Jan Gruber

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Jan Gruber

Wien verzeichnet fettes Corona-Minus

Im Juni 2020 konnte der Flughafen Wien wieder einen leichten Aufwind verzeichnen, doch liegt man auch weiterhin um 95,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt zählte man 138.124 Fluggäste. Im ersten Halbjahr 2020 nutzten 5,1 Millionen Reisende den größten Flughafen Österreichs – ein Minus um 65,3 Prozent. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm im Juni 2020 um 94,7% ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 97,5% zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im Juni 2020 ein Minus von 89,9%. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 34,9% im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Juni 2020 um 94,7%, nach Osteuropa um 94,8%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 100% zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 99,0%. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 98,7%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im Juni 2020 um 98,3% zurück. Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im Juni 2020 um 99,5% zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 99,0%.

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Neos fordern PCR-Tests an Flughäfen

Österreich dehnt ab Donnerstag das Landeverbot für Passagierflugzeuge auf insgesamt 18 Staaten aus. Dies stößt bei Oppositionspolitiker Gerald Loacker (Neos) auf heftige Kritik, denn seiner Ansicht nach soll der Bann völlig wirkungslos sein. „Wer nach Österreich reisen will, wird einen Weg finden. Die Flugverbote und Reiseeinschränkungen können leicht umgangen werden: Entweder nimmt die Person einen Gabelflug und kommt scheinbar aus einem anderen Land zu uns. Oder sie fliegt nach Bratislava oder München und reist dann ein“, so Loacker in einer ersten Reaktion. Stattdessen fordert der Neos-Gesundheitssprecher, dass an den österreichischen Flughäfen PCR-Tests und Fiebermessungen durchgeführt werden sollten. „Das Flugverbot ist auch aus wirtschaftlicher Sicht völliger Unfug, weil die Republik ja um 300 Millionen Euro die AUA gerettet hat und ihr jetzt im Nachhinein wieder einen Teil des Geschäfts abdreht.“ Loacker fordert daher, „dass die Regierung aufhört, in ihrer Planlosigkeit Reisemöglichkeiten generell einzuschränken und stattdessen endlich Fiebermessungen und PCR-Tests am Flughafen forciert“.

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Air Explore nimmt Linienflüge auf

Das slowakische Luftfahrtunternehmen Air Explore war bislang auf die Erbringung von Charter- und Wetlease-Dienstleistungen spezialisiert. Doch die Nachfrage ist in diesem Segment aufgrund der Corona-Krise fast nicht mehr vorhanden. Nun wagen die Slowaken den Einstieg ins Liniengeschäft auf eigene Rechnung, wenn auch nur in sehr kleinem Umfang. Ab Sonntag wird der Carrier zwei wöchentliche Linienflüge zwischen Bratislava und Split anbieten. Diese werden laut Firmenhomepage an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag mit Boeing 737-800 durchgeführt.

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Österreich bannt Flüge aus 18 Staaten

Ab Donnerstag dehnt die Republik Österreich das Landeverbot für Passagierflugzeuge von neun auf 18 Staaten aus. Die Region Lombardei (Italien) hingegen wurde von der „schwarzen Liste“ gestrichen, so dass beispielsweise ab Mailand und Bergamo wieder nach Österreich geflogen werden darf. Besonders hart dürfte das im NOTAM A1924/20 kundgemachte Flugverbot die Fluggesellschaften Austrian Airlines, Wizzair und Ryanair treffen, denn zahlreiche Destinationen, insbesondere auf dem Balkan sind betroffen. Urlauber, die beispielswiese in Burgas und Varna ans Meer wollten, haben nun zusätzlich zu den verschärften Einreisebestimmungen bei der Rückkunft ein Problem: Rechtlich sind Flüge von Österreich nach Burgas oder Varna erlaubt, jedoch die Rückflüge dürfen nur leer durchgeführt werden. In der Praxis wird dies aus Kostengründen jedoch eher nicht praktiziert. Konkret sind ankommende Passagierflüge aus den nachstehenden Staaten ab Donnerstag-Mitternacht mit einem Landeverbot in Österreich belegt: Albanien Weißrussland Bosnien und Herzegowina Bulgarien Volksrepublik China Ägypten Iran Kosovo Moldawien Montenegro Nord Mazedonien Portugal Rumänien Russische Föderation Serbien Schweden Ukraine Vereinigtes Königreich Vorläufig gilt das Landeverbot für Passagierflüge, die in den oben genannten Ländern gestartet sind, bis 31. Juli 2020. Allerdings zeigte sich in den letzten Monaten, dass der Bann oftmals äußerst kurzfristig verlängert wurde.

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Lauda: Basis Düsseldorf bleibt offen

Im Gegensatz zur Lauda-Basis Stuttgart soll jene in Düsseldorf weiterbetrieben werden. Die Geschäftsführer Andreas Gruber und David O’Brien teilten den Lauda-Crews in NRW mit, dass der Tarifvertrag mit großer Mehrheit angenommen wurde und daher die Grundlage für den Fortbestand geschaffen wurde. Laut vorliegendem Rundschreiben sollen 34 und 36 Kapitänen, 97 Prozent der Co-Piloten und 80 Prozent der Flugbegleiter die neuen Konditionen akzeptiert haben. Nun sollen jene, die ihr Einverständnis verweigert haben, nochmals angeschrieben werden. In Wien wurden jedoch auch fliegende Mitarbeiter gekündigt, die nach der Deadline ihre Zustimmung erteilt haben. Abschließend schreiben die beiden Lauda-Geschäftsführer, dass sie davon ausgehen, dass der Wettbewerb mit der Lufthansa Group hart wird. Dennoch ist man optimistisch, dass die Basis Düsseldorf erfolgreich sein wird.

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Lauda-Basis Stuttgart wird geschlossen

Die Geschäftsleitung der österreichischen Fluggesellschaft Lauda übermittelte den Beschäftigten der Basis Stuttgart am Freitag eine Hiobsbotschaft. Die Base wird geschlossen und alle Mitarbeiter werden die Kündigung erhalten. Als Begründung führen David O’Brien und Andreas Gruber an, dass zwar 88 Prozent der Co-Piloten und Flugbegleiter den neuen Tarifvertrag angenommen hätten, jedoch nur sieben Piloten. Dies würde den Fortbetrieb der defizitären Base in Stuttgart nicht ermöglichen, weshalb diese zum 30. Oktober 2020 geschlossen wird. Im vorliegenden Rundschreiben wird darauf hingewiesen, dass die Kündigungen Ende Juli 2020 verteilt werden. Einige Piloten haben eine dreimonatige Frist, während andere nur sechs Wochen haben. Die Dienstverhältnisse sollen mit Ende Oktober 2020 enden. Vorsorglich weist die Lauda-Geschäftsleitung auch darauf hin, dass keine alternativen Jobs im Unternehmen zur Verfügung stehen. Man bedauert die Entscheidung, jedoch werden dadurch alle Arbeitsplätze in Stuttgart verloren gehen.

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Condor zieht nach Neu-Isenburg um

Back to the roots heißt es für die Ferienfluggesellschaft Condor, denn diese wird ihre Firmenzentrale wieder nach Neu-Isenburg umziehen. In dieser Stadt befand sich bis 1991 der Sitz, ehe man auf das Areal des Frankfurter Flughafens umzog. In einer Mitteilung erklärt das Unternehmen, dass dadurch Kosten eingespart werden können. Man werde für alle Verwaltungsbereiche 3.200 Quadratmeter Büroflächen anmieten. Bislang sitzt Condor im “Gateway Gardens” am Flughafen Frankfurt am Main.

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Corona-Krise traf auch Stuttgart stark

Auch am Flughafen Stuttgart-Echterdingen machen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich in den Fluggastzahlen bemerkbar. So verzeichnete der größte Airport des deutschen Bundeslands Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2020 einen 68,2-prozentigen Rückgang. Die Anzahl der Flugbewegungen reduzierte sich um 59,2 Prozent auf 24.763 Starts und Ladungen. Während der Hochphase der Krise führte der Airport vorzeitig die Teilsanierung der einzigen Runway durch. Der Airport war dadurch 17 Tage lang vollständig geschlossen, jedoch aufgrund des Umstands, dass nahezu alle Fluggesellschaften ihre Verkehre eingestellt hatten, war der Effekt der temporären Schließung des Airports nahezu nicht spürbar. „Nach Abschluss der Teilerneuerung unserer Start- und Landebahn Mitte Juni steht uns zwar wieder die volle Bahnlänge zur Verfügung, der Flugverkehr zieht aber erst langsam wieder an. Nach wie vor sind wir in einer schwierigen Situation. Wir müssen seit Monaten unsere gesamte Infrastruktur aufrecht halten, bei wenig Verkehr und minimalen Einnahmen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro pro Monat”, so Stuttgart-Geschäftsführer Walter Schoefer. „Die Talsohle ist durchschritten, Angebot und Nachfrage nehmen wieder deutlich zu. Unser Markt in Baden-Württemberg ist nach wie vor stark. Viele Airlines fahren ihr jetzt Flugprogramm wieder hoch. Der Prozess wird sich aber noch ziehen. Prognosen sind nach wie vor schwierig – bis zum Jahresende erwarten wir etwa 3 Millionen Passagiere. Trotz dieser Entwicklung sind wir finanziell stabil aufgestellt”, fügt Co-Geschäftsführerin Arina Freitag hinzu.

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Uni-Professor: „30-Euro-Flugabgabe betrifft nur wenige“

Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) kündigte die Einführung von 30 Euro Flugabgabe auf Kurzstreckenflüge bis maximal 350 Kilometer Entfernung an. Auf den ersten Blick würden sich dadurch viele Zubringer-Verbindungen massiv verteuern, doch diese sind nach Ansicht eines Universitätsprofessors der Johannes Kepler Universität Linz gar nicht betroffen. Das Point-to-Point-Aufkommen auf Verbindungen wie Graz-Wien, Klagenfurt-Wien oder Salzburg-Wien ist schon seit jeher äußerst überschaubar. Die ganz überwiegende Mehrheit der Passagiere auf Ultra-Kurzstrecken sind Umsteiger. Point-to-Point wird beispielsweise Graz-Wien nur äußerst selten gebucht. Das geplante Gesetz sieht vor, dass die Flugabgabe 12 Euro je Passagier beträgt. Davon abweichend sind 30 Euro fällig, wenn “die Entfernung zwischen dem inländischen Flughafen, von dem aus der Abflug erfolgt, und dem Zielflugplatz weniger als 350 km beträgt. Die genannte Entfernung wird nach der Methode der Großkreisentfernung ermittelt.” Der Rechtsexperte der Johannes-Kepler-Universität Linz weist ausdrücklich darauf hin, die Definition des Begriffes “Zielflugplatz” in § 2 Abs. 5 des Flugabgabegesetzes gar nicht verändert wurde und damit unverändert bleibt. Im Wortlaut schreibt der Gesetzgeber wie folgt vor: „Zielflugplatz ist der in- oder ausländische Ort, auf dem die Flugreise des Passagiers planmäßig enden soll. Der Flugplatz, auf dem eine Zwischenlandung erfolgt gilt nicht als Zielflugplatz. Eine Zwischenlandung ist die Unterbrechung der Flugreise des Passagiers für weniger als 24 Stunden, wenn an die Unterbrechung ein Abflug an einen anderen Flugplatz als den Flugplätzen der vorangegangenen Abflüge anschließt. Der Zielflugplatz muss sich vom Flughafen des Abfluges nicht unterscheiden (Rundflug).“ Der Jus-Professor schlussfolgert daraus: “Damit gilt jeweils der Endpunkt der Reise als Zielflugplatz, und wenn

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Malta: 68,7 Prozent Rückgang in Luqa

Die Corona-Pandemie traf auch die maltesische Tochter der FWAG stark. Zahlreiche Airlines nehmen ihre Angebote allerdings wieder auf. Der Airport Luqa, eine Tochter der Flughafen Wien AG, verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Passagierrückgang um 68,7 Prozent. Insgesamt zählte der einzige Verkehrsflughafen der Republik Malta 1.017.850 Passagiere. Vor der Corona-Krise starte man allerdings noch sehr stark, denn im Jänner und Feber 2020 wurden Zuwächse von 14,2 Prozent und 17,3 Prozent erzielt. Aufgrund des restriktiven Flugverbots, das die maltesische Regierung im März ausgesprochen hatte, brachen die Passagierzahlen ein. Laut Times of Malta wurden im zweiten Quartal lediglich 8.700 ankommende Fluggäste gezählt. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Rückholungsflüge. Im Juni 2020 gab es 3.348 Flugbewegungen, wobei in der genannten Zahl auch Wartungs- und Ferryflüge eingerechnet sind. Derzeit werden ab Luqa Nonstop-Flüge zu 49 Flughäfen in 13 europäischen Ländern angeboten. Einige Strecken werden auch von verschiedenen Carriern bedient. In den nächsten Tagen sollen weitere Wiederaufnahmen verkündet werden. “Der Weg in die Zukunft ist weiterhin mit Herausforderungen behaftet, aber wir treten in diese Neustartphase mit der Entschlossenheit ein, weiterhin mit all unseren Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um das Vertrauen der Passagiere zu stärken und unsere Luftkonnektivität in den kommenden Jahren schrittweise wiederherzustellen, was für die wirtschaftliche Erholung der Insel von entscheidender Bedeutung sein wird”, so Luqa-Geschäftsführer Alan Borg.

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