Jan Gruber

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Jan Gruber

Air Astana fliegt wieder in die Nachbarländer

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana fliegt seit 11. September 2020 wieder nach Usbekistan und Kirgisistan. Ab Almaty wird Taschkent einmal pro Woche  bedient. Nach Bischkek geht es an den Verkehrstagen Dienstag und Sonntag. EIngesetzt werden Mittelstreckenjets der A320-Reihe. Auch Frankfurt am Main wird seitens des Carriers wieder angeflogen. Diese Route wird mit Airbus A321LR bedient. Air Astana betont, dass via Almaty gute Verbindungen nach Südkorea bestehen würden.

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Air Canada inkludiert Corona-Versicherung

Das Star-Alliance-Mitglied Air Canada inkludiert ab 17. September 2020 bei allen Neubuchungen eine Covid-19-Versicherung. Das Angebot gilt zunächst bis 31. Oktober 2020 und ist vorläufig nur für Personen, die ihr Ticket in Kanada erwerben, erhältlich. Ob eine Ausrollung auf andere Länder oder eine Fortsetzung der Aktion geplant ist, sagte der Carrier noch nicht. Die Versicherung ist bei allen Buchungen, die im Zeitraum von 17. September bis 31. Oktober 2020 in Kanada getätigt werden inkludiert und derzeit ausdrücklich Bewohnern Kanadas vorbehalten. Die Deckungssummen gibt Air Canada wie folgt an: bis zu 200.000 Kanadische Dollar für Behandlungskosten im Zusammenhang mit Covid-19, bis zu 150 Kanadische Dollar für Quarantänekosten (Unterkunft und Verpflegung), jedoch maximal 300 Kanadische Dollar pro Familie, maximal 14 Tage. Weiters werden bis zu 500 Kanadische Dollar für die RÜckreise ersetzt, wenn es sich um ein Land handelt, das seitens der Regierung mit den Reisewarnstufen drei oder vier belegt ist. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung im Ausland eintritt und der maximale Reisezeitraum bis zum 12. April 2021 eingehalten wird. Versicherer ist Manulife. In Kooperation mit Allianz wird auch ein weiteres Versicherungsprodukt angeboten. Dieses steht auch Passagieren ohne Wohnsitz in Kanada offen. Hierfür ist jedoch eine Prämie an die Assekuranz zu entrichten.

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Rostock träumt von Zukunft als Spaceport

Was sind schon Paris, London, München oder New York gegen den Mond oder gar den Mars? Zu diesem Schluss könnte eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gekommen sein, denn diese stellte fest, dass der Flughafen Rostock-Laage als Weltraumbahnhof geeignet wäre. Es wäre technisch machbar, dass Spaceshuttles, die Flugzeugen ähneln, ab dem Ostsee-Airport eingesetzt werden könnten. Auch für so genannte Trägerflugzeuge wäre Rostock-Laage zumindest grundsätzlich geeignet. Das Vorliegen der Erkenntnisse bedeutet laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks nicht, dass nun ein Weltraumbahnhof an der Ostsee entstehen wird. Man könne diesen Standort lediglich empfehlen, jedoch ob jemals ein Spaceport in Rostock-Laage entstehen wird, ist völlig unklar. Das DLR verweist auch darauf, dass derzeit die gesetzliche Grundlage für Weltraum-Starts ab Deutschland nicht vorhanden ist. RLG-Chefin Dörte Hausmann macht sich dennoch Hoffnungen, dass im Jahr 2023 erstmals ein Trägerflugzeug in Richtung Nordsee abheben könnte.

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22. Oktober 2020 – Tag der Entscheidung für Condor

Das Amtsgericht Darmstadt hat für den 22. Oktober 2020 die Gläubiger der insolventen Ferienfluggesellschaft Condor in das Congress Center der Messe Frankfurt vorgeladen. Auf der Tagesordnung finden sich nur zwei Punkte: Erörterung eines vorgelegten zweiten Insolvenzplans und die Abstimmung über diesen Plan. Eigentlich sollte dieser Termin schon wesentlich früher stattfinden, doch das Gesetz sieht nun mal die persönliche Anwesenheit der zur Abstimmung befugten Personen und Institutionen vor. Aufgrund der Corona-Maßnahmen war dies bislang schlichtweg nicht möglich. Läuft am 22. Oktober 2020 alles planmäßig, so kann Condor das Schutzschirmverfahren verlassen. Einen Käufer hat man allerdings noch nicht und bedient sich daher einer Art “Treuhand-Lösung”. Im Frühjahr war der Verkauf an die Lot-Konzernmutter PGL kurzfristig gescheitert, wobei die Corona-Pandemie die maßgebliche Ursache für den Rückzug der Polen gewesen sein dürfte. Diese haben nun – zumindest vorläufig – kein Interesse mehr. Damit Condor nicht im Strudel der Thomas-Cook-Pleite unter die Räder kommt, wurde im Vorjahr ein so genanntes Schutzschirmverfahren angemeldet. Dabei handelt es sich um eine Sonderform im deutschen Insolvenzverfahren, das insbesondere vor Forderungen und Haftungen gegenüber den Eigentümern schützen soll. Da die Übernahme durch PGL gescheitert ist, wurde im Frühjahr ein “neuer Schutzschirm” angemeldet. Weiters gewährte die Bundesrepublik Deutschland über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein zweites Mal eine Finanzspritze in der Form von staatlich besicherten Darlehen. Der neue Insolvenzplan unterscheidet sich grundlegend vom ersten, denn man hat keinen Käufer. Die Erdsiek Vermögensverwaltung ist bereits offizieller Eigentümer und fungiert als Treuhänder, denn einen weiteren Verkaufsanlauf will Condor erst nach der Corona-Pandemie starten. Momentan

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Blue Air kündigt Wien-Comeback an

Die aufgrund der Coronakrise massiv unter Druck geratene Billigfluggesellschaft Blue Air wird ab Sommerflugplan 2021 wieder zwischen Bukarest und Wien fliegen. Der Carrier wird jedoch zuvor rund um die Weihnachtszeit sieben einzelne Rotationen zwischen den beiden Städten durchführen. Zielgruppe sind in Österreich arbeitende Rumänen, die die Feiertage bei ihren Familien in der Heimat verbringen wollen. Weitere Ziele, die der rumänische Carrier, der sich derzeit in einem Sanierungsverfahren befindet, ab Bukarest wieder anfliegen will, sind Rom-FCO, Madrid, Bologna, Birmingham und Barcelona. Wien soll ab 28. März 2020 an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag im doppelten Tagesrand bedient werden. Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntag ist derzeit eine Rotation geplant. Blue Air betreibt Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737.

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BA-Chef Cruz: „Wir kämpfen ums Überleben“

Wie viele andere Fluggesellschaften auch kämpft die IAG-Tochter British Airways derzeit ums nackte Überleben. Firmenchef Alex Cruz sagte am Mittwoch in einem Untersuchungsausschuss des Unterhauses des Vereinigten Königreichs, dass man besorgt um die weitere Entwicklung der Wintersaison ist. Laut Reuters soll er ebenfalls den Umfang des Geschäfts beziffert haben. Dieser liegt derzeit zwischen 25 und 30 Prozent der regulären Aktivitäten. Man ergreife daher alle möglichen Maßnahmen, “um sicherzustellen, dass wir diesen Winter tatsächlich überstehen können”. Es handle sich um die “schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat”. Laut Cruz kämpfe die von ihm geleitete Fluggesellschaft weiterhin ums Überleben. Seitens der lokalen Politik und insbesondere der Gewerkschaften gab es erhebliche Kritik am Personalabbau. British Airways trennte sich bislang von etwa 13.000 Mitarbeitern und konnte für viele weitere Kürzungen der Gehälter ausverhandeln. Pro Tag würde man einen Verlust in der Höhe von etwa 20 Millionen Pfund-Sterling schreiben und habe daher keine andere Wahl gehabt, so der BA-Chef. Die Aktionäre griffen zuletzt dem Mutterkonzern IAG mit etwa 2,74 Millionen Euro unter die Arme. Das Vereinigte Königreich gewährt nur staatlich besicherte Kredite, jedoch keine umfangreichen, milliardenschweren Rettungspakete wie beispielsweise Deutschland und Frankreich.

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PCR-Schnelltests: Erlösung für Tourismus und Luftverkehr?

Reisebeschränkungen, harte Einreisebestimmungen und zum Teil enorm kurzfristig ausgesprochene Reisewarnungen, die manchmal auch umstritten sind, machen der Flug- und Touristikbranche das Leben schwer. Die Politik setzt ihre Hoffnungen darauf, dass möglichst bald ein Impfstoff verfügbar ist. Allerdings geht dem Sektor so langsam aber sicher die Luft aus, denn der Winter ist traditionell ohnehin eher schwach. Normalerweise verdiente man im Sommer immer einen fetten Polster, mit dem man dann problemlos durch die kalte Jahreszeit gekommen ist. Das war heuer jedoch nicht möglich und neuerliche Reisebeschränkungen und die damit verbundene niedrige Nachfrage könnten nun viele Hotels, Reiseveranstalter, aber auch Fluggesellschaften so richtig in Bedrängnis bringen. Entweder springen die Staaten ein und greifen der leidenden Branche kräftig unter die Flügel oder aber es droht eine Insolvenzwelle. Dadurch werden tausende, wenn nicht hunderttausende Menschen allein in Europa ihre Jobs verlieren. Daher wird der Ruf nach neuen Wegen, um sicheres Reisen und damit auch das Überleben einer ganzen Branche sichern zu können, immer lauter. Momentan ist das Kernproblem, dass viele Staaten zwar die Einreise bei Vorlage eines negativen PCR-Tests erlauben, jedoch dieser beispielsweise in Österreich nur sehr teuer zu bekommen ist. Oftmals benötigt man einen solchen bei der Heimreise gleich nochmals, wodurch sich die Kosten eben summieren. Manche Länder gestatten alternativ den Antritt einer Quarantäne, die bis zu 14 Tage dauert, bei anderen heißt es jedoch: “Du kommst hier nicht rein.” Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, aber auch Hoteliers hoffen nun darauf, dass eine Art Übergangslösung kommt. Dabei denkt man an PCR-Schnelltests, deren Zuverlässigkeit zuletzt seitens der WHO

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Handelsblatt: Tui steht vor einer Kapitalerhöhung

Der von der Coronakrise schwer getroffene Reisekonzern Tui steht offenbar unmittelbar vor eine Kapitalerhöhung. Bereits zweimal griff die Bundesrepublik Deutschland mit milliardenschweren Krediten unter die Arme. Nun will man sich zwischen 700 Millionen und einer Milliarde Euro über die Börse beschaffen. Das Handelsblatt berichtet, dass davon rund 300 Millionen Euro vom russischen Großaktionär Alexej Mordaschow kommen sollen. Bis Ende des Monats will Konzernchef Fritz Joussen die Bedingungen für die Kapitalerhöhung festlegen. Offiziell schweigt die Tui Group, denn den Bericht der Zeitung wollte man nicht kommentieren. Die weiteren Entwicklungen gilt es daher abzuwarten.

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UK: Thomas Cook ist wieder da

Vor rund einem Jahr kollabierte der Thomas-Cook-Konzern. Mehrere Rettungsversuche scheiterten und letztlich gab es auch von der Regierung des Vereinigten Königreichs einen Korb. Nun bahnt sich ein Comeback der Traditionsmarke an und zwar unter dem Dach des chinesischen Konzerns Fosun. Dieser sicherte sich die Rechte am Brand und geht nun als Reiseplattform “Thomas Cook” an den Start. Des Geschäftsmodell beschränkt sich derzeit auf Reisen, die ab dem Vereinigten Königreich ohne Quarantäne angetreten werden können. Ungewöhnlich ist auch die Form der Abrechnung, denn bezahlt werden muss erst nach der Rückkunft aus dem Urlaub. Auch will man kostenfreie Umbuchungen auf andere Ziele ermöglichen. Die Financial Times berichtet, dass derzeit 50 Mitarbeiter beschäftigt werden. Dabei soll es sich überwiegend um ehemalige Thomas-Cook-Angestellte handeln. Kooperationen bestehen offensichtlich mit Easyjet und dem Consolidator Paxport. Weiters sind Hotelmarken des Fonsun-Konzerns im Vertrieb. Die Marke Thomas Cook ist aufgrund der Pleite schwer beschädigt, weshalb es vermutlich schwierig wird mit dieser Vertrauen zu schaffen. Daher fließen die Kundengelder auf ein Treuhandkonto und werden erst nach der Rückkunft des Reisenden an das Unternehmen ausbezahlt. Dadurch will man auch teure Kundengeldabsicherungen umgehen. Laut Financial Times flossen erst kürzlich 6,5 Millionen Euro von Fosun in das Portal. Bei Erfolg soll das Modell auch auf Belgien, Frankreich und die Niederlande ausgedeht werden. In China wird die Marke Thomas Cook bereits für den Verkauf von Inlandsreisen genutzt.

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VC: „Lufthansa will mit der Brechstange in die Touristik“

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit wirft Lufthansa vor, dass diese über den geplanten Ferienflieger Ocean “mit der Brechstange” ins Leisure-Geschäft einsteigen will. Das Konzept ist dabei deutlich an die Funktionsweise der Swiss-Tochter Edelweiss  angelehnt und soll als zweite Produktlinie neben der Lufthansa Classic an den Hubs Frankfurt und München starten. „Die Frage stellt sich schon, ob die Lufthansa mitten in der größten Krise seit dem 11. September so viel Geld in die Hand nehmen muss, um den ohnehin schon angeschlagenen Carriern Condor und Tui Konkurrenz im Touristikgeschäft zu machen. Wir gehen von jahrelangen Anlaufverlusten aus“, so Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. Die Strecken, die demnächst unter der kommerziellen Verantwortung von Ocean fliegen werden, sollen bis dahin von Beschäftigten aus dem Konzern bereedert werden. Dennoch werden die Arbeitsplätze aktuell neu ausgeschrieben. „Die Beschäftigten gelten nicht als gesetzt, sondern müssen sich dann auf ihre eigenen Strecken zu deutlich verschlechterten Bedingungen neu bewerben und dürfen auch nur auf einen befristeten Arbeitsplatz hoffen. Über ein solches Vorgehen kann man nur den Kopf schütteln“, so Wahl weiter. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC: „Ocean soll das Premiumsegment der Touristik von und nach Deutschland bedienen. Premium hat aber seinen Preis – da sollte die Lufthansa sich nicht zu schade sein, die Beschäftigten zu Tarifbedingungen einzustellen.“ Bislang plant der Konzern nicht, die Beschäftigten zu den Tarifbedingungen einzustellen, die für die Passage gelten. „Wir fordern den Konzern auf, die Ocean-GmbH mit uns zu tarifieren“, so Gröls weiter, „ein Unternehmen wie die Lufthansa muss seriös planen. Sollte die Profitabilität

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