Jan Gruber

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Jan Gruber

Etihad will raus bei Air Serbia und schafft erste Fakten

Air Serbia ist die einzige Beteiligung, an der Etihad Airways bislang noch festgehalten hat. Das könnte sich jedoch ändern, denn der Golfcarrier stellt den Verkehr zwischen Abu Dhabi und Belgrad ein. Auch wird das Codesharing mit dem serbischen Carrier, an dem man 49 Prozent hält, gekündigt. Lokale Medien schreiben, dass dies der Anfang vom Ende der Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen sein könnte. Im Reservierungssystem finden sich zahlreiche Anhaltspunkte dafür, denn Etihad Airways beendete bereits den Verkauf von Verbindungen mit Air-Serbia-Flugsegmenten. Offenbar geht es ums Geld, denn laut lokalen Medienberichten soll sich der Golfcarrier als 49-Prozent-Gesellschafter strikt weigern sich an den Verlusten, die durch die Coronakrise entstanden sind, zu beteiligen. Die Regierung fasst nun ins Auge den Carrier im Rahmen einer Staatshilfe vollständig zu übernehmen. Der Staat ist mit einem Anteil von 51 Prozent Mehrheitseigentümer. Während die serbische Regierung über die Zukunftspläne äußerst gesprächig ist und betont, dass man Air Serbia rekapitalisieren wird und am Unternehmen festhalten wird, schweigt sich Etihad komplett aus. Anfragen werden nicht oder nur mit „kein Kommentar“ beantwortet. Die Staatführung scheint jedoch das Thema Etihad abgehakt zu haben, denn man bekräftigte wiederholt öffentlich, dass man auch ohne den Golfcarrier weitermachen wird und sich gegebenenfalls andere „strategische Partner suchen wird, jedoch weiterhin die Mehrheit behalten wird“. Ob Etihad komplett aussteigt oder nur die Beteiligung reduzieren wird, ist noch offen. Jedenfalls schafft der Staatscarrier des Emirats Abu Dhabi nach und nach Fakten, denn man lehnte die Verlängerung eines Darlehens ab und pochte auf die Rückzahlung, was letztlich mit

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AOC und Betriebsgenehmigung von Level Europe sowie Laudamotion weiterhin gültig

Die österreichische Fluggesellschaft Level Europe ist schon seit einigen Monaten nicht mehr in der Luft und musste zwischenzeitlich auch Konkurs anmelden. Der Mitbewerber Laudamotion stellte im Oktober 2020 freiwillig den Flugbetrieb ein. Bei beiden Carriern sind die Zertifikate weiterhin aufrecht, bestätigte das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie schriftlich gegenüber Aviation Direct. Auf dem AOC der Level Europe GmbH ist mit Stand 14. Dezember 2020 weiterhin der Airbus A321 mit der Kennung OE-LCF eingetragen. Das wird sich jedoch bald ändern, denn die Maschine soll als EC-NLZ bei Konzernschwester Vueling in Dienst gestellt werden. Dem Vernehmen nach laufen weiterhin Verhandlungen möglichen Interessenten, die die in die Pleite geflogene IAG-Tochter aus dem Konkurs heraus übernehmen könnten. Die Kanzlei des Masseverwalters wollte hierzu jedoch unter Verweis auf laufende Gespräche nichts sagen. Die Laudamotion GmbH hat für Ryanair als operative Fluggesellschaft ausgedient und wurde bereits durch den maltesischen Nachfolger Lauda Europe Ltd. „ersetzt“. Mit Stand 14. Dezember 2020 sind auf dem AOC noch die Airbus A320 mit den Kennungen OE-IHL und OE-LOO. Die beiden Maschinen sind abgestellt und ob sie nach Malta umgemeldet werden oder an den jeweiligen Leasinggeber zurückgegeben werden, ist unklar, da Ryanair diese Frage nicht beantwortet hat. Bezüglich der Zertifikate der beiden Fluggesellschaften schreibt das für die Aufsicht zuständige BMK formell an Aviation Direct: „Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Abteilung BMK – IV/L4 (Safety-Management und Flugsicherung) nimmt Bezug auf Ihre Anfrage vom 23.11.2020 betreffend der Luftfahrtunternehmen „ Laudamotion GmbH“ und „Level Europe (vormals

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Frankreich: Corsair erhält 80-Millionen-Euro-Kredit

Die französische Fluggesellschaft Corsair International erhält ein staatlich besichertes Darlehen in der Höhe von 80 Millionen Euro. Dies wurde im Amtsblatt der Republik Frankreich publiziert. Das Rettungspaket, an dem sich auch private Investoren beteiligen, ist insgesamt 297 Millionen Euro schwer. Minderheitsgesellschafter Tui steuert ebenfalls Finanzmittel bei. Der Staat gewährt die Garantie über den „Fonds de Développement Économique et Social“. Die Kreditauszahlung erfolgt über die Bank Natixis. Insgesamt erhält Corsair 141 Millionen Euro. Die Differenz ist ein direkter Zuschuss, den die Regierung gewährt. Im Zuge des Rettungspakts werden Mehrheitseigentümer Intro Aviation und die Tui Gruppe aussteigen. Das Käufer-Konsortium steuert einen größeren Betrag bei. Dem Vernehmen nach leistet die deutsche Intro Aviation – im Gegensatz zur Tui – keinen Beitrag.

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Nach 20 Jahren: 29 Swissair-Manager willigen Vergleich ein

Es ist mehr als 20 Jahre her, doch jetzt werden müssen 29 ehemalige Swissair-Manager 2,7 Millionen Schweizer Franken auf den Tisch legen. Eigentlich forderte Liquidator Karl Wüthrich wesentlich mehr Geld, doch man einigte sich nun auf diesen Vergleich, der noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Gläubiger steht. Die SAirGroup, so der damalige Markenauftritt, verhob sich Ende der 1990er- bzw. Anfang der 2000er-Jahre mit der „Hunter-Strategie“ so massiv, dass letztlich der Konzern finanziell kollabierte. Man wollte eine Luftfahrt-Allianz schaffen und dabei die Carrier mittels Kapitalbeteiligungen an sich binden. Allerdings kaufte man sich bei massiv angeschlagenen Fluggesellschaften wie Sabena, LTU und Austrian Airlines ein. Die Österreicher konnten sich noch rechtzeitig vor dem Kollaps von Swissair lösen und so blieb das Schicksal der meisten Beteiligungen erspart: Sie wurden im Strudel ebenfalls in die Pleite gezogen. Viele ehemalige SAirGroup-Nebenbetriebe wie Swissport, SR Technics, Gategourmet, Nuance und Swissotel gibt es heute noch, allerdings unter neuen Eigentümern. Die Terroranschläge des 11. September 2001 verschärften bei der nunmehr wieder als „Swissair Group“ auftretenden SAirGroup die Lage so massiv, dass kurz darauf das Grounding folgte. Gegen die ehemaligen Manager werden seither schwere Vorwürfe erhoben, jedoch in den meisten Fällen urteilten die Gerichte zu Gunsten der Führungskräfte. Das schließt auch finanzielle Ansprüche, die seitens des Liquidators geltend gemacht wurden ein. Nun willigten insgesamt 29 ehemalige Manager, darunter auch der letzte Konzernchef Mario Corti und ein Vorgänger Philippe Bruggisser einem Vergleich ein. Gegen Zahlung von insgesamt 2,7 Millionen Schweizer Franken wird Würhrich auf weitere Prozesse verzichten und eventuelle Haftungsansprüche werden

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Regierung prüft Liquidation von Montenegro Airlines

Die neue Regierung Montenegros beabsichtigt das Management von Montenegro Airlines auszutauschen und ein Expertenteam einzusetzen, das die finanzielle Lage analysieren soll. Anschließend will man entscheiden, ob finanzielle Unterstützung gewährt wird oder aber die Fluggesellschaft abgewickelt wird. Auch soll analysiert werden, ob Staatshilfe unter Berücksichtigung der Richtlinien der Europäischen Union gewährt werden kann oder ob diese überhaupt notwendig ist. Bis Feber 2020 soll der Vorgang komplett abgeschlossen sein. Zuletzt warnte das amtierende Management davor, dass die Finanzlage so stark angespannt ist, dass man die Löhne nicht mehr ausbezahlen konnte. Die neue Regierung fasst die Abwicklung von Montenegro Airlines als ernsthafte Option ins Auge, denn der Carrier häufte bereits vor der Coronakrise hohe Verluste an. In diesem Szenario soll eine neue staatliche Fluggesellschaft gegründet werden. Diese soll dann mit niedrigeren Kosten und insbesondere ohne Altlasten abheben.

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Nach BA: Anstößige Fotos beschäftigen jetzt auch Swiss

Nach British Airways hat nun auch die Lufthansa-Tochter Swiss ein Problem mit anstößigen Fotos, die in Flugzeugen aufgenommen wurden. Unter dem Pseudonym „Tina on heels“ verbreitet eine Dame entsprechende Lichtbildaufnahmen, die unter anderem ihre Beine zeigen. Sie selbst gibt auf ihrem Social-Media-Profil an, dass sie bei Swiss in der Kabine arbeitet. Die Verbreitung der Bildaufnahmen hat offensichtlich einen monetären Hintergrund, denn zum Preis von 60 Schweizer Franken kann laut der Zeitung Blick ein Jahresabo mit „exklusiven Inhalten“ erworben werden. Worum es sich dabei handeln dürfte, scheint aufgrund der Fotos und Videos, die „Tina on heels“ auf Social-Media-Plattformen verbreitet, ziemlich klar sein. Ähnlich wie beim vergleichbaren Vorfall bei British Airways verschwanden die Profile plötzlich aus dem Internet. Allerdings wurde am Wochenende ein neuer Account unter dem Namen „Fly with Tina“ gelauncht. Dieser zeigt laut Blick so ziemlich die gleichen Aufnahmen. Es ist allerdings unklar, ob es sich um die gleiche Person handelt oder ob jemand die Fotos und Videos zuvor heruntergeladen und mit einem anderen Account neu hochgeladen hat. Ob „Tina on heels“ tatsächlich als Flugbegleiterin für die Swiss arbeitet, ist derzeit noch unklar. Bei der Airline ist man nicht glücklich mit der Verbreitung dieser Aufnahmen. Eine Sprecherin kündigt gegenüber der Zeitung Blick an, dass man derzeit nicht weiß, ob die Frau tatsächlich für den Carrier arbeitet. Dies wolle man jedoch intern ermitteln und falls dem so ist das Gespräch mit der Dame suchen.

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Für 35 Euro: Flughafen Wien bietet Antigen-Schnelltests an

Im Health Center des Flughafens Wien-Schwechat werden nun zum Preis von 35 Euro auch Antigen-Schnelltests durchgeführt. Diese werden ergänzend zu den wesentlich teureren PCR-Tests angeboten. Für die Inanspruchnahme des Schnelltests ist keine Terminreservierung notwendig. Nach dem Rachenabstrich soll der Befund binnen kurzer Zeit auf Deutsch und Englisch an den Probanden zugeschickt werden. Manche Länder anerkennen negative Antigen-Tests für die Erlangung von Einreiserleichterungen. Passagiere sollten sich jedoch unbedingt darüber informieren, ob ein negatives Testergebnis zur quarantänefreien Einreise berechtigt. Das ist in vielen Staaten derzeit nämlich nicht der Fall. Weiters ist es wichtig zu eruieren, ob Antigen-Befunde anerkannt werde oder aber ob ausschließlich PCR-Ergebnisse zugelassen sind. PCR-Tests kosten am Flughafen Wien 120 Euro.

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Spanien: Plus Ultra beantragt Staatshilfe

Die spanische Fluggesellschaft Plus Ultra sucht laut lokalem Medienberichten ebenfalls im Staatshilfe an. Der Abtrag wurde an den Staatsfonds Sociedad Estatal de Participaciones Industriales gerichtet. Zuvor baten bereits Air Europa und Evelop Airlines aufgrund der Corona-Pandemie um Unterstützung aus diesem Topf. Die spanische Regierung rief im Juli 2020 diesen Fonds ins Leben, um Unternehmen von strategisch wichtiger Bedeutung Hilfen gewähren zu können. Dotiert ist der Topf mit zehn Milliarden Euro. Lokale Medien kritisieren immer wieder, dass die Verteilung der Mittel äußerst bürokratisch ablaufen soll und die Auszahlung sehr lange dauert. Plus Ultra kündigte bereits im September 2020 an, dass man Staatshilfe beantragen wird. Man fügte jedoch hinzu, dass man hofft nicht diskriminiert zu werden. Der Carrier hat die Befürchtung, dass die Regierung lieber Air Europa und Iberia stützen will. Plus Ultra ist derzeit als ACMI- und Charteranbieter tätig. Aufgrund der Corona-Pandemie führt man seit einigen Monaten auch reine Frachtflüge durch.

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Eurowings rechnet mit 50 Maschinen bis Ostern 2021

Die bevorstehende Zulassung erster Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union macht die Lufthansa-Tochter Eurowings optimistischer. Noch sind die Einreise- und Quarantänebestimmungen äußerst kompliziert, jedoch sieht Firmenchef Jens Bischof Licht am Ende des Tunnels. Derzeit soll die Buchungslage für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr gut sein. Im Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte Bischof, dass etwa 30 Maschinen im Einsatz sein werden. Bis zu den Osterferien soll die Anzahl auf etwa 50 Flugzeuge hochgefahren werden. Für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert der Manager etwa 80 bis 90 Maschinen.

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Air Algérie muss Flottenerneuerung verschieben

Aufgrund der Corona-Pandemie wird Air Algérie wohl länger auf neue Flugzeuge warten müssen. Zwar bekam man im Vorjahr grünes Licht für 30 bis 40 neue Maschinen, doch nun steigt die Regierung wieder auf die Bremse. Grund dafür ist, dass Air Algérie wegen der Pandemie einen Verlust von mehr als 250 Millionen Euro eingeflogen hat. Das von der Regierung eigentlich für die Modernisierung vorgesehene Budget wird also lieber für Stabilisierung und Rettung des Unternehmens verwendet. Auch jene sechs Maschinen, die in der ersten Tranche hätten gekauft werden sollen, wurden auf die lange Bank geschoben. Ob und wann das Projekt wieder angepackt wird, ist noch völlig offen.

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