Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA-Chef kontert Wizzair, doch es läuft richtig mies

Erst am Montag rühmte sich Wizzair-Chef Jozsef Varadi damit, dass der von ihm geleitete Carrier den Marktanteil in Wien deutlich ausbauen konnte und jener von Austrian Airlines merklich schrumpfte. Deren Chef, Alexis von Hoensbroech, reagierte nun im Gespräch mit dem Kurier und deutete an, dass Wizzair mit leeren Flugzeugen fliegen würde. Konkret sagte er, dem Kurier dass jeder mit leeren Flugzeugen fliegen könne und Austrian Airlines mit Augenmaß fliegen würde. Weiters achte man auf eine gute Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der Flüge. Doch der AUA-Manager wirft dabei ein wenig mit Steinen aus dem Glashaus, denn die Auslastung vieler Austrian-Airlines-Flüge ist derzeit katastrophal schlecht. Das trifft besonders auch den Deutschland-Österreich-Verkehr. Aviation.Direct konnte auf zahlreichen Flügen subjektiv feststellen, dass die häufig eingesetzten DHC Dash 8-400 nichtmal zur Hälfte besetzt sind. Gleichzeitig bietet auch Austrian Airlines vergleichsweise günstige Tickets an, was ein klares Indiz für eine schwache Nachfrage ist. Da Deutschland momentan durchaus konkrete Pläne verfolgt Wien zur Corona-Hochrisikoregion zu erklären, hätte dies zur Folge, dass in Deutschland erstmal Quarantäne angetreten werden muss oder ein negativer PCR-Test quasi als Beilage zur Bordkarte mitgenommen werden muss. Dies könnte sich insbesondere für Austrian Airlines und Eurowings sehr negativ auswirken und der Nachfrage einen weiteren Dämpfer verpassen. Mit kurzfristigen Anpassungen wäre daher zu rechnen. Abgesehen von zwei Textern, die sich seit jeher als regelrechte PR-Schreiber für Austrian Airlines betätigen, stets in der Sorge, dass bei kritischer Berichterstattungen keine Einladungen für Langstrecken-Events in der Business Class kommen könnten, sind sich Medien und Branchenexperten einig, dass die

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KLM kehrt nach Graz zurück

Mit Regionaljets des Typs Embraer 175 wird KLM Cityhopper den Grazer Flughafen ab 25. Oktober 2020 wieder an das Drehkreuz Amsterdam-Schiphol anbinden. Zunächst werden fünf wöchentliche Rotationen angeboten. „Wir freuen uns, ab dem 25.10.2020 wieder unsere Flüge zwischen Graz und Amsterdam anbieten zu können“, erklärt Guido Hackl, Country Sales Manager AirFrance-KLM Austria, Czech Republik & Slovakia. „Die Entscheidung, die Flüge wieder aufzunehmen, ist in enger Abstimmung mit dem Flughafen Graz, den steirischen Reisebüros und der steirischen Wirtschaft erfolgt. Neben der Anbindung an Amsterdam sind auch die zahlreichen Umsteigeverbindungen über Amsterdam Schiphol für Graz und die Steiermark ein wichtiger Faktor. Wir hoffen damit, den Bedürfnissen der Region gerecht zu werden und freuen uns schon darauf, viele Steirer auf unseren Flügen begrüßen zu dürfen.“ „Die Rückkehr der KLM an den Flughafen Graz ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Flughafen Graz“, erklärt Gerhard Widmann, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Diese Strecke in das Drehkreuz Amsterdam dient nicht nur dem Direktverkehr in die Niederlande, sondern verbindet den Flughafen Graz mit vielen weiteren Destinationen im weltweiten Netzwerk der Luftfahrtallianz SkyTeam und stärkt damit weiter den Wirtschafts- und Tourismusstandort Steiermark.“ Die Flugzeiten auf einen Blick: MO, MI, DO, FR, SO KL1895 Amsterdam – Graz 11:50 – 13:35 Uhr loc. MO, MI, DO, FR, SO KL1896 Graz – Amsterdam 14:05 – 15:55 Uhr loc.

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Graz: Austrian Airlines nimmt Düsseldorf und Stuttgart auf

Ab 5. Oktober 2020 wird Austrian Airlines die Nonstop-Verbindungen von Graz nach Düsseldorf und Stuttgart wieder bedienen. Zunächst kommen Turbopropflugzeuge des Typs DHC Dash 8-400 zum Einsatz. Der Flugplan ist gegenüber der Zeit „vor Corona“ allerdings ausgedünnt.  „Die Freude ist groß, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen mit Unternehmen aus dem Automotive Bereich am Grazer Standort Früchte getragen haben und die in diesem Zusammenhang wichtigen Anbindungen an Stuttgart und Düsseldorf wieder gestärkt werden konnten. Das sichert in diesen herausfordernden Zeiten Arbeitsplätze in Graz und erhält unsere Wettbewerbsfähigkeit mit anderen konkurrierenden Regionen aufrecht“, so der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl. Austrian Airlines ist am 22. Juni 2020 nach coronabedingter Flugpause auf den Grazer Airport zurückgekehrt. Nun werden auch Düsseldorf und Stuttgart wiederaufgenommen. „Nach der Wiederherstellung der Anbindungen an die großen Umsteigeflughäfen Wien, Frankfurt und Amsterdam, hatten Düsseldorf und Stuttgart aufgrund ihrer Bedeutung für die steirische Wirtschaft und Industrie, einen besonders hohen Stellenwert für uns“, so Flughafenchef Gerhard Widmann. „Ich bin sehr glücklich, dass wir nach den sehr intensiven Gesprächen mit der AUA sogar gleichzeitig an beide Destinationen wieder angebunden werden!“

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Deutschland: Eurowings reagiert auf Lauda-Rückzug

Bei Eurowings dürften regelrecht die Sektkorken geknallt haben, denn Ryanair wird sich bekanntermaßen vorläufig aus Düsseldorf zurückziehen. Das bedeutet den Verlust zahlreicher Jobs bei der Tochtergesellschaft Lauda. Der Lufthansa-Ableger hingegen kündigt nun an, dass zahlreiche Strecken übernommen werden. Konkret hat Eurowings entschieden, ihr Flugangebot ab Düsseldorf nach Mallorca, Ibiza, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Málaga, Alicante und Faro kurzfristig aufzustocken. Auch die griechischen Ziele Heraklion, Rhodos, Korfu und Kos wird Eurowings ab dem 24. Oktober verstärkt anfliegen. Ryanair hat ab diesem Datum ihren Rückzug vom Flughafen Düsseldorf bekannt gegeben und – wie zuvor bereits in Stuttgart – kurzerhand alle Flüge gestrichen. Dafür können Reisende mit Eurowings ab Düsseldorf jetzt zu mehr als 80 Direktzielen in ganz Europa fliegen, dabei kostenlos und flexibel umbuchen wie nie zuvor. Jens Bischof, CEO und Sprecher der Geschäftsführung von Eurowings: „Stuttgart und Düsseldorf sind erst der Anfang – bei genauer Betrachtung ist das Ultra Low Cost Geschäftsmodell in ganz Deutschland auf dem Rückzug: Statt Sozialstandards auszuhöhlen und Partnern und Kunden regelmäßig vor den Kopf zu stoßen, bieten wir Verlässlichkeit, Fairness und langfristige Perspektiven. Unsere Kunden suchen in Krisenzeiten nicht nach 5-Euro-Tickets, sondern mehr denn je nach einer Airline, der sie vertrauen können. Wir freuen uns, dass wir jetzt noch mehr Kunden in Nordrhein-Westfalen faire und attraktive Angebote für ihre nächste Flugreise machen können.“

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Thomas Mary verlässt Peoples

In Altenrhein kommt es zu einer personellen Änderung in der Führungsebene. Thomas Mary, langjähriger Finanzchef, verlässt die Peoples Air Group mit Ende 2020 einvernehmlich. Seine Agenden werden von Thomas Krutzler übernommen. Der Bereich Finanzen und Administration verbleibt bei Nina Balschun, die direkt Firmenchef Krutzler untersteht. Weitere Mitglieder der Geschäftsführung sind Michael Felder und Janine Meier. Die hauseigene Fluggesellschaft betreibt einen Regionaljet des Typs Embraer 170-

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Lufthansa Group hebt die GDS-Gebühr an

Vor einigen Jahren führte die Lufthansa Group einen Zuschlag für Buchungen, die über GDS-Systeme getätigt werden, ein. Nun wird dieser von 16 Euro auf 19 Euro angehoben, berichtet das Branchenmagazin FVW. Betroffen sind die Konzernmitglieder Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Lufthansa und Air Dolomiti. Die so genannte „Distribution Cost Charge“ beträgt ab 1. Oktober 2020 19 Euro. Der Konzern begründet den Aufschlag mit höheren Kosten, die über diesen Vertriebskanal entstehen. GDS-Systeme werden primär von Reisebüros, aber auch von firmeneigenen Reisestellen genutzt. Bekannte Anbieter hierfür sind Sabre, Galileo und Amadeus. Keine Änderungen gibt es für die Nutzung der so genannten NDC-Kanäle und die LH-Group-Agent-Plattform. Lufthansa drängt seit mindestens fünf Jahren darauf, dass Reiseagenturen diese als Alternative zu GDS-Systemen nutzen sollen. Endkunden wird beim Ticketkauf über die Homepages von Lufthansa und der Tochtergesellschaften die GDS-Gebühr ebenfalls nicht berechnet.

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Ryanair-Personalchef teilt gegen Lufthansa aus

Mit Kritik an der milliardenschweren Staatshilfe für Lufthansa wirft Ryanair-Personalchef Darrell Hughes in einem Interview um sich. Er unterstellt gar, dass der Mitbewerber von der „staatlichen Hilfe wie ein Süchtiger von einer Droge abhängig ist“. Gleichzeitig verteidigt der Manager, dass Ryanair im Vereinigten Königreich einen staatlichen Kredit angenommen hat. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland behauptet Hughes, dass Lufthansa über viele Jahre hinweg verabsäumt habe das Unternehmen effizienter zu machen. Das „UK-Geld“ für Ryanair wäre ein Kredit, der im März 2021 zurückgezahlt werden muss. Es wäre mit dem milliardenschweren Rettungspaket, das Deutschland für Lufthansa geschnürt habe, überhaupt nicht vergleichbar. „Die Regierungen in der EU suchen sich jetzt aber jeweils ihre nationalen Champions aus, die ganz normale private Unternehmen sind und nun mit Steuergeld vollgepumpt werden. Der deutsche Steuerzahler bezahlt für die Ineffizienz der Lufthansa, die nicht so arbeitet, wie eine moderne Fluggesellschaft arbeiten müsste“, so der Ryanair-Personaldirektor gegenüber RND. Gleichzeitig betont der Manager der irischen Billigfluggesellschaft, das sich Ryanair und Malta Air nicht aus Deutschland zurückziehen werden. Die angekündigte Schließung der Bases Hahn und Weeze habe nur zur Folge, dass dort keine Flugzeuge und kein Personal mehr stationiert sind. Man werde die Airports aber weiterhin ansteuern. Doch generell hält Darrell Hughes die deutschen Flughäfen für zu teuer. Diese müssen effizienter werden, so der Ryanair-Personalchef. Angesprochen auf die für die Tochtergesellschaft Malta Air abgelehnte Kurzarbeit verweist Hughes gegenüber RND darauf, dass die Beschäftigten ihre Steuern und Sozialversicherungsabgaben in Deutschland entrichten. Das Verhalten der Bundesagentur für Arbeit ist aus der Sicht des

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Ölmulti BP rechnet mit geringer Nachfrage

Der Mineralölkonzern BP geht davon aus, dass die Nachfrage nach Erdölprodukten in den nächsten Jahren spürbar sinken wird. Man vermutet sogar, dass nie wieder das hohe Niveau des Jahres 2019 erreicht wird. Hintergrund ist nicht nur die Corona-Krise, sondern auch der Umstand, dass die Treibstoffeffizienz steigt und Investitionen in erneuerbare Energien erfolgen. Pte berichtet, dass bei BP drei verschiedene Szenarien für die globale Entwicklung der Ölnachfrage entwickelt wurden. In zwei dieser Planspiele wurde der Zenit im Jahr 2019 erreicht. Das dritte Szenario sieht vor, dass die Nachfrage in den kommenden 15 Jahren konstant bleibt und ab 2035 dann drastisch abfällt. „In allen drei Szenarien steigt der Anteil von erneuerbarer Energie schneller als jeder andere Treibstoff in der Geschichte“, sagt BP-Chefökonom Spencer Dale gegenüber Pte. Der Ölkonzern will in den kommenden Jahren die Produktion fossiler Brennstoffe um 40 Prozent reduzieren und sich in Richtung erneuerbare Energien neu aufstellen. Dazu investiert man beispielsweise in Windparks. BP rechnet damit, dass wenn der globale Kampf gegen den Klimawandel ernsthaft vollzogen wird, dass bis zum Jahr 2050 die Nachfrage nach Mineralölprodukten um 80 Prozent sinken wird. Gleichzeitig vermutet man, dass erneuerbare Energien um 60 Prozent gefragter sein werden.

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Wizzair-Chef kritisiert AUA-Staatshilfe heftig

József Váradi, Chef der Wizzair Group, geht davon aus, dass die Branche vor einem knallharten Winter steht. Dieser wird auch an der von ihm geleiteten Firmengruppe nicht spurlos vorbei gehen, doch gleichzeitig kritisierte er milliardenschwere Staatshilfen, die in Europa ausgeschüttet wurden. Besonders kritisch sieht er den Fall Austrian Airlines, denn seiner Meinung nach werde diese aufgrund der veralteten Flotte nie in der Lage sein das Geld zurückzuzahlen. Der österreichische Steuerzahler würde bei der AUA viel Geld vernichten. Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit behauptet Váradi, dass Wizzair besser aufgestellt wäre und die Ökobilanz aufgrund der jüngeren Flotte besser ausfallen würde. In Wien hat der Carrier derzeit neun Airbus A320 stationiert. Weitere Maschinen fliegen von anderen Bases, beispielsweise Warschau-Chopin, aus ein. Die Coronakrise mischte die Karten am Flughafen Wien neu, denn der ungarische Billigflieger konnte seinen Marktanteil eigenen Angaben nach stark ausbauen. Im Jänner 2020 lag dieser bei acht Prozent und im August bei 15 Prozent. Zum Vergleich: Lauda und Ryanair kamen im ersten Monat dieses Jahres auf 11 Prozent und lagen zuletzt bei 25 Prozent. Marktführer war im Jänner 2020 Austrian Airlines mit 40 Prozent. Im August 2020 sank dieser auf 34 Prozent ab. Wizzair rechnet die Marktanteile an Hand der angebotenen Kapazität vor. Diese lässt aber keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Auslastung der Flüge zu. Genau dieser Wert ist momentan wesentlich interessanter als das Angebot, denn europaweit kürzen Airlines ihre Kapazitäten, da die Nachfrage äußerst schwach ist. Die Konsequenz daraus ist, dass in den Flugzeugen äußerst viele Sitze leer bleiben. Das

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Zürich baut 120 Mitarbeiter ab

Am Flughafen Zürich müssen rund 120 Mitarbeiter aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie gehen. Die bisherigen Maßnahmen wären nicht ausreichend gewesen. Der Airport beschäftigt in etwa 1.700 Menschen. Das Unternehmen bestätigte eine entsprechende Meldung des Tagesanzeigers, dass bereits 26 Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Fluggastzahlen brachen aufgrund der Pandemie deutlich ein. Die Folge daraus ist, dass auch der Umsatz stark rückläufig ist. Der Personalabbau in Zürich ist kein Einzelfall. Es ist damit zu rechnen, dass weltweit viele Menschen, die an Flughäfen beschäftigt sind, um ihre Jobs bangen müssen.

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