Jan Gruber

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Jan Gruber

Airbus schickt A220-500 in die Warteschleife

Die Corona-Krise hat auch zur Folge, dass Airbus das Projekt A220-500 in die Warteschleife schickt. Dies habe momentan „keine Priorität“, bestätigte Nordamerika-Manager Jeff Knittel gegenüber dem Portal Simple Flying. Eine komplette Einstellung der Planungen für eine gestreckte Version des A220-300 sieht man in der jüngsten Entscheidung jedoch nicht. Auch scheint seitens verschiedener Fluggesellschaften durchaus eine Nachfrage für das Muster zu bestehen, jedoch machte Corona zumindest temporär einen Strich durch die Rechnung.

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Fraport-Chef Schulte: „Wachstum nicht vor 2023“

Der Chef des börsennotierten Flughafenbetreibers Fraport, Stefan Schulte, rechnet damit, dass es erst im Jahr 2023 wieder ein „moderates Wachstum“ im Flugverkehr geben wird. Bis dahin wird es eine lange Durststrecke für die Branche. Fraport wird daher zwischen 3.000 und 4.000 Stellen abbauen. Hierbei wolle man sozialverträgliche Maßnahmen setzen, über die mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden soll. Die natürliche Fluktuation reicht nach Ansicht der Konzernspitze nicht aus um den Personalüberhang abbauen zu können. Es wird auch damit gerechnet, dass in den Jahren 2022 und 2023 die Anzahl der abgefertigten Passagiere um 15 bis 20 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019 liegen wird. Allein am Standort Frankfurt am Main beschäftigt Fraport etwa 16.000 Mitarbeiter, die sich überwiegend in Kurzarbeit befinden. Aus finanzieller Sicht war das zweite Quartal 2020 für die Fraport AG natürlich ein Desaster. Man schrieb einen Verlust in der Höhe von 182 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum konnte man noch einen Gewinn von 127 Millionen Euro ausweisen. Der Umsatz brach um drei Viertel auf 250 Millionen Euro ein. Auf dem Kapitalmarkt besorgte sich die Fraport AG rund 1,3 Milliarden Euro und begab im Juli 2020 eine Anleihe, die 800 Millionen Euro schwer ist. Der Cash-Bestand wurde mit drei Milliarden Euro beziffert. Man sieht sich hinsichtlich der Liquidität bis mindestens Ende 2021 abgesichert.

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Juli: Aufwärtstrend bei Wizzair erkennbar

Die Wizzair Group zählte im Juli 2020 konzernweit 1.824.452 Passagiere. Bedingt durch die Corona Pandemie liegt man damit um rund zwei Millionen Fluggäste unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 60,5 Prozent kommuniziert. Aus den von Wizzair veröffentlichten Passagierzahlen ist ersichtlich, dass die Auslastung langsam wieder steigt. Zwar lag diese in der Zeit „vor Corona“ bei dieser Fluggesellschaft im Regelfall zwischen 90 und 95 Prozent, jedoch verbesserte man sich nun von 52,2 Prozent im Juni auf 60,5 Prozent im Juli 2020.  Noch deutlicher Sichtbar wird dies an Hand der von Wizzair beförderten Fluggäste: Im Jänner und Feber 2020 hatte man noch jeweils weit über drei Millionen Reisende an Bord. Im März transportierte man noch 1.754.032 Fluggäste ehe im April 2020 aufgrund von Flugverboten und des Lockdowns ein Einbruch auf 78.389 Passagiere erfolgte. Seit Mai (126.549 Fluggäste) geht es bei Wizzair offensichtlich wieder bergauf: Im Juni hatte man 502.253 Passagiere an Bord und zuletzt im Juli waren es 1.824.452 Reisende. Ein Aufwärtstrend ist zwar klar erkennbar, doch ist man noch meilenweit von den Werten der Vorjahre entfernt.

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Juli: Ryanair mit 70 Prozent weniger Passagieren

Der Ryanair Group beförderte im Comeback-Monat Juli rund 4,4 Millionen Passagiere. Die Transportleistung von Lauda wird seitens der börsennotierten Holding nicht mehr separat ausgewiesen, da die Österreich-Tochter nicht mehr unter eigenen Flugnummern, sondern für die Schwester Ryanair DAC fliegt. Im Juli des Vorjahres flog die Firmengruppe 14,8 Millionen Reisende. Das bedeutet, dass ein Rückgang von 70 Prozent verzeichnet wurde. Dieser ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Ryanair erklärt, dass man im Juli 2020 rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Flugplans durchgeführt habe und die Auslastung bei 72 Prozent lag. Auch über das gesamte bisherige Jahr 2020 machen sich die Folgen der Pandemie deutlich bemerkbar, denn in den ersten sieben Monaten verzeichnete der Billigflieger einen Rückgang um 35 Prozent. Man beförderte rund 96,8 Millionen Fluggäste.

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Wizzair Hungary erhält erstes EASA-AOC

Die Billigfluggesellschaft Wizzair Hungary erzielt am 1. August 2020 als erste Airline Europas ein Air Operator Certificate von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit erteilt. Im Jahr 2018 wurde die Möglichkeit eingeführt, dass Airlines, die in mehreren EU-Staaten tätig sind, ein EASA-AOC zu beantragen. Die rechtliche Grundlage ist in der Verordnung 2018/1139 geregelt. Der Vorteil für die Fluggesellschaften ist, dass künftig europaweit die EASA für die Sicherheitsaufsicht und Zertifizierung verantwortlich ist. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass auch Lufthansa prüft sich künftig unter die Aufsicht der EASA zu stellen. „Wir sind sehr glücklich, eine so junge und dynamische Fluggesellschaft als ersten Flugzeugbetreiber unter der Aufsicht der EASA zu haben. Das EU-Betriebszertifikat eignet sich gut für Fluggesellschaften wie Wizz Air, die über mehrere Betriebsstützpunkte in verschiedenen EASA-Mitgliedsstaaten verfügen. Als zentralisierte zuständige Behörde für den Betrieb von Wizz Air wird die EASA einen international anerkannten hohen Standard der Aufsicht über die Fluggesellschaft gewährleisten“, so EASA-Chef Patrick Ky. Wizzair erklärt, dass man weiterhin unter ungarischer Flagge fliegen wird und die ungarische Zivilluftfahrtbehörde auch weiterhin die Kontrolle über die Betriebsgenehmigung (OL) sowie die Streckengenehmigungen ausüben wird. Die Aufsicht durch die EASA ermöglicht es der Fluggesellschaft, die Zusammenarbeit mit den nationalen Zivilluftfahrtbehörden in ihren derzeitigen und zukünftigen Märkten zu verbessern. „Ich freue mich, bekannt geben zu können, dass Ungarn der erste Mitgliedstaat ist, der die europäischen Vorschriften für Luftfahrtunternehmen erneuert, während Wizz Air Hungary die erste Fluggesellschaft ist, deren AOC von der EASA als zuständige europäische Behörde überwacht wird. Dieses bahnbrechende Regulierungsmodell zwischen den ungarischen und

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VC stellt neuen Vorsitzenden Tarifpolitik vor

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit stellte am Montag mit Marcel Gröls den neuen Vorsitzenden Tarifpolitik vor. Sein Geschäftskreis bei der VC umfasst laut Satzung das Führen von Spitzengesprächen mit Arbeitgebern und Verbänden sowie die Darstellung der Tarifpositionen in der Öffentlichkeit.  Der Tarifexperte hat langjährige Erfahrung im Bereich Tarifpolitik, unter anderem war er als Leiter Mitbestimmung, Tarifpolitik und personalwirtschaftliche Grundsatzfragen bei der Hamburger Hochbahn AG und zuvor bei der IG Metall tätig. An der Universität Hamburg hat er zu Verhandlungsstrategien von Interessenverbänden promoviert. „Wir sind froh, dass wir mit Marcel Gröls einen ausgewiesenen Experten für Tarifpolitik und politische Interessenvertretung gewinnen konnten. Er wird seine Expertise für die strategische tarifpolitische Ausrichtung der VC einbringen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, so Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit.

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Lufthansa überweist Notkredit an Swiss

Die Fluggesellschaft Swiss erhält von ihrer Konzernmutter einen weiteren Notkredit in der Höhe von 200 Millionen Schweizer Franken. Bereits zuvor wurde ein Darlehen in selbiger Höhe gewährt. Auch wurden Dividendenzahlungen in der Höhe von 300 Millionen Schweizer Franken erlassen. Hintergrund ist, so der „Tages-Anzeiger“, dass die deutsche Bundesregierung die Freigabe für das Swiss-Rettungspaket, das mit der schweizerischen Regierung ausverhandelt wurde, noch nicht erteilt habe. Das Medium vermutet, dass bei Swiss die Finanzmittel knapp werden, da enorm viele Flugscheine an Reisebüros und Privatpersonen erstattet werden müssen.  Die Lufthansa-Tochter führt derzeit nur rund ein Drittel des regulären Flugangebots durch. Die Auslastung wird im Bericht des „Tages-Anzeigers“ als „mäßig“ beschrieben. Daher sollen sich die Einnahmen auch in eng gesteckten Grenzen halten.  In der Schweiz wurde Swiss ein Kredit in der Höhe von 1,5 Millionen Schweizer Franken bewilligt, jedoch kann die Auszahlung erst erfolgen, wenn die deutsche Bundesregierung ihre Zustimmung erteilt hat. Im Hilfspaket für Lufthansa (neun Milliarden Euro) finden sich entsprechende Klauseln, dass die Unterstützungen der Schweiz, Belgiens und Österreich für Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines der Zustimmung Berlins bedürfen. Wann diese erteilt wird ist derzeit völlig unklar.

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Dortmund feiert Wizzair-Basis

Am Freitag eröffnete die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair die erste Basis auf deutschem Boden. Der Carrier stationiert nun drei Maschinen des Typs Airbus A321 auf dem Flughafen Dortmund. Gleichzeitig werden schrittweise 18 neue Destinationen aufgenommen. Der Airport schätzt das potentielle Passagiervolumen auf bis zu eine Million Fluggäste pro Jahr. Im Corona-Jahr 2020 dürfte sich dies nach Angaben des Dortmunder Flughafens mit rund 250.000 zusätzlichen Reisenden bemerkbar machen. Insgesamt werden 48 Destinationen angeboten. „Durch die Eröffnung der Base werden wir uns deutlich schneller von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen, als die Branche insgesamt. Wir rechnen damit, dass wir im August bereits bei 80 Prozent des Passagiervolumens im Vergleich zu 2019 sein werden. Mit der Eröffnung der Wizz Air-Base endet im gesamten Unternehmen die Kurzarbeit“, so Flughafenchef Udo Mager. Nachstehende Ziele nimmt Wizzair ab Dortmund neu auf: Italien: Alghero, Bari, Catania, Neapel Griechenland: Athen, Korfu, Heraklion, Thessaloniki, Santorini, Rhodos Spanien: Fuerteventura Island: Reykjavík Portugal: Lissabon (Portugal) Ukraine: Saporischschja Marrokko: Marrakesch Rumänien: Suceava Kroatien: Split Montenegro: Podgorica

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München-Graz wird im Oktober 2020 aufgenommen

Lufthansa kündigt ab dem Hub München die Wiederaufnahme von fünf weiteren Europazielen an. Ab dem 7. September 2020 sollen Sibiu/Hermannstadt, Kiew, Göteborg und Marseille wieder bedient werden. Am 5. Oktober 2020 wird Graz folgen. Bis zum Ende der Sommerflugplanperiode wird der Carrier 86 Ziele in Europa und Deutschland und 13 Langstrecken-Destinationen ab München anbieten. Bereits wiederaufgenommen wurden unter anderem Birmingham, Izmir, Tiflis, Cluj und Timişoara. Am 1. September 2020 wird Luxemburg folgen.

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Drohnen-Registrierung wird deutlich billiger

Die Anzahl der von der Austro Control (ACG) bewilligten Drohnen versechsfachte sich seit dem Jahr 2015. Damals wurden 410 Geräte bewilligt, mit Stand 20. Juli 2020 sind heuer bereits 1.289 Anträge eingegangen. Durch eine neue EU-Richtlinie, die coronabedingt verschoben wurde, soll nun alles einfacher und insbesondere billiger werden. Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) und ACG-Geschäftsführerin Valerie Hackl erläuterten am Montag in den Räumlichkeiten des Verkehrsministeriums die Umsetzung der EU-VO 2019/947, die am 31. Dezember 2020 in Kraft treten wird. Kernstück dieser ist auch ein „Führerschein“, der absolviert werden muss. Der „Drohnenführschein“ ist die Grundvoraussetzung dafür, dass derartiges unbenanntes Fluggerät über 250 Gramm Gewicht geflogen werden darf. Zunächst muss ein Online-Kurs im Selbststudium absolviert werden. Im Anschluss ist eine Multiple-Choice-Prüfung (30 Fragen) ebenfalls im Internet abzulegen. Falls dieser positiv ausfällt wird der „Führerschein“ ausgehändigt. Dabei handelt es sich um ein PDF-Dokument, das laut Valerie Hackl alle relevanten Daten enthält und EU-weit gültig ist. Diese „Lizenz“ muss beim Bedienen der Drohne stets mitgeführt werden. Der Online-Kurs und die Prüfung zur Erlangung des „Führerscheins“ sind laut ACG-Chefin Hackl kostenlos. Wiederholtes Antreten zur Online-Prüfung ist möglich, es gibt kein Limit wie oft man „durchfallen“ darf. Bislang müssen Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, in Österreich bewilligt werden. Darunter gilt das unbemannte Fluggerät als Spielzeug, vormals auch als „ferngesteuerter Hubschrauber“ bekannt. Ab 31. Dezember 2020 entfällt die Genehmigungspflicht. Neu ist, dass die Drohnen registriert werden müssen und der Operator eine eindeutige Betreibernummer erhält, die auf dem Fluggerät angebracht werden muss. Die Registrierungspflicht gilt übrigens auch

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