Jan Gruber

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Jan Gruber

VKI: Lauda verhält sich „unverschämt“

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) fühlt sich von der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda regelrecht an der Nase herumgeführt. Trotz Zusagen die Gelder abgesagter Flüge zügig an die Kunden zu erstatten läuft nicht nur alles sehr schleppend, sondern das Unternehmen versucht trotz Intervention durch den VKI die Kunden mit Gutscheinen abzuspeisen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu unter Berufung auf den Verein, dass die Gutscheine, mit denen Lauda die berechtigten Kundenansprüche loswerden will, zum Teil mehrere Monate nach hinten datiert sind. Mit dem Hinweis, dass man erst nach Ablauf von 12 Monaten eine Auszahlung beantragen könnte, würde Lauda die betroffenen Kunden nicht nur in die Irre führen, sondern mutmaßlich vorsätzlich falsch informieren. Der VKI startete vor einigen Wochen eine Sammelaktion für Passagiere, die von Austrian Airlines und Lauda bedingt durch deren Rechtsbrüche geschädigt wurden. Beide Carrier deaktivierten automatische Erstattungsmöglichkeiten und verschleppen seither die Rückzahlung von Tickets, die aufgrund von Flugstreichungen nicht angetreten werden konnten. Bei der AUA soll es aber Licht am Ende des Tunnels geben, denn von 10.500 Forderungen, die über den VKI betrieben werden, sollen bereits 9.000 ausbezahlt worden sein. Ganz anders die Situation bei der Lauda. Die Geschäftsleitung habe vor einigen Wochen zugesichert, dass die Auszahlung nun zügig erfolgen soll, doch VKI-Managerin Ulrike Wolf berichtet gegenüber der Tiroler Tageszeitung von einem anderen Bild: „Es wurde zwar angekündigt, das Geld zügig zurückzuzahlen, aber es läuft immer noch alles nur sehr schleppend und schlecht.“ Besonders sauer stößt der Konsumentenschützerin auf, dass Lauda trotz der Intervention durch den VKI und die Zusage der Geschäftsleitung, dass

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Easyjet gibt Stansted, Southend und Newcastle auf

Easyjet wird im Vereinigten Königreich die Bases in Southend, Stansted und Newcastle schließen. Damit reduziert sich die Anzahl der Stützpunkte von elf auf acht. Gleichzeitig wird es auch zum Abbau von Stellen kommen, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Die Schließung der betroffenen Stationen erfolgt bereits zum 31. August 2020. Hintergrund ist, dass die Nachfrage aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen eingebrochen ist. Erst vor wenigen Tagen gab Easyjet bekannt, dass man 23 Airbus-Jets im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Geschäften versilbert hat. Der Gesamterlös aus den Transaktionen wurde mit etwa 650 Millionen Euro beziffert.

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Deutschland: Flightright pfändet TAP-Bankkonten

Das Fluggastrechteportal Flightright hat in Deutschland einen Pfändungsbeschluss gegen TAP Air Portugal erwirkt. Laut Mitteilung geht es um 750.000 Euro, die der Carrier trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils und mehrfacher Zahlungsaufforderungen nicht beglichen habe. Flightright lässt nun Konten und sonstige Guthaben, die TAP bei deutschen Kreditinstituten unterhält pfänden, um die Summe eintreiben zu können. Hintergrund der Forderung sind Entschädigungsansprüche von Kunden aus dem Jahr 2019. Zuzüglich der zugesprochenen Kosten für das Gerichtsverfahren und die Auslagen für Anwaltshonorare ist die Summe mittlerweile auf über eine Million Euro angewachsen. Laut Flightright habe TAP Air Portugal aufgrund des Exekutionsverfahrens nun keinen Zugriff mehr auf Bankkonten in Deutschland. Wie viel Geld der Carrier bei deutschen Kreditinstituten liegen hat ist derzeit noch unklar. Das Fluggastrechteportal kritisiert jedenfalls, dass TAP trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils nicht bezahlen würde.

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Türkei: Corona-Versicherung mit Haken und Ösen

In Kooperation mit der türkischen Versicherung Güneş Sigorta bietet die Ferienfluggesellschaft SunExpress eine Reiseversicherung an, die eventuelle Kosten einer COVID-19-Erkrankung innerhalb der Türkei abdecken soll. Diese ist abhängig von der Reisedauer ab 15 Euro pro Woche erhältlich. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen zeigt allerdings, dass die “Touristenversicherung” diverse Einschränkungen hat. Leistungen werden nur dann erbracht, wenn ein stationärer Aufenthalt in einem türkischen Krankenhaus notwendig ist. Bei einer eventuellen Ansteckung in der Türkei, die erst nach der Rückkunft in das Heimatland festgestellt wird, ist der Versicherer leistungsfrei. Auch bei ambulanten Behandlungen innerhalb der Türkei gibt es keinen Deckungsschutz. Personen, die älter als 65 Jahre sind, können keine Polizze erwerben.

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Lübeck: „Klimaschützer“ wollten Erstflug verhindern

Begleitet von Protesten wurde am Montagvormittag der erste Linienflug nach langer Pause ab dem Flughafen Lübeck-Blankensee durchgeführt. Die hauseigene Marke Lübeck Air, operated by Air Alsie, bietet nun Verbindungen nach München und Stuttgart, die mit ATR72-500 durchgeführt werden, an. Laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks wurde der Regionalflughafen von sogenannten Klimaschützern belagert. Die Polizei spricht von etwa 80 Demonstranten, während die Organisatoren selbst von 150 Teilnehmern ausgehen. Einige hatten versucht sich Zugang zum Sicherheitsbereich zu verschaffen und wollten sich dem Bericht nach gegen 6 Uhr 00 mit Sekundenkleber auf dem Rollfeld ankleben. Weitere drei “Klimaschützer” sollen reguläre Flugscheine erworben haben und während dem Boarding den Versuch gestartet haben sich ebenfalls mit Sekundenkleber anzukleben. Die Störenfriede wurden nach Polizeiangaben abgeführt. Der Erstflug nach München war durch die Zwischenfälle um etwa eine halbe Stunde verspätet und hob kurz nach 7 Uhr 00 in Richtung München ab. Air Alsie führt im Auftrag von Lübeck Air bis zu zwei tägliche Umläufe in die bayerische Landeshauptstadt durch. Weiters wird eine Mittagsrotation nach Stuttgart angeboten. Am Wochenende wird in reduziertem Umfang geflogen. Aufgrund der Corona-Krise verspätete sich der Start von Lübeck Air um einige Wochen.

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Transavia France wächst in Paris-Orly

Die französische Fluggesellschaft Air France muss aufgrund der Annahme einer staatlichen Unterstützung in der Höhe von sieben Milliarden Euro das Streckennetz im Inland radikal umbauen. Die Hintergründe sind einerseits Umweltauflagen, die dem Carrier gemacht wurden, andererseits aber auch Bestrebungen die Kosten reduzieren zu können. Demnach ist es gar nicht verwunderlich, dass der Löwenanteil der Strecken innerhalb von Frankreich (exklusive Überseegebiete) an die Tochtergesellschaft Transavia France übergeben werden soll. Eine entsprechende Vereinbarung mit der zuständigen Pilotengewerkschaft SNPL wurde bereits geschlossen. Die Folge daraus ist, dass Billigableger bis 2023 große Teile der Domestic-Strecken ab Paris-Orly übernehmen wird. Allerdings: Einige ausgewählte Routen, die als besonders ertragreich gelten, wird Air France künftig selbst mit Airbus A220-300 bedienen, so das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Diese sollen beispielsweise nach Toulouse, Nizza und Marseille ab September 2021 zum Einsatz kommen. Transavia France wollte man schon wesentlich früher wachsen lassen, jedoch verhinderte eine Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft dieses Vorhaben. Bis zur Aufhebung der Klausel war die maximale Flottengröße von Transavia France mit 40 Boeing 737 in Stein gemeißelt. Auch einigte man sich darauf, dass dieser Ableger nur innerhalb von Europa fliegen wird. In einer neueren Übereinkunft wurden diese Beschränkungen allerdings aufgehoben, so dass Air France zunehmend auf die Billigtochter verlagern kann. Viele Inlandsstrecken gelten allerdings als verlustbringend, weshalb man versucht über die niedrigeren Kosten von Transavia France diese wieder in die Gewinnzone bringen zu können. Als Hauptkonkurrent gilt mittlerweile das TGV-Angebot der französischen Staatseisenbahn. Genau auf diese Schnellzüge will auch die Regierung in Zukunft verstärkt setzen. Die Konsequenz

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Ex-München-Chef nun im Kranich-Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG ziehen für die Bundesrepublik Deutschland, die sich im Zuge des Rettungspakets am Konzern beteiligte, zwei neue Aufsichtsräte ein. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Direktor des Flughafens München, Michael Kerkloh und Angela Titzrath, die dem Vorstand des Hamburger Hafens angehört. Großaktionär Heinz-Hermann Thiele übte in den letzten Wochen erheblichen Druck aus und forderte, dass die Aufsichtsratssitze des Bundes Personen einnehmen sollten, die über Branchenexpertise verfügen. Er selbst will übrigens auch mindestens einen Vertreter in das Kontrollgremium der Deutschen Lufthansa AG entsenden.

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Malta verschärft die Einreisebestimmungen

Die Republik Malta wird am Freitag um Mitternacht neue Richtlinien für die Einreise umsetzen. Die Herkunftsländer werden nun in drei Gruppen eingeteilt, wobei noch nicht veröffentlicht wurde auf welcher Liste sich Österreich, Deutschland und die Schweiz befinden werden. Für jene Staaten, die “grün” eingestuft werden, gibt es auch weiterhin keine Beschränkungen. Lediglich das Locator-Formular und eine Erklärung, dass man sich in den letzten 14 Tagen nur in grün eingereihten Staaten aufgehalten hat, müssen ausgefüllt und unterschrieben werden. Bis zum heutigen Tag befinden sich Österreich und Deutschland auf der “grünen Liste”. Ob das so bleiben wird, soll in den nächsten Tagen, jedenfalls vor Freitag veröffentlicht werden. Jene Länder, die Malta als “rot” einstuft, werden mit Reiseverboten belegt. Das hat zur Folge, dass Flugverbindungen, die in Staaten, die sich auf der roten Liste befinden, untersagt werden. Auch die Einreise auf anderen Wegen, beispielsweise mit dem Schiff, ist dann unmöglich. Der Mittelmeerstaat will die Liste der “roten Staaten” im Laufe dieser Woche überarbeiten und jedenfalls vor Freitag veröffentlichen. Neu ist eine Zwischenstufe, die als “amber list” bezeichnet wird. In diese werden Staaten aufgenommen, die aus Sicht der maltesischen Gesundheitsbehörden genau zwischen grün und rot sind. Passagiere, die aus diesen Staaten einreisen wollen, müssen ab Freitag einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorlegen. Andernfalls wird die Einreise verweigern. Welche Länder als “amber” eingestuft werden, soll in den nächsten Tagen, jedenfalls vor Freitag veröffentlicht werden. In der Republik Malta werden die Corona-Maßnahmen wieder verschärft. So müssen beispielsweise Diskotheken und Bars

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Mecklenburg macht 750.000 für Rostock-Laage locker

Der Flughafen Rostock-Laage erhält vom Land Mecklenburg-Vorpommern eine COVID-19-Beihilfe in der Höhe von 750.000 Euro. Weiters werden 383.000 Euro an noch nicht ausbezahltem Landeszuschuss an den Airport überwiesen. Das ostdeutsche Bundesland greift dem Flughafen Rostock-Laage jährlich mit einer Million Euro unter die Flügel. Die Corona-Beihilfe ist dabei nicht berücksichtigt, sondern wird zusätzlich überwiesen. Mit dieser soll der Airport seine laufenden finanziellen Verpflichtungen abdecken können. Der Zuschuss wird aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern geleistet.

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Deutschland: Reisewarnung auch für Mallorca

Deutschland weitet die Reisewarnung für das EU-Land-Spanien weiter aus. Zunächst waren nur Teile von Nordspanien und Madrid betroffen, nun auch die Balearen und das Festland. Diese wurden zum Risikogebiet erklärt und gleichzeitig wurde die Reisewarnung der höchsten Stufe ausgerufen. Pauschalurlauber haben nun die Möglichkeit von ihren gebuchten Reisen kostenfrei zurückzutreten. Dies ist gesetzlich verankert und indiskutabel. Personen, die ihren Spanien-Urlaub individuell organisiert haben, sind jedoch auf die Kulanz der Fluggesellschaft und sonstigen Leistungsträger angewiesen. Die Einstufung der Balearen, zu denen auch die insbesondere bei Deutschen beliebte Insel Mallorca zählt, hat zur Folge, dass bei der Rückkunft verpflichtend ein PCR-Test gemacht werden muss. Im Gegensatz zu Österreich ist dieser in Deutschland jedoch kostenfrei. Die Alpenrepublik hat derzeit noch keine Reisewarnung für die Balearen, wohl aber für Festland-Spanien ausgesprochen. Das einzige Gebiet Spaniens, für das weder Österreich noch Deutschland eine Reisewarnung ausgesprochen haben, sind die kanarischen Inseln.

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