf der „Payroll“ des Staats stehen. Hinsichtlich der Flotte wird derzeit überlegt Boeing 787 und bis zu sechs reine Frachtflugzeuge anzuschaffen. Verbindliche Entscheidungen sind jedoch noch nicht gefallen.

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Ab Montag: Griechenland-Einreise nur mit negativem PCR-Befund

Ab 9. November 2020 müssen sämtliche Personen, die auf dem Luftweg nach Griechenland einreisen wollen, einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen. Andernfalls kann die Einreise verweigert werden. Die „Online-Voranmeldung“ muss weiterhin getätigt werden und das Formular mit QR-Code digital oder auf Papier mitgeführt werden. Neu ist auch, dass dieses auch von Reisenden, die ab Griechenland fliegen – also das Land verlassen – ausgefüllt werden muss. Auch dies tritt am 9. November 2020 in Kraft. Zuwiderhalten gegen die genannten Vorschriften kann mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro geahndet werden. Die Regierung betont, dass man trotz des neuen Lockdowns, der am Samstag, den 7. November 2020 in Kraft treten soll, die Flughäfen offen bleiben sollen. Derzeit ist jedoch Thessaloniki temporär geschlossen. Aufgrund des Umstands, dass nun auch Österreicher, Deutsche und Schweizer bei der Einreise nach Griechenland einen negativen PCR-Test vorweisen müssen, ist damit zu rechnen, dass seitens der Airlines das Angebot neuerlich gekürzt wird. Ab Wien dürfte sich das primär auf die Athen-Strecke auswirken. Mit einer raschen Reaktion – beispielsweise von Ryanair und Wizzair – ist daher zu rechnen.

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Mitsubishi schließt U.S.-Testzentrum

Das Testzentrum in Moses Lake (USA) wird seitens Mitsubishi Heavy Industries geschlossen. An diesem Standort wurden Flugtests des Spacejet-Programms durchgeführt. Seit Beginn der Corona-Pandemie ruhen die Aktivitäten. In den letzten Wochen gab es wiederholt Gerüchte, dass Mitsubishi den Spacejet aufgeben könnte. Diese erwiesen sich als wahr, denn vor wenigen Tagen verkündete der japanische Konzern das Aus für das Programm. Jahrelange Verspätungen wirkten sich negativ auf den Absatz aus, jedoch gab die Coronakrise dann den sprichwörtlichen Rest. Erstkunde ANA benötigt die Maschinen auf absehbare Zeit nicht. Mitsubishi behält sich eine spätere Wiederaufnahme vor.

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Thai Airways sucht Käufer für Langstreckenflugzeuge

Das Star-Alliance-Mitglied Thai Airways bietet Maschinen der Typen Boeing 777-300, 777-200 und 747-400 zum Kauf an. Diese sind bereits seit März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie temporär stillgelegt. Laut Mitteilung will das Unternehmen durch die beabsichtigten Veräußerungen die Liquidität verbessern. Konkret sind sechs Boeing 777-300, sechs 777-200 und zehn 747-400 erhältlich. Diese sollen laut Ausschreibung ab dem zweiten Quartal 2021 zur Übergabe bereit sein. Laut CH-Aviation.com verfügt Thai Airways noch über eine weitere Boeing 747-400, jedoch ist diese seit November 2014 in der Mojave-Wüste abgestellt. Dieser Jet ist in den Verkaufsunterlagen nicht angeführt. Thai Airways versucht ältere Maschinen zu Geld zu machen. Das Durchschnittsalter jener Boeing 777-200, die zum Kauf angeboten werden, liegt bei fast 24 Jahren. Die 777-300 sind mit 21 Jahren kaum jünger. Die Boeing 747-400 sind im Schnitt 21,6 Jahre alt. In einer anderen Ausschreibung bietet der Carrier zwei Boeing 737-400 an. Diese Maschinen sind jedoch bereits seit etwa zwei Jahren nicht mehr im Einsatz gewesen und sind in Utapao abgestellt.

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Startup will mit Corona-Geldern Langstrecken-Lowcoster starten

Seit 2014 will das britische Startup Flypop Lowcost-Langstreckenflüge aufnehmen. Im Jahr 2021 soll es soweit sein und das ausgerechnet mit Finanzmitteln aus einem Corona-Hilfstopf. Dabei handelt sich um ein öffentlich-privates Investmentprogramm, das Startups Eigenkapital zur Verfügung stellen soll. Dass eine Fluggesellschaft mit Mitteln, die zum Aufbau und zur Stabilisierung aufgrund der Corona-Pandemie vorgesehen sind, in die Luft gebracht werden soll, ist durchaus ungewöhnlich. Flypop teilte jedenfalls mit, dass man unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Finanzierungsrunde stehen würde und die Betriebsaufnahme im Laufe des Jahres 2021 erfolgen soll. Weiters befinde mit sich mit Flugzeugherstellern in Verhandlungen. „Die Finanzierung aus dem Future Fund der britischen Regierung wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, Flypop in die Lage zu versetzen, zunächst Flüge zwischen Großbritannien und Indien zu starten, was erheblich zum Wirtschaftswachstum und zu engeren kulturellen Verbindungen zwischen diesen beiden Commonwealth-Partnern und beitragen wird schließlich mit ganz Südasien“, sagte der Gründer und Chief Executive Officer von Nino Singh Judge. Zunächst will man mit einer Langstreckenmaschine starten und Verbindungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien anbieten. Potential sieht man für zehn bis 20 Maschinen. Wie viel Geld aus dem „Corona-Topf“ an Flypop fließen soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Derzeit ist noch kein Antrag auf die Erteilung eines AOCs bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde eingereicht worden. Dies will man jedoch zeitnah durchführen.

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Easyjet sondiert Staatshilfe in Deutschland

Die Billigfluggesellschaft Easyjet befindet sich in Gesprächen mit der deutschen Regierung über mögliche Staatshilfe. Firmenchef Johan Lundgren bestätigte gegenüber der Wirtschaftswoche, dass „die Verhandlungen konstruktiv“ verlaufen. Ein formeller Antrag wurde allerdings bis dato nicht gestellt. Er deutete lediglich an, dass es um einen „hohen Betrag“ gehen würde und verwies darauf, dass der Lowcoster allein in Berlin 1.000 Mitarbeiter habe. Wir haben eine große Präsenz in Deutschland, haben vor der Krise für einen gesunden Wettbewerb gesorgt und dafür viel Geld investiert“, so Lundgren gegenüber der Wirtschaftswoche. Die kriselnde Fluggesellschaft Easyjet spricht einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ zufolge mit der Bundesregierung über Finanzhilfen. „Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv“, zitiert das Blatt den Chef des britischen Billigfliegers, Johan Lundgren. Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin des Unternehmens dazu: „Als paneuropäische Fluggesellschaft stehen wir in den Ländern, in denen wir tätig sind und Mitarbeiter beschäftigen, in regelmäßigem Kontakt mit allen Regierungen rund um die Unterstützungsmaßnahmen, die allen in Frage kommenden Unternehmen zur Verfügung stehen. Es wurde kein formeller Antrag auf Finanzierung gestellt. Wir sprechen weiterhin kontinuierlich mit all diesen Regierungen.“ Johan Lundgren forderte im Zuge der BER-Eröffnung auch, dass die Regierungen die Branche durch eine verbesserte Corona-Teststrategie unterstützen sollen. Beispielsweisen könnten Schnelltests für Reiseerleichterungen und möglicherweise für einen Anstieg der Nachfrage sorgen. Weiters fordert auch temporäre Senkungen der Steuern.

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Fotoreportage: Danke, Berlin-Tegel!

Die Berliner hatten mit ihrem Flughafen Tegel schon immer eine Art Hassliebe, denn wirklich gerne hatte man den mittlerweile ordentlich heruntergekommen Airport nie, doch zog ihn die Mehrheit der Reisenden gegenüber Schönefeld vor. Die innerstädtische Lage war insbesondere bei Personen, die aus geschäftlichen Gründen unterwegs waren, sehr beliebt. Am Wochenende gegen in Tegel die fliegerischen Lichter aus. Für immer. Das Areal, auf dem sich der Otto-Lilienthal-Flughafen befindet, war nach dem zweiten Weltkrieg eine regelrechte Kraterlandschaft. Viele Munitionsreste und Blindgänger fanden sich auf dem Gelände. Eigentlich hätte dort eine Kleingartensiedlung entstehen sollen, aber die französische Besatzungsmacht begann im Jahr 1948 mit der Errichtung einer Runway. Damals war sie mit 2.428 Metern die längste Europas. Bereits am 5. November 1948 landete das erste Flugzeug, eine Douglas C-54. Zunächst war der Zentralflughafen Berlin-Tempelhof jener Airport, der für den zivilen Flugverkehr West-Berlins am wichtigsten war. Ab Tegel gab es nur militärische Flüge und gelegentlich einige Charter. Beide Airports durften damals ausschließlich von den Besatzungsmächten angeflogen werden. Air France verlagerte als erste Airline überhaupt die Linienflüge von Tempelhof nach Tegel. Der Erstflug fand am 2. Jänner 1960. Der Kreis schließt sich übrigens: Air France führt auch den letzten regulären Linienflug ab diesem Airport durch. PanAm zog im Mai 1964 um und brachte die ersten Langstreckenflüge nach Tegel. Innenaufnahmen der Terminals A und B in der Slideshow: Ab 1975 setzte sich der Otto-Lilienthal-Flughafen endgültig durch. Die Amerikaner verfügten, dass Tempelhof für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden muss. Zwar wurde der „Mitbewerber“ nur wenige Jahre später wieder

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Ab 12. November 2020: Verpflichtende Schnelltests bei Austrian Airlines

Austrian Airlines führt ohne Rechtsgrundlage ab 12. November ein, dass vor dem Abflug verpflichtend ein Antigen-Schnelltest absolviert werden muss. Vorerst ist dies auf die Kurse OS171/172 (Wien-Hamburg-Wien) beschränkt. Ein negatives Ergebnis ersetzt jedoch nicht einen ab 8. November 2020 zur Verkürzung der deutschen Zwangsquarantäne erforderlichen negativen PCR-Befund. „All jene Flüge, welche als sogenannte „Covid-19 Tested Flights“ geführt sind, sind auf der Austrian Website entsprechend gekennzeichnet und somit für den Fluggast bereits bei der Buchung erkenntlich. Zusätzlich werden die Fluggäste vor Abflug via Preflight E-Mail und Check-in Einladung informiert. Zum aktuellen Zeitpunkt ersetzt der Antigen-Schnelltest die behördlich vorgeschriebenen PCR-Tests nicht. Passagiere müssen also weiterhin die lokalen Einreiseregularien beachten“, schreibt die AUA in einer Aussendung. Zunächst sollen Flüge von/nach Hamburg betroffen sein. Die Flughafen Wien AG und Austrian Airlines AG stellten erst vor wenigen Tagen die Schnelltest-Station im Terminal 3 des Wiener Flughafens vor. Genutzt wurde diese bislang ausgesprochen selten, wie Lokalaugenscheine von Aviation Direct zeigten. Die Airline schwieg sich von Anfang an darüber aus welche Flüge für die Schnelltests ausgewählt werden. Jedenfalls soll diese erste Testphase noch bis zum 8. November 2020 laufen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, falls der gebuchte AUA-Flug überhaupt für Pilotphase ausgewählt wurde. Der zweite Schritt startet am 12. November 2020 auf der Strecke Wien-Hamburg-Wien. Dann soll die Teilnahme verpflichtend, aber weiterhin kostenfrei sein. Der Carrier bewegt sich mit dieser Ankündigung aus juristischer Sicht auf dünnem Eis, denn die Beförderung an ein Testergebnis für ein medizinisches Verfahren, das noch keine Zulassung hat, zu knüpfen, könnte ein

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SkyWork-Konkurs: Mitarbeiter-Forderungen gedeckt

In Sachen des Konkursverfahrens der ehemaligen Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines liegt nun der Kollokationsplan beim Konkursamt Bern-Mittelland auf. Rund 1.000 Gläubiger haben Forderungen in der Höhe von 26,4 Millionen Schweizer Franken angemeldet. Davon wurden 17,5 Millionen Schweizer Franken abgewiesen. Zugelassen wurden rund 18,9 Millionen Schweizer Franken. Eine Forderung in der Höhe von zehn Millionen Schweizer Franken wurde in der dritten Klasse abgewiesen, aber als so genannte Nachrangforderung zugelassen. In der ersten und zweiten Klasse wurden 1,8 Millionen Schweizer Franken anerkannt. Auf die dritte Klasse entfallen 7,1 Millionen Schweizer Franken. Die Verwertung von Vermögenswerten der SkyWork Airlines AG brachten laut Konkursamt Bern-Mittelland – nach Abzug aller Kosten – rund 2,36 Millionen Schweizer Franken ein. Das hat zur Folge, dass die Gläubiger der Klassen eins und zwei mit einer vollen Deckung rechnen können. Für die Klasse drei wird sich die Quote aus heutiger Sicht auf sieben Prozent belaufen.

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Wizzair: Bislang 243,1 Millionen Euro Verlust eingeflogen

Die Wizzair Group flog in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 einen Verlust in der Höhe von 243,1 Millionen Euro ein. Davon entfallen 135,1 Millionen Euro auf das erste Quartal. Der Umsatz sank um 71,8 Prozent auf 471,2 Millionen Euro. Rechnerisch stiegen die Kosten pro Sitzplatzkilometer um 34,4 Prozent auf 4,52 Euro. Das Unternehmen beziffert die mit 30. September 2020 zur Verfügung stehenden Finanzmittel mit rund 1,55 Milliarden Euro. Wizzair geht davon aus, dass bis zum Ende des Geschäftsjahres rund 70 Millionen Euro pro Monat verbrannt werden. Man erwartet einen schwierigen Winter für die gesamte Branche, sieht sich allerdings aufgrund vieler kurzfristiger Anpassungen im Streckennetz gut aufgestellt. Eine Prognose für das Jahresergebnis will man nicht angeben, hofft jedoch im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone fliegen zu können. „Wizz Air hat die Branche im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich übertroffen: Wir haben 5,8 Millionen Passagiere mit einem Auslastungsgrad von 66 Prozent und 72 Prozent unserer Kapazität für 2019 befördert, vor dem Hintergrund sich ständig ändernder Reisebeschränkungen in allen unseren Märkten. Unsere Nebeneinnahmen steigen weiterhin pro Passagier, was auf eine robuste Leistung unserer Kernprodukte zurückzuführen ist. Gleichzeitig ermöglichte uns unser diszipliniertes Kostenmanagement, unsere bilanzierte Anlagebilanz mit einem Gesamtguthaben von 1,6 Mrd. EUR aufrechtzuerhalten“, erklärt Konzernchef Jozsef Varadi. „Während der Winterperiode erwarten wir, dass die Bedingungen mit anhaltenden Reisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 sowie dem saisonalen Rückgang der Nachfrage nach Reisen besonders schwierig sind. Wir werden uns weiterhin auf das Kostenmanagement konzentrieren und uns bemühen, das Cash-positive Fliegen mit einem disziplinierten Kapazitätsansatz

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