Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Level Frankreich: OpenSkies kündigt das fliegende Personal

Die französischen Level-Crews teilen nun das Schicksal ihrer Kollegen der österreichischen Level Europe: OpenSkies sprach allen Besatzungen die Kündigung aus. Zuvor war die Suche nach einem Investor, die die ab Paris-Orly tätige IAG-Tochter übernimmt, gescheitert. Laut lokalen Medienberichten wurde Anfang des Monats ein Sozialplan mit den Gewerkschaften vereinbart. Betroffen sind insgesamt 180 OpenSkies-Mitarbeiter. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass sämtlichen Beschäftigten, die dem fliegenden Personal angehören, die Kündigung ausgesprochen wurde. Level war für die IAG ein teures Vergnügen, denn weder in Wien, noch in Amsterdam oder Paris-Orly war man erfolgreich. Die Auslastung der Flüge blieb stark hinter den Erwartungen zurück und folglich verbrannte die International Airlines Group mit OpenSkies (Paris) und Level Europe (Wien) viel Geld. Im Zuge der Corona-Pandemie hat man beide Töchter fallen gelassen. Der österreichische Ableger musste gar Konkurs anmelden. In Barcelona werden die Level-Aktivitäten, durchgeführt von Iberia, fortgesetzt.

weiterlesen »

Spanien: Gewerkschaft wirft Ryanair und Lauda Missbrauch von Kurzarbeit vor

Die spanische Gewerkschaft USO wirft der ehemaligen Fluggesellschaft Laudamotion vor, dass diese das lokale Kurzarbeitsprogramm (ERTE) missbraucht habe. Der Carrier nahm dieses ab März 2020 in Anspruch, soll nach Angaben der Arbeitnehmervertreter jedoch die Bedingungen missachtet haben. In einer Aussendung erhebt USO sogar den mutmaßlichen Betrugsvorwurf, für den die Unschuldsvermutung gilt. „Die Ryanair Group versucht, staatliche Beihilfen zu nutzen, indem sie den Überschuss an Arbeitnehmern in anderen Ländern mit Arbeitslosengeld aus der SEPE subventioniert“, sagen Vertreter des USO-Air-Sektors. „Dieses betrügerische Verhalten trägt zu den früheren Vorwürfen der Arbeitsaufsicht bei, als versucht wurde, Arbeitnehmer, die illegal auf den Stützpunkten der Kanarischen Inseln entlassen wurden, in eine ERTE aufzunehmen, um die Verpflichtung zu vermeiden, die ab dem Zeitpunkt der Entlassung nicht erhaltenen Löhne zu zahlen (Löhne von Verarbeitung) im Januar 2020“. Nach Angaben der Gewerkschaft können Unternehmen in Spanien aufgrund des so genannten Alarmzustands staatliche Beihilfen in Anspruch nehmen. Das Programm nennt sich Expediente de Regulación Temporal de Empleo (ERTE) und beinhaltet, dass die Beschäftigten Arbeitslosengeld in der Höhe von etwa 900 Euro erhalten und die Sozialversicherungsbeiträge vom Staat übernommen werden. Darüber hinaus können Unternehmen, die diese Beihilfe in Anspruch nehmen, keine neuen Arbeitnehmer einstellen, denn wenn sie neue Arbeitnehmer einstellen, bedeutet dies, dass sie den Beschäftigten, die von ihrem Arbeitsplatz (in ERTE) suspendiert wurden, mehr Arbeit geben könnten, anstatt neue Arbeitnehmer einzustellen. „Was Lauda getan hat, ist die Mitarbeiter von Palma in teilweiser Vertragsaussetzung (bei ERTE) zu halten, während man im Sommer Arbeiter aus Deutschland und Österreich holt, anstatt die Arbeitszeit

weiterlesen »

Zu teuer für Ryanair: Keine Boeing 737 Max für Wien

Die Ryanair Group erteilt Branchengerüchten, dass in Wien im Laufe des Jahres 2021 Maschinen des Typs Boeing 737 Max 200 stationiert werden könnten, eine Absage. Die Begründung des Konzerns ist allerdings kurios, denn die Flughafengebühren und die Ticketabgabe sollen zu hoch sein. „Die Ryanair-Gruppe hat derzeit keine Pläne Boeing Max-Flugzeuge am Flughafen Wien zu stationieren, da die Flughafengebühren zu hoch sind und die neu eingeführte (unlogische) Flugsteuer in Höhe von 12 EUR erhoben wird“, so eine Sprecherin gegenüber Aviation.Direct. „Die Kapazitätszuweisung der Ryanair Group wird die effizientesten und kostengünstigsten Flughäfen bevorzugen, die nach drastischen Flottenreduzierungen und Kapazitätskürzungen durch Legacy Airlines – einschließlich der Lufthansa Group – und dem Zusammenbruch vieler anderer Fluggesellschaften in ganz Europa um die Kapazität der Ryanair Group konkurrieren.“

weiterlesen »

B767-Ausflottung: AUA verabschiedet OE-LAT

Mit der OE-LAT wird im März die erste Boeing 767-300ER die Flotte von Austrian Airlines verlassen. Die Maschine wurde zuletzt am 10. Jänner 2021 kommerziell eingesetzt und wird nun für die Übergabe und Überstellung in die Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet. Österreich soll das Langstreckenflugzeug voraussichtlich im März 2021 verlassen. Die OE-LAT wurde im Jahr 1991 an Lauda Air, die von Austrian Airlines Anfang der 2000er-Jahre übernommen wurde, ausgeliefert. Nach dem Kauf der von Niki Lauda gegründeten Airline wurden die Boeing 767-300ER in das AOC der AUA übertragen. Heuer werden drei Maschinen dieses Typs die Flotte verlassen. Nebst der OE-LAT handelt es sich um die OE-LAX und die OE-LAW. Laut AUA sollen die beiden zuletzt genannten Boeing 767-300ER „bis Herbst“ ausgeflottet werden. Mit durchschnittlich 28,5 Jahren gehören die drei B767 zu den ältesten Flugzeugen der Austrian Airlines Flotte. Bis Anfang 2022 werden insgesamt 28 Flugzeuge die Flotte der AUA verlassen haben: Neben den erwähnten drei Boeing 767-300ER werden 18 DHC Dash 8-400 Turboprops sowie sieben A319 Jets ausgeflottet. Zehn der genannten Turboprops haben die Austrian Airlines Flotte bereits verlassen, die acht verbleibenden folgen ab Ende März. Damit wird die Flotte bis Anfang 2022 aus rund 60 Flugzeugen bestehen. Derzeit sind noch acht DHC Dash 8-400 im aktiven Liniendienst.

weiterlesen »

München meldet 76,8 Prozent weniger Passagiere

Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen München musste im Vorjahr das niedrigste Fluggastaufkommen seit der Eröffnung im Jahre 1992 verzeichnen. Der zweitgrößte Airport Deutschlands fertigte rund elf Millionen Passagiere ab. Im direkten Vergleich mit dem Rekordjahr 2019: Ein Rückgang um 76,8 Prozent. Die Anzahl der Starts und Landungen sank im gleichen Zeitraum um mehr als 270.000 auf rund 147.000: Dies ist ein Minus von knapp 65 Prozent. Das Cargoaufkommen – dies beinhaltet den Luftfracht- und Luftpostumschlag – erreichte 2020 in München ein Volumen von rund 151.000 Tonnen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Wie drastisch sich die weltweiten Reiserestriktionen auf die Verkehrsentwicklung am Münchner Luftverkehrsdrehkreuz auswirkten, macht ein Blick auf die Passagierzahlen deutlich: Mit über sechs Millionen Fluggästen wurden in den von der Pandemie noch nicht betroffenen Monaten Januar und Februar mehr Fluggäste verzeichnet als in den darauffolgenden zehn Monaten. Die rund 90 regelmäßig in München verkehrenden Luftverkehrsgesellschaften haben ihr Flugangebot im Jahre 2020 massiv reduziert oder vorübergehend sogar komplett eingestellt. Die München-Zahlen auf einen Blick: Verkehrszahlen 2020 2019 Veränderung Passagieraufkommen       Gewerblicher Verkehr 11.112.773 47.941.348 – 76,8 % Flugbewegungen       Gesamt 146.833 417.138 – 64,8 % Cargoumschlag (in Tonnen)       Luftfracht und Luftpost 150.928 350.058 – 56,9 % davon Luftfrachtumschlag 145.113 331.614 – 56,2 %

weiterlesen »

Österreich: Airline- und Flughafenpersonal steht Testpflicht bevor

Nachdem das von der österreichischen Regierung angedachte „Freitesten“ abgeblasen wurde, soll es nun zu einem so genannten „Reintesten“ kommen. Auch ist geplant, dass sich Bedienstete von Verkehrsbetrieben regelmäßig testen lassen müssen. Dies könnte auch jenes Personal von Airlines und Flughäfen treffen, das Kundenkontakt hat. Die Koalitionsparteien brachten einen Abänderungsantrag ein, der explizit vorsieht, dass Passagiere keinen negativen Testbefund für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel benötigen. Laut Mitteilung der Parlamentsdirektion ist vorgesehen, dass für Berufsgruppen wie Lehrer, Friseure, Beschäftigte in der Gastronomie und im Handel sowie Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben, die mit Passagieren in Kontakt kommen, „kündigt regelmäßige Covid-19-Tests verordnet werden und zwar in jenen Fällen, in denen es zu Kundenkontakt kommt oder regelmäßig ein bestimmter Abstand nicht eingehalten werden kann“. Da auch Flüge als öffentliches Verkehrsmittel betrachtet werden, ist damit zu rechnen, dass sich Flugbegleiter, Schalter- und Boarding-Personal sowie die bei der Sicherheitskontrolle tätigen Mitarbeiter künftig regelmäßig auf Covid-19 testen lassen müssen. Die Angelegenheit hat allerdings einen Haken: Österreich könnte dies nur heimischen Betrieben und Airlines auferlegen, nicht jedoch ausländischen Fluggesellschaften. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass beispielsweise Austrian Airlines, Easyjet Europe, Eurowings Europe und Peoples aufgrund ihrer österreichischen Betriebsgenehmigung zur regelmäßigen Testung ihres Personals mit Kundenkontakt verdonnert werden kann, nicht jedoch ausländische Anbieter wie Buzz, Ryanair, Lauda Europe, Wizzair, Qatar Airways oder Emirates. „Als mögliche Testfrequenz für Beschäftigte wird in den Erläuterungen der Zeitraum von einer Woche genannt. Im Gesetz festgeschrieben ist das jedoch nicht. Wer keinen Test machen will, muss eine FFP2-Maske tragen – diese Alternative gilt allerdings nicht für Alten-,

weiterlesen »

2020 war ein Seuchenjahr für Boeing

Das Jahr 2020 war für Boeing im wahrsten Sinne des Wortes ein Seuchenjahr. Nicht nur, dass man mit dem Debakel um die 737-Max Ärger und Kosten am Hals hatte, musste man 1.000 Bestellungen aus den Büchern streichen. Auch konnte man nur 157 Maschinen an Kunden ausliefern. Der Flugzeugbauer kassierte 650 Stornos und musste weitere Aufträge annullieren, da die Kunden nicht mehr zahlungsfähig sind. Seit der Wiederzulassung der 737-Max konnte Boeing 31 Einheiten an Kunden übergeben. Auch erhielt man einen Großauftrag von Ryanair, doch dieser war im Vorjahr die absolute Ausnahme. Die 737-Max war jedoch nicht das einzige Problemfeld, denn im 777X-Programm ergeben sich weitere Verzögerungen. Diese liegen auch daran, dass Kunden auf die spätere Übergabe der Maschinen drängen. Mit der Erstauslieferung wird derzeit nicht vor 2023 gerechnet. Auch die Dreamliner-Produktion gerät unter Druck: Lokale Medien berichten, dass die Produktion auf South Carolina konzentriert und ab März auf maximal fünf Exemplare pro Monat reduziert werden soll. Boeing konnte am Dienstag – nach längerer Durststrecke – auch wieder Neubestellungen bekanntgeben. Der zur deutschen Post zugehörige Logistiker DHL ordert acht 777F und an Atlas Air konnte man Boeing 747-8 verkaufen.

weiterlesen »

FlyBair bekommt Marketinghilfe aus Spanien

Die virtuelle Fluggesellschaft FlyBair und der spanische Tourismusvermarkter Turespaña arbeiten künftig zusammen. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde im Dezember 2020 unterzeichnet und nun im spanischen Amtsblatt veröffentlicht. Für die Bewerbung spanischer Reiseziele steht ein Budget in der Höhe von 43.000 Schweizer Franken zu Verfügung. Laut amtlicher Mitteilung sollen die Ziele Mallorca, Menorca und Jerez auf dem eidgenössischen Markt beworben werden. Die Kampange soll im März 2021 starten. Dies dürfte auch ein Indiz für die möglichen Destinationen, die die hauseigene Marke des Flughafens Bern-Belp ansteuern könnte, sein. Derzeit sind Flüge nach Palma de Mallorca ab 8. Mai 2021 buchbar.

weiterlesen »

Salzburg: Easyjet will Hamburg und Berlin im Winter 2021/22 reaktivieren

Die Billigfluggesellschaft Easyjet plant im Winterflugplan 2021/22 die Deutschland-Strecken ab Salzburg wiederaufzunehmen. Betroffen sind die Routen nach Hamburg und Berlin-Brandenburg. Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber Aviation Direct. Easyjet schließt nicht aus, dass die Reaktivierung vorgezogen werden könnte und erklärt: „Grundsätzlich überprüfen wir unseren Flugplan fortlaufend mit dem Ziel, diesen mit den sich ändernden Reisebeschränkungen und der Nachfrage in Einklang zu bringen. Wir behalten uns stets vor, unser Flugprogramm flexibel hochzufahren, sollte die Nachfrage vorhanden sein.“ Die Flüge ab Salzburg nach Hamburg und Berlin sind jedenfalls schon für die Winterperiode 2021/22 buchbar.

weiterlesen »

Volotea: Good bye, Boeing 717!

Mit der Ausflottung des Maschinentyps Boeing 717 bei der spanischen Billigfluggesellschaft Volotea endet in Europa eine Ära. Seit einigen Jahren war diese Airline der einzige Operator des noch unter der Regie von McDonnell Douglas entwickelten Mittelstreckenjets. Nun erwartet die heckgetriebenen Jets die Wüste. Mit nur 156 gebauten Exemplaren ist die Boeing 717 schon immer ein seltener Jet gewesen. Ursprünglich wurde dieser als McDonnell Douglas MD-95 entwickelt und nach der Fusion mit Boeing in B717 umbenannt. Es war auch der letzte zivile Maschinentyp der in der traditionsreichen Fabrik in Long Beach hergestellt wurde. In Europa gab es ohnehin nie viele Operator dieses Musters und in den letzten Jahren war die Boeing 717 nur noch bei Volotea anzutreffen. Außerhalb dieses Kontinents gibt es noch Operators in Australien und den Vereinigten Staaten, doch auch dort droht dem Zweistrahler in den nächsten Jahren die Ausflottung. Es ist aber nicht auszuschließen, dass doch die eine oder andere Maschine bei einem auf ACMI-Dienstleistungen spezialisierten Anbieter landen können. Das weiß man nie so genau. Volotea erklärte gegenüber Aviation Direct, dass der letzte kommerzielle Einsatz der verbliebenen sieben Boeing 717 am Sonntag war. Die Maschinen werden nun auf dem Flughafen Venedig für die Rückgabe an die Leasinggeber vorbereitet. Einen genauen Termin gibt es noch nicht, doch der künftige Parkplatz ist fix: Die sieben Boeing 717 sollen in der Mojavewüste auf bessere Zeiten warten. Für Volotea endet damit eine Ära, denn mit diesem Typ wuchs das Unternehmen. Der Nachfolger, Airbus A319, wird bereits seit einiger Zeit eingeflottet.

weiterlesen »