Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Athen-Ellinikon: Einst Tor zur Welt, nun Abriss-Lost-Place

Seit 2001 ist der Airport geschlossen, doch beispielsweise ist das Ostterminal von außen her völlig legal zugänglich. Es gibt keine Absperrgitter oder Zäune. Lediglich ein Wachmann ist rund um die Ohr vor Ort, um weiteren Vandalismus verhindern zu können. Übrigens: Eine weitere „Mülldeponie“ scheint die ehemalige Tankstelle zu sein. Dort findet sich so ziemlich alles, das in Haushalten an Sperrmüll anfallen kann. Während das Flair, das man am Westterminal wahrnehmen kann, faktisch nur noch aus einem Parkplatz, einem riesigen Berg Bauschutt und einer Beschilderung, die auf Abflüge und Ankünfte hinweist, besteht, gibt es im Osten wesentlich mehr zu sehen. Je nach Position hat man einen guten oder schlechten Überblick über das Areal. Zwischen den Betonplatten wachsen stellenweise Büsche, kleine Bäume, Gras und viel Ukraut. Die Natur erobert das einstige Flugfeld zurück. Leider auch gepaart mit viel Gerümpel, das hinterlassen wurde oder aber von der Bevölkerung entsorgt wurde. Bauschutt und sonstiger Unrat selbstverständlich eingeschlossen. Das Feeling am Ostterminal ist ein wenig „strange“. Viele Schilder sind mittlerweile sehr blass, jedoch würde es auf den ersten Blick auch als Abfertigungshalle, die in Corona-Pause ist, durchgehen. Je näher man kommt, desto deutlicher wird wie desolat die Gebäude sind. Das Betreten ohne Helm ist sehr gefährlich, sagen die Bediensteten der Eigentümergesellschaft. Es wird ausdrücklich davor gewarnt ohne Genehmigung, Helm und Begleitung durch einen ortskundigen Vertreter des Besitzers in die eingezäunten Bereiche oder Gebäude „einzusteigen“. Man bekommt die Erlaubnis relativ einfach, wenn man danach fragt. Unterlässt man dies aber, so werden die Securities, die omnipräsent sind,

weiterlesen »

WDL vermietet Embraer 190 an Ego Airways

Der deutsche ACMI- und Charteranbieter WDL Aviation konnte einen Regionaljet des Typs Embraer 190 beim italienischen Startup „Ego Airways“ unterbringen. Die D-AZFB befindet sich bereits auf dem Flughafen Malpensa und soll zu einem späteren Zeitpunkt in das italienische Register als I-EGOA umgemeldet werden. Unter Berufung auf einen Firmensprecher berichtet Airliners.de, dass es sich um einen Drylease handelt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Ego Airways die Maschine ohne Personal mietet. Das italienische Unternehmen hat derzeit noch kein AOC. Den Embraer 190 will man ab der Betriebsaufnahme selbst betreiben. Derzeit wird dies für Dezember 2020 angestrebt.

weiterlesen »

Österreich: Mindestabstand in Flugzeugen darf weiterhin unterschritten werden

Am Sonntag, den 25. Oktober 2020 um Mitternacht treten in Österreich die von der Regierung angekündigten Verschärfungen der Coronamaßnahmen in Kraft. So genannte Faceshields und „Kinnvisiere“ sind nach einer zweiwöchigen Übergangsfrist nicht mehr als Ersatz für Masken erlaubt. Neu ist auch, dass Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können, ein Attest mitführen müssen und dies auf Verlangen zum Beispiel der Exekutive vorlegen müssen. Das Gesundheitsministerium stellt in einer Aussendung klar, dass der vorgeschriebene Mindestabstand von einem Meter in Flugzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln unterschritten werden darf. Es wird explizit darauf verwiesen, dass in der Verordnung Maskenpflicht an solchen Orten vorgeschrieben ist. Zwar verlangten so gut wie alle europäischen Flughäfen schon bislang das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Terminals, doch nun ist dies auch in der Verordnung festgehalten und damit vorgeschrieben. Das gilt übrigens auch für U-Bahnstationen, Bahnsteige, Haltestelle und Bahnhöfe sowie deren Verbindungsbauwerke. Neu ist zudem, dass nach der Sperrstunde der Gastronomie alkoholische Getränke im Umkreis von 50 Metern um einen Gastronomiebetrieb nicht konsumiert werden dürfen. Das gilt auch für Tankstellenshops mit Gastronomielizenz sowie für Imbissstände. Die weiteren Vorschriften sind für Reisende nicht wirklich von Bedeutung, jedoch kann bei Interesse die Verordnung unter diesem Link nachgelesen werden.

weiterlesen »

Gläubiger stimmen zu: Condor verlässt den Schutzschirm

Die Gläubiger der Ferienfluggesellschaft Condor gaben für das Verlassen des so genannten Schutzschirmverfahrens grünes Licht. Der Carrier wird eigenen Angaben nach ab 1. Dezember 2020 als eigenständiges und „gesundes Unternehmen“ am Markt tätig sein. Rechtsmittel können gegen die Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Restrukturierungsplan nicht eingelegt werden. „Der Weg ist jetzt frei, dass der 1. Dezember für Condor ein Neustart als gesundes Unternehmen sein wird“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. „Für unsere Kunden und Partner bedeutet dieser Schritt, dass sie sich auch in Zukunft auf Deutschlands beliebtesten Ferienflieger verlassen können. Ich möchte mich im Namen aller Condorianerinnen und Condorianer herzlich bei allen Gläubigern für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen bedanken“. Condor hätte eigentlich im Frühjahr an die polnische PGL Holding, Muttergesellschaft von LOT, verkauft werden sollen. Das Schutzschirmverfahren wurde bereits beendet, jedoch platzte der Deal aufgrund der Corona-Pandemie. Die Bundesrepublik Deutschland setzte als Bedingung für ein neuerliches Darlehen, dass ein zweites Verfahren beantragt wird. Ende August 2020 reichte die Condor-Geschäftsleitung einen neuen Plan beim Amtsgericht Frankfurt ein. Über diesen stimmte die Gläubigerversammlung am Donnerstag positiv ab. Verkauft wurde Condor bislang allerdings nicht. Stattdessen wurde eine Treuhandlösung gewählt, so dass der Carrier aus der insolventen Thomas Cook Group herausgelöst ist und bei nächster Gelegenheit zu einem akzeptablen Preis verkauft werden kann. Der Erlös wird den Gläubigern zufließen, weshalb die Anteile derzeit von einem Treuhänder verwaltet werden. Das Verlassen des Schutzschirms bedeutet auch, dass der Sachwalter abgezogen wird. Seine Tätigkeit ist damit beendet.

weiterlesen »

Niederlande und Deutschland decken Österreich mit Reisewarnungen ein

Die Niederlande und Deutschland dehnen ihre Reisewarnungen und damit verbundene Quarantänepflichten auf weitere Bundesländer Österreichs aus. Die Bundesrepublik betrachtet nun ganz Österreich, mit Ausnahme von Kärnten, aus Risikogebiet. Die Niederlande haben zusätzlich auch die Steiermark und das Burgenland ausgenommen. Das gegenseitige Eindecken mit Reisewarnungen und Quarantänepflichten reißt nicht ab, denn auch Malta setzte Österreich auf die „Amber List“. Schwerwiegender dürfte aber die deutsche Schikane sein, denn Bayern will von Pendlern künftig einmal pro Woche einen negativen PCR-Test vorgelegt haben, der auf eine Kosten erlangt werden muss. Deutschland ermöglicht noch bis inklusive 7. November 2020 das Umgehen der Quarantäne durch die Vorlage einer negativen PCR-Testung, die nicht älter als 48 Stunden sein darf. Danach verkürzt diese lediglich die Absonderung auf fünf Tage. Das Vorgehen der Bundesrepublik wird von Fluggesellschaften, Airports und Unternehmerverbänden heftig kritisiert, zumal sich das Land, das momentan selbst Rekord-Infektionszahlen verzeichnet, vehement gegen Schnelltests beim Grenzübertritt oder vor dem Abflug stemmt. Die nunmehrige Ausdehnung der Reisewarnung wird unweigerlich zur Folge haben, dass es im Flugverkehr zwischen Österreich und Deutschland zu weiteren Rückgängen kommen wird. Diesmal sind auch alle Bundesländer-Airports betroffen. Noch geben sich die Airlines bedeckt, ob es in Wien oder an anderen heimischen Flughäfen zu weiteren Frequenzrücknahmen oder Streckeneinstellungen kommen wird. Allein die Reisewarnung für Wien hatte für die Luftfahrt fatale Konsequenzen und führte dazu, dass das Angebot massiv reduziert wurde und zahlreiche Routen eingestellt wurden, berichtete Aviation Direct. Betreffend Niederlande verhält es sich nun so, dass die Bundesländer Kärnten, Steiermark und Burgenland gelb eingestuft sind. Weiters gilt

weiterlesen »

Malta setzt Österreich und die Schweiz auf die „Amber List“

Die Republik Malta setzt verschiedene Länder, darunter auch Österreich und die Schweiz, auf die so genannte Amber List. Das hat zur Folge, dass Personen, die auf dem Luftweg über Länder oder Airports, die sich auf dieser Liste befinden, bei der Einreise einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorlegen müssen. Alternativ kann die Testung vor Ort vorgenommen werden, jedoch riskiert man eine Quarantäne bis das Ergebnis feststeht. Maltas Premierminister Robert Abela kündigte vor ein paar Tagen an, dass eine Umstellung auf verpflichtende Corona-Schnelltests bei der Ankunft geplant ist. Diese würden dann die Amber-List ablösen, jedoch steht noch kein konkreter Termin für den Einsatz fest. Bis dahin wird Reisenden, die ab/nach Luqa fliegen dringend geraten die beiderseitigen Einreise- und Quarantänebestimmungen im Auge zu behalten. Auf der Amber List, die in dieser Form am Freitag in Kraft tritt, befinden sich nun folgende Länder: Österreich Schweiz Belgien (neu: alle Flughäfen) Bulgarien Tschechien Frankreich (nur Pariser Flughäfen und Marseille) Ungarn Irland Niederlande Polen (nur Danzig und Krakau) Portugal (nur Porto) Spanien (nur Madrid, Girona und Barcelona) Schweiz (neu: alle Flughäfen) Tunesien Vereinigtes Königreich (nur Belfast, Cardiff, Leeds, Liverpool, Manchester and Newcastle)

weiterlesen »

Memmingen: Ryanair setzt viele Strecken aus

Rückschlag für den Flughafen Memmingen: Ryanair wird die für den bevorstehenden Winterflugplan 2020/21 angekündigten Strecken nach Gymri (Armenien) und Lappeenranta (Finnland) vorerst nicht aufnehmen. Neuer Termin: Sommerflugplan 2021. Auch sonst dünnt der irische Lowcoster am Allgäu-Airport aufgrund der schwachen Nachfrage, unter der momentan die gesamte Branche leidet, stark aus. Laut Mitteilung des Flughafens Memmingen pausieren folgende Routen bis auf weiteres: Dublin, Tel Aviv, Amman, Faro, Marrakesch sowie Kutaissi, Banja Luka, Lviv und Ohrid.

weiterlesen »

Green Airlines will nun mit Chalair fliegen

Statt der dänischen Air Alsie soll nun die französische Chalair für das Startup Green Airlines zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg fliegen. Dies teilte das Unternehmen über die Social-Media-Plattform Facebook mit. Im Reservierungssystem fanden sich am Montag noch immer Air-Alsie-Flugnummern. Der dänische Carrier stellte vor einigen Tagen klar, dass man mit Green Airlines keinen Vertrag abgeschlossen hat. Kurz darauf entfernte das Start-Up sämtliche Air-Alsie-Fotos und –Logos von der Homepage. Nun sind Abbildungen von Maschinen der französischen Chalair zu sehen. Auch ist nicht mehr die Rede von ATR 72-500, sondern von ATR 42-500 und Beech 1900D. Chalair verfügt über zwei ATR72-500, drei ATR 42-500 und eine ATR 42-300. Weiters besteht die Flotte aus acht Beech 1900D, die jedoch seit einiger Zeit nicht mehr zum Einsatz gekommen sind. Green Airlines erklärte, dass die die neuen Flugnummern ab 22. Oktober 2020 im Reservierungssystem sichtbar sein werden. Sofern die Sitzplatzauswahl korrekte Werte anzeigt, scheint die Buchungslage äußerst schwach zu sein.

weiterlesen »

Die „Lockdown-Welle“ ist im Anmarsch

In Europa bringt eine neuerliche „Lockdown-Welle“ die Luftfahrt und Touristik stark unter Druck. Die Branche blickt mit großer Sorge auf Irland, das als erstes EU-Land neuerlich diesen Zustand ausgerufen hat. Die Tschechische Republik verkündete ebenfalls den Lockdown in der Slowakei entscheidet die Regierung am Donnerstag darüber, ob das Land wieder „abgeriegelt“ wird. In anderen europäischen Ländern, darunter auch Österreich und Deutschland, wurden einzelne Städte und/oder Bezirke unter Quarantäne gestellt. Insbesondere in den beiden genannten Staaten steht jedoch die regelrechte Drohung „zweiter Lockdown“ deutlich im Raum. Dieser hätte fatale Auswirkungen auf die Wirtschaft und je mehr Länder sich dieser neuerlichen Maßnahme anschließen, desto schwieriger wird es für die Fluggesellschaften. Es ist daher gar nicht auszuschließen, dass bei „europaweiten Lockdowns“ die eine oder andere Fluggesellschaft erneut den Flugbetrieb einstellen müssen. Die Ausgangslage ist nämlich mit jener vom März durchaus vergleichbar, denn bereits vor den harten Maßnahmen kursierte mit dem Blick auf die Entwicklung in Italien die Angst, so dass viele Passagiere ihre gebuchten Flüge gar nicht angetreten haben. So passierte es insbesondere bei Billigfliegern, dass nahezu ausgebuchte Maschinen mit nur einer wenigen Fluggästen besetzt waren, weil der Rest erst gar nicht zum Airport angereist ist. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Die Tickets der „No-Shows“ waren damals bezahlt und außer den Taxen, die nur die wenigsten Passagiere tatsächlich rückfordern, gibt es in den meisten Tarifen nichts zurück. Die Airline kann ja nichts dafür, dass der Reisende einfach nicht erschienen ist. Insbesondere Lauda dürfte sich mit den „No-Shows“ sogar ganz ordentlich Geld gespart

weiterlesen »

Griechenland will Schnelltests auf EU-Ebene vorantreiben

Griechenland ergreift in Sachen Corona-Schnelltests im Luftverkehr zur Erleichterung der Einreise- und Quarantänebestimmungen die Initiative. Tourismusminister Harry Theoharis berief dazu einen virtuellen „runden Tisch“ ein. Der Politiker stellte dabei verschiedene Möglichkeiten, die eine Implementierung der Antigen-Tests vorsehen, vor und betonte, dass diese künftig die Grundlage für die europäischen Reiseprotokolle sein müssen. Bei Umsetzung würde es der Reise- und Verkehrsbranche massiv helfen. Mit einer allgemeinen Erholung des Sektors rechnet Theoharis nicht vor 2022. Angekündigt hat der griechische Minister auch, dass er das Thema auf EU-Ebene vorantreiben will. Notwendig ist, dass die EU-Staaten sich auf solches Verfahren einigen. Europas Fluggesellschaften üben zunehmenden Druck aus, jedoch verhalten sich Länder wie Deutschland eher ablehnend. Diese wollen die Schnelltest in Altersheimen einsetzen. Die dortige Politik will mit 8. November 2020 eine Zwangsquarantäne für Personen, die aus Risikogebieten einreisen, einführen. Mittlerweile erklärte das Robert-Koch-Institut fast ganz Europe und große Teile Deutschlands zum Risikogebiet.

weiterlesen »