Jan Gruber

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Jan Gruber

Salzburg: Eurowings streicht das Deutschland-Angebot zusammen

Eigentlich wollte Eurowings im Winterflugplan 2020/21 wieder alle Deutschland-Strecken ab Salzburg bedienen. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Sachen der Corona-Pandemie kommt es jedoch ganz anders: Vorläufig wird das Angebot äußerst stark reduziert, was insbesondere auch der bevorstehenden Zwangsquarantäne, die Deutschland ab 8. November 2020 einführen will, geschuldet sein dürfte. Düsseldorf wird in den ersten beiden November-Wochen nur an den Verkehrstagen Montag und Freitag angeflogen. Die Verbindung nach Köln/Bonn wird nicht – wie ursprünglich angekündigt – am 1. November 2020 reaktiviert, sondern wurde vorläufig auf den 16. November 2020 verschoben. Derzeit sind vier Umläufe pro Woche buchbar. Die Destination Hamburg wird vorläufig ausgesetzt und soll ab 13. November 2020 – in reduziertem Umfang – wieder angeboten werden. Die Berlin-Strecke wird am 2. November 2020 letztmalig nach Tegel bedient. Zum BER wird Eurowings ab Salzburg nach aktuellem Stand jedoch erst ab 16. November 2020 fliegen. Das „Streichkonzert“ in Salzburg kommt wenig überraschend, denn die Lufthansa-Tochter kürzte bereits vor einigen Wochen das Deutschland-Angebot ab Wien drastisch. Der Passagierrückgang, der aufgrund der deutschen Reisewarnung entstanden ist, ist enorm. Mit der Einführung der deutschen „Zwangsquarantäne“ ist mit weiteren Kürzungen seitens der Airlines zu rechnen.

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Graz: KLM und AUA fahren die Frequenzen zurück

Aufgrund der seitens Deutschlands auch auf die Steiermark ausgedehnten Reisewarnung wird Austrian Airlines ab Graz die erst im Oktober reaktivierten Verbindungen nach Düsseldorf und Stuttgart kürzen. Deutschland verlangt noch bis zum 7. November 2020 von Personen, die aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten einreisen, dass als Alternative zur 14-tägigen Quarantäne ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorliegen muss. In der Praxis wird dies jedoch nur sehr selten kontrolliert, da auf der so genannten Aussteigekarte die entsprechende Frage lediglich mit ja oder nein zu beantworten ist. Mit 8. November 2020 sollen sowohl ein elektronisches Einreisesystem als auch eine Zwangsquarantäne eingeführt werden. Ein vorhandener negativer PCR-Test verkürzt dann lediglich die Quarantäne auf fünf Tage – statt zehn Tage. Austrian Airlines wird die Ziele Stuttgart und Düsseldorf ab Graz per 9. November 2020 nur noch dreimal wöchentlich ansteuern. In die Landeshauptstadt Baden-Württembergs geht es an den Verkehrstagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag. In jene von Nordrhein-Westfalen jeweils am Montag, Donnerstag und Freitag. Der geänderte AUA-Flugplan auf den beiden Routen ist bereits im Reservierungssystem ersichtlich. Nicht nur ab der Steiermark setzt die Lufthansa-Tochter im Österreich-Deutschland-Verkehr den Rotstift an, sondern auch ab der Homebase Wien. Per Anfang November 2020 werden auf fast allen Routen die Frequenzen reduziert als auch kleineres Fluggerät eingesetzt. Beispielsweise wird man Berlin verstärkt mit DHC Dash 8-400 statt Embraer 195 bedienen. Der Mitbewerber KLM kürzt ebenfalls das Angebot ab Österreich. Die Graz-Amsterdam-Strecke, die erst am 25. Oktober 2020 reaktiviert wurde, wird bereits Anfang November 2020 auf vier wöchentliche

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Slowenien und Ukraine setzen Österreich auf die „rote Liste“

In den letzten Tagen haben mit der Ukraine und Slowenien zwei weitere Staaten die Republik Österreich auf die „rote Liste“ gesetzt. Das hat zur Folge, dass die Einreise ohne Quarantäne nur noch unter Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, erfolgen kann. Beide Länder haben jedoch auch eine ganze Reihe von Ausnahmen. Während die Ukraine ganz Österreich zum Risikogebiet erklärte, nimmt Slowenien das Bundesland Kärnten aus. Das österreichische Außenministerium erklärt bezüglich dem südlichen Nachbarland, dass für den Beginn der 48-stündigen Frist das Datum des Befunds und nicht der Zeitpunkt des Abstrichs relevant ist. Nähere Einzelheiten zu den momentanen Einreise- und Quarantänebestimmungen hat das österreichische Außenministerium unter diesem Link zusammengestellt. Weiters ist es ratsam vor einer geplanten Einreise nach Slowenien auch über die Homepages der dortigen Behörden oder aber per E-Mail oder telefonisch bei der Botschaft Informationen einzuholen. Die Ukraine verlangt – unabhängig davon, ob das Abflugland rot oder grün eingestuft ist – eine Versicherungspolizze, die Covid-19-Erkrankungen auf dem Staatsgebiet abdeckt. Grundsätzlich ist die Einreise aus „roten Ländern“ möglich, wenn eine Quarantäne angetreten wird oder aber eine PCR-Testung durchgeführt. Die Vorlage eines negativen PCR-Befunds, der nicht älter als 48 Stunden ist, entbindet von der Quarantäne und der Verpflichtung die lokale Anti-Corona-App zu installieren. Das österreichische Außenministerium hat unter diesem Link Informationen bereitgestellt. Im Detail informiert die Ukraine unter diesem Link in verschiedenen Sprachen über die Einreisbestimmungen, Ausnahmen und bietet auch die Möglichkeit an die Versicherung bei verschiedenen Gesellschaften abzuschließen. Aviation Direct berichtete vor einigen Tagen über

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Eurowings reaktiviert die Kanaren-Strecken

Die Lufthansa-Tochter Eurowings kündigt anlässlich der Aufhebung der deutschen Reisewarnung einen Sonderflug von Düsseldorf nach Teneriffa an. Dieser soll am 1. November 2020 durchgeführt werden. Das reguläre Kanaren-Programm soll ebenfalls reaktiviert werden. Der Carrier wird ab 7. November 2020 diese spanischen Inseln wieder ab Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn und Stuttgart anfliegen. „Die Entscheidung der Bundesregierung, die Reisewarnung für die Kanaren aufzuheben, ist für den Tourismus ein Lichtblick in schwieriger Zeit. Sie erinnert daran, dass es nicht nur sichere Flugreisen, sondern auch sichere Reiseziele auf dem Globus gibt. Die Kanarischen Inseln gehören jetzt wieder unstrittig dazu. Nach Aufhebung der Reisewarnung bauen wir die Flugkapazitäten nach Lanzarote, Teneriffa, Fuerteventura, La Palma und Gran Canaria jetzt wieder deutlich aus. Dabei agieren wir mit aller gebotenen Vorsicht und unter strenger Einhaltung eines industrieweit führenden Hygienekonzepts – an Bord wie am Boden“, so Geschäftsführer Jens Bischof.

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LG Korneuburg schließt weiteren Level-Europe-Bereich

Bei der insolventen IAG-Tochter Level Europe wurden seit Ende Juli 2020 nur noch die Bereiche „Nominated Persons“ und „Verwaltung“ fortgeführt. Nun ordnete das Landesgericht Korneuburg auch die Schließung des zuletzt genannten Unternehmensbereichs an. Weiters nahm der Masseverwalter bereits im September 2020 einige Veräußerungen vor, die in der Ediktsdatei publiziert wurden. Bei Level Europe wird nach derzeitigem Stand nur noch der Bereich „Nominated Persons“, der zur Aufrechterhaltung von AOC und Betriebsgenehmigung zwingend erforderlich ist, fortgeführt. Die Zulassungen sind weiterhin aufrecht, denn die Käufersuche läuft noch.

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Brunner beruft „Runden Tisch“ zu Sozialstandards an Flughäfen ein

Im Verkehrsausschuss des Nationalrats wurde am Donnerstag ein Antrag, den die Flughafen Wien AG gestellt hat, diskutiert. Das Unternehmen beabsichtigt die Entgelte für Starts und Landungen im Jahr 2020 nachträglich auf Null abzusenken. So will man die gebeutelten Fluggesellschaften unterstützen. Die in Wien tätigen Airlines begrüßen das Vorhaben zwar, würden sich aber eher wünschen kostenloses Handling zu bekommen, da dies der größere Kostenblock ist. Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) berichtete im Ausschuss, dass ursprünglich im Nutzerausschuss eine reine Inflationsanpassung beschlossen wurde. Der Antrag der Flughafen Wien AG, der gemäß Flughafenentgeltegesetz notwendig ist, wurde nachträglich aufgrund der Corona-Pandemie eingebracht. Dieser sieht vor die Landegebühren auf Null abzusenken. Ein Abgeordneter der Grünen erkundigte sich für wen das Flughafenentgeltegesetz eigentlich gilt und Brunner erläuterte wie folgt: Es ist auf Airports anzuwenden, die internationalen Luftverkehr betreiben und mehr als 100.000 Passagiere pro Jahr haben. Derzeit trifft dies auf Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt zu. SPÖ-Abgeordneter Stöger brachte ein, dass der Bund momentan keine Möglichkeit habe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen regulierend tätig zu werden und dies bei einer Novellierung im Gesetz berücksichtigt werden muss. Brunner kündigte in diesem Zusammenhang einen „runden Tisch“ zu Sozialstandards an Flughäfen an. Dieser wäre bereits geplant.

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Wizzair expandiert inneritalienisch

Der ungarische Billigflieger Wizzair setzt verstärkt auf Strecken innerhalb Italiens. In Bari wird am 20. Dezember 2020 eine neue Basis eröffnet. Vorerst wird ein Airbus A321 vor Ort stationiert. Der Carrier ist bereits mit 16 Routen präsent. Nun sollen sieben Domestic-Strecken aufgenommen werden. „Die heutige Ankündigung unterstreicht unser Engagement in Italien und die Stärke des Geschäftsmodells von Wizz Air, da wir unsere Präsenz in dieser für die Branche schwierigen Zeit weiter ausbauen. Die Gründung unserer dritten Basis in Italien mit einem hochmodernen Flugzeug unterstreicht die Bedeutung des italienischen Marktes für unseren Betrieb. Wir freuen uns über die Einführung neuer inneritalienischer Niedrigpreis-Routen – drei von Bari aus, drei von Mailand Malpensa aus und eine verbindet Verona und Catania. Da wir uns an die höchsten Standards unserer Hygieneprotokolle halten, sind wir zuversichtlich, dass die attraktiven Tarife und das großartige Streckennetz von Wizz Air das Reisen für immer mehr Passagiere in Italien erschwinglich machen wird“, so George Michalopoulos, Chief Commercial Officer bei Wizzair. Der Billigflieger kündigt drei neue Strecken von Bari nach Bologna, Turin und Verona, drei neue Strecken von Mailand-Malpensa nach Neapel, Brindisi, Lamezia Terme und eine neue Strecke, von Catania nach Verona an. Die Frequenz der Strecke Bari-Mailand Malpensa wird von sieben auf elf Flüge pro Woche erhöht. „Die heutige Vereinbarung mit Wizz Air besiegelt eine Zusammenarbeit, die 2009 begann und sich im Einklang mit der Strategie von AdP entwickelte, die Märkte zu erweitern, mit besonderem Bezug auf die aufstrebenden Märkte Osteuropas, sowie das Angebot eines Teils der internationalen und Billigfluggesellschaften

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Air Transat schließt Vancouver und baut Personal ab

Noch vor der beabsichtigten Übernahme durch Air Canada macht Air Transat die Basis Vancouver dicht. Betroffen sind 177 von 335 noch verbliebenen Flugbegleitern. Vormals hatte der Carrier an diesem Standort über 2.000 Mitarbeiter, jedoch wurde während der Corona-Pandemie stark abgebaut. Den Besatzungen wurde nach Angaben der Gewerkschaft CUPE mitgeteilt, dass es sich um temporäre Kündigungen handeln soll. Aufgrund der Schließung der Station zweifeln die Arbeitnehmer an dieser Darstellung heftig. Die von der Gewerkschaft und Air Transat kommunizierten Zahlen gehen jedoch auseinander: Das Unternehmen spricht gar von 128 Mitarbeitern, die vergangene Woche informiert wurden. Es wird betont, dass es sich um vorrübergehende Kündigungen handeln soll. Air Transat baute während der Corona-Pandemie stark ab. Das Unternehmen beschäftigte noch im Feber 2020 etwa 5.100 Mitarbeiter. Mittlerweile ist man offiziellen Angaben nach nur noch bei etwa 1.700 Beschäftigten, Tendenz sinkend. Air Canada hält an der geplanten Übernahme fest, wird jedoch nur in etwa die Hälfte pro Aktie bezahlen.

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American Airlines weiterhin tiefrot

Das Oneworld-Mitglied American Airlines steckt weiterhin tief in der Verlustzone. Im dritten Quartal 2020 schrieb der Konzern einen Verlust in der Höhe von 2,4 Milliarden U.S.-Dollar. Der Vorjahreszeitraum wies einen Gewinn von 425 Millionen U.S.-Dollar aus. Sollte die Regierung nicht weitere Hilfsgelder locker machen, so droht ein drastischer Stellenabbau. Die Geschäftsführung von American Airlines und die zuständigen Gewerkschaften fordern von der Trump-Regierung, dass diese das Ende September 2020 ausgelaufene Unterstützungsprogramm wiederaufnimmt bzw. verlängert. Andernfalls droht tausenden Mitarbeitern die Kündigung. Eigenen Angaben nach befinden sich 20.000 Menschen auf freiwilligem unbezahlten Urlaub oder aber haben selbst gekündigt. Weitere 19.000 Mitarbeiter schickte American Airlines am 1. Oktober 2020 in so genannten Zwangsurlaub. Im Zuge der Inanspruchnahme Darlehen aus dem staatlichen Fonds, der mit 25 Milliarden U.S.-Dollar gefüllt wurde, waren Kündigungen bis Ende September 2020 ausgeschlossen. Dieser Schutz für die Beschäftigten ist nun weggefallen. Gefordert werden weitere Hilfen, da man andernfalls den momentanen Personalstand nicht mehr halten kann. Die derzeit angebotene Kapazität liegt laut Mitteilung von American Airlines bei etwa 59 Prozent des Vorjahres.

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Green Airlines will mit „Chailair“-Beech 1900D starten

Das deutsche Startup Green Airlines teilte am Donnerstag mit, dass „Chailair Aviation“ (sic!) die angekündigten Flüge zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg übernehmen wird. Beachtlich dabei ist, dass der Name der französischen Airline Chalair Aviation falsch geschrieben wurde und das gleich mehrfach. Würde dieser Schreibfehler nur ein einziges Mal in der Medienmitteilung vorkommen, so wäre klar, dass es sich um einen simplen Tippfehler handelt. Da jedoch sowohl in der Betreffszeile und in der Überschrift sowie im Fließtext wiederholt „Chailair“ statt „Chalair“ geschrieben wird, entsteht doch ein wenig der Eindruck, dass man den korrekten Namen des Vertragspartners nicht kennt. Air Alsie erteilte dem Projekt aus nicht näher bezeichneten Gründen eine Abfuhr. Kurz darauf entfernte Green Airlines sämtliche Fotos und Logos, die auf den dänischen Carrier hindeuten, von der Homepage. Statt der angekündigten ATR 72-500 sind nun 19-sitzige Beech 1900D im Reservierungssystem von Green Airlines ersichtlich. Am Donnerstagnachmittag war auf dem Erstflug nur ein einziger Sitzplatz als blockiert gekennzeichnet. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gab am Donnerstag eine Medienmitteilung zum bevorstehenden Winterflugplan 2020/21 heraus. Green Airlines erwähnte der FKB überhaupt nicht. Auch auf der Homepage und im Flugplan des Airports findet sich kein einziger Hinweis auf das geplante Angebot. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden erklärte erst kürzlich, dass die Flüge noch gar nicht angemeldet wurden.

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