Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa kündigt betriebsbedingte Kündigungen an

Die Lufthansa Group schloss das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020 mit einem Netto-Verlust in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro ab. Zahlreiche Maßnahmen zur Senkung der Kosten hätten den Umsatzrückgang, der den Folgen der Corona-Pandemie geschuldet ist, nur in geringem Umfang kompensieren können. Nun werden auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen. Der Verlauf der Verhandlungen mit den Tarifpartnern wäre auch vor dem Hintergrund der internationalen Marktentwicklungen nicht zufriedenstellend und für Deutschland gesehen soll auch der Abschluss von Krisenvereinbarungen nicht mehr realistisch sein. Konzernchef Carsten Spohr erklärte im Zuge der Präsentation der von der Corona-Krise verhagelten Finanzzahlen, dass er nicht damit rechnet, dass vor dem Jahr 2024 das Niveau des Jahres 2019 wieder erreicht werden kann. Daher habe man unter dem Projekttitel „ReNew“ ein umfassendes Restrukturierungsprogramm beschlossen. Dieses sieht den Abbau von etwa 22.000 Vollzeitjobs vor. Auch die konzernweite Flotte soll um „mindestens 100 Maschinen“ verkleinert werden. Im Sparprogramm ist auch ein Personalabbau vorgesehen, der zunächst bei Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss vollzogen werden soll. Im nächsten Schritt soll auch Lufthansa selbst in Deutschland folgen. Derzeit beschäftigt die Firmengruppe weltweit etwa 129.400 Mitarbeiter. Der Liquiditätsstand war per 30. Juni 2020 2,8 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung des Rettungspakets würde man nun bei fast 12 Milliarden Euro stehen.

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United fliegt wieder München-Newark

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines bietet nun wieder Nonstop-Flüge zwischen München und New York-Newark an. Diese werden mit Boeing 787-9 durchgeführt. Vorerst wird an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag geflogen. „Wir freuen uns, dass wir unsere Verbindung zwischen München und New York/Newark ab Anfang August wieder aufnehmen. Mit den Flügen zum Washington Dulles International Airport seit Anfang Juli bedienen wir ab München jetzt wieder unsere zwei wichtigsten Drehkreuze an der US-Ostküste. Dabei steht die Sicherheit für Passagiere und Mitarbeiter bei United an oberster Stelle“, erklärt Thorsten Lettnin, der Managing Director Sales für Kontinentaleuropa und Indien bei United Airlines. immer sehr prominent vertreten war. „Wir freuen uns sehr, bereits die zweite Route von United in München wieder zu eröffnen und das Angebot in die USA wieder sukzessive erweitern zu können“, so Andreas Puttkamer, Leiter des Geschäftsbereichs Aviation der Flughafen München GmbH.

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Gewerkschaft: Scheinselbstständigkeit bei Malta MedAir

Die maltesische Staats-Luftfahrtstrategie ist nicht leicht zu durchblicken, denn neben Air Malta wird nun die ebenfalls von der Regierung beherrschte Malta MedAir auf die Linie geschickt. Unter der Federführung des damaligen Tourismusministers Konrad Mizzi wurde der Carrier als „Spareinheit“ für Air Malta ins Leben gerufen und der Politiker drohte damals auch den Flugzeugführern, dass Malta MedAir als Ersatz für Air Malta dienen könnte. Hintergrund war ein Streit über die Löhne bei der größten staatlichen Fluggesellschaft des Mittelmeerstaats. Im Zuge der Coronakrise trennte sich Air Malta von rund 70 Flugzeugführern, die ihre Uniformen, verpackt in Müllsäcken, vor die Zentrale des Carriers in Luqa warfen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Malta MedAir auf der Suche nach zusätzlichem fliegenden Personal ist und auch die momentan aus nur einem Airbus A320 bestehende Flotte ausgebaut werden soll – und das in einer Zeit, in der weltweit mit wenigen Ausnahmen fast alle Airlines verkleinern. Die Gewerkschaft ALPA (Airline Pilots Association) erhebt nun laut der Tageszeitung „Times of Malta“ schwere Vorwürfe gegen Malta MedAir. Diese würde insbesondere aus dem Pool der gekündigten Air-Malta-Piloten „fischen“ und diese in eine Art Scheinselbstständigkeit drängen. Die Arbeitnehmervertreter sehen in der Beschäftigungsform Risiken für die Sicherheit und die Gesundheit der Flugzeugführer. „Das Anbieten derartiger prekärer Arbeitsverhältnisse im 21. Jahrhundert ist beschämend, insbesondere dann, wenn es um Piloten geht, die jahrzehntelang für die staatliche Air Malta geflogen sind und unverschuldet unter dem Vorwand Corona gekündigt wurden“, so die Gewerkschaft ALPA. Der Protest richtet sich an den Premierminister, die Tourismusministerin, den Wirtschaftsminister, Air

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Deutschland führt PCR-Testpflicht ein

Ab Samstag will die Bundesrepublik Deutschland sämtliche Reisende, die aus vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Ländern zurückehren, verpflichtend auf das Coronavirus testen. Dies wird für die Passagiere kostenlos sein, jedoch drohen bei Verweigerung saftige Geldstrafen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält den Testzwang für einen „zumutbaren Eingriff“. Als Alternative zur Testung „an der Grenze“ kann auch ein negatives Ergebnis, das nicht älter als zwei Tage ist, vorgelegt werden. Der Politiker verwies dabei auf eigene Länder, die zwingend ein negatives PCR-Ergebnis vor der Ausreise bzw. dem Besteigen eines Verkehrsflugzeugs vorschreiben. Dabei handelt es sich unter anderem um die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. An den meisten deutschen Verkehrsflughäfen wurden bereits entsprechende Teststationen in Zusammenarbeit mit lokalen Laboren eingerichtet. Auch auf dem Straßen- und Schienenweg sollen zügig entsprechende Örtlichkeiten für die Durchführung von PCR-Tests geschaffen werden. Passagiere, die aus so genannten „Risikogebieten“ nach Deutschland zurückkehren und sich einer PCR-Testung verweigern, laufen Gefahr eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro aufgebrummt zu bekommen. Während jene aus den „Problemgegenden“ zwingend getestet werden, soll die Teilnahme für alle anderen Rückkehrer freiwillig, jedoch ebenfalls kostenfrei sein. Deutschland erwartet sich von den für die Reisenden kostenlosen Corona-Tests auf Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen einerseits eine Wiederbelebung der Reisewirtschaft, aber auch mehr Sicherheit für die Bevölkerung und die Passagiere selbst. Jede Infektion, die man entdecke mache einen Unterschied, so Spahn.

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Air France-KLM sperrt drei Lounges in Deutschland auf

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM sperrte die Lounges in München, Stuttgart und Berlin-Tegel wieder auf. Diese wurden zu Beginn der Corona-Pandemie in Europa temporär geschlossen. Die exklusiven Wartebereiche an den genannten Flughäfen stehen SkyTeam-Passagieren ab Business-Class oder mit ausreichendem Vielfliegerstatus zur Verfügung. Der Carrier machte keine näheren Angaben zum momentanen Angebot in den Lounges.

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AUA: Kunden warten, Management kassiert Prämien

Austrian Airlines zahlte Ende Juli 2020 an das Management Prämien aus und das obwohl unzählige Kunden noch immer darauf warten, dass der Carrier seine Schulden in Form von berechtigten Rückzahlungsansprüchen begleicht. Der Carrier wiegelt allerdings ab und stellt es so dar, dass die AUA Schulden gegenüber dem Management beglichen habe. Konzernsprecher Peter Thier bestätigte, dass es zu den Auszahlungen an das Management gekommen ist und zwar Ende Juli 2020. Es habe sich dabei um verspätete variable Gehaltszahlungen für das Geschäftsjahr 2020 gehandelt. „Es sind sozusagen „Schulden“, die das Unternehmen bei den Führungskräften noch offen hatte. Praktisch alle Führungskräfte erhalten Teile ihres Gehalts abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. 2019 erwirtschaftete Austrian Airlines ein adjusted-Ebit von +19 Mio. Euro“ so Thier. Zwar schrieb die Lufthansa-Tochter im Vorjahr einen kleinen Gewinn, jedoch grundsolide erfolgreich war man nicht. Ursächlich hierfür soll der starke Wettbewerb mit Billigfliegern gewesen sein. Gegen Jahresende 2019 wurde ein scharfes Sparprogramm angekündigt, das die Ausflottung des Maschinentyps DHC Dash 8-400 und den Abbau von Stellen vorsieht. Innerhalb der AUA-Belegschaft sollen die Boni-Zahlungen an das Management nicht sonderlich gut angekommen sein, denn in nahezu allen Bereichen dreht der Carrier angesichts der Corona-Pandemie an der Lohnschraube. Hierzu sagte Thier: „Führungskräfte hängen bei Austrian auch am Kollektivvertrag, d.h. dass jegliche Einsparungen auch die Führungskräfte trifft. Auch Führungskräfte befinden sich bei Austrian in der Kurzarbeit. Mehrverdiener erhalten je nach Einkommen während der Kurzarbeit bekanntlich 80 Prozent, Wenigverdiener 85 Prozent oder 90 Prozent (AMS Staffelung).“ Angesprochen darauf wie Boni-Zahlungen an das Management und Staatshilfe

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UK-Ermittler kritisieren Lauda-Flugbegleiter

Am 1. März 2019 wurde die OE-LOA, betrieben von Lauda, am Flughafen Stansted nach einer Fehlfunktion des linken Triebwerks evakuiert. Die britischen Unfallermittler üben in ihrem Bericht erhebliche Kritik an den Abläufen an Bord und kommen zum Schluss, dass die Evakuierung nicht notwendig war. Besonders heftig wird die Entscheidung zur Evakuierung, die von der Senior Flugbegleiterin ohne Rücksprache mit dem Cockpit, getroffen wurde, kritisiert. Die Ermittler schreiben in ihrem Bericht auch, dass mangelnde Kommunikation und mangelnde Erfahrung vorliegen würden. Der Kapitän habe die Anweisung gegeben: „Attention Crew: On Station“. Genau diesen Befehl will die Kabinenchefin allerdings nicht gehört haben. Sie hielt über das Intercom Rücksprache mit einer anderen Flugbegleiterin, die geschockt und verängstigt gewesen sein soll. Im Anschluss gab die SFA den Befehl zur Evakuierung. Eine Rücksprache mit dem Kapitän gab es laut dem Bericht jedoch nicht. Mangelnde Erfahrung der Kabinencrew Hinsichtlich der Erfahrung der Senior-Flugbegleiterin kritisiert die Behörde, dass diese im Mai 2017 die Qualifikation als Junior-Flugbegleiterin erlangte. Aufgrund der Insolvenz ihres damaligen Arbeitgebers flog sie zwischen Dezember 2017 und März 2018 nicht. Bereits im Mai 2018 absolvierte sie die Ausbildung zum Senior und schloss diese positiv ab. Die Behörde merkt hierzu an, dass die Vorerfahrung möglicherweise mangelhaft gewesen sein könnte. Als riskant stuften die Unfallermittler ein, dass das rechte Triebwerk zum Zeitpunkt der Räumung der Maschine noch einige Minuten in Betrieb war und die Flugzeugführer angegeben haben, dass diese überrascht waren plötzlich Passagiere rund um den Airbus A320 zu sehen. Eine Anweisung aus dem Cockpit habe es nicht gegeben, werden

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SunExpress: Dynamische Preise für Sitzplatz-Reservierungen

Der türkische Ferienflieger SunExpress verabschiedet sich von Fixpreisen für Sitzplatzreservierungen. Künftig nutzt man für dieses Extra ein dynamisches Pricing. Die Kosten hierfür passen sich nun laufend für jeden Flug an die individuelle Nachfrage an. Die logische Schlussfolgerung daraus ist: Je mehr Personen eine Sitzplatzreservierung kaufen, desto teurer wird diese angeboten. SunExpress stellt dies in einer Aussendung so dar, dass sich für die Reisenden dadurch „mehr Flexibilität“ ergeben würde. Gästen von SunExpress wird bei der Sitzplatzreservierung in Zukunft auch eine größere Auswahl aus fünf statt bisher zwei Preiskategorien auf jedem Flug geboten. Bisher gab es bei der Vorabreservierung des Wunschsitzplatzes jeweils nur einen Fixpreis für alle sogenannten XLEG-Plätze mit deutlich mehr Beinfreiheit sowie für alle weiteren regulären Sitze. Künftig werden Kunden die Auswahl zwischen zwei Preiszonen für XLEG-Angebote sowie drei Preiszonen für reguläre Sitze haben. Aufgrund der hochentwickelten, nachfrageorientierten Preisalgorithmen werden Passagiere dabei in vielen Fällen von spürbar günstigeren Tarifen profitieren. Gleichzeitig deckelt SunExpress die Höchstpreise für eine Sitzplatzreservierung, so dass ein bestimmter Tarif nicht überschritten wird. „Mit der Dynamisierung unserer Preise für Sitzplatzreservierungen gestalten wir die Tarifstruktur deutlich flexibler“, kommentiert Roland Hans, Revenue Manager bei SunExpress. „Unsere Gäste haben mehr Auswahl und werden vielfach sparen – gleichzeitig treiben wir die Nutzung von zukunftsweisenden Technologien im Vertrieb der sogenannten Ancillaries einen großen Schritt voran. Damit unterstreichen wir einmal mehr unsere Position als innovative Fluggesellschaft.“

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Ryanair hat auf 60 Prozent hochgefahren

Die Ryanair Group teilte mit, dass seit 1. August 2020 wieder rund 60 Prozent des regulären Flugplans durchgeführt werden. Im Juli 2020 beförderte man rund 4,4 Millionen Passagiere. Angeboten werden derzeit etwa 11.000 Flüge pro Woche auf 1.600 Strecken. „Seit der Wiederaufnahme unseres Flugplans Ende Juni sind die Passagierzahlen weiter gestiegen, und wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass unser Flugplan im August auf mehr als 60% steigen wird. Wir haben uns gefreut, dass unsere Mitarbeiter und Kunden unsere Maßnahmen für gesundes Fliegen angenommen haben, und wir ermutigen alle, die im August mit uns reisen, dies auch weiterhin zu tun. Während das Vertrauen der Reisenden zurückkehrt, freuen wir uns darauf, unsere Kunden, die zu günstigsten Tarifen zu über 200 Zielen in ganz Europa fliegen können, wieder an Bord willkommen zu heißen. Wir sind auch stolz darauf, unseren Teil dazu beizutragen, dass die europäische Tourismusindustrie wieder in Schwung kommt“, so Ryanair-DAC-Geschäftsführer Eddie Wilson.

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Eurowings kündigt zusätzliche Routen an

Ab Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Köln/Bonn und Berlin nimmt Eurowings insgesamt 26 Strecken auf. Dabei handelt es sich überwiegend um Ferien-Ziele, jedoch auch um einige Städte-Destinationen, wie der Carrier mitteilte. „Auch wenn der Weg zurück zur Normalität noch weit ist: Die touristische Nachfrage zieht bei uns spürbar an“, sagt Jens Bischof, CEO der Eurowings: „Auf diese Nachfrage reagieren wir mit Flügen zu den beliebtesten Ferienzielen Europas.“ Ab Hamburg werden im August folgende Ziele aufgenommen: Stockholm Budapest Mailand Malpensa Paris-CDG Ab Köln/Bonn kommen folgende Destinationen hinzu: Kavala Bastia Eurowings nimmt ab Stuttgart auf: Athen Valencia Amsterdam Dresden Ab Berlin-Tegel: Heraklion Split Ab Düsseldorf: Brai Porto Lyon Im September und Oktober 2020 sollen insgesamt 28 zusätzliche Routen aufgenommen werden. Von ihrem größten Standort Düsseldorf fliegt die Airline im September neu in die polnischen Städte Breslau und Krakau sowie nach Genf und Newcastle. Außerdem können Gäste Nizza, Venedig und Dubrovnik ab September buchen. Im Oktober können Eurowings Passagiere neu ab der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens nach Gran Canaria fliegen. Ab Oktober fliegt Eurowings neu ab Hamburg ebenfalls nach Gran Canaria sowie nach Fuerteventura. Ab September fliegt Eurowings von Köln/Bonn ins portugiesische Faro, nach Budapest in Ungarn sowie nach Dresden. Ab Stuttgart fliegt die Airline ihre Passagiere im September ins ägyptische Hurghada und nach Krakau, außerdem wird die Verbindung nach Rom wieder aufgenommen. Damit bietet Eurowings bis zum Ende des Sommerflugplans wieder über 85 Ziele in Deutschland und Europa an.

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